zurück zur Übersicht

archiv » Theater im Pumpenhaus Münster (3)
Theater im Pumpenhaus Münster

Nathans Erben

von Sascha Westphal

Münster, 3. Juni 2016. Das Paradies ist das nicht, und doch kommt dieses Rasenviereck im Zentrum der Bühne ihm recht nahe. Zwei Frauen und zwei Männer liegen schlafend, träumend auf dieser kleinen Wiese. Zwei Kinder flüstern ihnen etwas ins Ohr, vielleicht sogar die Geschichte von Gott und Abraham, der seinen Glauben unter Beweis stellen und seinen Sohn opfern soll. Zumindest spielen der Junge und das Mädchen gleich darauf ein Quiz: "Wer bin ich?". Zunächst soll sie raten, dann er. Die Fragen sind dieselben, die Antworten im Prinzip auch. Nur ist er Abraham, der Stammvater Israels, und sie Ibrahim, der erste Prophet des einen und einzigen Gottes.


Theater im Pumpenhaus Münster

Heilige Blasphemie

von Sascha Westphal

Münster, 29. Mai 2015. Am Anfang war die Finsternis. Die Dunkelheit umfängt die Bühne genauso wie die Zuschauerreihen. Um einen herum nur Schemen, Umrisse, die sich vage abzeichnen. Für einige Momente vergisst man sie ganz. Jeder ist mit sich alleine, wie abgeschnitten von der Welt. Und das ist in diesem Augenblick keinesfalls ein schlechtes Gefühl. Im Gegenteil: Es fällt leicht, sich in der allgegenwärtigen Schwärze geborgen zu fühlen.


Theater im Pumpenhaus Münster
alt

Bedeutsamkeitsartistik

von Christian Rakow

Münster, 25. Februar 2011. Unter den renommierten Produktionshäusern der Freien Szene in Deutschland ist es vermutlich die intimste Spielstätte: das Pumpenhaus in Münster. Etwas abseits der Innenstadt gelegen, ist das Haus mit seinen Fachwerkgiebeln ein Ort für Laiengruppen und regionale Profis. Aber nicht nur. Regelmäßig kommen hier Künstler vom Kaliber eines Howe Gelb (Giant Sand) zum Konzert, oder es gastieren überregional angesagte Off-Gruppen wie andcompany&Co. Mitunter findet man sich beim After-Show-Bier im Wintergarten neben Devid Striesow wieder.


zurück zur Übersicht