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archiv » Theater am Kurfürstendamm Berlin (5)
Theater am Kurfürstendamm Berlin

Nichts als die Wahrheit

von Georg Kasch

Berlin, 22. Januar 2015. Das Boulevardtheater ist immer für eine Überraschung gut. Als in den Kategorien E und U erzogener Mensch schaut man auf die Schauspielerliste, sieht viele bekannte Fernsehgesichter, gleicht das mit seiner bisherigen Erfahrung mit Theatern und Inszenierungen dieser Art ab und denkt sich: naja.


Theater am Kurfürstendamm Berlin

Ins Zeitlos-Volkstheaterhafte

von Esther Slevogt

Berlin, 19. Januar 2014. "Hier wird nicht jelacht! Hier werden für niemanden Witze gemacht! Wir verhandeln hier blutig ernste Jeschichten!" schreit Amtsvorsteher Wehrhahn im vorletzten Akt. Und das stimmt natürlich. Auch wenn hier ein Gag den nächsten jagt, neun rasende Schauspieler krachledern ungefähr zwei Dutzend Karikaturen aus dem wilhelminischen Deutschland mimen, ein Fest der angeklebten Bärte, schlecht sitzenden Perücken und albernen Kostüme gefeiert wird. Und so wird natürlich trotzdem gelacht. Und wie gelacht wird! Am Ende gibt es sogar standing ovations.


Theater am Kurfürstendamm Berlin

altKomm, lass mich Deine Leere spüren!

von Wolfgang Behrens

Berlin, 18. Dezember 2011. An einem solchen Abend würde man gerne einmal ein Experiment machen. Man müsste dazu Johannes Zachers weitgehend leeren, die sterile Atmosphäre einer Flughafen-VIP-Lounge verströmenden und später nebeldurchwallten Bühnenraum mitsamt der in ihm sich abspielenden Aufführung auf eine gigantische Sackkarre packen und um anderthalb Kilometer weiter den Kurfürstendamm westwärts verschieben. Man wäre dann nicht mehr an der Boulevardbühne Theater am Kurfürstendamm, sondern im Hochkultur-Tempel Schaubühne. Wenn man nun noch den Namen des publikumswirksamen Film- und Fernsehstars aus den Ankündigungen tilgte, was würde das an der Wahrnehmung einer Inszenierung wie derjenigen Amina Gusners von Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" ändern?


Theater am Kurfürstendamm Berlin

Wann ist ein Mann ein Mann?

von Anne Peter

Berlin, 18. Januar 2009. Diesmal also Geschlechterverwirrung andersrum. Die Idee, Shakespeare-Stücke mit reiner Männer-Crew aufzuführen, ist schließlich nur mäßig originell. Den letzten größeren Versuch hat in Berlin Michael Thalheimer zum Saisonstart mit einem gelungen verschlammten "Was ihr wollt" im Zelt des Deutschen Theaters unternommen. Und kann sich dabei – wie jeder, der diesen Besetzungsweg wählt – natürlich auf die Shakespearezeit berufen, in der Frauen die Schauspiel-Profession verboten war.


Theater am Kurfürstendamm Berlin

Wohlständlerinnen-Lamento

von Anne Peter

Berlin, 1. Juni 2008. Rockend auf Hochhausdächern. So hat man dieses Trio in Erinnerung: Katja Riemann entschlossen am Schlagzeug, Jasmin Tabatabai mit wild fliegenden Haaren und Nicolette Krebitz, der lässig die Gitarre um den Hals hängt. Drei Vogelfreie auf ihrem letzten Konzert.

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