zurück zur Übersicht

archiv » Mittelsächsisches Theater Freiberg und Döbeln (3)
Mittelsächsisches Theater Freiberg und Döbeln

Shitler weit weg

von Lukas Pohlmann

Freiberg, 7. November 2015. Etwa 40 Kilometer vor Dresden liegt Freiberg. Mitten drin im bräunlich brodelnden Sachsen. In Freiberg wiederum steht das älteste bespielte Stadttheater der Welt. Dort zeigt das Mittelsächsische Theater nun die historischen Dimensionen von George Taboris "Mein Kampf". Ein Beitrag des Theaters zur Lage der Nation, könnte man meinen.


Mittelsächsisches Theater Freiberg und Döbeln

Du dümmliche Dekadenzgesellschaft!

von Wolfgang Behrens

Freiberg, 15. Februar 2014. Von den sogenannten zu Unrecht vergessenen Stücken ist es wohl eines der berühmtesten. In Vergessenheit geriet Nikolai Erdmans Satirische Komödie "Der Selbstmörder" mit Ansage (was wiederum einen Teil ihres Nachruhms begründet): In der noch jungen stalinistischen Sowjetunion wurde sie 1930, am Tag ihrer Generalprobe, verboten – kein Geringerer als der Biomechaniker Wsewolod Meyerhold hatte Regie geführt. Fast 40 Jahre verharrte das Stück im Dornröschen-Schlaf, ehe es 1969 im schwedischen Göteborg endlich zur Uraufführung kam.


Mittelsächsisches Theater Freiberg und Döbeln

Die Negerseele ist ein Trommeln

von Dirk Pilz

Freiberg, 22. März 2008. Dies ist keine Theaterkritik. Es geht hier zwar um eine Inszenierung des "Othello" am Mittelsächsischen Theater in Freiberg, aber eine Auseinandersetzung mit der Ästhetik, dem Regie-Zugriff, der Figurenanlage, der Szenengestaltung macht keinen Sinn. Denn was in Freiberg, der kleinen Stadt zwischen Chemnitz und Dresden, geboten wurde, ist ein Fall von Rassismus. Darüber ist theaterkritisch nicht zu berichten, das lässt sich nur vermelden.

 


zurück zur Übersicht