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Theater Koblenz

Fluchtpunkt Griechenland

von Dorothea Marcus

Koblenz, 12. März 2016. Es ist, wie man weiß, ein Splatter-Plot aus Mord, Macht und Sex, dem die Atriden nicht entrinnen können. Immer wieder ist zutiefst nachvollziehbar: dass Orest, von der extremistischen Elektra zum Muttermord getrieben, anschließend in schwerster Reue versinkt – und dann einfach mit dem Morden weitermacht. Dass Klytämnestra ihren Ehemann Agamemnon bei seiner Rückkehr lieber umbringt – schließlich hatte der einst ihre Tochter geopfert und setzt ihr nun eine neue Frau vor. Dass Menelaos, der Bruder des getöteten Agamenon, wieder mit seiner eigentlich verstoßenen, untreuen Frau Helena anbändelt – will er doch, machtbewusst und pragmatisch, den vakanten Thron besetzen.


Theater Koblenz

'74, '90, 2006 – werden wir erwachsen sein

von Andreas Pecht

Koblenz, 15. September 2012. John von Düffel hat ein neues Stück geschrieben. "Alle sechzehn Jahre im Sommer" ist ein Auftragswerk des Theaters Koblenz zu seinem 225. Geburtstag. Gestern kam es dort in einer Inszenierung des Intendanten Markus Dietze zur Uraufführung. Gewünscht hatten sich die Koblenzer etwas über den Fluss der Zeiten und die Wandlungen der Menschen darin. Geliefert hat der Autor eine "Trilogie des veränderten Lebens", deren Teile 1974, 1990 und 2006 spielen – jeweils angedockt an die Fußballweltmeisterschaften jener Jahre.


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