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Schauspiel Frankfurt schmidtstraße12

Groteske Schicksalsfäden

von Esther Boldt

Frankfurt, 30. April 2008. Da ist es nun: Das Bild, in dem die Sehnsucht kulminiert. Er steht in ihrem Rücken, seine Hände auf ihrem Bauch, sie hält die Arme weit ausgestreckt. Sie fahren allerdings nicht in den Sonnenuntergang. Hinter dem Paar liegt auch kein Ozean, dort stehen fünf Scheinwerfer auf Stativen und leuchten die Szene aus. Anstelle von Leonardo DiCaprio und Kate Winslet glauben hier Maurice und Henriette, gespielt von Sébastien Jacobi und Sabine Waibel, für eine kurze Ewigkeit an die ganz große Liebe und eine ebensolche Freiheit, mit all ihren süßlich blinkenden Versprechungen.


Schauspiel Frankfurt schmidtstraße12

Häckseltheater oder Was von unseren Büchern bleibt

von Esther Boldt

Frankfurt am Main, 20. Dezember 2007. Möchte man an jedem Theaterabend ein Stück Welt ablesen, so macht es einem dieser nicht gerade leicht. Auf dem Programm steht "Don Quijote nach Motiven des Romans von Miguel de Cervantes", Regie führt der junge Simon Solberg, Spielort ist die Nebenspielstätte schmidtstraße12 des Schauspiels Frankfurt. 


Schauspiel Frankfurt schmidtstraße12

Urbane Schlachten auf der Bitze-Butze-Bühne

von Esther Boldt

Frankfurt am Main, 29. März 2007. Paranoia ist ein Gewächs, das am besten im Sumpf des Halbwissens gedeiht. Im Morast von Botenberichten, Verdächtigungen und Hörensagen, dem richtigen Maß an Information und Desinformation. Heinrich von Kleists "Die Familie Schroffenstein" lässt sich so lesen: als Groteske auf fehlgeleitete Kommunikation, die Misstrauen sät, Panik schürt und manches Opfer mit sich bringt.


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