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Brechtfestival Augsburg

"Ich bin alle"

von Willibald Spatz

Augsburg, 30. Januar 2015. Beinahe glücklich wirkten die Redner während ihrer Eröffnungs-Ansprachen darüber, dass das Thema "Exil" gerade in aller Munde ist. Man muss ein Festival lange im Voraus planen und das Motto festlegen, und jetzt will es der Zufall, dass das öffentliche Geschehen sich so passend entwickelt. Tatsächlich gibt es in den kommendem Tagen Veranstaltungen dort, wo es angebrachter erscheint, über Flucht und Vertreibung zu reden, als an den üblichen Orten der Hochkultur. Darunter sind zum Beispiel Lesungen in Heimen, in denen Augsburger Asylsuchende untergebracht sind. Mal sehen, ob das Publikum dieser Schritt hinaus in die Realität stärker berührt als eine herkömmliche Aufführung am gewohnten Platz.


Brechtfestival Augsburg

altDie Klügere gibt nach

von Willibald Spatz

Augsburg, 12. Februar 2012. Wir befinden uns in der dritten Runde des zweiten Anlaufs. Vor sechs Jahren sah man sich in der Stadt Augsburg veranlasst, Bertolt Brecht, der hier geboren wurde, in Form eines Festivals zu ehren. Man holte den Schriftsteller Albert Ostermaier als Festtivalleiter. Er lud Gäste von weither ein, die er diskutieren, musizieren und auch performen ließ. Es entstand das abc-Festival, wobei "abc" für "Augsburg Brecht Connected" stand. Drei Jahre lief das, und die meisten waren schwer beeindruckt, weil Augsburg ein wenig Metropolen-Flair erhielt. Die Stadt bekam eine neue Regierung, die schaffte erst mal das Festival ab, da es angeblich zu teuer war.


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