Dienstag, 22. Juli 2014
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presseschau

21. Juli 2014

Verfeinern nicht möglich

Wolfgang Höbel hat den Volksbühnen-Intendanten und aktuellen Bayreuther "Ring"-Regisseur Frank Castorf zum großen Spiegel-Sommerinterview gebeten. Und Castorf wäre nicht Castorf, wenn er nicht wenigstens ein paar Mal knackig austeilte. Mehr in der Zusammenfassung.

Das Theater schafft sich gerade selber ab. Zu diesem Befund kommt bei der Exegese der Spielzeithefte für die kommende Saison in der FAZ Gerhard Stadelmaier. Und liest auch Burkhard C. Kosminskis Brandbrief an die Kulturpolitik noch einmal durch. Mehr in der Zusammenfassung.

Die Kommentare. Von Anfang an wesentlicher (und immer wieder heftig attackierter) Bestandteil dieser Seite und des hier praktizierten Verständnisses von Kritik. Inzwischen aber längst nicht nur auf nachtkritik.de journalistischer Standard. Journalismus und seine Adressaten stehen sich durch die Kommentarfunktion auf Augenhöhe gegenüber. Das glauben zumindest manche. Dem widerspricht nun Stefan Plöchinger, u.a. Chef von sueddeutsche.de, in einem Blogeintrag, der so starkes Aufsehen erregte, dass ihn selbst Wirschaftsminister Sigmar Gabriel auf seiner Facebookseite gepostet hat. Internetpionier und Publizist Christoph Kappes setzt Gewichtiges dagegen. Und auch die FAZ hat inzwischen so ihre Erfahrungen mit dem Kommentarpöbel gesammelt. Mehr in der Zusammenfassung.

Die Berliner Tageszeitungen blicken auf das am Wochenende zusammen mit der Fußball-WM zuende gegangene Festival Foreign Affairs zurück, das Matthias von Hartz zum zweiten Mal im Auftrag der Berliner Festspiele kuratiert hat – zum Jubeln hat es sie nicht gebracht. Mehr hier.

Im Interview mit der Frankfurter Rundschau spricht Manfred Beilharz, der scheidende Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Begründer der Biennale Neue Stücke aus Europa, über tabulose Zeiten, die Aufgaben eines Intendanten und seine Pläne, das Festival für europäische Gegenwartsdramatik an anderem Ort fortzuführen. Hier ist die Zusammenfassung.

Nach ihrer ersten Saison als Chefin des Berliner Maxim Gorki-Theaters gibt Shermin Langhoff der taz ein Interview, spricht über ihre Lebensgeschichte, über Berlin und erklärt die Philosophie ihres Hauses. Eines der wenigen Prinzipien sei: "Es darf keine Arschlöcher geben. Man muss kein Arschloch sein, um gute Kunst zu machen." Die Zusammenfassung.

Im Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin News nimmt der im Streit von den Salzburger Festspielen geschiedene Ex-Intendant Alexander Pereira, der ab 2016 La Scala übernimmt, den Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann und gibt bekannt, dass er Hartmann eine Opernregie in Mailand angetragen habe. Außerdem wettert Pereira gegen die österreichische Kulturpolitik und äußert Zweifel an der Eignung seines designierten Nachfolgers Markus Hinterhäuser. Die Zusammenfassung.

Die diesjährige Hauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins stand unter der Überschrift "Ökonomie und Kunst" und es ging auch um die Folgen des geplanten Freihandelsabkommens TTIP für die deutsche Theaterlandschaft. Es sprach u.a. die Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte, die Till Briegleb für die SZ interviewt hat: Ein Desaster, sagt Fischer-Lichte zum TTIP. Mehr in der Zusammenfassung.

Nun antworten die Kritisierten auf die harsche Kritik der scheidenden Festivalleiterin Frie Leysen an der Organisation der Wiener Festwochen. Die Mitarbeiter fragen sich nach den Ineffizienz-Vorwürfen, ob das Lob und der herzliche Abschied denn ernst gemeint waren. Und der Aufsichtsratsvorsitzende Rudolf Scholten erklärt, warum die Gleichstellung von kaufmännischer und künstlerischer Leitung in Wien wichtig sei.

Ja, ja, beim Theaterfestival in Avignon wurde also wieder gestreikt. Hatten wir schon mal, wird sicher schon wieder … Doch halt! Wogegen und wofür streiken die da eigentlich? Und was ist überhaupt das Problem mit dieser französischen Arbeitslosenversicherung für freie Kulturschaffende, um die es geht? In der Frankfurter Allgemeinen hat Jürg Altwegg die Dinge verständlich auf den Punkt gebracht. Mehr hier.

Für Spiegel online (2.7.2014) hat Tobias Becker den Festivalmacher Matthias von Hartz zum Freihandelsabkommen TTIP befragt. Obwohl dieser viele Voraussagen seiner Kulturkollegen für Schwarzmalerei hält, ist er überzeugt, "dass sich auf einem völlig freien Markt" keine "gleich guten Ergebnisse produzieren lassen": "Die USA hat praktisch gar kein interessantes Theater." Die Fördersituation dort sei desaströs, gute Gruppen hingen am Tropf europäischer Subventionen. Mehr in der Zusammenfassung.

"Kunst war ihm nie die Illustration einer Idee, sondern ein ursprünglicher Akt der Gestaltung", sagt Peter von Matt in seiner Laudatio auf Werner Düggelin zum Kunstpreis der Stadt Zürich an den Schweizer Regisseur, der kürzlich bekannt gab, dass er sich in den Ruhestand begibt. Die Neue Zürcher Zeitung veröffentlicht die Preisrede im Wortlaut.

Dass es sich in Berlin billig leben lässt, ist längst ein Märchen, und viele Künstler fühlten sich vor den Kopf gestoßen, als, entgegen der Versprechungen, im November bekannt wurde, dass die Einnahmen der neuen City Tax doch nicht in die Kultur fließen. Mit dem neuen Kulturstaatssekretär Tim Renner keimte Hoffnung auf. Im Tagesspiegel hält Renner nun ein Plädoyer dafür, die Kreativen in der Stadt zu halten – zielt damit allerdings mehr auf Innovationsförderung und Liegenschaftspolitik. Mehr in der Zusammenfassung.

Für die Süddeutsche Zeitung reiste Till Briegleb zur letzten Wiesbadener Biennale Neue Stücke aus Europa. Er hat einen sympathischen Festivalmacher und ein oft ins Volkstheaterhafte und Pädagogische lappendes Festivalprogramm erlebt. Mehr in der Zusammenfassung.

Oliver Kluck ist ein Dramatiker, der den Theaterbetrieb nicht schont. Im Porträt der Süddeutschen Zeitung zeigt sich hinter dem Revoluzzer aber auch ein offenherziger und freundlicher Mensch. Mehr in der Zusammenfassung.

Dass Kultur ein Standortfaktor ist, Touristen anzieht, Arbeitsplätze schafft, manchmal unterhaltsam ist: alles schön und gut. Kulturstaatsministerin Monika Grütters ordnet die Kriterien im Interview mit Deutschlandradio Kultur aber ganz klar: "In Wirklichkeit ist Kultur Ausdruck von Humanität und sagt was aus über den Zusammenhalt unserer Gesellschaft." Mehr in der Zusammenfassung.

Es streiten: Hartmann vs. Burgtheater-Holding. Vor Gericht erschienen zur Eröffnung der Verhandlung die beiden Opponenten Hartmann und Springer höchstpersönlich. Es geht um die Rechtmäßigkeit der Kündigung des Ex-Burgtheaterchefs. Zur Zusammenfassung.

Theater und Fußball. So ähnlich und doch so unterschiedlich. Sebastian Rudolph, Schauspieler am Hamburger Thalia Theater, spricht im Hamburger Abendblatt über Teamplay und Einzelstars.

Der Deutschlandfunk blickt aufs russische Theater, vor allem auf das neue Konzept des Kulturministeriums mit den Kernsätzen: "Russland ist nicht Europa" und "Russland ist russisch". Auswirkungen hat das vor allem für Theater, die nicht auf Linie produzieren wie das Gogol-Center in Moskau. Zur Zusammenfassung.

Vor zehn Jahren gründeten Constanze Behrends und Oliver Tautorat im Berliner Wedding das Prime-Time-Theater, dessen 91. Folge von "Gutes Wedding Schlechtes Wedding" derzeit läuft und von der Süddeutschen Zeitung gefeiert wird. Mehr in der Zusammenfassung.

Die Süddeutsche Zeitung untersucht beim Festival Theaterformen in Braunschweig, wie aktuell Geschichtsaufarbeitung im Theater vonstatten geht. Hier die Zusammenfassung.

Für den Berliner Tagesspiegel besuchte Peter von Becker die letzte Biennale Neue Stücke aus Europa. Er lässt die Geschichte des Festivals Revue passieren und nimmt als eine Erkenntnis mit: "Ob in Minsk oder Moskau, in Budapest oder Istanbul: Das zeitgenössische Drama versucht sich in autoritären Staaten mit weitgehend gelenkten Massenmedien noch als freier Spiegel der Zeit." Mehr auf tagesspiegel.de.

In einem Gespräch der Wiener Zeitung Die Presse (21.6.2014) mit Matthias Hartmann und Peter Raddatz erhebt Hartmann schwere Vorwürfe gegen den Geschäftsführer der Bundestheater-Holding Georg Springer und verdächtigt Kulturminister Josef Ostermayer den eigentlichen Schuldigen zu decken.

Die Wiener Tageszeitung Der Standard (21.6.2014) berichtet, dass Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann nach ihrem ersten Ausscheiden als Vizedirektorin der Burg 2010 am Theater weitergearbeitet und die kaufmännische Geschäftsführerin der Burg Silvia Stantejsky "in künstlerischen Belangen" beraten habe.

Die Intendantin des Deutschen Schauspielhauses Karin Beier spricht mit der Tageszeitung Die Welt über ihre erste Hamburger Spielzeit, über enttäuschte und erfüllte Erwartungen und darüber, dass die Hamburger Zuschauer, mehr als die Kölner, Komödien lieben.

Die Wiener Festwochen waren ein rauschender Erfolg", konstatierte gestern auch Wolfgang Kralicek in der Süddeutschen Zeitung und zeigt sich ebenfalls vom "frischen Wind" durch das Team Markus Hinterhäuser / Frie Leysen beeindruckt, das hinter den Kulissen aber offenbar nicht zusammengefunden hat. "Im Kompromissemachen bin ich ganz schlecht", begründete die 64jährige Belgierin jetzt gegenüber Kralicek. "Ich habe das noch nie in meinem Leben gemacht. Das ist etwas Prinzipielles: Kunst ist keine Diplomatie, da sollte man keine Kompromisse machen. Sonst überall, aber nicht in der Kunst." Zur Zusammenfassung.

In Wiesbaden startet heute die Biennale Neue Stücke aus Europa. Für die Frankfurter Rundschau hat Judith von Sternburg mit Festivalmanagerin Ann-Marie Arioli über europäische Trends, die Auswirkungen der Finanzkrise und die Zukunft der Biennale gesprochen. Zur Zusammenfassung.

Die Thüringer Allgemeine schreibt über den Versuch des Weimarer Intendanten Hasko Weber, mit dem Publikum eine Auseinandersetzung über seine gerade zu Ende gehende erste Spielzeit zu führen. Lesen Sie mal die Zusammenfassung.

Und nocheinmal das transatlantische Handelsabkommen TTIP und seine Bedrohung der Kultur: Ein aktueller Artikel auf Zeit Online vertritt die Meinung, dass die Gefahr zumindest fürs Theater nicht besonders groß ist. Zur Zusammenfassung.

Anlässlich der neugestalteten Foyers von Oper und Schauspiel in Stuttgart denkt die Germanistin und Publizistin Hannelore Schlaffer in der Stuttgarter Zeitung über den Zusammenhang von Wandeln und Konsum, Kritik und Belehrung nach. Hier, bitte sehr.

Einmütig liegen die großen Wiener Qualitätszeitungen der nach nur einer Saison wieder aus Wien scheidenden Frie Leysenzu Füßen. So ein tolles Schauspielprogramm habe die Direktorin der Schauspielsektion der Wiener Festwochen zusammengestellt. Erfahren Sie mehr.

Der Intendant des Theaters Konstanz Christoph Nix war als Mitglied einer deutschen Delegation am "Ende der Welt", in Burundi. Sein Fazit: "Mit jedem Tag merke ich, dass wir nichts wissen ... Wir müssten anhalten und weinen, aber das dürfen wir nicht." Zum Artikel in der taz.

hat fast sein ganzes Leben lang alles, was ihm einfiel in Notizbücher geschrieben. Die Veröffentlichung dieser Büchlein wird voraussichtlich 14 Bände füllen. "Man kann diese Notizbuchseiten wie eine Bühne begreifen. Das ist die Bühne, auf der Brechts Schreiben stattfindet", sagen die Herausgeber Martin Kölbel und Peter Villwock im Gespräch auf Deutschlandradio Kultur.

"Ein reizender Mensch sagte mir, dass in Deutschland mehr Menschen kulturelle Ereignissen besuchen, Konzerte, Museen, Theater und so weiter, als in Fußballstadien tigern", schreibt Sibylle Berg in ihrer aktuellen Kolumne auf Spiegel online (14.6.2014). Barrie Koskys "statistischen Aussagen folgte eine Liebeserklärung an die Deutschen und ihr Verhältnis zur Kultur und zur Kulturförderung. Sie müsse "dem Menschen recht geben", so Berg. "Es gibt in all den mir bekannten Ländern, und das sind mindestens 97, nirgends so gutes Theater wie im deutschsprachigen Raum." Gutes Theater mache glücklich, "und zwar in einer Art, die Kino nicht schafft. Weil Theater ein Live-Anlass ist, mit Live-Menschen, Live-Fehlern und Live-Erregung. Wie Fußball. Nur dass Theaterbesucher sich leider selten umarmen und auf den Sitzen herumspringen". Außerdem: "ohne Kultur bliebe nur Sepp Blatter. Falls Sie verstehen, was ich meine. Seelenlose Gelderzeugung, Profitgier, der Mensch als Produktionsmittel und Ende Gelände."

Das geplante Freihandelsabkommen TTIP der EU mit den USA nimmt sich nun Jens Jessen in der "Zeit" vor. Es sei weder zum Vorteil der USA, noch zu dem Europas, sondern zum Nachteil der kompletten politischen Struktur diesseits und jenseits des Atlantiks. Es sei ein Vertrag, "den das internationale Kapital zulasten der nationalen Demokratien abschließen will". Mehr in der Presseschau zum Thema.

Anfang März wurde der Rechtsanwalt Thomas Angermair von Kulturminister Josef Ostermayer im Zuge der Burgtheaterkrise damit beauftragt zu prüfen, ob Burg-Chef Matthias Hartmann "eine arbeits-, schadenersatz- und gesellschaftsrechtliche Verantwortung" treffe. Angermair empfahl Hartmanns Entlassung – Ostermayer folgte diesem Rat. Nun haben, nach einem Bericht in der Presse (11.6.2014), Hartmanns Anwälte bei der Rechtsanwaltskammer Wien eine Anzeige gegen den Gutachter eingebracht, da dieser zuvor bereits von Hartmann "um rechtliche Hilfe gebeten und ins Vertrauen gezogen worden". Mehr in der Zusammenfassung.

Der Gesetzentwurf zum Mindestlohn gilt auch für Praktikanten, falls die Hospitanz länger als sechs Wochen dauert und nicht pflichtmäßig zur Ausbildung gehört. Dann müssten 8,50 Euro pro Stunde gezahlt werden. Wie Theater, Verlage und Musiklabels darauf reagieren, berichtet der Spiegel in seiner Pfingst-Ausgabe. Mehr in der Zusammenfassung.

Wer ein bissel was wissen will über Amelie Deuflhard, Vizekönigin der Freien Szene und Chefin von Kampnagel Hamburg, kann auf Zeit Online ein ausführliches Interview mit ihr lesen. Dort erfährt man auch was es mit dem Intendantinnen-Vespa-Stecker auf sich hat.

Der Berliner Tagesspiegel bringt ein Interview mit dem russischem Schriftsteller Farid Nagim, dessen Stück aus dem Jahr 2000 "Der Tag der weißen Blume"  morgen die Autorentheatertage 2014 am Deutschen Theater Berlin eröffnen wird. Die Zusammenfassung gibt's hier.

"Das Einstehen für die Menschenrechte – bloß die Eitelkeit eines Intellektuellen", schließt Lukas Bärfuss bitter seinen Bericht von der Reise zur Buchmesse von Abu Dhabi für die "Welt", wo sein mitreisender Kollege Jörg Albrecht vom Geheimdienst Anfang Mai verhaftet wurde, weil er auf der Straße fotografiert hatte – mittlerweile ist er wieder frei und durfte aus dem Emirat ausreisen (nachtkritik.de berichtete). Bärfuss denkt über die erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber dem Verschwinden eines Menschen nach und geißelt dann den westeuropäischen Zynismus, der in der billig zu habenden Empörung liegt: "Denn man weiß: Moralisch mag man sich mit jenen solidarisieren, denen man den Körper genommen hat. Faktisch, das heißt wirtschaftlich, ist man Komplize der Ausbeuter."

Schon lange seien es nicht mehr nur Jugendliche, die ihre Zeit dem digitalen Spielen opfern. Etliche Spiele würden inzwischen wegen ihrer inhaltlichen Komplexität oder der Altersfreigabe explizit für Erwachsene produziert. "Durch diesen Aufschwung der Spielkultur gewinnen auch andere, nichtvirtuelle Spiele seit einigen Jahren an Popularität", schreibt Fatma Aydemir heute in der taz im Rahmen eines Berichts über eine internationale Konferenz zum Thema Gamification in Alltag und Kunst in Krakau.

Es sei typisch, dass nicht die verkrusteten Strukturen des deutschen Subventionssystems, sondern erst der äußere Druck des Freihandelsabkommens TTIP dieses System infrage stelle, schreibt Axel Brüggemann in der heutigen Ausgabe des Freitag und beklagt die mut- und fantasielose deutsche Betonkopf-Kulturlobby. Mehr in der Zusammenfassung.

Etwas ernüchtert bilanziert Till Briegleb in der Süddeutschen Zeitung die erste Saison von Karin Beier am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Was er einzuwenden hat, steht in der Zusammenfassung.

In der Krise des Wiener Burgtheaters meldet sich ein Verteidiger von Ex-Intendanz Matthias Hartmann zu Wort. Theater-Ökonom Peter F. Raddatz, von Hartmann schon 2011 zur Überprüfung der Verhältnisse an der Burg hinzugezogen, sagt, Georg Springer und die Bundestheater-Holding hätten "kein Interesse an Aufklärung der Vorgänge gezeigt und die Vorgänge heruntergespielt, um sie von der Öffentlichkeit fernzuhalten". Mehr in der Zusammenfassung.

Zum 50. Geburtstag des Internationalen Forums beim Berliner Theatertreffen gibt Thomas Irmer für den "Freitag" Einblicke in die Arbeit des Forums und bringt auch eine kleine Anekdote des ehemaligen Stipendiaten Barrie Kosky (heute Intendant der Komischen Oper Berlin) aus dem Jahr 1989: "Als seine Stipendiatengruppe damals Heiner Müller treffen sollte, fragte er, wer das denn sei. Fassungslose Gesichter über diesen ahnungslosen Australier." Mehr dazu beim Freitag.

In diesen Tagen feiert das Théâtre du Soleil seinen fünfzigsten Geburtstag. Unter der Leitung von Prinzipalin Ariane Mnouchkine entstanden immer wieder bildmächtige, aber auch sich politisch einmischende Arbeiten. Zum Jubiläum porträtiert die Neue Zürcher Zeitung und Dradio Kultur das Theater. Mehr in der Zusammenfassung.

Nachdem Ex-Burgtheaterintendant Matthias Hartmann seine Entlassung vor Gericht angefochten hat, um bis zum Auslaufen seines Vertrags 2019 ein Gehalt aus Wien zu empfangen – der Prozess beginnt voraussichtlich Ende Juni – zäumt die Burgtheaterholding das Pferd nun von der anderen Seite auf und klagt Hartmann ihrerseits der bewussten Täuschung an. Hätte man von seinen "Malversationen" gewusst, hätte man den Vertrag natürlich nicht verlängert. Das alles deckt die Wiener Tageszeitung Die Presse auf – wir fassen zusammen.

Das Grollen des Mäzens Heinz Dürr, Förderer des Stückemarkts beim Berliner Theatertreffen, über die performative Neuausrichtung ebendieses einstigen Dramatiker-Wettstreits belauscht und befeuert Irene Bazinger in der FAZ. Hier zusammengefasst.

Zur Zeit verhandelt die EU mit den USA über das Freihandelsabkommen TTIP, das Wachstum und Arbeitsplätze verspricht, von vielen Kulturschaffenden aber mit großer Skepsis betrachtet wird. "Was hier vorbereitet wird, kann zum endgültigen Siegeszug des Kapitalismus, des Neoliberalismus, werden. Das Endstadium!", sagt Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Droht die Buchpreisbindung zu fallen? Sind die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten bedroht? Beanspruchen Musicals bald staatliche Förderung? Oder gefährdet das die Zuschüsse der Theater? Mehr in der Zusammenfassung.

In der Welt erinnert Reinhard Wengierek an den vor bald fünf Jahren gestorbenen Regisseur Jürgen Gosch und komponiert aus Gesprächsfetzen ein Porträt. Die Zusammenfassung.

Hilfe, ruft der Autor und Chefreporter der Düsseldorfer Wirtschaftswoche Dieter Schnaas: die Mobilfunkanbieter sind dabei, die letzten medial befreiten Zonen, also die Institutionen der Hochkultur, sturmreif zu schießen. Schnaas sagt entschieden "Nein" zum Einsatz von Social Media wie Twitter in Theater- und Konzertsaal: Weiter zu den Kerngedanken seines Essays geht es hier.

Münchner Kultureinrichtungen habe die Nase weit vorn, was den Einsatz von Social Media bei der Kommunikation mit Besuchern und Zuschauern betrifft. Die Süddeutsche Zeitung widmet der Social-Media-Pionierarbeit der Hochkulturtempel im Bayernteil heute eine ganze Seite: hier zur Zusammenfassung.

Mit Daniele Muscionico ist erstmals in der Geschichte des Theatertreffens eine Jurorin zurückgetreten. Wie die anderen Medien ihr Programmheft-Plagiat bewerten, steht in der Zusammenfassung.

Hat die Theaterkritik ein Relevanzproblem? Und muss sie sich nicht an neue Wahrnehmungsgewohnheiten anpassen? Ja!, sagt Eva Biringer, passend zur Theatertreffen-Diskussion zum gleichen Thema auf dem Theatertreffen-Blog der Festspiele. Zur Zusammenfassung.

Die Verflechtungen von Kritik und PR am Beispiel der Amsterdamer Großshow "Anne" nimmt die Theaterkritikerin der NZZ Barbara Villiger Heilig auf ihrem Twitter-Kanal unter die Lupe. Hier geht's zur Zusammenfassung.

Die taz porträtiert den Choreographen Ricardo de Paula und vergleicht seine Inszenierung "Sight" mit dem Theatertreffen-Beitrag "Tauberbach" von Alain Platel. Hier die Ergebnisse.

Das Theatertreffen hat Halbzeit und die Presse zieht Zwischenbilanzen, sieht formale Kunstübungen, aber auch Neues. Mehr in der Zusammenfassung.

Auf Reisen schäme er sich für den Namen des Festivals, das er gerade verantwortet: Theater der Welt. Das sei so "ein echter eighties Titel", sagt Matthias Lilienthal im Interview mit der taz. Was er noch erzählt, steht in der Zusammenfassung.

Peter Kümmel schreibt in der Zeit darüber, wie er sich in Sarajevo mit dem Dokumentartheatermacher Hans-Werner Kroesinger getroffen hat, der dort für den dritten Teil seines Projekts "Schlachtfeld Erinnerung" die Vorgeschichte des Attentats recherchiert, das den Ersten Weltkrieg ausgelöst hat – genau diese oberflächliche Kollektiverinnerung wird von Kroesinger sinnvoll dekonstruiert, schreibt Kümmel. Zum Schluss trifft er noch solidarische Straßenhunde. Die Zusammenfassung.

Übermorgen beginnen die Wiener Festwochen, das nächste Großfestival. Kurz vor dem Start sprach die tageszeitung (6.5.2014) mit der Schauspiel-Kuratorin Frie Leysen übers Festivalmachen, künstlerische Freiheit, die Internationalisierung und den Veränderungsbedarf der deutschen Stadttheater. "Die Gesellschaft ändert sich rasant, aber im Theater soll alles bleiben, wie es war? (...) Warum denkt man nicht darüber nach, mit diesen Apparaten etwas anders zu machen"? Zur Zusammenfassung.

Das Zeit-Magazin spendiert sich und uns einen multimedialen Online-Auftritt – und beginnt mit einer Reportage über ein Paris-Gastspiel der Berliner Schaubühne, in der Intendant Thomas Ostermeier Sätze sagt wie "Ich habe festgestellt, dass die Leute besser zurechtkommen, wenn ich der Chef bin." Zur Zusammenfassung.

In der Berliner Ausgabe der Bildzeitungspricht "Star-Regisseur Castorf offen wie nie über seine große Krise und welche Rolle Drogen damals spielten": "Ich wusste nicht mehr, wie ich auf die Veränderung der Welt reagieren sollte".

Der TT-Juror Peter Laudenbach fand Frank Castorf früher ganz supi, dann fand er ihn völlig überschätzt, jetzt hofft er auf eine never-ending-Castorf-Story in Berlin. Laudenbach über Castorf, Berlin-ist-überall und das Reisen im Berliner Tagesspiegel.

Der Berliner Tagesspiegel porträtiert die Dramatikerin, Regisseurin und Schauspielerin Nora Abdel-Maksoud, die sagt: "Wenn ich nicht mehr daran glauben würde, dass es gelingen kann, Feuer in den Köpfen zu legen, müsste ich aufhören." Der Wiener Standard porträtiert den Schauspieler Haymon Maria Buttinger, der sich als "großen Fan der Stille" beschreibt.

Die Süddeutsche Zeitung reiht sich heute in die Feierlichkeiten zum 450. Geburtstag William Shakespeares ein und präsentiert in ihrem Jubiläumsstrauß an Artikeln auch das Shakespeare-All-Star-Ensemble mit Hamlet an der Spitze, den Gustav Seibt als einen preist, der "an einer posttraumatischen Belastungsstörung mit depressiv-aggressiver Symptombildung" laboriere. Auf SZ-Online gibt es eine schöne Foto-Serie mit historischen Abbildungen großer Hamlet-Darsteller.

Seine internationalisierten Münchner Kammerspielen stehen für "Europa in Bayern". In diesem Sinne porträtiert die tazJohan Simons, der vor kurzem den Preis zum Welttheatertag erhielt und nun mit dem Berliner Theaterpreis geehrt wird.

Eine Serie im Zeit-Feuilleton fragt nach den Folgen des Begriffs vom Neuen Realismus, der unter Philosophen, Künstlern und Architekten die Runde macht. In dieser Woche schreibt Bernd Stegemann darüber, wie das postmoderne Theater wider Willen dem Kapitalismus diene. Denn es verwandele den widerständigen Menschen in eine allzeit reaktionsbereite Service- und Konsumkraft. Mehr in der Zusammenfassung.

"Anfang der 1990er-Jahre habe ich den Film 'Vacas' von Julio Médem gesehen", erzählt Schauspieler Sebastian Blomberg Ulrich Seidler von der Berliner Zeitung im Gespräch über den im letzten Jahr gestorbenen Dimiter Gotscheff. "Er ist erzählt aus dem Blick der Kühe, die irgendwie immer schon da waren und sein werden. (...) Diese Kühe wissen ungeheuer viel, denken sich ihren Teil und schauen dem Geschehen schweigend zu." So eine Kuh sei Mitko, also Gotscheff, gewesen. "So fühlte man sich von ihm angesehen. Mit den liebevollen Augen eines Rinds."

Im Freitag spricht der britische Dramatiker Mark Ravenhill im Interview über William Shakespeare. Ravenhill hält die Beschäftigung mit der historischen Person nicht für produktiv, weil die Idee von Autorenschaft viel weniger ausgeprägt gewesen sei. "Es gibt Stücke, wo andere mitgeschrieben haben. Man sollte sich besser mit dem Inhalt auseinandersetzen, zum Beispiel mit den Kontexten der elisabethanischen und jakobinischen Zeit."

Wie geht es weiter in Dessau? Wann wird die Schauspielsparte geschlossen? Oder gibt es doch noch Rettung? Der Kultur Sachsen-Anhalts widmete sich Deutschlandfunk in einer hitzigen Live-Sendung mit u.a. mit Kultusminister Stephan Dorgerloh, Dessaus Intendant André Bücker und der Dessauer Bürgermeisterin Sabrina Nußbeck. Die Mitteldeutsche Zeitung fasst die Veranstaltung hier zusammen.

Die Süddeutsche Zeitung nimmt an einer Intendantentagung in Halle teil, erfährt allerhand über Krisen an deutschsprachigen Theatern, über Krisen im Osten und über Stadtplanung ohne Berücksichtigung der Theater und schreibt es in einem großen Bericht auf. Die Zusammenfassung.

Zum 450. Geburtstag von William Shakespeare, wer immer er auch gewesen sein mag, veröffentlicht die Zeit ein sechsseitiges Dossier mit allerlei Wissenswertem zu Leben und Werk und Nachwirkung des größten Schöpfers nach dem Lieben Gott. Wir fassen ein paar Motive zusammen.

Auf theguardian.com, der Website des Londoner Guardian, schreiben Anupama Chandrasekhar and Akash Mohimen, zwei jüngere indische DramatikerInnen, wie das Theater in Indien von verschiedenen Seiten unter Druck gesetzt wird.

Wie ist das mit dem Gehalt von Klaus Bachler gewesen? Hat die Bundestheaterholding volle Bezüge gezahlt, obwohl sie wusste, dass Bachler schon in München arbeitete? Dann hätte die Holding heute ein Problem. Mehr dazu in der Chronik der Krise des Burgtheaters.

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung porträtiert Volker Corsten den Spin Doctor der deutschsprachigen Theaterszene Tom Stromberg – und bringt diesen und weitere Interviewpartner dazu, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Die Zusammenfassung.

Matthias Hartmann gibt das erste große Interview seit seiner Entlassung vom Burgtheater – er erklärt Lothar Gorris vom Spiegel, wie der Hase im Theater läuft; und er gesteht ein paar Fehler ein. Die Zusammenfassung.

Die "Welt am Sonntag" trifft sich in einem Berliner Cafégarten zum Lästern mit Moritz RinkeWir lauschen.

35 Privattheater gibt es in Hamburg, die zwar viele Besucher zählen, aber zu wenig Geld erhalten, so das wenig überraschende Fazit des Hamburger Abendblatts nach dem ersten Hamburger Privattheatergipfel. Mehr in der Zusammenfassung.

Über die Lust der deutschsprachigen Theater an antiken Stücken schreibt Matthias Heine. Hier ein Anriss.

Der Berliner Tagesspiegel ist zum alten Pina-Bausch-Ensemble nach Wuppertal gereist, bringt gute Botschaft (das Tanztheater Wuppertal "lebt weiter") und wirft einen Blick auf die Pläne für die Zukunft. Hier zusammengefasst.

Im Zuge der Burgtheaterkrise sind auch die Leistungen der Vorgänger-Intendanten in den Fokus gerückt. Im aktuellen Spiegel spricht nun Claus Peymann über die Ereignisse in Wien, darüber, was einen guten Intendanten ausmacht und über die Schwierigkeit, einen Nachfolger für ihn zu finden. Mehr in der Zusammenfassung.

Im aktuellen Kultur-Spiegel soll in Interviews mit einer Reihe von Kulturbetriebs-Vertretern die Frage geklärt werden: Wie rassistisch ist der deutsche Kulturbetrieb?Mehr hier.

In der nächsten Woche hat Andrea Breths Inszenierung von Pinters Der Hausmeister am Münchner Residenztheater Premiere. Die Regisseurin spricht im Interview mit Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung über die Lage des Theaters. Mehr in der Zusammenfassung.

Matthias Hartmanns Stück "Der falsche Film" wird, anders als geplant, in dieser Spielzeit nicht mehr am Wiener Burgtheater zur Uraufführung gelangen. Mehr in der Chronik zur Krise des Burgtheaters.

Der Name, der mit dem steten Abstieg des Wiener Burgtheaters in Verbindung zu bringen ist, lautet nicht Matthias Hartmann, sondern Klaus Bachler, schreibt der Schriftsteller Peter Truschner in der Presse. Schon unter seiner Intendanz veränderte sich das Profil des Hauses in einen Durchgangsbetrieb für reisende Vertreter des Regietheaters. Mehr in der Zusammenfassung.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung porträtiert die Regisseurin Gisela Höhne, Leiterin des integrativen Theatergruppe RambaZamba, die morgen in Leipzig den Caroline-Neuber-Preis erhalten wird.

Im Interview mit der Welt haben die beiden Ex- und Wieder-Leiter des Düsseldorfer Schauspielhauses Günther Beelitz und Alexander von Maravic nicht nur gutes über ihren Vorvorgänger Staffan Valdemar Holm zu sagen. Hier die Zusammenfassung.

ber drei neue Projekte zum Thema NSUberichtet das Deutschlandradio.

Dirk Pilz erzählt in der Frankfurter Rundschau, wie für ihn der Umstand, dass er einst grausam Ratten tötete, mit Shakespeares Othello zusammenhängt.

Spiegel-Interview mit der neuen Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann. "Frauen werden ja häufig gerufen, wenn es etwas aufzuräumen gibt." Mehr in der Zusammenfassung.

Die Berliner Zeitung macht als den eigentlichen Schaden, den die Burg-Krise anrichtet, den enormen Imageverlust des Stadttheaterbetriebs insgesamt aus. Sie fasst die erschreckenden Zahlen zusammen und findet, dass der Fehler im System stecke. Zur Zusammenfassung.

Wo sind eigentlich all die Stücke zum 1. Weltkrieg?, fragt die Welt. Und zählt sie an einer Hand ab. Warum Romane auch nur bedingt weiterhelfen, steht in der Zusammenfassung.

Vier Tage lang traf sich die Tanzbranche zur biennalen Leistungsschau Tanzplattform Deutschland auf Kampnagel Hamburg. Eine vierköpfige Jury hatte zwölf Neukreationen ausgewählt, Dorion Weickmann ist in der Süddeutschen Zeitung enttäuscht von dem, was sie sah, und gibt einer verfehlten Förderpolitik die Mitschuld. Mehr in der Zusammenfassung.

In der Welt am Sonntag spricht der Regisseur Leander Haußmann ein Wort zum Sonntag und richtet sich gegen all die, die sich nach Matthias Hartmanns Absetzung von der Burg Wien das Maul zerreißen. Haußmann findet markige Worte und streift auch Grundsatzfragen wie: "Warum gibt es sie eigentlich noch? Die Theater in den Städten?" Hier die Zusammenfassung in der Chronik der Burgtheaterkrise, die wir laufend aktualisieren.

Die türkische Regierung zieht die Daumenschrauben für kritische Theatermacher an. Das berichtet Cigdem Toprak für "Die Welt" in einem langen Bericht über aktuelle Zensurmaßnahmen in der Türkei. Hier die Zusammenfassung.

Die Neue Zürcher Zeitung fasst die Debatte um die Zukunft der Stadttheater zusammen und gibt Hinweise, wie man dem Zusammenbruch des Systems entgehen könnte. Zur Zusammenfassung.

Schnell waren die Medien mit ihren Kommentarenzur fristlosen Kündigung von Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann. Mitleid hatten die wenigsten. Hier geht's zu einem Überblick.

Das Burgtheater bekommt Tipps vom Krisenmanager Frank Castorf. "Bei einer Abstimmung wie der des Ensembles hier am Burgtheater würde ich sagen: Ich habe hier Hausrecht! Ihr könnt das gerne auf der Straße machen! Ich würde da sehr stalinistisch werden, ohne Anflug von Demokratie." Was Castorf im Interview mit dem Standard noch rät, steht in der Zusammenfassung.

Ausgehend vom Münchner Döner Salon mit dem Thema: "Struktureller Rassismus", veranstaltet vom Göthe Protokoll, geht die Süddeutschen Zeitung der Debatte um Multiethnizität, PoCs und Blackfacing auf deutschsprachigen Bühnen nach. Zur Zusammenfassung.

Der Schauspieler Edgar Selge hat seit zwanzig Jahren kein festes Engagement mehr an einem Theater übernommen. Dafür sei der Theaterbetrieb nicht transparent und nicht demokratisch genug, sagt er im Interview mit der Stuttgarter Zeitung. Mehr in der Zusammenfassung.

In der Neuen Zürcher Zeitung hat der einstige Direktor der Dienstabteilung Kultur der Stadt, Jean-Pierre Hoby, Matthias Hartmanns Behauptung widersprochen, er habe während seiner Intendanz das Zürcher Schauspiellhaus saniert. Hier die Zusammenfassung.

Der "nazihafte Pöbel" von links und die Kopftuchmädchen haben Thilo Sarrazins Meinungsfreiheit und die Demokratie ruiniert, beschwert sich Claus Peymann in der Welt und die Frankfurter Allgemeine Zeitung nickt dazu.

Schlechte Performance, aber üppige Gehälter, Pensionen und Provisionen. Die Wochenzeitung "Die Zeit" hat sich die Vereinigten Bühnen Wien näher angesehen, die rund ein Fünftel des Wiener Kulturbudgets einstreichen, und kommt zu verheerenden Ergebnissen. Hier ein kurzer Einblick in den langen Text.

Die Theaterkritikerin der britischen Tageszeitung "The Guardian" Lyn Gardner macht sich nach dem Besuch einer Konferenz zu kultureller Teilhabe Gedanken darüber, wie sich die Theater (und die Kunst- und Kulturinstitutionen überhaupt) verändern müssen, um ein nachwachsendes Publikum zu erreichen. Hier die Zusammenfassung.

Das Stadttheater gilt als unbeweglich, die Freie Szene dagegen als Vorbild für innovative Produktionsweisen. Dabei herrschen dort deutlich stärkere Abhängigkeiten. Schreibt die Süddeutsche Zeitung. Hier die Zusammenfassung.

Sie verachte das Stadttheater jetzt, hat Anne Tismer einst gesagt, die an ebendiesem Stadttheater lange große Rollen spielte. Nach längerem Schweigen hat sie, die inzwischen die meiste Zeit als Bildende Künstlerin in Togo lebt, nun mit der Neuen Zürcher Zeitung gesprochen. Hier unser Resümee.

"Jeder kann Teil einer West End Show sein", behauptet der britische Theater-Macher John Brant, der solche Shows produziert – neuerdings mithilfe von Crowdfunding. Die Londoner Tageszeitung The Guardian berichtet darüber, wie das Startkapital für ein Musical im Netz gesammelt werden soll, Investitions-Anreiz: nicht Kunst Kunst Kunst, sondern knallharte Gewinnbeteiligung. Die Zusammenfassung.

Heute wird Nele Hertling 80 Jahre alt. Ein Geburtstag, zu dem die Presse ihre außergewöhnlichen Verdienste für die Berliner Tanz- und Theaterszene würdigt. Mehr in der Zusammenfassung.

Die Onlinepetition gegen die Schließung der Leipziger Theaterwissenschaft wurde von etlichen Theatermachern unterzeichnet, darunter Armin Petras, Intendant des Schauspiels Stuttgart. In der Zeit erklärt er, warum ein Aus für das Institut ein gravierender Fehler wäre. Mehr in der Zusammenfassung.

Welche Kompetenzen hat überhaupt die neue Kulturministerin Monika Grüters, fragt sich Birgit Walter im Freitag. Damit ist aber weniger ihr persönliches Können gemeint, als vielmehr ihre politische Befugnis. Das ernüchternde Fazit ist hier zusammengefasst.

Während alle auf den Abschlussbericht der Wirtschaftsprüfer in Sachen "doloses System" in der Buchhaltung warten, diskutiert man in der Wiener Öffentlichkeit, wie das Defizit des Burgtheaters ausgeglichen werden könnte. Zur Presseschau.

Der Berliner Tagesspiegel fasst die prekäre Situation der Bühnen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zusammen, um dann weiter auszuholen: Braucht man in schrumpfenden Flächenländern überhaupt so viele Theater? Warum die Antwort Ja! lautet, lesen Sie hier.

Im Berliner Tagesspiegel geht Udo Badelt unter der Überschrift "Terror der Intimität" der Frage nach, was die Folgen des zunehmenden Mikroport-Einsatzes auf deutschen Bühnen ist. Und versammelt noch mal die Pro- und Contra-Argumente. Zur Zusammenfassung.

"Hamlet oder Star Trek, das ist doch alles der gleiche Scheiß", sagt der Regie-Shootingstar Simon Stone, und Stefan Keim findet diesen Ansatz in seinem Porträt für die Welt (13.2.2014) sehr überzeugend. Hier zur Zusammenfassung.

Die Schweiz sei am selben Punkt wie vor zwanzig Jahren als der Beitritt zur Europäischen Union mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde, sagt der Schweizer Theatermacher Milo Rau im Interview mit der taz zum Schweizer Volksentscheid und diagnostiziert auch sonst klug die Situation. Mehr in der Zusammenfassung.

Die NZZ berichtet von der aktuellen Debatte über Klassengesellschaft und Gentrifzierung des Kulturlebens in Großbritannien. Hier die Zusammenfassung.

Nachdem die Schweizer sich in der Volksabstimmung vom vergangenen Sonntag für eine restriktive Einwanderungsgesetzgebung ausgesprochen haben, hat der für politisches Theater mit klaren Thesen bekannte Regisseur Volker Lösch, der gerade in Basel probiert, ein paar Fragen an seine Gastgeber. Und die stellt er im "Tagesanzeiger". Hier ist die Zusammenfassung.

Morgen kommt Róbert Alföldis erste Auslandsregie nach dem Ende seiner Intendanz am Nationaltheater Budapest zur Premiere: "Die Möwe" von Tschechow am Theater an der Rott im bayerischen Eggenfelden. Die Süddeutsche Zeitung hat den Theatermacher ebendort bei den Proben besucht. Hier gibt's einige Impressionen.

Das Zürcher Schauspielhaus habe extrem viel ausländisches Personal, und zwar auf und hinter der Bühne, sagt Intendantin Barbara Frey im Interview mit dem Sender 3sat. Diese Mitarbeiter müsse sie nach dem Volksentscheid gegen Einwanderung erst einmal beruhigen. Und ihr graue vor dem Gedanken, in Zukunft möglicherweise Regisseurinnen und Regisseuren ohne Schweizer Pass absagen zu müssen. Hier die Zusammenfassung.

"Gemeinsam mit Alexander von Maravic werde ich es schaffen," sagt Günther Beelitz der Düsseldorfer Tageszeitung Rheinische Post, der am 1. März die Intendanz des Düsseldorfer Schauspielhauses übernimmt, mit von Maraviv als kaufmännischem Direktor. "Ich tue es aus Liebe zu meinem alten Haus". Hier geht's zum Originalbeitrag.

In ihrer wöchentlichen Spiegel Online-Kolumne "Fragen sie Frau Sibylle" schreibt die Autorin Sibylle Berg heute über Menschen, die Kunst machen, aber ganz wenig Geld verdienen, über Billeteure, die Bühnen entern, und über PolitikerInnen, die ihren Kopf schief halten in der "süßen Oper".

Intendant weg, Geld weg, Interimsintendant weg. Die Krise des Düsseldorfer Schauspielhauses kommentierte am Donnerstag schon der WDR, heute am Freitag folgen zwei überregionale Tageszeitungen – einer der Meiner spekuliert außerdem darüber, wer das Haus aus seinem beklagenswerten Ist-Zustand herausführen könnte. Zur Zusammenfassung.

In der taz schreibt Esther Slevogt über die drohende Schließung des Leipziger Instituts für Theaterwissenschaft und warum dieses unbedingt erhalten werden sollte – zur Zusammenfassung.

Der Landesbühne Schleswig-Holstein droht das Aus, seit Pläne für einen Theaterneubau in Schleswig jüngst auf Eis gelegt wurden. Jetzt ist das Hamburger Abendblatt in den hohen Norden gereist und hat sich ein Bild von der prekären Lage gemacht.

Die Schauspielerin Carmen-Maja Antoni ist fast 60 Jahre im Geschäft und eines der Zugpferde des Berliner Ensembles, wenn auch nur noch als Gast. Der Tagesspiegel hat ihr jetzt ein ausführliches Porträt gewidmet.

"Europa versteckt sich hinter der Gardine", schreibt der polnische Schriftsteller und Dramatiker Andrzej Stasiuk heute in der "Welt". Und dort nehme Europa nicht zur Kenntnis, dass es auf dem Maidan in der Hauptstadt der Ukraine Kiew genau um die Werte geht, die es vertritt ("oder vertrat?", fragt sich Stasiuk). Zur Zusammenfassung.

Vor fast drei Monaten zündete das neue Leitungsteam am Berliner Gorki Theater seine Neustart-Raketen. Acht Premieren später ist das Theater, das dort gemacht wird, bei Kritikern (und nachtkritik.de-KommentatorInnen) teilweise heftig umstritten. Die taz hat mit Co-Leiter Jens Hillje über die Rezeption gesprochen. Zur Zusammenfassung.

Wie soll es mit Sachsen-Anhalts Kulturlandschaft nun weitergehen? Welche Stimmung herrscht in Dessau, nachdem die massiven Kürzungen beschlossen wurden, die das Ende der Schauspiel- und Tanzsparte bedeuten? Diesen Fragen geht die Süddeutsche Zeitung nach. Zur Zusammenfassung.

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sprechen Dimiter Gotscheffs Schauspieler nach seinem Tod über ihre gemeinsame Arbeit. Zur Zusammenfassung.

Weiter geht's in der Finanz- und Personalkrise des Wiener Burgtheaters. Im ORF schildert Georg Springer, Chef der Bundestheater-Holding, seine Sicht des Falls und der Dramatiker Peter Turrini äußert im Standard Verständnis für Burgtheater-Intendant Matthias Hartmann. Hier zusammengefasst.

Österreichs wichtigstes Nachrichtenmagazin "Profil" (18.1.2014) berichtet über neueste Recherche-Ergebnisse zu den Finanzränken am Burgtheater.

Das österreichische Nachrichtenmagazin "Profil" (18.1.2014) schreibt über ein sich abzeichnendes Revirement bei den Wiener Festwochen.

In einem ausführlichen Interview mit der Ostthüringer Zeitung (17.1.2014) spricht der Rudolstädter Intendant Steffen Mensching über seine bisher fünf Jahre in der Provinz, über Theater und Internet, über Theater für die Jungen, Kommunalpolitik und das Leben eines Großstädters hinter den Bergen bei den sieben Zwergen.

Allerliebst lesen sich die Artikel in der "bürgerlichen" Wiener Tageszeitung Die Presse zu den Vorgängen am Burgtheater. Auch wenn es (noch) nicht ausgesprochen wird, ist es doch eh klar, dass es wieder einmal (auch) um die alte Feindseligkeit zwischen den Piefkes und den Eingeborenen geht. Wir haben den neuesten Stand zusammengefasst.

Heute schreibt auch die Wiener Tageszeitung Der Standard zur Causa der am Burgtheater entlassenen Geschäftsführerin Stantejsky. Zur Zusammenfassung kommen Sie hier.

Zur Causa um die entlassene Geschäftsführerin des Wiener Burgtheaters Silvia Stantejsky hat das österreichische Nachrichtenmagazin Profil auf seiner Website neue Recherchen veröffentlicht. Zur ausführlichen Zusammenfassung bitte hier entlang.

Nochmals erhöht die Stadt ihren Spardruck auf das Theater Hagen und bringt die traditionsreiche Musiktheater-Bühne damit an den Rand des Kollaps. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, hier zusammengefasst.

Was denkt sich ein Intendant, wenn erst seine große Bühne und dann seine Nebenstätte wegen Baufälligkeit geschlossen werden und der fest geplante Theaterneubau in letzter Sekunde gekippt wird? Peter Grisebach, dem als Intendanten des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters genau das passiert ist, äußert sich in der Nordsee-Zeitung. Zur Zusammenfassung.

"Berlin war um 1800 unumstritten die deutsche Theaterhauptstadt", behauptet der Germanist und Weimarer-Klassik-Forscher Conrad Wiedemann im Interview mit der Welt als Reaktion auf die Wiederentdeckung des Iffland-Nachlasses. "In Berlin herrschte eine absolute Theatermanie." Mehr in der Zusammenfassung.

Die Belegschaft des Anhaltischen Theaters Dessau will weiterhin freiwillig auf 10,5 Prozent ihres Lohns verzichten, um das Mehrspartenhaus als solches zu erhalten. Das Land Sachsen-Anhalt reduziert seinen Zuschuss ab diesem Jahr von acht auf fünf Millionen Euro; außerdem sollen die Haustarifverträge auslaufen, denen zufolge die Mitarbeiter des Anhaltischen Theater bereits jährlich auf insgesamt 1,8 Millionen Euro verzichten. Ob sie weiter verzichten dürfen, liegt auch in Landeshand: Denn neue Haustarifverträge können nicht ohne die Zustimmung des Landes abgeschlossen werden. Mehr in der Mitteldeutschen Zeitung.

"Akzeptieren Sie Theater als Kunst!", "Gehen Sie hin und genießen Sie das Ver-Rückte und Ver-Rückende!", ruft der Theaterwissenschaftler Andreas Englhart auf der Huffington Post-Website dem potentiellen Publikum entgegen. In zehn kurzknappen Begründungen schreibt er auf, warum Theater im Vergleich mit anderen Medien so spannend ist und es sich auch 2014 lohnt, die Nase in das so vielgescholtene wie vielgepriesene deutsche Regietheater hineinzustecken. Hier geht's zur Zusammenfassung dieser Liebeserklärung.

Er sei "obsessed with reality", das sagt Chris Dercon über Matthias Lilienthal. Noch bis zum 12. Januar kann man in der Arte-Mediathek nachgucken, wie der Theaterallrounder und zukünftige Kammerspiel-Intendant Lilienthal mit dem Tate-Modern-Chef Dercon in London durch den Abend tingelt. Dabei treffen sie u.a. auf Forced Entertainer Tim Etchells, sprechen über Provokation, während Dercon ostentativ in die Kamera raucht, und promoten Berlins ehemaligen Flughafen als Kunstort: "Fighting for Tempelhof"!

Mit der Berliner Morgenpost hat Aino Laberenz, Bühnenbildnerin und Witwe Christoph Schlingensiefs, über den neuesten Stand in Sachen Operndorfgesprochen.

Weiter geht es mit den Spiegel-Theaterhits 2013. Hier entlang zur Liste der fünf liebsten Klassikerinszenierungen der Spiegel-Theaterredakteure.

Im Zürcher Tages-Anzeiger stellt Andreas Tobler das Theater von René Pollesch vor und empfiehlt seine Stücke als "Sehhilfen für die Wirklichkeit". Hier entlang zur Zusammenfassung.

Die TheaterkritikerInnen von Spiegel Online blicken auf das Theaterjahr 2013 zurück – in Listenform. In ihrer ersten Kategorie versammeln sie die aus ihrer Sicht fünf besten neuen Stücke. Zur Auflösung hier entlang.

Wer ist Attilio Maggiulli, der Mann, der mit dem Auto das schmiedeeiserne Tor des Elysée-Palastes durchbrechen wollte, um gegen die Kürzung der Subventionen für sein Theater zu protestieren? Die Welt gibt darüber einigen Aufschluß: hier die Zusammenfassung.

Die Wochenzeitung Der Freitag fasst noch einmal die Causa Volkstheater Rostock zusammen und kritisiert den zur "Traditionskompanie mutierten Deutschen Bühnenverein".

Für die einen ist es diskriminierend, für die anderen die Freiheit der Kunst. So jedenfalls für Frank Castorf, der sich im Interview mit dem Berliner Stadtmagazin Tip etwa gegen Blackfacing-Verbote ausspricht, denn "wenn man die Ressentiments nicht mehr aussprechen dürfe, werde es gefährlich". Mehr in der Zusammenfassung.

Der Dachverband Tanz Deutschland startet eine Offensive zur Digitalisierung von Tanzmitschnitten. Warum, sagt der Geschäftsführer Michael Freundt im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, hier zusammengefasst.

Die Theaterszene entwickelt einen Heißhunger auf Migranten, Postmigranten oder auf Themen, die das Zusammenleben der Kulturen behandelten. Aber schauen wir nicht nur deshalb so gebannt hin, weil es uns erspart, das wirklich Neue zu denken? Fragt heute Tobi Müller im Schweizer Tagesanzeiger. Mehr in der Zusammenfassung.

Gestern wurde bestätigt, dass Monika Grütters (CDU) im neuen Kabinett der Großen Koalition den Posten der Staatsministerin für Kultur und Medien übernehmen wird. Die ersten Presse-Reaktionen fallen wohlwollend aus: Sie ist die Richtige. Mehr in der Zusammenfassung.

Jutta Lampe wird siebzig Jahre alt, und die Feuilletons jubilieren. "Meisterin Lampe!", lobsingt Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung. Unter all den "Wunder- und Sonderpersönlichkeiten" der Berliner Schaubühne unter Peter Stein sei sie "schon rein äußerlich die holdeste, zarteste, fragilste", die "Königin" gewesen, die sich ihre "Mädchenhaftigkeit" bis ins Alter erhalten habe. "Königin der Anmut" titelt auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung über dem Geburtstagstext von Gerhard Stadelmaier. Er schreibt von der "hinreißenden Beredsamkeit" dieser "wunderflirrenden Königin der Bühne". "Sie konnte das königlich Damenmädchenhafte mit einem genial dosierten Überschuss Kobold zum flammend roten Haar tragen wie einen Wunderschleier kunstvollster Ausdrucksvirtuosität." Wir gratulieren auch!

Die Twitter-Theater-Woche, die seit Montag unter dem Hashtag #TTW13 läuft, betrachtet Mounia Meiborg von der Süddeutschen Zeitung äußerst skeptisch. Zum Sinn und Zweck des Ganzen befragt hat die SZ auch den PR-Twitterer Ingo Sawilla vom Residenztheater, das heute Abend drei Twitterstatisten zum Live-Twittern auf die Bühne lädt. Zur Zusammenfassung.

Über die hemdsärmeligen Lösung für die Finanzprobleme der renomierten Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests berichten heute die Berliner Tageszeitungen, hier zusammengefasst.

Die taz hat mit Dokumentartheatermacher Hans-Werner Kroesinger über sein Projekt "FrontEx Security" gesprochen, das heute am Berliner HAU Premiere hat.

"Wenn es der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik an irgendetwas nicht fehlt, sind es Subventionen", behauptet das Wirtschaftsmagazin brandeins. Das sei weder gut für's Theater noch für die Dramatiker. Wir fassen zusammen.

In Berlin hat sich in den 1990ern ein kultureller Reichtum bei relativer finanzieller Armut entwickelt. Der ist nun dank steigender Mieten und sonstiger Gentrifizierungssymptome bedroht, wie das Berliner Stadtmagazin Tip in seiner aktuellen Ausgabe darlegt – und zeigt, wie die Szene beginnt, sich am eigenen Schopf aus dem Schlamassel zu ziehen. Hier geht's zur Zusammenfassung.

Hasko Weber verwandelte jedes Stück in ein Lehrstück. Armin Petras' Inszenierungen sind hingegen raumgreifend und ohrenbetäubend, die Bühne ist nach oben und nach hinten weit offen - und das verändere nicht nur das Schauspiel Stuttgart, sondern die ganze Stadt, schreibt Hannelore Schlaffer heute in der Neuen Zürcher Zeitung über den Stuttgarter Intendantenwechsel.

Unter den britischen Dramatikern ist Martin Crimp derjenige, der zuverlässig an deutschen Theatern inszeniert wird, jüngt in Berlin und Hamburg. Matthias Heine und Stefan Grund nehmen das in der Welt zum Anlass, um den 1956 geborenen Dramatiker zu porträtieren.

Für die Wochenzeitung Freitag hat Christine Kappeler mit Klaus Biesenbach, Ko-Kurator der großen Christoph Schlingensief-Retrospektive in den Berliner Kunstwerken gesprochen. Hier fassen wir zusammen.

Was die Kandidaten für die Münchner Oberbürgermeisterwahlzur Kultur zu sagen haben, wollte die TheaterGemeinde München wissen. Die Debatte vom 19. Oktober 2013 wurde aufgezeichnet. Das gut einstündige Videokann man hier betrachten.

Was könnte in der Kulturpolitik anders laufen bei der Vergabe von Fördermitteln und Kulturausgaben? In der Zeit plädiert Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele, dafür, dass der Bund mehr Verantwortung übernimmt. Unsere Zusammenfassung hier.

Ein geringes Einkommen soll für Familien kein Hinderungsgrund sein, das Theater zu besuchen. Dafür hat der Verein Kulturloge in München das Programm Kulturkinder eingerichtet, das die Süddeutsche Zeitung heute vorstellt.

Kosten und Nutzen der Netzkultur beleuchtete die Berliner Tagung "Online in die Politik", von der die Süddeutsche Zeitung heute berichtet.

Vor einer Woche hat die ungarische Tageszeitung Népszabaság ein Interview mit Burgtheaterintendant Matthias Hartmann veröffentlicht. Es geht darin um die Billeteursaffäre am Burgtheater, um Hartmanns Einsatz für Ungarns Freie Szene und den verunglückten Besuch bei Kulturminister Balog, den Hartmann nun seinerseits nach Wien einlädt: "Wenn ihr Minster Mut hat, kommt er nach Wien und beantwortet offen die Fragen." Unsere Zusammenfassung des Interviews beruht auf einer Übersetzung von Ágnes Szabó.

Defizit oder nicht Defizit? Vor zehn Tagen gab Enrico Lübbe bekannt, dass das Leipziger Schauspiel das Jahr 2013 voraussichtlich mit einem Minus von 400.000 Euro abschließen muss. Der Grund sei, dass Vorgänger Sebastian Hartmann sein Budget deutlich überzogen habe. Dem widersprach Hartmann bereits und äußert sich nun im Interview mit Tobias Prüwer im Leipziger Kreuzer. Mehr in der Zusammenfassung.

In einem langen Beitrag für das London Review of Books beleuchtet Adam Shatz Leben und Ermordung des völkerverbindenden Theatermachers Juliano Mer-Khamis vom Freedom Theatre in Dschenin/Palästina. Hier der Direktlink zum London Review of Books.

Am Freitag startet Shermin Langhoff ihre Intendanz am Berliner Maxim Gorki Theater mit der ersten Premiere, Nurkan Erpulats Inszenierung von "Der Kirschgarten". Im Interview mit Mounia Meiborg in der Süddeutschen Zeitung spricht sie über den Stand des postmigrantischen Theaters. Mehr in der Zusammenfassung.

In Berlin gibt es eine Freie Szene. Und die braucht Geld. Doch wie kann man freie Kunst schaffen, wenn man im Antragswesen feststeckt? Und nur noch schreibt, was die Förderjury gerne hören will? In der Berliner Gazette denken Tanja Krone und Sandra Man, Autorin die eine und Künstlerin die andere, darüber nach.

In der Süddeutschen Zeitung porträtiert Alexander Menden heute das "Secret Theatre"-Projekt am Lyric Hammersmith in London und nutzt die Gelegenheit, um das britische und das deutsche Theater grundsätzlich einander gegenüberzustellen. Das "Secret Theatre" aber könnte die fulminante Synthese sein. Die Zusammenfassung.

In der Zeit holt Martin Eich relativ weit aus, um zu sagen: Sowohl das Theater als auch sein Publikum müssen aus der Vergangenheit lernen, und die Antwort auf Große Koalition heißt Revolution. Die Zusammenfassung.

Die Debatte um den Burg-Billetteur geht weiter und zieht Kreise: perlentaucher.de fasst heute den Fall zusammen und schließt ihn mitden Arbeitsbedingungen an Theatern kurz. Zur Zusammenfassung hier entlang.

"Frauenfußball ist ein Fall für die Paralympics", findet Lars Eidinger im Interview mit der Sonntagsausgabe des Berliner Tagesspiegels – und gesteht: "Ich habe mich für Ikea prostituiert." Alles nur Pose? Jedenfalls haut der Schaubühnen-Schauspieler weitere launige Schoten raus, die durchaus etwas über seine Einstellung zum Theater verraten. Mehr hier.

Im aktuellen Spiegel berichtet Jonathan Stock noch einmal über "eine Meldung und ihre Geschichte", nämlich über die Protestaktion des Billeteurs Christian Diaz beim Jubiläumskongress des Wiener Burgtheaters und lotet dabei nicht nur die Motive, sondern auch die Gefühlslage des Billeteur-Helden Christian Diaz aus. Hier geht's zur Zusammenfassung.

Die taz schaut heute auf das bedrohte Anhaltische Theater Dessau, dessen enormer Bau einmal gedacht war, Herzstück eines Bayreuths des Nordens zu werden, und das nun mit der Abwicklung seiner Sparten kämpft. Hier zur Zusammenfassung.

Auf Welt online äußert Matthias Heine Erschrecken über die Ankündigung der Berliner Festspiele, den Stückemarkt in seiner bisherigen Form abzuschaffen. Hier gehts zur Zusammenfassung.

Nach seinem Ende beim Tatort hat der Schauspieler Joachim Król angekündigt, erst einmal mehr am Theater arbeiten zu wollen. Am Wochenende spielte er in Stuttgart in Szenen einer Ehe und sprach im Interview mit der FAZ Sonntagszeitung von der Rückkehr zum Theater. Mehr in der Zusammenfassung.

im Während sich nach der Rede des Billeteurs Christian Diaz beim Burgtheater-Jubiläum in Österreich die Forderungen mehren, den Vertrag der Bundestheater mit dem Dienstleistungsunternehmen G4S zu kündigen, verteidigt Bundestheaterchef Georg Springer die Zusammenarbeit im ORF. Zur Zusammenfassung hier entlang.

Die Protestrede des Billeteurs Christian Diaz beim Jubiläumskongress des Wiener Burgtheaters, mit der er seine Arbeitsbedingungen anprangerte, sorgt nicht nur in der Kommentarspalte auf nachtkritik.de, sondern auch in der Presse für Wirbel. Im Zürcher Tages-Anzeiger kommentiert heute Bernhard Odehnal die Reaktion des Burgtheaters auf den Protest. Hier geht's zur Zusammenfassung. Und hier außerdem ausgewählte Pressehinweise zur Billeteur-Protestaktion beim Wiener Burg-Kongress.

Regisseur Armin Holz, der in der Theater-Szene gelinde gesagt als schwierig (manchen allerdings auch als genialisch) gilt, hat seinem Ruf Ehre gemacht und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in einem Interview erzählt, was er von heutigen Theaterleuten, allen voran Elisabeth Trissenaar, hält. Hier die Zusammenfassung.

inerseits sagt die deutsche Theatermacherin Gabriele Jakobi über ihre Theaterarbeit in den USA in einem Interview mit der Welt: "Hier kann man noch etwas suchen. Es gibt so viel Boden von sozialen Einflüssen, der offen ist, nicht besetzt." Anderseits berichtet sie: "Einen sehr guten schwarzen Schauspieler in einer weißen Hautrolle zu besetzen, das geht eigentlich kaum." Zu den Widersprüchen einer Theaterszene geht's hier.

"Manchmal sind Künstler mutiger als Journalisten", konstatiert die Neue Zürcher Zeitung – und stellt die Initiative "Art but fair" vor. Die hat sich "Goldene Regeln künstlerischen Schaffens" verordnet und will damit den Markt für freie Künstler revolutionieren. Mehr hier.

Aus Anlass des Jubiläumskongresses "Von welchem Theater träumen wir?" zum 125. Geburtstag des Burgtheaters, weilt auch der größte Burgtheaterdirektor von allen, Claus Peymann, in der austriakischen Hauptstadt. Norbert Mayer hat für die Wiener Tageszeitung Die Presse ein unterhaltsames Gespräch mit ihm geführt. Hier die Zusammenfassung.

Gerade entspinnt sich in Großbritannien eine Debatte über die Zukunft der Theaterkritik. "Die Theaterkritik ist in einer Krise", konstatiert der britische Theatermacher Jake Orr in seinem Blog. Und schlägt vor, Kritiker und Kritiken durch den Kulturbetrieb zu subventionieren. Die Guardian-Kritikerin Lyn Gardner widerspricht, hat aber auch keine Lösungen parat. Mehr hier.

Auf Welt Online resümiert Reinhard Wengierek noch einmal die dreitägige Eröffnung der Intendanz von Enrico Lübbe in Leipzig samt ihrer Vorgeschichte. Hier entlang, bitte sehr.

Peter Gelb ist seit 2006 Intendant der Metropolitan Opera in New York City, und der Mann, der die Idee hatte, Opern-Premieren live auf die Kinoleinwand zu übertragen. Susanne Hermanski hat ihn anlässlich der heutigen (auch in deutsche Kinos gestreamten) Premiere von Eugen Onegin für die Süddeutsche Zeitung interviewt.

Die Wiener Tageszeitung Der Standard hat mit dem Intendanten der Münchner Kammerspiele Johan Simons über Erfolg gesprochen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über ein internationales Theaterfestival im westslowakischen Nitra, wo unter anderem Inszenierungen gezeigt wurden, die auf Geheimdienstakten basieren.

"Das Theater hat sich längst in eine Nische verkrochen", sagt BE-Intendant Claus Peymann im Interview mit der Berliner Morgenpost. Die wirklichen Aufklärer, das seien die Helden der Netzcommunities. "Der weltweit gejagte Edward Snowden zum Beispiel". Weiter geht es hier.

Sascha Lobo, Spiegel Online-Kolumnist, Blogger und Journalist hat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (1.10.2013) unter dem Titel Vom Genre der Besserhalbwisserei eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Internet-Schelte der Herren Günter Grass und Botho Strauß geschrieben. Wir geben einige Schlaglichter aus dem Text.

Beim Stöbern im Internet stoßen wir auf einen 3-sat-Artikel, der Künstler davor warnt, unkommentiert Kritiken aus Zeitungen auf ihre Homepage zu stellen. Hier zur Zusammenfassung.

Für die Wiener Zeitung hat Petra Paterno ein Gespräch mit Birgit Minichmayr geführt, die in diesem Monat zwei René-Pollesch-Premieren in Berlin und Wien absolviert hat – für die Schauspielerin durchaus keine Überdosis: "Ich kann derzeit nicht genug von René bekommen." Was die Arbeit mit ihm reizvoll macht und was sie über Method Acting denkt, steht in unserer Zusammenfassung.

"Otto, mein Kumpel, mein Kollege, mein Konkurrent, mein Freund ist Komiker. Und was für einer. Ein Bursche toll von Witz, wie Shakespeare von ihm hätte sagen können, und natürlich Melancholiker. Ein neugieriger Melancholiker." Das schreibt Bruno Ganz über Otto Sander, seinen kürzlich verstorbenen Kollegen, im Berliner Tagesspiegel.

Vor zwei Jahren wurde in Rom das Teatro Valle besetzt. Die Stadtregierung ließ das Theater entgegen ihrer Ankündigung nicht räumen. Im September riefen die Besetzer eine private Stiftung ins Leben, 5300 Mitglieder sammelten das Grundkapital ein. Über das alternative Modell privater Theaterfinanzierung berichtete gestern dradio.

In der Neuen Zürcher Zeitung erinnert Andreas Klaeui an die Schweizer Erstaufführung von Rolf Hochhuths Der Stellvertreter.

Der Theaterautor ist präsent, aber – wenn er nicht gerade Peter Handke, Elfriede Jelinek oder Moritz Rinke heißt – trotzdem fast unsichtbar, resümiert Andreas Schäfer via Tagesspiegel in einem Streifzug durch die Dramatiker-Szene. Mehr in der Zusammenfassung.

Der Widerstand gegen die Fusions- und Kürzungspläne des Kultusministeriums bei den Theatern in Sachsen-Anhalt reißt nicht ab. Inzwischen fragen sich die Theaterleute sogar, ob das Ministerium überhaupt irgendeinen validen Plan in der Schublade hat. Der MDR berichtete, wir fassen zusammen.

In der FAZ unterhalten sich Rüdiger Safranski und Daniel Kehlmann ganzseitig über Goethe, der u.a. als tauglicher Ratgeber für die neue Netzkultur gewürdigt wird. Hier die kurze Zusammenfassung.

Theaterkunst dürfe keiner Verwertbarkeit unterliegen, weder ökonomisch noch sozial. Das sagt Veronika Kaup-Hasler, Intendantin des (heute beginnenden) Grazer Festivals steirischer herbst im Interview mit dem österreichischen Magazin Profil. Und dass das Theater nicht glaubwürdig auf der Bühne kritische Inhalte verhandeln und gleichzeitig seine Künstlern ausbeuten kann. Hier die Zusammenfassung.

Die Pressekommentatoren sind rasch zur Stelle, nachdem gestern eine der heißesten Theater-Personalien der letzten Jahre bekannt gegeben wurden: Ex-HAU-Chef und Freie-Szene-Supernetzwerker Matthias Lilienthal wird Intendant der Münchner Kammerspiele. Aus dem Süden schaut man freudig gespannt auf das Kommende, in Berlin seufzt man angesichts der verpassten Experimentierchancen in der Hauptstadt. Hier die Zusammenfassung der bisherigen Stimmen.

Wieder einmal klagt Daniel Kehlmann über das Theater. Rechtsanwälte wechseln Briefe. Der Verlag droht mit Vertragsstrafe. Ein Theaterdirektor versteht die Welt nicht mehr. Die FAZ hat die jüngste Verwicklung um das soeben in Frankfurt herausgekommene Kehlmann-Drama "Der Mentor" aufgedeckt. Wir fassen zusammen.

Als hätten es die Theater und Orchester in Mecklenburg-Vorpommern nicht ohnehin schwer genug, meldet das Theater Vorpommern jetzt auch noch einen argen Zuschauerrückgang für die vergangene Saison. Etwas mehr dazu hier.

Nach dem gestrigen Auftritt des neuen Intendanten-Duos Shermin Langhoff und Jens Hillje bei der gestrigen Pressekonferenz im Maxim Gorki Theater schauen die Medien gespannt auf Berlins kleinstes Stadttheater. Dabei konnte das Team, das bis 2012 im Kreuzberger Ballhaus Naunynstraße aktiv war, schon mal die Sorgen zerstreuen, dass es Unter den Linden nun "eine kleine integrationspolitische Bedürfnisanstalt eröffnen würde". Einer konstatiert: "Alles neu, aber nicht alles anders", ein anderer findet's "ganz schön viel Wir". Hier geht's zur Übersicht der Kommentare und Interviews zum Gorki-Neustart.

Einmal eine gute Nachricht für das deutsche Theaterwesen kommt aus Aalen, 70 Kilometer östlich von Stuttgart.

Vermischte Nachrichten aus Trier. Das Schlimmste konnten die Proteste wohl erhindern. Wie es allerdings mit dem Theater Trier weitergehen wird, bleibt undeutlich. Mehr dazu hier.

Schlechte Nachrichten aus Halle. Die Anzahl der Mitarbeiter in Theater, Orchester und Oper soll wohl signifikant verringert werden. Mehr dazu hier.

So kurz wie Alexander Pereira hat in Salzburg noch nie ein Festspieldirektor regiert. Kaum trat er an, drohte er schon mit Rückzug. Nun geht er tatsächlich. In der FAZ spricht Eleonore Büning mit dem Impressario.

Anlässlich seiner Inszenierung der ungarischen Rockoper "Stefan, der König" zeichnet die taz ein differenziertes Porträt des ehemaligen Leiters des Ungarischen Nationaltheaters, des Star- und Skandalregisseurs Róbert Álföldi. Hier die Zusammenfassung.

Peymann sei oft unfreiwillig komisch, "wenn man das versteht, hat man auch keine Angst mehr vor ihm, selbst wenn er einen anschreit", sagt die wunderbare Burg-Schauspielerin Maria Happel im Interview mit dem österreichischen Magazin Profil. Hier mehr dazu.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über den eben so clever wie wütend geführten Kampf der Berliner Freien Szene um mehr Geld aus dem Kulturetat. Ihre Offensive könnte für den "Nebenberufskultursenator" Wowereit und seinen Staatssekretär zum Problem werden. Näheres in der Zusammenfassung.

Auf Spiegel online stellt Grete Götze Matthias Pees, den neuen künstlerischen Leiter des Mousonturms, mitsamt seinen Plänen für die Frankfurter Produktionsstätte der Freien Szene vor. Die Zusammenfassung.

Die Bühnen in Moskau waren "immer konventionell", schreibt Ulrich Heyden in der Wochenzeitung DerFreitag. Nun aber griffen sie "Themen der Protestbewegung auf". Und die "Mittel- und Oberschicht" klatsche dazu Beifall. Mehr dazu.

Welchen Einfluss die Katastrophenfilme aus Hollywood auf seine Berufsentscheidung hatten, erläutert der Theaterkritiker der New York Times Charles Isherwood. Hier geht's zur Presseschau.

Ein entspannter Umgang mit Medien sieht anders aus: Bei einem Treffen mit der Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner bringt eine Journalistin der israelischen Tageszeitung Haaretz die Sprache auf Jonathan Meese. Katharina Wagner steht daraufhin auf und geht … Hier zur Zusammenfassung.

90 Prozent der französischen Sprechtheater werden von Männern geleitet. Dagegen gehen jetzt Fraueninitiativen und Kulturministerin Aurélie Filippetti vor, wie die taz in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Hier die Zusammenfassung.

In der Süddeutschen Zeitung beobachtet Christopher Schmidt einen Rollentausch von Oper und Sprechtheater: Während Sänger immer agiler würden, agierten Schauspieler zunehmend statisch in übermmächtigen Bühnenbildern. Mehr dazu in der Zusammenfassung.

Im Berliner Tagesspiegel analysiert der Film- und Theatermacher Andres Veiel die NSA-Spionageaffäre und die Logik der neuen Sicherheitssysteme vom Typus Prism. Hier die Zusammenfassung.

Die Kanzlerin trug etwas Hochgeschlossenes in Mittelblau, erfahren wir aus der FAZ. Wo? In Bayreuth natürlich, wo sie mit Gatten zur Eröffnung der Wagner-Festspiele kam. Auf der Bühne hatte Jan Philipp Gloger sogar einen Gruß für sie in seinen Vorjahres-Holländer eingebaut. Zur Zusammenfassung.

Deeskalation vor der heutigen Eröffnung der Bayreuther Festspiele: Katharina Wagner nimmt Castorfs Aussagen nicht persönlich, sondern sieht darin nur eine Anspielung aufs Bühnenbild. Weitere Deeskalationen, wie auch in Punkto Kalaschnikow-Gewehr, liest man in Interviews mit Deutschlandradio Kultur und dem Nordbayerischen Kurier. Zur Zusammenfassung.

Im Interview mit der Welt spricht der Rapper Mohammed al-Deeb aus Kairo über die aktuelle politische Lage in Ägypten und äußert sich auch zur Situation der darstellenden Künste.

Im Spiegel zieht Volksbühnen-Intendant Frank Castorf ordentlich über die Bayreuther Festspiele vom Leder, wo er in diesem Jahr als Regisseur engagiert ist. Er klagt über neun Tage Probenzeit, DDR-Schwestern und zeigt seine bescheidene Seite. Zur Zusammenfassung.

Michael Thalheimer könnte sich "so langsam" vorstellen, Intendant zu werden. Sagt er im Interview mit Volker Corsten von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Abgesehen davon geht es um die Vorbereitungen zur Premiere der Jungfrau von Orléans bei den Salzburger Festspielen im besonderen und um das Leben als Mensch, Regisseur, Thalheimer im allgemeinen. Die Zusammenfassung.

Was vorher klein war, ist plötzlich groß: einmal im Jahr wird aus Salzburg eine Festivalstadt. Christian Mayer hat sich für die Wochenendbeilage der Süddeutschen Zeitung in den Sommerzirkus der Salzburger Festspiele begeben. Mehr in der Zusammenfassung.

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh – der sich von den vielstimmigen Protesten gegen seine Sparpolitik einigermaßen ungerührt zeigt und sagt: "Der finanzielle Rahmen ist erst einmal gesteckt." Was er sonst noch sagt, steht in der Zusammenfassung.

Das Salzburger Festival Sommerszene wird oft als "ein hungriges Avantgarde-Festival für Theater, Tanz, Performance und als Gegenpol der pappsatten Salzburger Festspiele beschrieben", schreibt Tobias Becker. Als Alternative zur kulinarischen Prosecco-Hochkultur zeige sich nun erstmal die Handschrift der neuen Intendantin Angela Glechner. Mehr in der Zusammenfassung.

Gerhard Stadelmaier hat für die Frankfurter Allgemeine Zeitung wieder einmal in den Spielplänen der kommenden Saison geschmökert und sich mit den Uraufführungsplänen der deutschsprachigen Bühnen befasst. Sein Fazit fällt, wie könnte es anders sein, eher ernüchternd aus. Zur Zusammenfassung.

Schon länger hatte Robert Alföldi, scheidender Intendant des ungarischen Nationaltheaters in Budapest, geplant, Klaus Manns "Mephisto"-Roman auf die Bühne zu bringen. Jetzt, zum erzwungenen Ende seiner Intendanz, wirkt die Inzenierung wie ein Fanal, schreibt die Schauspielerin Bettina Hoppe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Mehr hier.

Der Spiegel würdigt dieser Tage gleich zwei Festivalmacher, die Produktionen der freien Szene zeigen: Hier geht's zum Porträt über Matthias von Hartz, Leiter des Berliner Festivals Foreign Affairs, im Mutterblatt, hier zum Porträt über Florian Malzacher, Co-Leiter der Theaterbiennale Impulse (und als solcher Hartz-Nachfolger) auf Spiegel online.

Bilanz der Intendanz von Luc Bondy und der Programmdirektion von Stefanie Carp bei den Wiener Festwochen im Nachrichtenmagazin Profil, der tageszeitung und im Standard. Stefanie Carp beschwert sich über Wien, ihr gewesener Intendant Luc Bondy antwortet.

Zum Abschied von Armin Petras vom Berliner Maxim Gorki Theater würdigt heute auch die Süddeutsche Zeitung die Leistungen des Intendanten. Hier die Zusammenfassung.

Die Mitteldeutsche Zeitung betrachtet mit Entsetzen die Kulturpolitik in Sachsen-Anhalt. Und sie nennt Gründe für die Misere.

Die Berliner Zeitungwirft noch einmal einen Blick auf das weiblich dominierte Programm der Autorentheatertage am Deutschen Theater.

Die angekündigte Reduzierung der Landeszuschüsse und die dadurch erzwungene Verkleinerung der Theater- und Orchesterlandschaft von Sachsen-Anhalt hat einen gewaltigen Schock bei Kommunalpolitikern und Theaterleuten ausgelöst. Zumindest wenn man den Berichten der Mitteldeutschen Zeitung aus dem kulturpolitischen Krisengebiet Glauben schenken will.

Die Frankfurter Rundschau bringt ein Gespräch mit dem Intendanten des Nationaltheaters in Ungarn Róbert Alföldi, der demnächst von Attila Vidnyánszky abgelöst werden wird.

Zum Anlass seines Abschiedes aus Berlin gibt es derzeit in Berliner Zeitungen ein Dauergespräch zwischen den Feuilleton-Redakteurinnen und Armin Petras. Heute waren die taz und die Berliner Morgenpost damit befasst.

Die Berliner Tageszeitungen kommentieren die Kündigung des Mietvertrags für das Berliner Ensemble durch Rolf Hochhuth und beobachten, dass Hochhuth einen neuen schlagkräftigen Anwalt gefunden hat. Welche Konsequenzen dessen Kurs haben dürfte, steht hier zusammengefasst.

Rabih Mroué ist der zumindest in Deutschland bekannteste libanesische Theatermacher. Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht er über sein Land und Matthias Lilienthals X-Wohnungen. Zur Zusammenfassung hier entlang.

Sigrid Löffler ist in diesem Jahr die Alleinjurorin für die Stücke, die am Deutschen Theater in der Langen Nacht der Autoren gezeigt werden. Eigentlich sei sie skeptisch gewesen, so Kaspar Heinrich auf Spiegel online. Zwar hatte sie jahrzehntelang über Theater geschrieben, vor rund zehn Jahren aber aus Überdruss damit aufgehört. Mehr in der Zusammenfassung.

In der Berliner Zeitung bilanziert Theaterredakteur Ulrich Seidler die Intendanz von Armin Petras am Maxim Gorki Theater. Lob und Kritik sind hier zusammengefasst.

Ähnlich wie mit der aktuellen Blackfacing-Debatte hierzulande wird auch in der englischsprachigen Theaterwelt die Frage nach Rollenbesetzungen und ethnischen Hintergründen von Darstellern gestellt. Auf einen einschlägigen Fall hat jetzt die Theaterkritikerin des Guardian Lyn Gardner in ihrem Blog verwiesen. Hier die Zusammenfassung.

Ja, das waren Zeiten, als man in René Polleschs Theater diskurstrunken am Ballermann der Verfremdungskunst lagern und sich satt mit cooler Theorie saugen konnte. Doch dieser Lustquell ist längst versiegt, wie Reinhard Wengierek auf Welt-online nun angesichts von Polleschs jüngster Berliner Arbeit konstatiert. Hier die Zusammenfassung.

Live!-Schlachtungen! sollen geplant sein im Zuge von Hermann Nitschs Orgien-Mysterien-Theater, mit dem sich Sebastian Hartmann Ende Juni endgültig als Intendant vom Leipziger Centraltheater verabschiedet. Auf die Barrikaden!, rufen Leipziger Tierschützer und haben eine Petition initiiert, die bereits mehr als 11.000 Menschen unterschrieben haben. Wir wollen doch nur spielen!, sagt Hartmanns Chefdramaturg Uwe Bautz nun der Leipziger Volkszeitung im Interview zu der Sache. Außerdem erklärt er noch einmal, wie diese ganze Hartmann-Intendanz eigentlich gemeint war. Hier die Zusammenfassung.

Der diesjährige Mülheimer Dramatikerpreis geht an Katja Brunner – was sie über das preisgekrönte Stück zu sagen hat, das sie mit 18 Jahren, also vor drei Jahren, schrieb und was sie mit dem Preisgeld von 15.000 Euro zu tun gedenkt, sagt sie dem Zürcher Tagesanzeiger. Hier die Zusammenfassung.

Anlässlich seiner vorerst letzten Premiere in Wien hat Schauspieler und Schriftsteller Joachim Meyerhoff der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein Interview gegeben und plaudert darin höchst amüsant über Jürgen Gosch, Peter Handke und Tatort-Kommissare. Hier die Zusammenfassung.

Mit dem Ansinnen des Deutschen Bühnenvereins, die deutsche Theaterlandschaft zu musealisieren bzw. zum UNESCO Kulturerbe erklären zu lassen, setzte sich gestern die Süddeutsche Zeitung und nun Die Welt auseinander. Hier die Zusammenfassung.

Dass es bei Theater mit behinderten Schauspielern nicht um "Sozialpädagogik oder eine theatralische Aktion Sorgenkind" geht, schildert Peter Laudenbach heute in der Süddeutschen Zeitung. Worum es aus seiner Sicht denn dann geht, steht in der Zusammenfassung.

Die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegelveröffentlicht heute ein großes Interview mit dem Noch-Intendanten des Maxim Gorki Theaters, Armin Petras über seine Berliner Erfahrungen.

Matthias Dell schreibt auf der Website der Wochenzeitung Der Freitag (22.5.2013) einen geharnischten Einwand gegen Jérôme Bels Inszenierung Disabled Theater. Es handele sich um einen Abend, "der blöder war, als Theater ist".

Die Tageszeitungen resümieren die Theatertreffen-Jubiläums-Ausgabe. Zu den Zusammenfassungen.

Darf ein Intendant Heimweh haben? Darf er eine solche Top-Position, wie die Leitung der Münchner Kammerspiele, sausen lassen? Ja, er darf. Sagt Johan Simons im Interview mit Christine Dössel von der Süddeutschen Zeitung. Zur Zusammenfassung.

Im Zusammenhang mit der Konferenz "Theater und Netz" wurde u.a. gefordert, aus Theatervorstellungen heraus zu twittern. Dass die Idee, den aktiven Gebrauch von Mobiltelefonen und Smartphones in Theatern zu erlauben, auch entschiedene Gegner hat, dürfte klar sein. Wie sich in New York City jetzt ein Theaterkritiker gegen den Handy-Gebrauch seiner Sitznachbarin wehrte, steht in der Zusammenfassung.

Ijoma Mangold zieht auf Zeit Online eine Zwischenbilanz zur Halbzeit des 50. Theatertreffens. Er glaubt, das Theatertreffen zeige den Interessierten, "was auf der Bühne state of the art ist".

Reaktionen auf die Konferenz Theater und Netz, die nachtkritik.de und die Heinrich Böll Stiftung in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung am Himmelfahrtstag in Berlin veranstaltet haben, finden sich in der Zusammenfassung.

Im SWR2 diskutierten am 10. Mai nachtkritik.de-Redakteur Wolfgang Behrens, Theaterkritiker und ehemaliger Theatertreffen-Juror Gerhard Jörder und der Heidelberger Intendant Holger Schultze über 50 Jahre Theatertreffen die sich wandelnde Funktion des Festivals als "Kunstschrittmacher", "Karrieremacher", "Modenschau". Hier kann man die Diskussion nachhören.

In der Tageszeitung Die Welt nimmt der Theaterkritiker Matthias Heine den Wechsel von Nina Hoss an die Schaubühne zum Anlass, der Berliner Theaterszene mal so richtig heimzuleuchten.

In Frankfurt am Main wird heute Abend das neue Schauspiel von Oliver Kluck uraufgeführt: "Was zu sagen wäre warum". Aber ganz so einfach liegen die Dinge nicht. Schließlich ist Oliver Kluck der Meister des Beschwerdebriefes. Jetzt hat er wieder ein paar Beschwerden verfasst. Wir haben einen Bericht auf Spiegel Online zusammengefasst.

Die wichtigen Berliner Tageszeitungen schmeißen mit dicken Online-Dossiers um sich: Krise hin, Krise her, wir feiern den 50. Geburtstag des Berliner Theatertreffens. Zum Presse-Überblick.

Lange seien behinderte Schauspieler aus dem regulären Theaterbetrieb ausgegrenzt gewesen, nun zeigen zwei zum Theater eingeladene Arbeiten, wie man dieses System aus den Angeln hebt, so beginnt Anke Dürr im aktuellen kulturSpiegel ihren dreiseitigen Text über Theater mit geistig und körperlich Behinderten, der eine ganze Reihe von Aspekten liefert. Mehr in der Zusammenfassung.

Imre Török, Bundesvorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller, zeichnet in der Zeitung "Politik & Kultur" die Lage der Demokratie in Ungarn nach und sieht mit Sorge die "Geister, die man ruft". Zur Zusammenfassung.

In einem sehr ausführlichen Gespräch mit Ulrich Seidler in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau (27.4.2013) erzählt Herbert Fritsch von seiner Kindheit, seinem Werdegang, seinen Erlebnissen beim Theatertreffen und seinen künstlerischen Überzeugungen.

Kurz vor dem 1. Mai wettert Franzobel im Wiener Standard gegen die Diktatur der Arbeit in unserer Gesellschaft. Hier ein kleines, schriftliches Sound-File.

In der Neuen Zürcher Zeitung erklärt Iris Laufenberg den Schweizern, was das Theatertreffen ist. Und macht ordentlich Werbung dafür. Hier.

Im Vorfeld des Berliner Theatertreffens, das heuer sein 50. Jubiläum feiert, blickt Dirk Pilz in der Berliner Zeitung auf Vergangenheit und Gegenwart dieser Kür der "Bemerkenswertesten"; er registriert alte und neue Moden sowie das Schauspiel der Kulturindustrie. Zur Zusammenfassung.

Seine Macht werden überschätzt, und die des Theatertreffens auch, sagt Theater-Treffen-Juror und Theater-heute-Chefredakteur Franz Wille im Gespräch mit der taz. Das hier zusammengefasst wurde.

Keine Stadt spielt gern den Gastgeber für Neonazi-AufmärscheAachen hat sich da etwas besonders einfallen lassen: Hier werden die unerwünschten Rechtsextremen kurzerhand auf den Theatervorplatz verwiesen. Das sei der sicherste Ort, begründet das die Polizei. Nachdem sie dort nun schon mehrere Male ihre Reichsflaggen geschwenkt haben, trat vergangene Woche die Kulturpolitik der Stadt auf den Plan. Über fraktionsübergreifende Pläne zur Vermeidung von Nazis auf dem Theatervorplatz berichten die Aachener Nachrichten. Hier die Zusammenfassung.

Allow me to reintroduce myself! sagt die Regietheaterdebatte. Sie sagt es in der aktuellen Ausgabe des Magazins Cicero, und sie sagt es durch die Feder von Irene Bazinger. Die Zusammenfassung.

Gerade hatte in Frankfurt am Main Andrea Breths Inszenierung von John Gabriel Borkman Premiere. Was sie daran vor allem interessiert hat, sagt sie im Video-Interview mit 3sat.online: nicht etwa das Banker- und Krisenstück, sondern der "grenzenlose Egoismus" der Figuren, den sie auch in der heutigen Gesellschaft wahrnimmt. Hier die Zusammenfassung.

Sibylle Berg teilt heute in einem – har, har! – sibyllinischen Text auf Spiegel Online gegen texttreues Theater aus, das das Ende des Staatstheaters einläuten könne, und träumt von "Geschwindigkeit, Bildern, Tempo, Mut". Hier geht's zur Zusammenfassung.

"Kunst und Demokratie passen einfach nicht zusammen", kommentierte heute der Intendant des Hamburger Thalia Theaters Joachim Lux auf Deutschlandradio Kultur im Nachhinein die Spielplanwahl an seinem Haus, die Ende 2011 die Gemüter erhitzte – nicht zuletzt natürlich die der Kommentatoren auf nachtkritik.de. Hier kann man das Interview nachhören.

Für die Wiener Zeitung "Die Presse" (5.4.2013, 19:43 h) hat Norbert Mayer mit dem "Burgtheater-Star" Peter Simonischek über Blind Dates, Regisseure als Verführer, seine Hochachtung vor Alvis Hermanis und Schauspieleralbträume gesprochen. Hier geht's zur Zusammenfassung.

Ob Armin Petras, wenn er im September sein Amt als neuer Schauspielchef in Stuttgart antritt, im Schauspielhaus endlich eine funktionsfähige Bühnentechnik vorfinden wird, steht für die Stuttgarter Zeitung noch in den Sternen. Dass er aber Sterne bzw. Stars mitbringen wird, das weiß sie gewiss. Genaues in der Zusammenfassung.

Im Deutschlandradio berichtet Alkyone Karamanolis vom besetzten Embros-Theater in Athen – das traditionsreiche Haus wird seit anderthalb Jahren vom Athener Künstlerkollektiv "Kínissi Mavíli" besetzt gehalten; die Behörden drohen immer wieder mit Räumung und Privatisierung. Hier entlang zu der Radioreportage.

Am Samstag hat Antú Romero Nunes' neuer Abend N' Haufen Kohle am Maxim Gorki Theater Premiere, eine deutsch-mexikanische Koproduktion, die auf einem realen Bankraub in Argentinien basiert. Mounia Meiborg porträtiert den Regisseur in der Zeit, mit der schönen Schlagzeile: Nichts ist mehr authentisch – nur noch das Theater. Mehr hier.

Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht Barrie Kosky über seine erste Spielzeit als Chef der Komischen Oper Berlin. Und er weiß auch, warum die Deutschen eine Art Schuld empfinden, wenn sie Spaß haben. Zur Zusammenfassung.

Warum, so fragt Gerhard Stadelmaier heute glossierend in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, warum bleiben an Heiligabend die Theater geschlossen, öffnen aber – zumindest in den gottlosen Städten oberhalb des Weißwurstäquators – an Karfreitag? Die Antwort gibt's hier.

Für die aktuelle Ausgabe der Zeit hat Peter Kümmel mit Peter Stein und Klaus Maria Brandauer gesprochen, die gerade in Neuhardenberg "Krapp's Last Tape" von Samuel Beckett erarbeiten. Es dreht sich um Schauspiel, Hochstapelei, Kritiker, Stadttheater und Berlusconi. Zur Zusammenfassung.

In einem ausführlichen Gespräch mit Patricia Hecht und Katrin Bettina Müller in der taz äußert sich René Pollesch zu einigen grundlegenden Fragen des Daseins.

Im Online-Magazin MiGAZIN. Migration in Germany (7.3.2013) berichtet Arzu Değirmenci über das Förderprogramm des Thalia Theaters Hamburg für junge Menschen aus Migrantenfamilien.

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (vom vergangenen Wochenende) setzt der Intendant des Burgtheaters Wien Matthias Hartmann ein paar hübsche Spitzen: gegen Zürich, gegen Daniel Kehlmann. Aber er ist auch für etwas. Wir fassen zusammen.

Zum Start von "Club Inferno", der neuen interaktiven Installation des Performancekollektivs Signa für die Berliner Volksbühne, hat sich Enrico Ippolito von der taz-Berlin mit Frontfrau Signa Köstler unterhalten – die uns immerhin beruhigen kann: "Wir arbeiten nicht mit durchgedrehten Menschen."

Christine Dössel porträtiert in der Süddeutschen Zeitung den Schauspieler und "Sprachziselierer" André Jung, der an den Münchner Kammerspielen unter Intendant Johan Simons nun den Lear spielt.

Für die taz nimmt Simone Kaempf das Arbeitsleben der Souffleuse Bärbel Kleemann vom Berliner Maxim Gorki Theater zu Protokoll, ein Leben in der ersten Reihe – und doch im Verborgenen.

Alle, alle großen deutschsprachigen Zeitungen haben KorrespondentInnen geschickt, um von Milo Raus "Moskauer Prozessen" zu berichten (für uns schrieb Stefan Bläske) – und von den Unterbrechungen, über die die russische Öffentlichkeit von dem Projekt erfuhr. Mehr hier.

Das Video-Gespräch, das das Kinomagazin Cargo mit Fabian Hinrichs über Film, Fernsehen und Theater geführt hat, fand bereits Ende Januar statt. Jetzt hat es Der Freitag auch schriftlich zusammengefasst.

Auf NZZ Online schreibt Bernd Noack über die 40 Theater, die das Architekten-Duo Ferdinand Fellner und Hermann Helmer (und sein Wiener Büro) zwischen 1870 und 1913 in ganz Europa errichtete. Diese "Baumeister der Illusion" hätten die Wünsche des Bürgertums nach Glanz und Glamour erfüllt.

In Anwesenheit von Bolat Atabayev wurde in Köln über das aktuelle politische Theater in Kasachstan und Deutschland diskutiert. Die TAZ berichtet, und wir fassen es hier zusammen.

Im Theater Winterthur wird seit dieser Saison der Applaus gemessen, um die Reaktionen des Publikums zu dokumentieren. Im Gespräch mit dem Zürcher Tages-Anzeiger erklärt der Leiter des Winterthurer Hauses Marc Baumann, was der Sinn der Sache ist.

Was tun, wenn die Theaterfreunde immer älter werden und jüngere Zuschauer den Weg in die Spielstätten kaum mehr aus eigenem Antrieb finden? Auf einer Tagung der norddeutschen Intendanten wurde über Lösungen für die Publikumskrise der Bühnen diskutiert. Was die Neue Osnabrücker Zeitung darüber berichtet, finden Sie hier zusammengefasst.

Die Print-Kommentatorinnensind sich weitgehend einig: Die gestern verkündete Theatertreffen-Auswahl setzt auf Solidität und hält kaum Überraschendes bereit. Dabei ist man keineswegs mit jeder Einzelentscheidung einverstanden. Wie auch? Hier die Zusammenfassung.

Kurz bevor sein neuer autobiografischer Roman erscheint (wir werden berichten), hat Burgtheater-Schauspieler Joachim Meyerhoff der Welt ein Interview gegeben. Dort versucht Richard Kämmerlings, dem nie versiegenden, autobiografischen Geschichtenquell auf den Grund zu gehen.

Gleich in zwei Texten beschäftigt sich die Neue Zürcher Zeitung heute mit den Gebeinen Richards III., die im September bei Ausgrabungen unter einem Parkplatz in Leicester entdeckt wurden und nun eindeutig zugeordnet sind. Des Königs Skelett werde am Drama Shakespeares kein Jota ändern, aber diene doch ein wenig der Rehabilitierung. Zur Zusammenfassung.

Ein Drama will Radio Bremen zwar nicht daraus machen, berichtet aber, dass nach Michael Börgerdings Auftakt am Theater Bremen das Publikum ausbleibe, mit 50.000 Besuchern seien 13.000 weniger als erwartet gekommen. Börgerding kommt auch selbst zu Wort. Mehr in der Zusammenfassung.

Das Zeit Magazin hat Nina Hoss, Fritzi Haberland, Mark Waschke und Lars Eidinger für seine aktuelle Ausgabe zum Klassentreffen gebeten. Von 1995 bis 1999 haben die vier gemeinsam an der Berliner Ernst Busch-Schauspielschule gelernt. Und erinnern sich nun unter anderem daran, wie die deutsche Teilung noch in ihre Ausbildung hineinspielte, wie sie neidisch aufeinander waren und einander liebten; und warum sie sich dann alle entschieden, sowohl Film als auch Theater zu spielen. Hier der Link zu dem Gespräch.

Die Neue Zürcher Zeitung blickt zurück auf Karin Beiers Kölner Intendanz – lobt viel und findet dann aber doch noch ein Manko. Mehr hier.

Gegenwärtig feiern viele große Stadt- und Staatstheater wie Stuttgart oder Dresden ihr einhundertjähriges Bestehen. Das nimmt Esther Slevogt in der taz (5.2.2013) zum Anlass, über den Anteil der Theater an der verspäteten Subjektwerdung des Bürgers kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges nachzudenken. Bereits die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Münchner Kammerspiele im letzten Jahr haben ihr den Eindruck vermittelt: "Erst das Theater hatte die Münchner Bürger einst zu wirklichen Mitgliedern der Gattung Mensch gemacht." Zur Zusammenfassung.

Die Ironie. Was einst als elegante Methode der Entlarvung benutzt wurde, ist inzwischen zum Mittel verkommen, um sich vor konkreten Aussagen und Stellungnahmen zu flüchten. Wozu das führt, legt Till Briegleb in der Süddeutschen Zeitung dar. Zur Zusammenfassung.

Die Leipziger Volkszeitung rechnet am Ende der Dernièren-Reihe von Sebastian Hartmanns Inszenierungen für das Centraltheater mit dem scheidenden Intendanten ab. Zur Zusammenfassung.

Anlässlich ihres Abschieds vom Centraltheater und der selbigen zelebrierenden "Festwochen" plaudern Sebastian Hartmann und sein Chefdramaturg Uwe Bautz mit dem Leipziger Stadtmagazin Kreuzer über Demokratie, Schaffen, Kreation und die Krise des Stadttheaters – und verraten, dass es sie "in die Welt" zieht. Zur Zusammenfassung.

Die Theaterregisseurin Simone Dede Ayivi argumentiert im Tagesspiegel gegen die Vertreter der weißen Mehrheitsgesellschaft, die die alten Bücher unangetastet sehen wollen. Zur Zusammenfassung.

Zum 50 Jahrestag der Elysée-Verträge moderiert die Süddeutsche Zeitung ein Gespräch über die Theaterlandschaften, Literatur, Politik und natürlich über Henrik Ibsen. Zur Zusammenfassung.

In der Neuen Zürcher Zeitung verabschiedet sich Dirk Pilz heute herzlich von der Ära Petras am Maxim Gorki Theater Berlin, in der jede Inszenierung den schönen Glauben habe nähren wollen, das Theater tauge doch, um der Welt ins Getriebe zu fassen". Im Fall von "Demenz Depression und Revolution" sei Petras/Kater zwar einem entscheidenden Irrtum anheim gefallen, aber selbst das verkleinert Dirk Pilz zufolge die Fußstapfen nicht, in die ab dem Herbst Shermin Langhoff treten wird – oder auch nicht. Zur Zusammenfassung.

Nachdem Armin Petras im zweiten Teil seines neuen Stücks Demenz Depression und Revolution den Suizid des Torwarts Robert Enke thematisierte, schritt die Witwe Teresa Enke ein und erwirkte vorläufig eine (freiwillige) Streichung der Passage. Zur Zusammenfassung der Kommentare.

Andres Veiels Bankenstück, das übermorgen in Stuttgart und fünf Tage später in Berlin Premiere haben wird, wirft lange Schatten voraus. Nach der taz (5.1.2013) veröffentlicht heute auch die Frankfurter Rundschau (9.1.2013) ein Gespräch mit Regisseur und Autor Andres Veiel.

In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt spricht Karin Beier, designierte Intendantin des Hamburger Schauspielhauses, zum ersten Mal vorsichtig über Pläne. Auch deutet sie an, dass sich die Eröffnung verzögern wird, da die Sanierung des Theaters nicht rechtzeitig abgeschlossen werden kann. Zur Zusammenfassung.

Am Beispiel des Berliner Maxim Gorki Theaters entwirft Birgit Walter in der Berliner Zeitung das "Szenario eines Intendantenwechsels" – und beschreibt, wie der Umbruch den Mitarbeitern des Theaters ihre prekäre Lage mehr oder weniger schmerzhaft bewusst macht.

. Das Stück basiert auf Interviews mit Bankern und wird nächste Woche in Stuttgart und ein paar Tage später dann in gleicher Besetzung in Berlin uraufgeführt. Wie verderbt die Banken- und Finanzwelt wirklich ist und warum die große Mehrheit der Nicht-Banker-Normalos sich, wenn es nach Andres Veiel geht, trotzdem auch nicht aus der Verantwortung stehlen darf, steht in der Zusammenfassung.

Für die Wiener Tageszeitung Die Presse hat Norbert Mayer ein Gespräch mit dem Direktor des Wiener Schauspielhauses Andreas Beck geführt. Über Dramaturgen und Popstars und über das Viel-zu-viel an Produktionen und warum das so ist.

Was darf Kultur kosten? Was ist sie dem Staat überhaupt wert? fragt in ihrer Samstagsausgabe die Frankfurter Allgemeine Zeitung und rechnet nach. Knapp drei Milliarden Euro geben Bund und Länder im Jahr für Kultur insgesamt aus. Allein der Bankenrettungsfonds Soffin aber hat seit 2008 bereits ein Defizit von 23 Milliarden angehäuft. Mehr lesen? Hier!

Obwohl er die Berliner Presse provinziell findet, hat Claus Peymann Dirk Pilz vom Feuilleton der Berliner Zeitung/Frankfurter Rundschau einen weichen Sessel im schönen Intendantenzimmer des Berliner Ensembles angeboten, sich selbst auch in einem solchen niedergelassen und auf manch harte Frage manch harte Antwort gefunden. Hier die Zusammenfassung des Gesprächs.

30 Kilometer liegen die beiden Häuser auseinander, in einer Gegend mit viel Fläche, aber wenig Bevölkerung. Wie da Theater gemacht werden kann, berichtet Sabine Seifert in der taz. Mehr hier.

In Wiesbaden und Mainz steht inzwischen fest, welcher Intendant von der Spielzeit 2014/15 an das jeweilige Haus leiten wird. Für die krankheitsbedingt ausscheidende Intendantin in Mannheim hat man noch keine Nachfolge gefunden, berichtet Jürgen Berger in der Süddeutschen Zeitung über den Stand der Dinge. Mehr hier.

Der Revisor am Residenztheater Am Wochenende hat Herbert Fritschs Inszenierung von Der Revisor in München Premiere. Im Interview mit Christine Dössel spricht er in der Süddeutschen Zeitung, wie es zum Berufswechsel vom Schauspieler zum Regisseur kam und warum Komik eine ernste Angelegenheit ist. Mehr hier.

Moritz Rinke hat nach sieben Jahren wieder ein Stück geschrieben, das heute Abend in Frankfurt uraufgeführt wird. In der Welt porträtiert Matthias Heine den Dramatiker. Mehr hier.

Eine neue Schauspiellust sei in Griechenland trotz oder wegen der Krise ausgebrochen, berichtet heute der Tagesspiegel. Warum das Theater in schweren Zeiten floriere, steht hier zusammengefasst.

Die große Schauspielerin Jutta Wachowiak kehrt zurück ans Deutsche Theater Berlin und gab aus diesem Anlass der Berliner Zeitung ein Interview. Hier steht kompakt, was sie sagte.

In der Frankfurter Rundschau erklärt Peter Michalzik den Konflikt, den es um eine neue Führungsstruktur gibt, seit die bisherige Generalintendantin des Nationaltheaters Mannheim erkrankte und ihr Amt zur Verfügung stellte. "Er ist von überraschender Heftigkeit und wird mit Ausdauer geführt." Mehr hier.

Morgen hat in Bochum das neue Stück von Lutz Hübner Premiere. Was Stefan Keim in der Welt zum Anlass nimmt, den unermüdlichen Dramatiker zu porträtieren. Mehr hier.

Die FAZ berichtet vom großen Schaulaufen der deutschsprachigen Schauspielschulen beim zentralen NRW-Vorsprechen in Neuss. Und wir fassen zusammen.

In Düsseldorf trat der Intendant aus Gesundheitsgründen zurück, in Frankfurt nahm sich kürzlich ein Theaterleiter das Leben. In der Tageszeitung Die Welt konstatiert heute Stefan Keim, dass in Zeiten, in denen Kunst immer weniger und Kasse immer mehr gilt, Menschen auf Intendantenstühlen eine sehr stabile Psyche brauchen. Diese und eine weitere Stimme hier.

Unternehmensberater raten, die Theater in Rostock und Schwerin zu fusionieren – die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern macht sich daran, die Vorschläge umzusetzen um zu sparen, wie Medien heute berichten. Wie sich das mit dem geplaten Theaterneubau in Rostock verträgt, steht in der Presseschau.

Berliner-Ensemble-Intendant Claus Peymann erklärt seinen Versuch gescheitet, "der Stachel im Arsch der Mächtigen zu sein". Ist das etwa Selbstkritik? Mehr dazu im Interview, das er mit Lothar Schröder in der Rheinischen Post führte.

Im neuen Jahr wird in Berlin die City Tax eingeführt, die jährlich um die 40 Millionen einbringen könnte. 50 Prozent werden höchstwahrscheinlich in die Berliner Kultur einfließen. Die Koalition der Freien Szene hat jetzt ein Positionspapier aufgesetzt, über das Patrick Wildermannheute im Tagesspiegel berichtet. Mehr hier.

Das Wiener Stadtmagazin Der Falter hat den Dramatiker Daniel Kehlmann interviewt, der seine Frontstellung gegen das Regietheater weiter untermauert. Hier gibt's mehr.

Ja, man muss alles prüfen. Immer wieder alles prüfen. Da stimmt die Berliner Zeitung ganz dem Berliner SPD-Abgeordneten zu, der den schon beschlossenen Zentralstandort für die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" nun schon wieder prüfen lassen will. Allerdings macht die Zeitung einen Vorschlag. Welchen? Diesen hier!

Die taz berichtet aus Wuppertal, wo am kommenden Montag weitere das Schauspiel betreffende Kürzungen beschlossen werden sollen – das Ensemble formiert sich zum Protest. Zur Zusammenfassung.

Jüngst monierte der sächsische Rechnungshof, dass der Dirigent Ricardo Chailly vom Leipziger Gewandhaus ein nicht nachvollziehbar hohes Gehalt beziehe. Wie aber die andere Realität des Normalvertrags Bühne aussieht, und zwar die nach unten, das hat Birgit Walter in der Berliner Zeitung zusammengefasst. Mehr.

Heute feiert Andrea Breth ihren 60. Geburtstag. Gerhard Stadelmaier gratulierte ihr bereits vor zwei Tagen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ihr, der "großen, schwierigen, genialen Regisseurin" mit dem "Ohr ins Weite gerichtet. Von wo die Stimmen kommen, die ein ewiges, unbegreifliches Rätsel sind". Mehr hier.

Die Unternehmensberater sind ins Kultusministerium Mecklenburg-Vorpommern eingezogen und haben neun Modelle zur Veränderung der Theater- und Orchesterstrukturen in M-V vorgelegt. Jetzt ist die Diskussion eröffnet. Hier unsere Zusammenfassung.

Heute wird vermutlich das besetzte Theater Embros in Athen geräumt. Seit einem Jahr arbeitet hier das griechische Theaterkollektiv Mavili. Sehr erfolgreich, politisch und bürgernah, wie die taz berichtete und nun der Deutschlandfunk. Mehr dazu hier.

Über gut gefüllte Portemonnaies und den Wert künstlerischer Hochleistungen berichtete am Sonntag das ARD-Kulturmagazin Titel Thesen Temperamente. Es fragte: Wie viel kann und sollte Kultur kosten?

Die Frankfurter Rundschau macht sich Gedanken über die Blackfacing-Konferenz. Währenddessen holt der Guardian noch einmal den Fall von Bruce Norris hoch, der im vergangenen Jahr dem Deutschen Theater Aufführungsrechte entzog, als dort eine schwarze Figur mit einer weißen Darstellerin besetzt werden sollte. Norris hat mittleweile in einem Offenen Brief zum Boykott von Blackface-Produktionen aufgerufen. Mehr hier (FR) und hier (Guardian).

Die Süddeutsche Zeitung gratuliert heute zu 30 Jahren Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und hat das Ziel des dortigen Instituts ausgemacht: irritieren, verunsischern! Hier entlang!

Erst im Juni wurde gemeldet, dass die Rostocker Bürgerschaft für einen Theaterneubau gestimmt hat – zwar hatte der neu gewählte Oberbürgermeister das Volkstheater zeitgleich zum Sparen aufgefordert, doch es bestand Grund zur Hoffnung. Die Hoffnung wie auch der Theaterneubau sind ganz weit weggerückt und haben einer neuen Krise Platz gemacht, berichtet Thomas Niebuhr in der Ostseezeitung vom 11. Oktober – eine Zusammenfassung seines Beitrags reichen wir hiermit nach.

Nach der NZZ berichtet heute auch die Süddeutsche Zeitung über die Ludwigsburger Konferenz zur Zukunft des Theaters. Während die Tagung bei der NZZ vor allem Fragen nach dem Verhältnis von Theater und Publikum aufwarf, konzentriert sich die SZ auf Ausbildungsfragen. Hier die erweiterte Zusammenfassung.

Äußerst gelungen, anregend und kontrovers findet die Süddeutsche Zeitung die Foreign Affairs, das neu konzipierte internationale Theaterfestival der Berliner Festspiele. Hier unsere Zusammenfassung.

Eine ganze Feuilletonseite Eins für ein Theater: Ja, das kommt nur noch selten vor. Aber wenn ein Haus wie die Münchner Kammerspiele Geburtstag hat, kann man schon mal eine Ausnahme machen. 100 Jahre wird die berühmte Bühne alt, die in grauer Vorzeit mal "Zum großen Wurstel" hieß. Mehr lesen? Bitte sehr!

In der Zeit von heute analysiert Peter Kümmel, was hinter der Faszination des Theaters für den rechtsradikalen Massenmörder Anders Breivik steckt – die sich in gleich zwei in den nächsten Tagen zur Premiere kommenden Inszenierungen niederschlägt. Mehr hier.

Die Theaterlandschaft in Wuppertal ist im Umbruch, wie Stefan Keim in der Welt am Sonntag beschreibt. Oper, Sprech- und das berühmte Tanztheater sollen wieder vereint und zugleich verschlankt werden. 2014, wenn der aktuelle Schauspielintendant Christian von Treskow geht, wird es zwar eine neue Spielstätte, aber nur noch zehn Schauspieler geben. Mehr hier.

In der Neuen Zürcher Zeitung gibt Dirk Pilz heute einen Überblick über den Saisonstart ans Berlins Stadttheaterbühnen. Die Krise ist angekommen, lautet die Botschaft. Allerdings nicht die ästhetische Krise, sondern die gesellschaftliche, die Krise der europäischen Identität und ihrer politischen Verfassung. Mehr dazu hier.

Auf Deutschlandradio Kultur (27.9.2012) sprach Susanne Burkhardt mit Brett Bailey. Das Gespräch thematisiert Baileys Installation Exhibit B, eine Auseinandersetzung mit den Völkerschauen des 19. Jahrhunderts. Matthias Weigel besprach die Performance, die im Rahmen des Festivals "Foreign Affairs" bis heute in Berlin zu sehen ist, auf nachtkritik.de (30.9.2012). Handelt es sich bei dieser Reflexion einer rassistischen Darstellungspraxis nicht doch um eine "Art Peep-Show für ein weißes, aufgeklärtes bourgeoises Publikum"? Mehr hier.

Am 2. Oktober wird Yasmina Rezas neues Stück Ihre Version des Spiels in der Regie von Stephan Kimmig am DT Berlin Premiere haben. Es ist die dritte Uraufführung eines ihrer Stücke in Deutschland, wo man an den Theatern die Dinge gern auf die Spitze treibe. "Das stört mich an sich nicht, es gibt keine gute und schlechte Ästhetik. Es ist nur eine Frage der Kohärenz", sagt Reza im Interview mit Joseph Hanimann in der Süddeutschen Zeitung. Mehr hier.

Seit Februar hat das Neue Theater Budapest mit György Dörner einen neuen Direktor – ursprünglich wollte die Stadt eine ideologisch gefestigte Doppelspitze einsetzen, doch die Proteste gegen den rechtsextremen ehemaligen Theaterautor István Csurka wurden so laut, das Csurkas Ernennung zurückgezogen wurde. Kurz darauf starb er, und jetzt kündigte Dörner an, eines seiner Stücke auf den Spielplan zu nehmen. Was neue Proteste ausgelöst hat, über die Reinhard Vesel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von vorgestern berichtete. Zur Zusammenfassung.

Der Reenactment-Künstler Milo Rau wird im Oktober in Weimar und Berlin Anders Breiviks berüchtigte Verteidigungsrede vor dem Osloer Gericht aufführen. Aus welchem Grund, hat er der Berliner Zeitung / Frankfurter Rundschau im Interview erläutert. Hier entlang.

Die Schaubühne begeht in diesen Tagen ihr 50jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass blicken die Zeitungen seit Tagen zurück: auf die Ära Peter Steins und Botho Strauß', auf die Wendejahre und den Neustart unter Thomas Ostermeier. Eingehend beschreibt heute die Berliner Zeitung die postlegendäre Situation der gegenwärtigen Schaubühne. Hier entlang zu den gesammelten Stimmen.

Christine Dössel hat die Spielpläne und Spielzeithefte der gerade beginnenden Saison studiert und resümiert heute in der Süddeutschen Zeitung, dass die "Krise, so scheint es, mit all ihren Müdigkeitserscheinungen und Kollateralschäden im deutschsprachigen Theater fürs Erste ganz gut aufgehoben ist". Mehr hier.

"Anne Lepper lebt wieder in Wuppertal und will da nicht weg. Warum sollte denn woanders, etwa in Berlin, mehr Leben sein?", schreibt Peter Michalzik in der Zeit über die Dramatikerin, die jüngst völlig zu Recht zur Nachwuchskünstlerin des Jahres gewählt wurde, und die anspielungsreich schreibe, aber alles andere als geschwätzig, mit knappen Dialogen und Figuren, die nicht wissen, dass sie mit Zitaten um sich werfen. Mehr hier.

Anlass: Reeses "Faust"-Projekt, das der frisch verlängerte Intendant des Schauspiel Frankfurt sich von der Deutschen Bank mit einer halben Million Euro bezuschussen lässt. Mehr hier.

  Ist Berlin in Sachen Theater der Nabel der Welt oder liegen das Hebbel am Ufer und die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in der "Theater heute"- Kritikerumfrage, die gestern erschienen ist, auch deswegen so weit vorne, weil sechzehn der befragten 42 Kritiker aus Berlin stammen? Das jedenfalls wird heute überlegt. Mehr zu den Presse-Reaktionen hier.

Elfriede Jelinek hat sich zu Wort gemeldet in Sachen Pussy Riot – und zwar bereits vor mehr als einer Woche in der russischen Zeitung "The New Times", die als Stimme der Opposition gilt. Wir reichen hier die Zusammenfassung nach.

Zwei Herren, die einander sehr verehren, hat die "Zeit" da zum Gespräch zusammengesetzt. Diese Verehrung bekunden sie einander immer wieder, zwischendurch arbeiten sie sich mehr oder weniger unterhaltsam an mehr oder weniger bekannten Themen ab. Zur hoffentlich repräsentativen Zusammenfassung.

Wir veranstalten Buchkritik üblicherweise in der entsprechenden Rubrik. Da unsere LeserInnen aber die linksradiklen Theoretiker so sehr lieben, weisen wir ausnahmsweise heute an diesem Ort auf eine Besprechung in der Süddeutschen Zeitung hin, wo Robin Celikates den Suhrkamp-Band Demokratie? - eine Debatte vorgestellt hat, der Beiträge von unter anderen Alain Badiou, Jean-Luc Nancy, Jacques Rancière und Slavoj Zizek versammelt.

Im Juni wurde der kasachische Theaterleiter und Regisseur Bolat Atabajew in seiner Heimat festgenommen, weil er sich mit streikenden Ölarbeitern solidarisiert hatte. Eine Welle internationalen Protests folgte und sorgte dafür, dass er Anfang Juli wieder auf freie Fuß gesetzt wurde. Heute spricht Atabajew in der Süddeutschen Zeitung darüber, warum er politisches Theater macht und welche Rolle die Völkerfreundschaft in Kasachstan spielt. Zur Zusammenfassung.

Jüngst hatte der Regisseur Alvis Hermanis die Bestellung der belgischen Theatermacherin Frie Leysen zur Chefin der Wiener Festwochen kritisiert. Deren "Obsession für Multikulti-Theater aus exotischen Ländern mit postmigrantischem Pathos" erinnerte Hermanis nämlich an die Sowjet-Ära und den einseitigen ideologischen Blick ihrer Funktionäre. In der Tageszeitung Die Welt findet Hermanis heute einen Sekundanten. Weiter geht es hier.

Der Kleindarsteller ist auch ein Darsteller. Bloß wird er als solcher nicht bezahlt. In den Dumont-Blättern Frankfurter Rundschau/ Berliner Zeitung geht Birgit Walter heute der ungerechten Behandlung und Bezahlung von Kleindarstellern nach. Weiter hier.

Auf der Online-Seite der FAZ ist ein Interview mit der Erfolgsdramatikerin Yasmina Reza nachzulesen. Darin spricht sie über ihr neues Stück, das im Oktober in Berlin uraufgeführt wird, und über ihren siebten Sinn für große Politiker. Hier die Zusammenfassung.

Niels Ewerbeck, geboren 1962 in Köln, studierte Kunstgeschichte und lebte als Galerist in Wien, bevor er zum Theater ging. Er arbeitete bei Nele Hertling am Berliner Hebbeltheater, war Gründungsdirektor des Forums Freies Theater in Düsseldorf und leitete seit 2004 das Theaterhaus Gessnerallee in Zürich. Die Frankfurter Rundschau unterhielt sich mit dem neuen Intendanten des Frankfurter Mousonturmes.

Zwei Stunden berichtete am Morgen das Schweizer Kulturradio DRS 2 über das Zürcher Theaterspektakel 2012. Der Beitrag ist hier nachzuhören.

Die Wiener Festwochen kriegen 2014 eine neue Schauspieldirektorin, eine mit sämtlichen internationalen Festivalwassern gewaschene dazu: Frie Leysen. Zeit zum Frohlocken, möchte man meinen. Doch heute erhebt ein einsamer lettischer Rufer seine Stimme und beklagt den Untergang des Theaters alten Typus: Alvis Hermanis, im Wiener Standard zitiert, hier kurz zusammengefasst.

In Berlin streitet man um die Zukunft des Festivals Tanz im August. Der Tagesspiegel hat sich bei den Beteiligten umgehört. Hier alles Weitere zum Stand der Diskussion.

Er ist angetreten, um das traditionsreiche Bremer Theater zurück auf die Erfolgsspur zu führen. Heute umreißt Michael Börgerding im Interview mit der Tageszeitung Die Welt die Pläne für seine im September beginnende Intendanz. Hier die Zusammenfassung.

Warum wird erst ein Sänger entlassen, weil er ein hakenkreuzähnliches Tattoo auf der Brust trägt, und ein paar Tage später das Engagement eines Künstlers verkündet, der für die "Diktatur der Kunst" eintritt und bei dem es einen überraschen würde, wenn in einer seiner Arbeiten kein Hakenkreuz vorkäme? Nach ihrer Analyse des Sachverhalts von vorgestern legt die "Welt" heute mit einem Interview mit Bayreuths Co-Intendantin Katharina Wagner nach. Mehr hier.

In der "Welt" analysiert Jan Küveler Bayreuths Probleme mit faschistischer Symbolik und ruft zur sensiblen Zeichendeutung auf. Hier die Zusammenfassung.

Er wolle Augen und Ohren seines Publikums für die Imagination öffnen, sagt Heiner Goebbels im Interview mit der "Welt". Außerdem fasst er kurz seine künstlerische Genese zusammen und freut sich über die spektakulären Räumlichkeiten, in denen er derzeit als Intendant die Ruhrtriennale ausrichtet. Hier unsere Zusammenfassung des Gesprächs.

Man müsse den den Theaterstandort Leipzig in einem historischen Kontext sehen, sagt Noch-Intendant Sebastian Hartmann in einem Interview, das er Deutschlandradio gegeben hat. Leipzig habe einfach über 50 Jahre verlernt, Theater zu schauen. Weiter zur Presseschau.

Susanne Lothar ist viel zu früh gestorben, und auch die Feuilletons trauern. Heute Peter Kümmel in der Zeit, der unter anderem schreibt, Susanne Lothar habe vor nicht allzu langer Zeit den Wunsch geäußert, mal in einem James-Bond-Film mitzuspielen. Zur Übersicht der Nachrufe.

Als theoriefreien Theaterfürsten, der das Barock zurück nach Salzburg brachte, stellt Peter Michalzik heute in der Frankfurter Rundschau den neuen Schauspielchef der Salzburger Festspiele vor. Mehr hier.

Nachschlag vom Wochenende: In der Neuen Zürcher Zeitung (28.7.2012) blickt Dirk Pilz noch einmal auf das Ende der Intendanz von Matthias Lilienthal am Berliner HAU und auf die 24-stündige Performance-Reise "Unendlicher Spaß", die die Zuschauer an "betont alltagsweltliche Spielorte vornehmlich am Stadtrand von Westberlin" führte. Ausgehend von Eindrücken dieses Theatermarathons, mündet Pilz' Text in grundsätzliche Reflexionen über das postdramatische Theater. Mehr dazu hier.

Im September tritt Luc Bondy die künstlerische Leitung des Pariser Théâtre de l'Odéon an – im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung berichtet er heute von den schwierigen Budgetverhandlungen und kündigt an, trotzdem neue Stellen zu schaffen: und zwar für Souffleure! Mehr hier.

Gestern abend sind die Salzburger Festspiele feierlich eröffnet worden – heute bringt die Süddeutsche Zeitung ein Interview mit dem neuen Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf, in dem Bechtolf sich u.a. als Mottofeind outet, allerdings am Ende dann wieder betont, dass er von nichts und niemandem ein Feind sei. Hier unsere Zusammenfassung.

Anlass: Kramar schließt sein 3raum Anatomietheater, eine Institution der Wiener Freien Szene. Zur Zusammenfassung.

Heute werden die Bayreuther Festspiele eröffnet, und zur Premiere von Der Fliegende Holländer schreiben die Tageszeitungen darüber, wie Jan Philipp Gloger es mit Wagner hält und die Festspielleiterinnen nach dem Abflug des Sängers Evgeny Nikitin wegen eines Hakenkreuz-Tattoos an allen Fronten kämpfen. Mehr hier.

Nach 50 Jahren wird Jürgen Schitthelm im September aus der Leitung der Berliner Schaubühne ausscheiden, die er 1962 mitbegründet hat. In der Frankfurter Allgemeinen plaudert er mit Irene Bazinger über ein halbes Theaterjahrhundert, über Mut und prekäre Finanzierung. Mehr hier.

Im Oktober, also nur etwas mehr als ein Jahr nach den Attentaten von Oslo und Utoya, bringt der dänische Dramaturg Christian Lollike das Manifest "2083. A European Declaration of Independence" von Anders Breivik als Monolog auf die Bühne – nachtkritik.de berichtete. Nach der Kopenhagener Premiere wird die Produktion ans Dramatikkens hus in Oslo und ins dänische Åhus gehen, weiß SZ-Feuilletonchef Thomas Steinfeld in einem Kommentar der Süddeutschen Zeitung zu berichten. Hier entlang zur Zusammenfassung

19 Abonnenten hat das Theater der Stadt Aalen. "Am Anfang habe ich deswegen Herzklopfen gehabt. Ich wusste nie, wie viele Zuschauer kommen", erzählt Intendantin Katharina Kreuzhage im Interview mit der Schwäbischen Zeitung. Und auch der Etat ist klein, in Paderborn, wohin sie 2013 wechselt, wird das Budget dreimal größer sein, aber am Geld sei dennoch wenig gescheitert. Mehr hier.

Nicht nur in Berlin protestieren Schauspielstudenten. Auch in Wien, wie heute der Süddeutschen Zeitung zu entnehmen ist. Am Max-Reinhardt-Seminar nämlich wurde mit Anna-Maria Krassnigg eine Professorin auf Lebenszeit berufen, deren herausragendste Eigenschaft der SZ zufolge "die Bedeutungslosigleit" ist. Der abgeschmetterte Konkurrent Krassniggs sei Kölns künftiger Intendant und Burgtheaterregisseur Stefan Bachmann gewesen. Was sonst noch geschah: hier.

Große Rochade der Berliner Opernintendanten: Alexander Pereira übernahm die Salzburger Festspiele. In Zürich rückt Berlins Andreas Homoki nach, den an der Komischen Oper wiederum Barrie Kosky beerbt. Zwei Berliner Zeitungen blicken noch mal auf zehn Jahre Homoki in Berlin zurück. Weiter geht es hier.

In der Süddeutschen Zeitung referiert Peter Laudenbach ausführlich die Berufung Enrico Lübbes zum Nachfolger Sebastian Hartmanns am Leipziger Centraltheater: So sehr habe es bei der Neuberufung eines Theaterintendanten lange nicht geknirscht.

Seit dieser Woche gibt es das berühmte Thalia Theater in Halle nicht mehr. Trotz vieler und lang anhaltender Proteste und Solidaritätsbekundungen wurde der engagierten Intendantin Annegret Hahn der Stuhl vor die Tür gesetzt, ihr Haus nun geschlossen. Die Mitteldeutsche Zeitung zeigt einen Trauerfall an.

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet Paul Ingendaay über die Madrider Off-Szene, die sich mit Low-Budget-Produktionen erfolgreich gegen die Krise stemmt.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung glossiert den Kölner Opernstreit und äußert eine Vermutung.

Die Leipziger Volkszeitung befasst sich auf der Basis einiger Gespräche mit den unterschiedlichsten Akteuren des umstrittenen Findungsverfahrens heute ausführlich mit der Wahl Enrico Lübbes zum neuen Intendanten des Leipziger Theaters. Mehr hier.

Die beiden Berliner Zeitungen Der Tagesspiegel und die Berliner Zeitung nehmen heute Tuchfühlung mit der designierten HAU-Chefin Annemie Vanackere auf. Hier die Zusammenfassung.

Mit seiner Vertragsverlängerung hat sich der alte und neue Intendant Oliver Reese einiges zusichern lassen: Ein Gehalt bis zu 240.000 Euro plus eigene Inszenierungen bis zu 50.000 Euro. Zuviel, gerade in Zeiten des Sparens, sagen SPD und Linke in der Frankfurter Rundschau. Zur Presseschau.

Vor zwei Jahren wurde der "Report Darstellende Künste" über die Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland herausgegeben. Die Ausstellung Brenne und sei dankbar in der Berliner Akademie der Künste beruht auf den Ergebnissen und zeigt treffend, was von einem Künstler erwartet wird und was ihn erwartet, berichtet heute die Berliner Zeitung. Mehr hier.

In der Süddeutschen Zeitung berichtet Till Briegleb über und kommentiert das erste Privattheatertreffen in Hamburg. Die Privaten haben von den Stadttheatern gelernt, konstatiert er – und wünscht sich eine aufrichtige Diskussion.

In der Welt schreibt Christina Hoffmann ein Porträt über den Dramatiker Oliver Kluck, der sich gerne in Rage redet, an einem Roman sitzt und außerdem keine Stücke schreibt. Wie bitte? Zur Auflösung geht's hier.

Die Berliner Zeitung hat sich Enrico Lübbes Ideen für die Intendanz des Schauspiels Leipzig angesehen und ist ein wenig entsetzt ob der Biederkeit des Entwurfs. Warum, steht hier.

"Ihre Version des Spiels" heißt das neue Stück von Yasmina Reza, das jetzt als Buch erschienen ist. Uraufgeführt wird es erst in der kommenden Spielzeit, und zwar von Stephan Kimmig im Deutschen Theater Berlin. Wer da die Hauptrolle spielen wird, welcher Regisseur ursprünglich für die Uraufführung vorgesehen war und was sie selbst mit ihren Figuren zu tun hat, verrät Reza der Welt im Interview mit Peter Stephan Jungk. Hier unsere Zusammenfassung.

Die erste Spielzeit von Staffan Valdemar Holm in Düsseldorf geht mit einem Grollen zuende. Dem Schauspielhaus stehen Zuschusskürzungen bevor, und seine Besucherzahlen schwächeln. Jetzt hat der Intendant in einem Interview mit der Rheinischen Post kräftig gegen Sparzwang und Quotendruck aufbegehrt – und prompt für Verstimmungen gesorgt.

Die Inszenierung des Habima Theaters hat Proteste ausgelöst – die Frankfurter Allgemeine Zeitung untersucht, warum. Mehr hier.

Bald ist es Zeit für Matthias Lilienthal, Abschied zu nehmen von seinem geliebten Hebbel am Ufer. Aus diesem Anlass blickt er gleich mehrfach zurück auf die Anfänge und voraus auf seine Zeit nach dem HAU – in zwei Interviews und einem Porträt.

Im Interview in der Berliner Zeitung/Frankfurter Rundschau spricht Intendant Ulrich Khuon über die bisherigen drei Jahre als Intendant am DT Berlin und die Blackfacing-Debatte, die für ihn enttäuschend war, weil sie zu wenig inhaltlich geführt wurde. Mehr hier.

Eine solche Quote fordert Berlins Kulturstaatssekretär. Erst wenn Migranten auch auf der Bühne inhaltlich zentrale Rollen spielten, durchmische sich das Stadttheater-Publikum, so André Schmitz in der Zeit. Und dafür müsse man vielleicht "sogar noch einen Schritt weiter gehen und über Quoten nachdenken."

Gespannt auf das, was da kommt, zeigen sich die Kommentatoren nach der Pressekonferenz, auf der Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz Shermin Langhoff und Jens Hillje als neue Leiter des Maxim Gorki Theaters vorstellte.

Überrascht, wie wohl alle, zeigen sich die Berliner Medien von der Entscheidung, dass Shermin Langhoff Intendantin des Maxim Gorki Theaters wird. Denn einerseits war Nicolas Stemann der favorisierte Kandidat, der am Gorki ein neues Stadttheatermodell als öffentliches Proben- und Produktionshaus etablieren wollte, und andererseits hatte sich Langhoff im vergangenen Mai eigentlich für die Wiener Festwochen entschieden. Mehr dazu.

Wollte die Berliner Kulturverwaltung nicht bis Ende April den neuen Intendanten küren? Ein Berliner Kritiker kommt nach Nicolas Stemanns Faustmarathon beim Berliner Theatertreffen ins Grübeln. Mehr hier.

Die Neigung der Berliner Kulturpolitik, die Theater-Dinge laufen zu lassen, kritisiert die Süddeutsche Zeitung.

Für die Süddeutsche Zeitung hat Jürgen Berger den Mainzer Intendanten Matthias Fontheim gesprochen und ihn gefragt, warum er nicht in Mainz bleiben will.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung wagt einen Ausblick auf die künftige Kulturpolitik Frankreichs unter François Hollande.

Renè Pollesch hat Sophie Rois die Laudatio zur Verleihung des Berliner Theaterpreises gehalten. Der Freitag druckt sie ab, wir geben eine Abbreviatur.

Die Süddeutsche Zeitungreferiert noch einmal den Ärger um den Neubau der Berliner Schule für Schauspielkunst "Ernst Busch" und bringt die Rede dann auf den vielleicht wahren Grund für den Widerstand des Finanzsenators: das Filetgrundstück in Mitte.

Uwe Eric Laufenberg will vorzeitig die Intendanz der Kölner Oper niederlegen. Aber dabei haben die Stadtoberen auch ein Wörtchen mitzureden. Wie der Dauerstreit in Köln gerade eskaliert, berichten verschiedene Rheinische Medien. Hier ein kurzer Abriss des neuesten Zwischenstands.

In der taz - die tageszeitung gibt es ein Gespräch mit Nancy Nkusi, die als Kind aus Ruanda fliehen musste und jetzt in Hate Radio eine Täterin des Völkermords spielt.

Die Süddeutsche Zeitung bringt eine lange Reportage aus Greifswald. Darin wird geschildet, wie es sich für einen der am Theater Vorpommern gekündigten Schauspieler anfühlt, bald ohne Job, mit schlechten Aussichten und wenig Geld dazustehen und nicht enmal weggehen zu können, weil die eigene Frau im Ballett des Theaters ihre Arbeit behält.

Kai Strittmatter unterhält sich in der Süddeutschen Zeitung mit dem Intendanten des Nationaltheaters für Nordgriechenland in Thessaloniki, Sotiris Hatzakis, über Griechenland und seine Krise.

Matthias Heine, Theaterkritiker der Tageszeitung Die Welt, ist mit Karin Beier in Köln essen gewesen.

Fast schon Folklore zum Auftakt des Berliner Theatertreffens. Die FAZ wettert mal wieder gegen die Festspiele und ihr Zeitgeisttheater. Hier geht's zur Zusammenfassung der Sottise.

Erstmals besogt der Regisseur Luc Bondy die Uraufführung eines Textes von Peter Handke. Aus diesem Anlass traf Peter Kümmel von der Zeit die beiden befreundeten Künstler in Paris. Hier ist zusammengefasst, was so geplaudert wurde.

"Was wird aus der klassischen Pop- und Theaterkritik in Zeiten des Internets?", fragt Tobi Müller, Alleinjuror der Autorentheatertage des Deutschen Theaters und ehemaliger Theatertreffen-Juror, in Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung.

Der geplante Neubau für die Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" steht wieder auf der Kippe, berichtet Esther Slevogt in der taz. Dabei sei auf der Suche nach einem Zentralstandort schon mehr als doppelt soviel ausgegeben worden wie jetzt fehlt. Zur Übersicht.

Im Interview mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung redet René Pollesch unter anderem über Liebe, Rassismus, Literatur und sich selbst. Hier unsere Zusammenfassung.

. Anlässlich der anstehenden Neubesetzung der Intendanz des Berliner Maxim Gorki Theaters fordert Ex-Senatorin Adrienne Goehler in der Berliner Zeitung: Gebt das Traditionshaus an eine Koalition der Freien Szene! Hier ihre Gründe.

Die Streitigkeiten schwelen schon seit längerem. Mit der Spielplanpressekonferenz der Kölner Oper für 2012/13 wurde aber nun bekannt, dass Intendant Uwe Eric Laufenberg hinwirft und im August 2013 sein Amt aufgeben wird. Über die Causa berichten heute die Süddeutsche Zeitung und die taz. Mehr hier.

Für die DuMont-Blätter hat Doris Meierhenrich mit der diesjährigen Kleist-Förderpreis-Trägerin Marianna Salzmann gesprochen, wir haben Auszüge zusammengefasst.

In Sachsen-Anhalt erhalten die freien Theatergruppen keine Fördergelder. Und keiner weiß, wieso. Wir fassen die Mitteldeutsche Zeitung zusammen.

Im Tagesspiegel interviewt Peter Laudenbach den am Maxim Gorki Theater engagierten Schauspieler Michael Klammer zu Blackfacing und Rassismus, den man nicht unbedingt am Theater suchen sollte.

Ibsen landauf, Ibsen landab, Ibsen allerorten. Aber ist's auch je sehenswert, was unsere Regisseure mit dem alten Norweger anstellen? Theatertreffen-Jurorin Christine Wahl überprüft in einem Essay für den Tagesspiegel aktuelle Ibsen-Inszenierungen. Mehr dazu hier.

Vor einer Woche berichtete Till Briegleb in der Süddeutschen Zeitung anlässlich der Spielplanpressekonferenz des Thalia Theater Hamburg, welche Folgen die Tariferhöhung von 6,3 Prozent für dieses Theater habe. Jetzt hat er sich auch bei anderen Theater umgehört, wie die sich auf die steigenden Ausgaben vorbereiten. Mehr hier.

Schauspieler verdienen von allen Theatermitarbeitern in der Regel am wenigsten. Doch reden sie ungern darüber. Jenny Schmetz, Kukturredakteurin der Aachener Zeitung, hat trotzdem versucht, sich einen Überblick über das Gagengefälle am Theater in ihrer Stadt zu verschaffen. Mehr hier

Ein Jahr nach dem Mord an Juliano Mer-Khamis hat Mounia Meiborg für die Süddeutsche Zeitung das Freedom Theatre im palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin besucht. 

Die aktuellen Nöte lassen sich auf eine Zahl bringen: 6,3 – das ist der Prozentsatz, um den die Gehälter im öffentlichen Dienst steigen werden. Und dass das selbst ein erfolgreiches Theater wie das Thalia Theater Hamburg zu Fall bringen könnte, beschreibt Till Briegleb heute in der Süddeutschen Zeitung. Mehr hier.

Das Grips Theater stehe vor der Pleite, beginnt die Pressemitteilung des Theaters, und das wird auch überall getitelt. So eine Behauptung sichere Aufmerksamkeit, "falsch ist sie trotzdem", schreibt Birgit Walter heute in der Berliner Zeitung. Mehr hier.

Viel sei in den letzten Wochen vom Infarkt der Kultur, von Übersättigung und Überangebot die Rede gewesen. Für Rüdiger Schaper vom Berliner Tagesspiegel eine realitätsferne Debatte. Längst nämlich sei manch staatliches Haus bedrohlich prekär finanziert. Das weltberühmte Berliner Grips Theater zum Beispiel, mit dessen Lage Schaper sich ausführlich befasst. Mehr hier.

Oft wird in Deutschland geklagt, dass es Politiker und nicht die Künstler seien, die Entscheidungen treffen. Johan Simons beschreibt nun in der Süddeutschen Zeitung, welche Vorteile dieses Procedere habe, nämlich eine kontinuierliche gesellschaftliche Legitimierung. "In den Niederlanden, wo man diese Verbindung einst gekappt hatte, habe dagegen eine fatale Entfremdung zwischen Kunst und Politik stattgefunden", so der Intendant der Münchner Kammerspiele. Mehr hier.

In der Berliner Zeitung rechnet Dirk Pilz Nicolas Stemann gute Chancen für die Armin-Petras-Nachfolge als Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters aus. Und sieht hinterm Kastanienwäldchen am Kupfergraben bereits eine ganz neue Art Stadttheater entstehen. Mehr hier.

Anlässlich des eben zuende gegangenen Pariser Theaterfestivals "Paris-Berlin", mit dem sich Théâtre de l'Odéon-Intendant Olivier Py in Richtung Avignon verabschiedet hat, schreibt Johannes Wetzel in der Welt über die deutsch-französischen Theater-Beziehungen. Hier unsere Zusammenfassung.

Warum nicht einfach die Hälfte aller Kultureinrichtungen schließen? So fragen die vier Autoren des Buches Der Kulturinfarkt, thesenartig vorab veröffentlicht im Spiegel. Darauf antworten Kritiker und Kommentatoren en masse, deren Argumente wir in einer Presseschau versammelt haben. Auch die Theaterschaffenden mischen sich ein. Heute neu: In der Süddeutschen Zeitung verknüpft Michael Stallknecht die Kulturinfarkt-Debatte kunstvoll mit der Regietheater-Debatte und macht das Theater selbst als Quell des Bösen aus. Au backe.

Der Theaterkritiker Hillger hatte unter Pseudonym Theaterstücke verfasst, die in der Mitteldeutschen Zeitung von Kollegen besprochen wurden und deren Regisseure Hillger auch weiterhin selbst rezensierte. Hier eine Zusammenfassung der MZ-Recherchen.

Frank Castorf ist mit einem Reporter und früheren Fan in Paris um die Häuser gezogen. Saufend und schwadronierend. Das Ergebnis steht im April-Heft von Cicero. Lesefrüchte pflückt Nikolaus Merck.

Wie viel Interkulturalität und wie viele Menschen mit nicht-altdeutschem Erfahrungshintergrund leistet sich das deutsche Theaterwesen. Eine Umfrage.

Siebzig Zuschauer sind am Mittwochabend im Deutschen Theater Berlin zum Publikumsgespräch geblieben nach der Vorstellung von Unschuld, in der erstmals darauf verzichtet wurde, die Gesichter schwarz zu malen. Dass sich Andreas Döhler stattdessen weiß anpinselte, heizte die Debatte hinterher nochmal an, wie Joanna Itzek heute in der taz Berlin berichtet. Zusammenfassung hier.

Dieter Roths Theaterstück Murmel Murmel besteht ausschließlich aus diesen Worten, die endlos wiederholt werden. "Die Gefahr besteht, dass man Szenen baut, wo gar keine sind, und sich bei den Zuschauern dafür entschuldigt, dass man jetzt 'Murmel Murmel' macht", sagt Herbert Fritsch, der das Stück zur Zeit an der Berliner Volksbühne probt, im Interview mit Matthias Heine in der Welt. Mehr hier.

Das politische Theater brüstet sich gern mit seinem kritischen Aufbegehren gegen die Mächtigen aller Länder. Aber was macht gute Machtanalytik eigentlich aus? Der Soziologe Dirk Baecker hat dem Tagesspiegel ein Interview gegeben. Hier ist's zusammengefasst.

Die taz über einen Wettbewerb für deutsche Dramatiker mit Migrationshintergrund des Westfälischen Landestheaters Castrop-Rauxel: hier entlang.

Heute wäre der Dramatiker Heinar Kipphardt neunzig Jahre alt geworden, u.a. einer der bedeutenden Vertreter des Dokumentartheaters in Deutschland. Einstmals viel gespielt, ist er im Augenblick etwas in Vergessenheit geraten. Ein Mann, dem beide deutschen Staaten nicht recht heimatlich wurden. Das Neue Deutschland erinnert heute an ihn.

Den Protesten eines Kardinals gegen die Aufführung der Gruppe Socìetas Raffaello Sanzio am Berliner HAU widmen sich Berliner Zeitung und Tagesspiegel. Mit eindeutigem Ergebnis.

Die heutige taz widmet sich dem Afrika-Schwerpunkt des Theaters Konstanz, dessen unterschiedliche Erkundungsstrategien sie anhand von zwei Inszenierungen untersucht.

Die Blackfacing-Debatte über Hautfarben, Besetzungspraktiken und Rollenvorschriften hat nun auch die Schweizer Öffentlichkeit erreicht. Nach den deutschen Qualitätszeitungen mischte sich letzte Woche auch die Neue Zürcher Zeitung in die Blackfacing-Debatte: Wie erklärt das Theater eigentlich den Widerspruch zwischen Authentizitätslust beim postmigrantischen Theater und der Warnung vor der Realismusfalle im Falle schwarzer Schauspieler?

Die Zürcher Theaterkritikerin Alexandra Kedves schreibt, das Theater habe sich von Fun und Trash verabschiedet. Statt dessen würden nun auf der Bühne Dokumente und Diskurse gewälzt. Das politisch engagierte Theater sei im Vormarsch.

"Hören Sie mal Sie arschkriecherischer Stollenzwerg, was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht?" Klar lesen wir solche Sätze alle gerne. Solange sie nicht auf uns gemünzt sind. Welche Folgen hat eigentlich die neue Form der Auseinandersetzung per Internetkommentaren - die alle nachtkritk-LeserInnen gut kennen - auf die Öffentlichkeit? Julia Schramm, Politologin und Kandidatin für den Vorstand der Piraten-Partei, hat in der Süddeutschen Zeitung Bedenkenswertes aufgeschrieben.

Ein langes, berührendes Portrait des Volksbühnen-Schauspielers Frank Büttner veröffentlicht das evangelische Magazin Chrismon in seiner März-Ausgabe.

Eine ganz große Sache, findet eine Frankfurter Allgemeine Zeitung, sei die Ehrung des Schauspielers Gert Voss in der Konrad-Adenauer-Stiftung gewesen.

Er war kein Mann für harmlose Witzchen, also muss man ihn auch nicht leicht und anekdotisch in Erinnerung rufen. Das sagt heute Wolfgang Behrens anlässlich des 10. Todestages von Einar Schleef in der Frankfurter Rundschau. Hier die Zusammenfassung.

"Geht es weiter? Und wenn ja, wie?", fragt Andreas Schäfer im Tagesspiegel. Gemeint ist die griechische Kulturszene, für die sich im Moment so gar keiner zu interessieren scheint. Dabei steht sie vor dem Abgrund.

Die Nachricht, dass Frank Castorf bis zum Erreichen des Rentenalters in drei Jahren Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin bleiben soll, wird von den Kommentatoren mit Ächzen hie und verhaltenerm Optimismus da aufgenommen.

Wie immer wird nach der Bekanntgabe der Juryauswahl für das Theatertreffen das Tableau hin und her gewendet und von allen Seiten beguckt. Nur zwei Printjournalisten nennen Inszenierungen, die sie auch gerne beim Festival gesehen hätten: Frank Castorfs "Der Spieler" und Sebastian Nüblings "Three Kingdoms". Ansonsten werden der Jury vor allem Komplimente gemacht – heute zieht die taz nach. Hier unser Überblick.

Bayreuth ist für mich Grenzüberschreitung, so ist das Interview überschrieben, das Volker Blech und Stefan Kirschner für die Welt mit Frank Castorf geführt haben. Darin geht es um seine "Ring"-Inszenierung, aber auch um "Die Marquise on O.", die heute an der Berliner Volksbühne Premiere haben sollte (aber aufgrund eines Krankheitsfalles im Ensemble abgesagt werden musste). Mehr hier.

Von drohender Finanznot am Theater Lübeck berichten die Lübecker Nachrichten. Bereits zum Jahreswechsel sei das Theater ohne Wissen der Belegschaft aus dem Tarifverbund ausgetreten. Denn die anstehenden Tariferhöhungen hätte das Theater unter Verbrauch aller Reserven maximal bis November bezahlen können. "Die Lage ist bedrohlich für die Existenz des Theaters", wird Geschäftsführer Christian Schwandt zitiert. Auf einen Haustarif wolle sich die Belegschaft allerdings nicht einlassen. Die Debatte mit den Mitarbeitern werde emotional, aber noch ruhig geführt.

Manchem wird sofort schwindelig auf dem Intendantenkarussell. Andere laufen erst im Stadium des fortgeschrittenen Schwindels zu Hochform auf: Neuigkeiten gibt es hier – unter anderem über die Unterlassungserklärung, die gegenüber den jüngsten Intendanz-Spekulationen der Süddeutschen Zeitung erwirkt wurde.

István Márta war bis Ende Januar Leiter des Neuen Theaters Budapest und wurde nun vom Rechtspopulisten György Dörner abgelöst. Im Interview auf Zeit online bangt Márta um die Zukunft des Hauses.

Die Hamburger Occupy-Bewegung campiert normaler Weise auf dem Platz vor dem Thalia Theater. Für die Vorstellung der Kontrakte des Kaufmanns am 27. Januar 2012 bat das Theater die Protestanten auf die Bühne. Wie sah das aus?

Für die Süddeutsche Zeitung hat Martin Krumbholz den Bonner Intendanten interviewt, der das Theater der ehemaligen Bundeshauptstadt 2013 verlassen wird. Wer ihm nachfolgt, ist noch unklar – zuletzt bekam die Stadt Bonn eine Absage von der Saarbrücker Intendantin Dagmar Schlingmann. Zur Zusammenfassung.

In der Zeit besingt der Regisseur Benjamin Korn Shakespeares Hamlet und Molières Alceste. Zum Überblick.

Vor dem Hintergrund der schwelenden möglichen Wulff'schen Korruptionsaffäre gestehen heute sieben bekannte Kulturleute in der Wochenzeitung Der Freitag eher augenzwinkernd kleine und größere Korruptionsvorfälle. Darunter auch Dramaturg Björn Bicker.

Vadim Glowna ist gestorben, und in den Medien wird noch einmal daran erinnert, wie er als junger Mann nach Paris abhaute, dann doch zum Schauspielstudium nach Hamburg zurückkam, mit Gründgens, Zadek, Oskar Roehler arbeitete und nicht zuletzt selbst teils großartige Filme drehte. Zur Presseschau.

Warum wechselt jemand aus dem wohlständigen Stuttgart ins finanziell und kulturpolitisch wackelige Weimar? In den Stuttgarter Nachrichten nennt Hasko Weber heute seine Gründe.

Kaum hat sich die letzte große Intendanten-Spekulation in Bonn mit der Absage von Dagmar Schlingmann in Luft aufgelöst, spekuliert man andernorts fröhlich drauf los. Diesmal geht es um das Berliner Maxim Gorki Theater, dessen Chef Armin Petras vor drei Monaten seinen Wechsel ans Staatsschauspiel Stuttgart ankündigte. In der Süddeutschen Zeitung werfen nun Peter Laudenbach und Till Briegleb verschiedene KandidatInnen-Namen für die Intendanz ins Feuilletonrund.

Die desaströsen kulturpolitischen Entwicklungen in den Niederlanden hat für nachtkritik.de schon Simon van den Berg beschrieben. Jetzt legt Udo Badelt im Berliner Tagesspiegel nach: "Es sind vor allem die Kleinen, die bezahlen sollen."

Im Berliner Schlossparktheater wird ein schwarzer Mann von einem weißen, schwarz geschminkten Schauspieler gespielt – was in der Netzgemeinde erbitterte Diskussionen ausgelöst hat. Stellt Schlossparktheater-Intendant Dieter Hallervorden sich damit in die Tradition des Blackface-Theaters? Auch heute gibt es eine neue Stimme in der Diskussion.

Zum Jahreswechsel hat Niels Ewerbeck die Intendanz des Frankfurter Künstlerhauses Mousonturm übernommen. Im Deutschlandfunk spricht er über seine Pläne mit einem von Deutschlands wichtigsten Off-Zentren.

In einem launigen Interview mit Matthias Wulff, Kulturchef der Berliner Morgenpost, outet sich Regisseur Sebastian Baumgarten als "Dschungelcamp"-Gucker. Das TV-Format vergleicht er mit der Theaterform der Groteske.

Die Schönheit der Welt feiern anstatt ihre Unerträglichkeit kommentieren will der Schauspieler Matthias Brenner, seit dieser Spielzeit Intendant am Neuen Theater in Halle, sagt er in der Zeit. Hier unsere Zusammenfassung des heute erschienenen Brenner-Porträts von Nina May.

Männer beherrschen die Theaterstadt Wien. Aber vor deren Toren walten drei Intendantinnen, die in Graz oder St. Pölten ihre Theater nach oben führen. Helmut Schödel porträtiert heute in der Süddeutschen Zeitung diese drei furchtlosen und erfolgreichen Theatermacherinnen: Anna Badora, Bettina Hering, Isabella Suppanz, "Realistinnen, während die Theatermachos in Wien die Helden spielen".

Die Leipziger Kulturlandschaft kommt nicht zur Ruhe. Nach der Ankündigung Sebastian Hartmanns, seine Intendanz des Centraltheaters nicht über die Spielzeit 2012/2013 hinaus zu verlängern, hat nun Peter Konwitschny vorzeitig seinen Posten als Chefregisseur der Oper aufgegeben. Die Medien sehen das Problem bei der Leipziger Kulturpolitik.

 

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