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archiv » Theater Drachengasse Wien (4)
Theater Drachengasse Wien

Ich bin doch kein Auto

von Theresa Luise Gindlstrasser

Wien, 13. Januar 2014. Es zirkuliert. Und es ist nicht auszumachen, ob die Menschen durch die Dinge wirklich miteinander in Beziehung treten oder ob die Dinge mit Hilfe der Menschen einfach eine Bewegung vollführen. Die Welt ist ein Dorf. Alle mit allem, das hebt sich auf. Also nichts mit niemandem. Wir haben jetzt Globalisation.


Theater Drachengasse Wien

Die innere Stasi

von Patrick Holzapfel

Wien, 4. März 2013. Die Bühne ist eingepfercht zwischen zwei schräg gegenüberstehenden Sitzreihen. Wer sie betritt, muss sich eigentlich beobachtet fühlen. In der Mitte stehen drei rote Sessel, an der Decke schwebt bedrohlich eine gespiegelte Salatschüssel. Die Rückwand besteht aus drei weißen Flächen, die durch zwei verzerrende Spiegel verbunden sind. Die Flächen werden später bemalt und dienen als Fenster in eine versperrte Welt. Selten hat die Enge der Bühne im Theater Drachengasse so sehr auf den Stoff gepasst: Christian Lollikes Stück "Das normale Leben", das sich mit dem Belügen des eigenen Ichs auseinandersetzt. Einer Normalität, die geprägt von Angst und Kontrolle ist.


Theater Drachengasse Wien
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Masse und Macht

von Kai Krösche

Wien, 4. April 2011. "Jessica, 30": Das klingt nicht gerade nach einer Ausnahme – und das ist sie auch nicht. Jessica, 30, nämlich ist eine typische Vertreterin ihrer Generation: Vielbeschäftigt, aber unterbezahlt, zerrissen zwischen TV-Serien-geprägten Vorstellungen eines "zeitgenössischen" Liebeslebens und feministischen Theorien über weibliche Sexualität, lebt sie als freie Autorin für eine österreichische Frauenzeitschrift ihr Single-Dasein. Bis ihre Beziehung zu einem bedeutenden Politiker mit sadomasochistischen Vorlieben (die offenbar die Grenze zum Legalen überschreiten) bei ihr ein Umdenken provoziert: Jessica entschließt sich, die Geschichte publik zu machen und so die Affäre zur Staatsaffäre auszuweiten.


Theater Drachengasse Wien

Im Abseits von Miami Vice

von Georg Petermichl

 

Wien, 15. Juni 2009. Irgendwo kurz vorm Nirgendwo hat die "harte Realität" ihren Platz gefunden: Abseits der Cocktailbars für Fact-Checker, vorbei an den Bars für PR-Tussis und Universitätsprofessoren mit ihren harten Hintergrund-informationen – also im Kneipen-Zwielicht, da ist der Platz für angewandte Kriminologen. Kriminologie ist, wenn die menschliche Neugier ein inhumanes Ende nimmt. Was dabei zählt, das sind die großen Gesten des Kriminalbeamten – und davon hat Horst aus "Mensch Horst. Schon wieder eine Leiche unter der Sonne" wirklich genug.


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