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archiv » Junges Theater Göttingen (6)
Junges Theater Göttingen

In verstrahlter Erde

von Valerie Schaub

Göttingen, 22. April 2016. Was bleibt nach Tschernobyl außer radioaktivem Müll? Was bleibt bei den Menschen, deren Heimat dort ist? Swetlana Alexijewitsch bereiste das Sperrgebiet nahe ihrer Heimat und sprach mit Überlebenden. Zu den Göttinger Klimaschutztagen und auf den Tag fast 30 Jahre nach der Explosion hat Peer Ripberger Alexijewitschs dokumentarische Monologe am Jungen Theater in Göttingen inszeniert.


Junges Theater Göttingen

Im Migrantenstadl

von Jan Fischer

Göttingen, 16. November 2014. Da stehen sie, die Schauspieler, auf der Bühne, dehnen sich, besprechen sich noch einmal kurz, Kathrin Müller-Grüß legt sich ihr Kopftuch an und wird zu Mariam, Ali Berber überprüft noch einmal den Sitz von Musas schmierigen Haaren, Käppis werden zurechtgerückt, Rucksäcke aufgesetzt. Und schon ist sie fertig, die Problemklasse mit hohem Migrantenanteil.


Junges Theater Göttingen

Der Tod im Korkfeld

von Michael Laages

19. September 2014. Auch ganz ohne Jury und Kür in den Fachblättern ist Göttingen am Beginn der neuen Spielzeit eine der Theaterstädte der Saison. Wo sonst hätte eine derart überschaubar kleine Stadt im deutschsprachigen Raum noch zwei veritable und sehr unterschiedlich profilierte Stadttheater? Und wo starteten diese beiden Bühnen dann auch noch fast gleichzeitig mit neuen Intendanten, neuen Teams ins neue Theaterjahr …? Wer mag, wird womöglich ausgerechnet beim doppelten Göttinger Aufgalopp entdecken können, wie sich zeitgenössische Theatermacher heute positionieren wollen oder positionieren müssen, wenn sie eine Stadt und das Publikum vor Ort ganz neu für sich gewinnen wollen. Und müssen.


Junges Theater Göttingen

Der beste Eintopf der Welt

von Jan Fischer

Göttingen, 6. April 2014. In Göttingen weht nach "Candide oder: You Are (Not) In Wonderland. Eine Reise um die beste aller möglichen Welten" der Geruch von westfälischem Eintopf. Der Eintopf, bekam das Publikum ganz zu Anfang mitgeteilt, mache, sofern er richtig zubereitet würde, unsterblich. Außerdem bekäme das Publikum nun Voltaires "Candide" zu sehen, in der Bearbeitung mit diesem langen Titel.


Junges Theater Göttingen

Demokratisches Desaster

von Leonie Krutzinna

Göttingen, 16. Mai 2013. In einer Hotelsuite feilen Pressesprecher Eddie und Redenschreiber Paul an der Parteitagsrede des Kanzlers. Gentechnik, demografische Entwicklung, Klimawandel, alles versuchen die beiden unterzubringen, denn die nächste Wahl steht vor der Tür und mit den großen Themen gilt es auf Stimmenfang zu gehen. Das Junge Theater Göttingen widmet sich mit Alistair Beatons Realsatire "Feelgood" den Machenschaften der Hinterzimmerpolitik und gibt denen ein Gesicht, die sonst als Knopf im Ohr der Mächtigen kaum hör- und sichtbar sind. Als Berater, Pressesprecher, Gagschreiber und Texter treten sie als eigentliche Strippenzieher, aber auch als Verursacher politischer Affären in den Vordergrund. Ein Stück also, dass auf der Bühne zeigt, was hinter den Kulissen passiert.


Junges Theater Göttingen

Die swingende Textblase

von Jan Fischer

Göttingen, 23. März 2013. Am Anfang gibt es Sekt für das Publikum, zumindest für die ersten Reihen. Zwischendrin auch bunte Cocktails. Und am Ende gibt es die Frage: "Was bleibt?". Das ist die Frage, um die es in "Der große Gatsby" immer wieder geht, ob im Buch, in den Verfilmungen, im Theater. Was bleibt von allen diesen Affären und Lieben, von den Feiern, was bleibt von der Musik? Was bleibt, wenn alles vorbei ist, wenn die Sonne auf- und das Putzlicht angeht, wenn die Musiker ihre Instrumente einpacken? Was für ein Mensch bist Du dann?


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