Nur bei Bekenntnis

Schwerin, 15. Dezember 2016. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat in Schwerin die Zahlung von Soforthilfen für Bühnen und Orchester im Ostteil des Landes beschlossen. Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, erhält die Theater Vorpommern GmbH mit Theatern in Stralsund, Greifswald und Putbus 350 000 Euro, die Theater- und Orchestergesellschaft mbH Neubrandenburg / Neustrelitz bis zu 309 200 Euro.

Zuwendungsempfänger seien die jeweiligen Träger der Einrichtungen, also die Hansestädte Greifswald und Stralsund, der Landkreis Vorpommern-Rügen, die Städte Neubrandenburg, Neustrelitz und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Mecklenburg-Vorpommerns Kulturministerin Birgit Hesse will damit die Existenz der Bühnen sichern, die andernfalls auf dem Spiel stünde, weil steigende Personal- und Sachkosten deutlich von früheren Haushaltsprognosen abwichen. Die Rückkehr vom Haus- zum Flächentarif würde das Theater Vorpommern bis Mitte 2017 in die Insolvenz treiben.

Damit retten nun die Soforthilfen die Theater über die kommenden Monate hinweg aus einer Lage, in die sie die Kulturpolitik des Landes erst gebracht hatte. Zudem setze die Zahlung voraus, dass die Träger der Theater sich weiterhin zu einem Umstrukturierungsprozess bekennen, betonte Hesse der FAZ zufolge. Gemeint ist damit eine Fusion zum Staatstheater Nordost. Bereits im Herbst 2015 hatten das Land und die kommunalen Gesellschafter eine Zielvereinbarung getroffen, in der die Zahlung zusätzlicher Landesmittel an Reformen gekoppelt wurde.

(FAZ / geka)

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