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archiv » Luisenburg Festspiele Wunsiedel (3)
Luisenburg Festspiele Wunsiedel

altDas Volksstück als Wille und Vorstellung

von Matthias Weigel

Wunsiedel, 13. Juli 2012. Kritische Volksstücke wie Franz Xaver Kroetz oder Martin Sperr sie schrieben, finden inzwischen eher selten ihren Weg auf Theaterspielpläne. Auch der Autor Felix Mitterer, 1948 in Tirol geboren, widmet sich (neben dem Verfassen von Tatort-Drehbüchern) immer wieder diesem Genre. Seine neueste Bearbeitung ist aber wohl sinnbildlich für das Problem, das das kritische Volksstück heute hat.


Luisenburg Festspiele Wunsiedel

Trolle, Schweinemenschen und ein silberner Elefant

von Georg Kasch

Wunsiedel, 17. Juli 2009. Was hat dieser Peer eigentlich falsch gemacht? Wie er so über die felsige, waldige Naturkulisse der Luisenburgfestspiele Wunsiedel jagt, engergiegeladen, kraftvoll, blond, mit wildem Übermut, er dann in sich hineinlauscht und dort eine fantastische Geschichte findet, wie er sich damit trotzig zu behaupten versucht, scheitert und trotzdem die Frauen immer wieder fesselt, fasziniert er als ein wankelmütiger, aber allemal interessanter Sympath, dem hin und wieder die bürgerlichen Sicherungen durchbrennen.


Luisenburg Festspiele Wunsiedel

Mutter und Tochter über Stock und Stein

von Matthias Weigel

Wunsiedel, 2. Juli 2009. Selten kann man von einem Theaterstück behaupten, es spiele an einem "Originalschauplatz". Dazu müsste schon Goethes "Faust" in Auerbachs Keller aufgeführt werden, "Maria Stuart" im Schloss von Fotheringhay oder Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder" im Fichtelgebirge. Ja, im Fichtelgebirge. Denn dort und nirgends anders ist Mutter Courage in der 9. Szene auf der Suche nach Essbarem: "Im Herbst 1634 begegnen wir der Courage im deutschen Fichtelgebirge, abseits der Heerstraße, auf der die schwedischen Heere ziehen. Die Geschäfte gehen schlecht, so daß nur Betteln übrigbleibt." Bei den Luisenburg-Festspielen im oberfränkischen Wunsiedel im Fichtelgebirge hat "Mutter Courage" also gewissermaßen Heimvorteil.


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