zurück zur Übersicht

archiv » Radialsystem Berlin (2)
Radialsystem Berlin

altEin Mordsstück

von Wolfgang Behrens

Berlin, 30. April 2012. Am 26. Oktober 1590 erschlug Carlo Gesualdo, Fürst von Venosa, seine Gemahlin Maria d'Avalos und deren Liebhaber Fabrizio Carafa, den Herzog von Andria. Der Fürst hatte sich für diese Tat der Hilfe einiger Bediensteter versichert, und es ging, glaubt man den Quellen, recht blutig zu. Derselbe Carlo Gesualdo war aber auch ein Musiker von Rang, er verstand sich exzellent aufs Lautenspiel und komponierte Madrigale und Motetten, deren eigenartige, mitunter nahezu bizarre harmonische Kühnheiten spätere Generationen immer wieder von neuem verblüfften. Was aber haben diese beiden Tatsachen miteinander zu tun, was verbindet Mord und Werk?

Radialsystem Berlin

Und weiter geht's

von Christian Rakow

Berlin, 4. August 2009. Schwüle 20 Grad sind es am Spreeufer, und der Fluss strömt zu später Kaffeestunde seicht vorbei. Wer möchte da in die dunkle Fabrikhalle des alten Pumpenwerkes gehen, ins Radialsystem V? Alle! Alle, die wissen, was sie von dem leisen Komödianten und Meistermusikanten Jürg Kienberger erwarten dürfen: Entschleunigung in Wort und Tat, dafür Beschleunigung in den Klavierfingern. Dazu gibt's zarten Liebesschmelz mit Graubündner Akzent und teils spitzer Kopfstimme vorgetragen.


zurück zur Übersicht