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archiv » Monsun Theater Hamburg (2)
Monsun Theater Hamburg

Taniswurzelsud

von Falk Schreiber

Hamburg, 6. November 2014. Rom, 44 vor Christus: Attentat auf Gaius Julius Caesar. Sarajevo, 1914: Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand. Dallas, 1963: Attentat auf John F. Kennedy. Die Geschichte ist eine endlose Abfolge von Gewalttaten, und wer all das wie Matilde in Torsten Diehls "Endgegner" durchlebt, der hat nichts zu lachen. "Wenn der Endgegner besiegt ist, ist das Spiel an seinem Ende, die Gewalt ist vorbei", beschreibt das Programmheft am Hamburger Monsun Theater die titelgebende Computerspielfigur. "Identifiziert man sich jedoch mit dem Endgegner, geht der Kampf wohl nie vorbei." Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.


Monsun Theater Hamburg

Auf die Zwölf

von Katrin Ullmann

Hamburg, 22. August 2013. Es gibt Helden und Mythen, Götter und Schweine. Es gibt Krokodile, Showmaster und Untergrundaktivisten. Es gibt dreiköpfige Hunde, neunköpfige Schlangen und blinde Seher. Es gibt andauernd Mikrofone, Musikeinspielungen und jede Menge Videoprojektionen. Es gibt Taten und Schandtaten, Mut, Mord und Schuld. Es gibt sechs Tänzerinnen, Thomas Gottschalk, Sonja Zietlow, Cindy, Amphitryon, Zeus, Penelope, Kreon, Hera, Aigisth, Orest und natürlich Herakles. Es gibt Austern und Holunderlikör, Fliegensurren und vielsagende Blicke gen Bühnenhimmel. Es gibt Blitze und Donner und Liegestühle, Zentauren, Sonnenbrillen, stumme Schreie und Endlosmonologe.


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