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Landesbühne Sachsen Radebeul

Die Rückseite der Hoffnung

von Michael Bartsch

Radebeul, 13. November 2015. Die Landesbühnen Sachsen klotzen. Seit der Entlassung aus der Landesträgerschaft vor drei Jahren steht das Reisetheater unter erhöhtem Druck. Mehr oder weniger verhaltenes Stöhnen ist aus der Belegschaft zu vernehmen. Intendant Manuel Schöbel setzt auf solche Kraftakte wie an diesem Freitag. Neun Stücke an einem Abend, davon fünf Premieren. Ein Theatermenü, wie es an anderen Häusern schon erfolgreich probiert worden ist und im Vorjahr auch am Landesbühnen-Stammhaus in Radebeul unter dem Titel "Irrtümer" eingeführt wurde. Das Publikum goutiert einen solchen Mix erfahrungsgemäß am meisten, und entsprechend herrschte bis Mitternacht reges Leben im Haus.


Landesbühne Sachsen Radebeul

Von der Gründung einer Bank

von Matthias Schmidt

Radebeul, 19. April 2014. Nach dem ersten Blick auf den Inhalt dieses Stückes fragt man sich: warum spielt das eigentlich kaum jemand? Finanzblase, Bankenskandal – das ist ja hochaktuell! Der Antworten mögen viele sein, und die Inszenierung der Landesbühne Sachsen ist nach Kräften behilflich, sie zu erkennen. Die entscheidende Antwort aber lautet: Weill Brecht. Friedrich Dürrenmatt selbst hat es immer geärgert, dass "Frank der Fünfte" mit der "Dreigroschenoper" verglichen wurde. Da steht nämlich alles über die Banken drin. Auf den Punkt. In einem Satz. Kennt fast jeder.


Landesbühne Sachsen Radebeul

Schaut her, was wir spielen

von Hartmut Krug

Radebeul, 16. März 2014. Im weitläufigen, gläsernen Foyer des Theaters beginnt das Spiel mitten unterm Publikum, das an diesem Abend mit seinen kleinen Papphockern von Spielort zu Spielort wandert. Am Tresen der Foyerbar servieren zunächst drei Schauspieler ein "Berliner Frühstück". Ein Asylant sucht in einer Kneipe Unterschlupf und träumt vom Frühstück, während mit den Trillerpfeifen der Polizei gedroht wird und leise Schuberts "Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus" erklingt.


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