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München, 18. Mai 2013
Liebe vor Karriere
Darf ein Intendant Heimweh haben? Darf er eine solche Top-Position, wie die Leitung der Münchner Kammerspiele, sausen lassen? Ja, er darf. Sagt Johan Simons im Interview mit Christine Dössel von der Süddeutschen Zeitung. Hier die Zusammenfassung.
Ijoma Mangold zieht auf Zeit Online eine Zwischenbilanz zur Halbzeit des 50. Theatertreffens. Er glaubt, das Theatertreffen zeige den Interessierten, "was auf der Bühne state of the art ist".
Im SWR2 diskutierten am 10. Mai nachtkritik.de-Redakteur Wolfgang Behrens, Theaterkritiker und ehemaliger Theatertreffen-Juror Gerhard Jörder und der Heidelberger Intendant Holger Schultze
über 50 Jahre Theatertreffen die sich wandelnde Funktion des Festivals als "Kunstschrittmacher", "Karrieremacher", "Modenschau".
Hier kann man die Diskussion nachhören.
Reaktionen auf die Konferenz
Theater und Netz, die nachtkritik.de und die Heinrich Böll Stiftung in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung am Himmelfahrtstag in Berlin veranstaltet haben,
finden sich hier.
In der Tageszeitung Die Welt nimmt der Theaterkritiker
Matthias Heine den Wechsel von Nina Hoss an die Schaubühne zum Anlass, der Berliner Theaterszene mal so richtig heimzuleuchten.
In Frankfurt am Main wird heute Abend das neue Schauspiel von
Oliver Kluck uraufgeführt: "Was zu sagen wäre warum". Aber ganz so einfach liegen die Dinge nicht. Schließlich ist Oliver Kluck der Meister des Beschwerdebriefes. Jetzt hat er wieder ein paar Beschwerden verfasst. Wir haben einen Bericht auf
Spiegel Online zusammengefasst.
Die wichtigen Berliner Tageszeitungen schmeißen mit dicken Online-Dossiers um sich: Krise hin, Krise her, wir feiern den
50. Geburtstag des Berliner Theatertreffens. Zum Presse-Überblick geht es
hier entlang.
Lange seien
behinderte Schauspieler aus dem regulären Theaterbetrieb ausgegrenzt gewesen, nun zeigen zwei zum Theater eingeladene Arbeiten, wie man dieses System aus den Angeln hebt, so beginnt Anke Dürr im aktuellen
kulturSpiegel ihren dreiseitigen Text über Theater mit geistig und körperlich Behinderten, der eine ganze Reihe von Aspekten liefert.
Mehr in der Zusammenfassung.
Imre Török, Bundesvorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller, zeichnet in der Zeitung "Politik & Kultur" die
Lage der Demokratie in Ungarn nach und sieht mit Sorge die "Geister, die man ruft".
Hier entlang zur Zusammenfassung.
In einem sehr ausführlichen Gespräch mit Ulrich Seidler in der
Berliner Zeitung und der
Frankfurter Rundschau (27.4.2013)
erzählt Herbert Fritsch von seiner Kindheit, seinem Werdegang, seinen Erlebnissen beim Theatertreffen und seinen künstlerischen Überzeugungen.
In der Neuen Zürcher Zeitung erklärt
Iris Laufenberg den Schweizern, was das
Theatertreffen ist. Und macht ordentlich Werbung dafür.
Hier.
Im Vorfeld des
Berliner Theatertreffens, das heuer sein 50. Jubiläum feiert, blickt
Dirk Pilz in der Berliner Zeitung auf Vergangenheit und Gegenwart dieser Kür der "Bemerkenswertesten"; er registriert alte und neue Moden sowie das Schauspiel der Kulturindustrie.
Hier entlang zur Zusammenfassung.
Seine Macht werden überschätzt, und die des Theatertreffens auch, sagt Theater-Treffen-Juror und Theater-heute-Chefredakteur
Franz Wille im Gespräch mit der taz.
Das hier zusammengefasst wurde.
Keine Stadt spielt gern den Gastgeber für
Neonazi-Aufmärsche.
Aachen hat sich da etwas besonders einfallen lassen: Hier werden die unerwünschten Rechtsextremen kurzerhand auf den Theatervorplatz verwiesen. Das sei der sicherste Ort, begründet das die Polizei. Nachdem sie dort nun schon mehrere Male ihre Reichsflaggen geschwenkt haben, trat vergangene Woche die Kulturpolitik der Stadt auf den Plan. Über fraktionsübergreifende Pläne zur Vermeidung von Nazis auf dem Theatervorplatz berichten die
Aachener Nachrichten.
Hier die Zusammenfassung.
Allow me to reintroduce myself! sagt
die Regietheaterdebatte. Sie sagt es in der aktuellen Ausgabe des Magazins Cicero, und sie sagt es durch die Feder von Irene Bazinger.
Die Zusammenfassung.
Gerade hatte in Frankfurt am Main
Andrea Breths Inszenierung von
John Gabriel Borkman Premiere. Was sie daran vor allem interessiert hat, sagt sie im Video-Interview mit 3sat.online: nicht etwa das Banker- und Krisenstück, sondern der "grenzenlose Egoismus" der Figuren, den sie auch in der heutigen Gesellschaft wahrnimmt. Hier die
Zusammenfassung.
Sibylle Berg teilt heute in einem – har, har! – sibyllinischen Text auf Spiegel Online gegen texttreues Theater aus, das das
Ende des Staatstheaters einläuten könne, und träumt von "Geschwindigkeit, Bildern, Tempo, Mut". Hier geht's zur
Zusammenfassung.
"Kunst und Demokratie passen einfach nicht zusammen", kommentierte heute der Intendant des Hamburger Thalia Theaters
Joachim Lux auf Deutschlandradio Kultur im Nachhinein die
Spielplanwahl an seinem Haus, die Ende 2011 die Gemüter erhitzte – nicht zuletzt natürlich die der Kommentatoren auf nachtkritik.de. Hier kann man das
Interview nachhören.
Für die Wiener Zeitung "Die Presse" (5.4.2013, 19:43 h) hat Norbert Mayer mit dem "Burgtheater-Star"
Peter Simonischek über Blind Dates, Regisseure als Verführer, seine Hochachtung vor Alvis Hermanis und Schauspieleralbträume gesprochen. Hier geht's zur
Zusammenfassung.
Ob
Armin Petras, wenn er im September sein Amt als neuer Schauspielchef in Stuttgart antritt, im Schauspielhaus endlich eine funktionsfähige Bühnentechnik vorfinden wird, steht für die
Stuttgarter Zeitung noch in den Sternen. Dass er aber Sterne bzw. Stars mitbringen wird, das weiß sie gewiss.
Genaues in der Zusammenfassung.
Im Deutschlandradio berichtet Alkyone Karamanolis vom besetzten Embros-Theater in
Athen – das traditionsreiche Haus wird seit anderthalb Jahren vom Athener Künstlerkollektiv "Kínissi Mavíli" besetzt gehalten; die Behörden drohen immer wieder mit Räumung und Privatisierung.
Hier entlang zu der Radioreportage.
Am Samstag hat
Antú Romero Nunes' neuer Abend
N' Haufen Kohle am Maxim Gorki Theater Premiere, eine deutsch-mexikanische Koproduktion, die auf einem realen Bankraub in Argentinien basiert. Mounia Meiborg porträtiert den Regisseur in der
Zeit, mit der schönen Schlagzeile: Nichts ist mehr authentisch – nur noch das Theater. Mehr
hier.
Im Interview mit dem
Tagesspiegel spricht
Barrie Kosky über seine erste Spielzeit als Chef der Komischen Oper Berlin. Und er weiß auch, warum die Deutschen eine Art Schuld empfinden, wenn sie Spaß haben.
Zur Zusammenfassung.
Warum, so fragt Gerhard Stadelmaier heute glossierend in der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung, warum bleiben an Heiligabend die Theater geschlossen, öffnen aber – zumindest in den gottlosen Städten oberhalb des Weißwurstäquators – an Karfreitag? Die Antwort gibt's
hier.
Für die aktuelle Ausgabe der
Zeit hat Peter Kümmel mit
Peter Stein und
Klaus Maria Brandauer gesprochen, die gerade in Neuhardenberg "Krapp's Last Tape" von Samuel Beckett erarbeiten. Es dreht sich um Schauspiel, Hochstapelei, Kritiker, Stadttheater und Berlusconi.
Zur Zusammenfassung.
Im Online-Magazin
MiGAZIN. Migration in Germany (7.3.2013) berichtet
Arzu Değirmenci über das Förderprogramm des Thalia Theaters Hamburg für junge Menschen aus Migrantenfamilien.
Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (vom vergangenen Wochenende) setzt der Intendant des Burgtheaters Wien
Matthias Hartmann ein paar hübsche Spitzen: gegen Zürich, gegen Daniel Kehlmann. Aber er ist auch für etwas. Wir
fassen zusammen.
Zum Start von "Club Inferno", der neuen interaktiven Installation des Performancekollektivs
Signa für die Berliner Volksbühne, hat sich
Enrico Ippolito von der taz-Berlin mit Frontfrau Signa Köstler unterhalten – die uns immerhin beruhigen kann: "Wir arbeiten nicht mit durchgedrehten Menschen."
Christine Dössel porträtiert in der Süddeutschen Zeitung den Schauspieler und "Sprachziselierer" André Jung, der an den Münchner Kammerspielen unter Intendant Johan Simons nun den Lear spielt.
Für die taz nimmt Simone Kaempf das Arbeitsleben der
Souffleuse Bärbel Kleemann vom Berliner Maxim Gorki Theater zu Protokoll, ein Leben in der ersten Reihe – und doch im Verborgenen.
Alle, alle großen deutschsprachigen Zeitungen haben KorrespondentInnen geschickt, um von Milo Raus "Moskauer Prozessen" zu berichten (für uns schrieb
Stefan Bläske) – und von den Unterbrechungen, über die die russische Öffentlichkeit von dem Projekt erfuhr.
Mehr hier.
Das Video-Gespräch, das das Kinomagazin
Cargo mit
Fabian Hinrichs über Film, Fernsehen und Theater geführt hat, fand bereits Ende Januar statt. Jetzt hat es
Der Freitag auch schriftlich zusammengefasst.
Auf
NZZ Online schreibt
Bernd Noack über die 40 Theater, die das Architekten-Duo Ferdinand Fellner und Hermann Helmer (und sein Wiener Büro) zwischen 1870 und 1913 in ganz Europa errichtete. Diese "Baumeister der Illusion" hätten die Wünsche des Bürgertums nach Glanz und Glamour erfüllt.
In Anwesenheit von
Bolat Atabayev wurde in Köln über das aktuelle
politische Theater in Kasachstan und Deutschland diskutiert. Die TAZ berichtet, und wir
fassen es hier zusammen.
Im
Theater Winterthur wird seit dieser Saison der
Applaus gemessen, um die Reaktionen des Publikums zu dokumentieren. Im
Gespräch mit dem Zürcher Tages-Anzeiger erklärt der Leiter des Winterthurer Hauses Marc Baumann, was der Sinn der Sache ist.
Was tun, wenn die Theaterfreunde immer älter werden und jüngere Zuschauer den Weg in die Spielstätten kaum mehr aus eigenem Antrieb finden? Auf einer Tagung der norddeutschen Intendanten wurde über Lösungen für die
Publikumskrise der Bühnen diskutiert. Was die Neue Osnabrücker Zeitung darüber berichtet, finden Sie hier
zusammengefasst.
Die Print-Kommentatorinnensind sich weitgehend einig: Die gestern verkündete
Theatertreffen-Auswahl setzt auf Solidität und hält kaum Überraschendes bereit. Dabei ist man keineswegs mit jeder Einzelentscheidung einverstanden. Wie auch?
Hier die Zusammenfassung.
Kurz bevor sein neuer autobiografischer Roman erscheint (wir werden berichten), hat Burgtheater-Schauspieler
Joachim Meyerhoff der Welt ein Interview gegeben. Dort versucht
Richard Kämmerlings, dem nie versiegenden, autobiografischen Geschichtenquell auf den Grund zu gehen.
Gleich in zwei Texten beschäftigt sich die
Neue Zürcher Zeitung heute mit den Gebeinen
Richards III., die im September bei Ausgrabungen unter einem Parkplatz in Leicester entdeckt wurden und nun eindeutig zugeordnet sind. Des Königs Skelett werde am Drama Shakespeares kein Jota ändern, aber diene doch ein wenig der Rehabilitierung.
Zur Zusammenfassung.
Ein Drama will
Radio Bremen zwar nicht daraus machen, berichtet aber, dass nach
Michael Börgerdings Auftakt am Theater Bremen das Publikum ausbleibe, mit 50.000 Besuchern seien 13.000 weniger als erwartet gekommen. Börgerding kommt auch selbst zu Wort.
Mehr in der Zusammenfassung.
Das
Zeit Magazin hat
Nina Hoss, Fritzi Haberland, Mark Waschke und
Lars Eidinger für seine aktuelle Ausgabe zum
Klassentreffen gebeten. Von 1995 bis 1999 haben die vier gemeinsam an der Berliner Ernst Busch-Schauspielschule gelernt. Und erinnern sich nun unter anderem daran, wie die deutsche Teilung noch in ihre Ausbildung hineinspielte, wie sie neidisch aufeinander waren und einander liebten; und warum sie sich dann alle entschieden, sowohl Film als auch Theater zu spielen. Hier
der Link zu dem Gespräch.
Die
Neue Zürcher Zeitung blickt zurück auf
Karin Beiers Kölner Intendanz – lobt viel und findet dann aber doch noch ein Manko.
Mehr hier.
Gegenwärtig feiern viele große Stadt- und Staatstheater wie Stuttgart oder Dresden ihr
einhundertjähriges Bestehen. Das nimmt Esther Slevogt in der
taz (5.2.2013) zum Anlass, über den Anteil der Theater an der verspäteten Subjektwerdung des Bürgers kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges nachzudenken. Bereits die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Münchner Kammerspiele im letzten Jahr haben ihr den Eindruck vermittelt: "Erst das Theater hatte die Münchner Bürger einst zu wirklichen Mitgliedern der Gattung Mensch gemacht."
Zur Zusammenfassung.
Die Ironie. Was einst als elegante Methode der Entlarvung benutzt wurde, ist inzwischen zum Mittel verkommen, um sich vor konkreten Aussagen und Stellungnahmen zu flüchten. Wozu das führt, legt Till Briegleb in der Süddeutschen Zeitung dar.
Zur Zusammenfassung.
Die
Leipziger Volkszeitung rechnet am Ende der Dernièren-Reihe von
Sebastian Hartmanns Inszenierungen für das Centraltheater mit dem scheidenden Intendanten ab.
Zur Zusammenfassung.
Anlässlich ihres Abschieds vom Centraltheater und der selbigen zelebrierenden "Festwochen" plaudern Sebastian Hartmann und sein Chefdramaturg Uwe Bautz mit dem
Leipziger Stadtmagazin Kreuzer über Demokratie, Schaffen, Kreation und die Krise des Stadttheaters – und verraten, dass es sie "in die Welt" zieht.
Zur Zusammenfassung.
Die Theaterregisseurin argumentiert im
Tagesspiegel gegen die Vertreter der weißen Mehrheitsgesellschaft, die die alten Bücher unangetastet sehen wollen.
Zur Zusammenfassung.
Zum 50 Jahrestag der Elysée-Verträge moderiert die
Süddeutsche Zeitung ein Gespräch über die Theaterlandschaften, Literatur, Politik und natürlich über Henrik Ibsen.
Zur Zusammenfassung.
In der Neuen Zürcher Zeitung verabschiedet sich Dirk Pilz heute herzlich von der
Ära Petras am Maxim Gorki Theater Berlin, in der jede Inszenierung den schönen Glauben habe nähren wollen, das Theater tauge doch, um der Welt ins Getriebe zu fassen". Im Fall von "Demenz Depression und Revolution" sei Petras/Kater zwar einem entscheidenden Irrtum anheim gefallen, aber selbst das verkleinert Dirk Pilz zufolge die Fußstapfen nicht, in die ab dem Herbst Shermin Langhoff treten wird – oder auch nicht.
Zur Zusammenfassung.
Nachdem Armin Petras im zweiten Teil seines neuen Stücks
Demenz Depression und Revolution den Suizid des Torwarts Robert Enke thematisierte, schritt die Witwe Teresa Enke ein und erwirkte vorläufig eine (freiwillige) Streichung der Passage.
Zur Zusammenfassung der Kommentare.
Andres Veiels Bankenstück, das übermorgen in Stuttgart und fünf Tage später in Berlin Premiere haben wird, wirft lange Schatten voraus. Nach der taz (5.1.2013) veröffentlicht heute auch die Frankfurter Rundschau (9.1.2013) ein Gespräch mit Regisseur und Autor Andres Veiel.
In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt spricht
Karin Beier, designierte Intendantin des Hamburger Schauspielhauses, zum ersten Mal vorsichtig über Pläne. Auch deutet sie an, dass sich die Eröffnung verzögern wird, da die Sanierung des Theaters nicht rechtzeitig abgeschlossen werden kann.
Zur Zusammenfassung.
. Das Stück basiert auf Interviews mit Bankern und wird nächste Woche in Stuttgart und ein paar Tage später dann in gleicher Besetzung in Berlin uraufgeführt. Wie verderbt die Banken- und Finanzwelt wirklich ist und warum die große Mehrheit der Nicht-Banker-Normalos sich, wenn es nach Andres Veiel geht, trotzdem auch nicht aus der Verantwortung stehlen darf, steht
in der Zusammenfassung.
Für die Wiener Tageszeitung
Die Presse hat Norbert Mayer ein Gespräch mit dem Direktor des Wiener Schauspielhauses Andreas Beck
geführt. Über Dramaturgen und Popstars und über das Viel-zu-viel an Produktionen und warum das so ist.
Was darf Kultur kosten? Was ist sie dem Staat überhaupt wert? fragt in ihrer Samstagsausgabe die
Frankfurter Allgemeine Zeitung und rechnet nach. Knapp drei Milliarden Euro geben Bund und Länder im Jahr für Kultur insgesamt aus. Allein der Bankenrettungsfonds Soffin aber hat seit 2008 bereits ein Defizit von 23 Milliarden angehäuft. Mehr lesen?
Hier!
Obwohl er die Berliner Presse provinziell findet, hat
Claus Peymann Dirk Pilz vom Feuilleton der
Berliner Zeitung/Frankfurter Rundschau einen weichen Sessel im schönen Intendantenzimmer des Berliner Ensembles angeboten, sich selbst auch in einem solchen niedergelassen und auf manch harte Frage manch harte Antwort gefunden.
Hier die Zusammenfassung des Gesprächs.
30 Kilometer liegen die beiden Häuser auseinander, in einer Gegend mit viel Fläche, aber wenig Bevölkerung. Wie da Theater gemacht werden kann, berichtet Sabine Seifert in der
taz.
Mehr hier.
In Wiesbaden und Mainz steht inzwischen fest, welcher Intendant von der Spielzeit 2014/15 an das jeweilige Haus leiten wird. Für die krankheitsbedingt ausscheidende Intendantin in Mannheim hat man noch keine Nachfolge gefunden, berichtet Jürgen Berger in der
Süddeutschen Zeitung über den Stand der Dinge.
Mehr hier.
Der Revisor am Residenztheater Am Wochenende hat Herbert Fritschs Inszenierung von
Der Revisor in München Premiere. Im Interview mit Christine Dössel spricht er in der
Süddeutschen Zeitung, wie es zum Berufswechsel vom Schauspieler zum Regisseur kam und warum Komik eine ernste Angelegenheit ist.
Mehr hier.
Moritz Rinke hat nach sieben Jahren wieder ein Stück geschrieben, das heute Abend in Frankfurt uraufgeführt wird. In der
Welt porträtiert Matthias Heine den Dramatiker.
Mehr hier.
Eine neue
Schauspiellust sei in Griechenland trotz oder wegen der Krise ausgebrochen, berichtet heute der Tagesspiegel. Warum das Theater in schweren Zeiten floriere, steht hier
zusammengefasst.
Die große Schauspielerin
Jutta Wachowiak kehrt zurück ans Deutsche Theater Berlin und gab aus diesem Anlass der Berliner Zeitung ein Interview. Hier steht kompakt,
was sie sagte.
In der
Frankfurter Rundschau erklärt Peter Michalzik den
Konflikt, den es um eine neue Führungsstruktur gibt, seit die bisherige Generalintendantin des
Nationaltheaters Mannheim erkrankte und ihr Amt zur Verfügung stellte. "Er ist von überraschender Heftigkeit und wird mit Ausdauer geführt."
Mehr hier.
Morgen hat in Bochum das neue Stück von
Lutz Hübner Premiere. Was Stefan Keim in der
Welt zum Anlass nimmt, den unermüdlichen Dramatiker zu porträtieren.
Mehr hier.
Die FAZ berichtet vom großen Schaulaufen der deutschsprachigen Schauspielschulen beim
zentralen NRW-Vorsprechen in Neuss. Und wir
fassen zusammen.
In Düsseldorf trat der Intendant aus Gesundheitsgründen zurück, in Frankfurt nahm sich kürzlich ein Theaterleiter das Leben. In der Tageszeitung
Die Welt konstatiert heute Stefan Keim, dass in Zeiten, in denen Kunst immer weniger und Kasse immer mehr gilt, Menschen auf Intendantenstühlen eine sehr stabile Psyche brauchen.
Diese und eine weitere Stimme hier.
Unternehmensberater raten, die Theater in Rostock und Schwerin zu fusionieren – die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern macht sich daran, die Vorschläge umzusetzen um zu sparen, wie Medien heute berichten. Wie sich das mit dem geplaten Theaterneubau in Rostock verträgt, steht in der
Presseschau.
Berliner-Ensemble-Intendant
Claus Peymann erklärt seinen Versuch gescheitet, "der Stachel im Arsch der Mächtigen zu sein". Ist das etwa Selbstkritik? Mehr dazu im Interview, das er mit
Lothar Schröder in der
Rheinischen Post führte.
Im neuen Jahr wird in
Berlin die
City Tax eingeführt, die jährlich um die 40 Millionen einbringen könnte. 50 Prozent werden höchstwahrscheinlich in die Berliner Kultur einfließen. Die Koalition der
Freien Szene hat jetzt ein Positionspapier aufgesetzt, über das Patrick Wildermannheute im
Tagesspiegel berichtet.
Mehr hier.
Das Wiener Stadtmagazin
Der Falter hat den Dramatiker
Daniel Kehlmann interviewt, der seine Frontstellung gegen das Regietheater weiter untermauert.
Hier gibt's mehr.
Ja, man muss alles prüfen. Immer wieder alles prüfen. Da stimmt die Berliner Zeitung ganz dem Berliner SPD-Abgeordneten zu, der den schon beschlossenen
Zentralstandort für die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" nun schon wieder prüfen lassen will. Allerdings macht die Zeitung einen Vorschlag. Welchen?
Diesen hier!
Die taz berichtet aus Wuppertal, wo am kommenden Montag weitere das Schauspiel betreffende Kürzungen beschlossen werden sollen – das Ensemble formiert sich zum Protest. Zur Zusammenfassung.
Jüngst monierte der sächsische Rechnungshof, dass der Dirigent Ricardo Chailly vom Leipziger Gewandhaus ein nicht nachvollziehbar hohes Gehalt beziehe. Wie aber die andere Realität des Normalvertrags Bühne aussieht, und zwar die nach unten, das hat Birgit Walter in der
Berliner Zeitung zusammengefasst.
Mehr.
Heute
feiert Andrea Breth ihren 60. Geburtstag. Gerhard Stadelmaier gratulierte ihr bereits vor zwei Tagen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ihr, der "großen, schwierigen, genialen Regisseurin" mit dem "Ohr ins Weite gerichtet. Von wo die Stimmen kommen, die ein ewiges, unbegreifliches Rätsel sind". Mehr hier.
Die Unternehmensberater sind ins Kultusministerium Mecklenburg-Vorpommern eingezogen und haben
neun Modelle zur Veränderung der Theater- und Orchesterstrukturen in M-V vorgelegt. Jetzt ist die Diskussion eröffnet. Hier unsere
Zusammenfassung.
Heute wird vermutlich das besetzte
Theater Embros in Athen geräumt. Seit einem Jahr arbeitet hier das griechische Theaterkollektiv Mavili. Sehr erfolgreich, politisch und bürgernah, wie die
taz berichtete und nun der Deutschlandfunk.
Mehr dazu hier.
Über gut gefüllte Portemonnaies und den Wert künstlerischer Hochleistungen berichtete am Sonntag das ARD-Kulturmagazin
Titel Thesen Temperamente. Es fragte:
Wie viel kann und sollte Kultur kosten?
Die Frankfurter Rundschau macht sich Gedanken über die
Blackfacing-Konferenz. Währenddessen holt der Guardian noch einmal den Fall von
Bruce Norris hoch, der im vergangenen Jahr dem Deutschen Theater Aufführungsrechte entzog, als dort eine schwarze Figur mit einer weißen Darstellerin besetzt werden sollte. Norris hat mittleweile in einem Offenen Brief zum Boykott von Blackface-Produktionen aufgerufen. Mehr
hier (FR) und
hier (Guardian).
Die Süddeutsche Zeitung gratuliert heute zu
30 Jahren Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und hat das Ziel des dortigen Instituts ausgemacht: irritieren, verunsischern!
Hier entlang!
Erst im Juni wurde gemeldet, dass die
Rostocker Bürgerschaft für einen Theaterneubau gestimmt hat – zwar hatte der neu gewählte Oberbürgermeister das
Volkstheater zeitgleich zum Sparen aufgefordert, doch es bestand Grund zur Hoffnung. Die Hoffnung wie auch der Theaterneubau sind ganz weit weggerückt und haben einer neuen Krise Platz gemacht, berichtet Thomas Niebuhr in der
Ostseezeitung vom 11. Oktober – eine Zusammenfassung seines Beitrags
reichen wir hiermit nach.
Nach der NZZ berichtet heute auch die Süddeutsche Zeitung über die Ludwigsburger
Konferenz zur Zukunft des Theaters. Während die Tagung bei der
NZZ vor allem Fragen nach dem Verhältnis von Theater und Publikum aufwarf, konzentriert sich die
SZ auf Ausbildungsfragen.
Hier die erweiterte Zusammenfassung.
Äußerst gelungen, anregend und kontrovers findet die
Süddeutsche Zeitung die
Foreign Affairs, das neu konzipierte internationale Theaterfestival der Berliner Festspiele.
Hier unsere Zusammenfassung.
Eine ganze Feuilletonseite Eins für ein Theater: Ja, das kommt nur noch selten vor. Aber wenn ein Haus wie
die Münchner Kammerspiele Geburtstag hat, kann man schon mal eine Ausnahme machen. 100 Jahre wird die berühmte Bühne alt, die in grauer Vorzeit mal "Zum großen Wurstel" hieß. Mehr lesen?
Bitte sehr!
In der
Zeit von heute analysiert Peter Kümmel, was hinter der Faszination des Theaters für den rechtsradikalen Massenmörder
Anders Breivik steckt – die sich in gleich zwei in den nächsten Tagen zur Premiere kommenden Inszenierungen niederschlägt.
Mehr hier.
Die Theaterlandschaft in Wuppertal ist im Umbruch, wie Stefan Keim in der
Welt am Sonntag beschreibt. Oper, Sprech- und das berühmte Tanztheater sollen wieder vereint und zugleich verschlankt werden. 2014, wenn der aktuelle Schauspielintendant Christian von Treskow geht, wird es zwar eine neue Spielstätte, aber nur noch zehn Schauspieler geben.
Mehr hier.
In der
Neuen Zürcher Zeitung gibt Dirk Pilz heute einen Überblick über den Saisonstart ans Berlins Stadttheaterbühnen. Die Krise ist angekommen, lautet die Botschaft. Allerdings nicht die ästhetische Krise, sondern die gesellschaftliche, die Krise der europäischen Identität und ihrer politischen Verfassung.
Mehr dazu hier.
Auf D
eutschlandradio Kultur (27.9.2012) sprach
Susanne Burkhardt mit
Brett Bailey. Das Gespräch thematisiert Baileys Installation
Exhibit B, eine Auseinandersetzung mit den Völkerschauen des 19. Jahrhunderts.
Matthias Weigel besprach die Performance, die im Rahmen des Festivals "Foreign Affairs" bis heute in Berlin zu sehen ist, auf nachtkritik.de (30.9.2012). Handelt es sich bei dieser Reflexion einer rassistischen Darstellungspraxis nicht doch um eine "Art Peep-Show für ein weißes, aufgeklärtes bourgeoises Publikum"?
Mehr hier.
Am 2. Oktober wird
Yasmina Rezas neues Stück
Ihre Version des Spiels in der Regie von Stephan Kimmig am DT Berlin Premiere haben. Es ist die dritte Uraufführung eines ihrer Stücke in Deutschland, wo man an den Theatern die Dinge gern auf die Spitze treibe. "Das stört mich an sich nicht, es gibt keine gute und schlechte Ästhetik. Es ist nur eine Frage der Kohärenz", sagt Reza im Interview mit
Joseph Hanimann in der
Süddeutschen Zeitung.
Mehr hier.
Seit Februar hat das
Neue Theater Budapest mit
György Dörner einen neuen Direktor – ursprünglich wollte die Stadt eine ideologisch gefestigte Doppelspitze einsetzen, doch die Proteste gegen den rechtsextremen ehemaligen Theaterautor
István Csurka wurden so laut, das Csurkas Ernennung zurückgezogen wurde. Kurz darauf starb er, und jetzt kündigte Dörner an, eines seiner Stücke auf den Spielplan zu nehmen. Was neue Proteste ausgelöst hat, über die Reinhard Vesel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von vorgestern berichtete.
Zur Zusammenfassung.
Der
Reenactment-Künstler Milo Rau wird im Oktober in Weimar und Berlin Anders Breiviks berüchtigte Verteidigungsrede vor dem Osloer Gericht aufführen. Aus welchem Grund, hat er der Berliner Zeitung / Frankfurter Rundschau im Interview erläutert.
Hier entlang.
Die Schaubühne begeht in diesen Tagen ihr 50jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass blicken die Zeitungen seit Tagen zurück: auf die Ära Peter Steins und Botho Strauß', auf die Wendejahre und den Neustart unter Thomas Ostermeier. Eingehend beschreibt heute die Berliner Zeitung die
postlegendäre Situation der gegenwärtigen Schaubühne. Hier entlang zu den gesammelten
Stimmen.
Christine Dössel hat die Spielpläne und Spielzeithefte der gerade beginnenden Saison studiert und resümiert heute in der
Süddeutschen Zeitung, dass die "Krise, so scheint es, mit all ihren Müdigkeitserscheinungen und Kollateralschäden im deutschsprachigen Theater fürs Erste ganz gut aufgehoben ist".
Mehr hier.
"
Anne Lepper lebt wieder in Wuppertal und will da nicht weg. Warum sollte denn woanders, etwa in Berlin, mehr Leben sein?", schreibt
Peter Michalzik in der
Zeit über die Dramatikerin, die jüngst völlig zu Recht zur Nachwuchskünstlerin des Jahres gewählt wurde, und die anspielungsreich schreibe, aber alles andere als geschwätzig, mit knappen Dialogen und Figuren, die nicht wissen, dass sie mit Zitaten um sich werfen.
Mehr hier.
Anlass: Reeses "Faust"-Projekt, das der frisch verlängerte Intendant des Schauspiel Frankfurt sich von der Deutschen Bank mit einer halben Million Euro bezuschussen lässt.
Mehr hier.
Ist Berlin in Sachen Theater der Nabel der Welt oder liegen das Hebbel am Ufer und die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in der
"Theater heute"- Kritikerumfrage, die gestern erschienen ist, auch deswegen so weit vorne, weil sechzehn der befragten 42 Kritiker aus Berlin stammen? Das jedenfalls wird heute überlegt.
Mehr zu den Presse-Reaktionen hier.
Elfriede Jelinek hat sich zu Wort gemeldet in Sachen
Pussy Riot – und zwar bereits vor mehr als einer Woche in der russischen Zeitung "The New Times", die als Stimme der Opposition gilt. Wir reichen
hier die Zusammenfassung nach.
Zwei Herren, die einander sehr verehren, hat die "Zeit" da zum Gespräch zusammengesetzt. Diese Verehrung bekunden sie einander immer wieder, zwischendurch arbeiten sie sich mehr oder weniger unterhaltsam an mehr oder weniger bekannten Themen ab.
Zur hoffentlich repräsentativen Zusammenfassung.
Wir veranstalten Buchkritik üblicherweise in der entsprechenden Rubrik. Da unsere LeserInnen aber die linksradiklen Theoretiker so sehr lieben, weisen wir ausnahmsweise heute an diesem Ort auf eine Besprechung in der Süddeutschen Zeitung hin, wo Robin Celikates den Suhrkamp-Band Demokratie? - eine Debatte vorgestellt hat, der Beiträge von unter anderen Alain Badiou, Jean-Luc Nancy, Jacques Rancière und Slavoj Zizek versammelt.
Im Juni wurde der kasachische Theaterleiter und Regisseur
Bolat Atabajew in seiner Heimat festgenommen, weil er sich mit streikenden Ölarbeitern solidarisiert hatte. Eine Welle internationalen Protests folgte und sorgte dafür, dass er Anfang Juli wieder auf freie Fuß gesetzt wurde. Heute spricht Atabajew in der Süddeutschen Zeitung darüber, warum er politisches Theater macht und welche Rolle die Völkerfreundschaft in Kasachstan spielt.
Zur Zusammenfassung.
Jüngst hatte der Regisseur
Alvis Hermanis die Bestellung der belgischen Theatermacherin
Frie Leysen zur Chefin der Wiener Festwochen kritisiert. Deren "Obsession für Multikulti-Theater aus exotischen Ländern mit postmigrantischem Pathos" erinnerte Hermanis nämlich an die Sowjet-Ära und den einseitigen ideologischen Blick ihrer Funktionäre. In der Tageszeitung
Die Welt findet Hermanis heute einen Sekundanten. Weiter geht es
hier.
Der Kleindarsteller ist auch ein Darsteller. Bloß wird er als solcher nicht bezahlt. In den Dumont-Blättern Frankfurter Rundschau/ Berliner Zeitung geht Birgit Walter heute der ungerechten Behandlung und
Bezahlung von Kleindarstellern nach. Weiter
hier.
Auf der Online-Seite der FAZ ist ein Interview mit der Erfolgsdramatikerin
Yasmina Reza nachzulesen. Darin spricht sie über ihr neues Stück, das im Oktober in Berlin uraufgeführt wird, und über ihren siebten Sinn für große Politiker. Hier die
Zusammenfassung.
Niels Ewerbeck, geboren 1962 in Köln, studierte Kunstgeschichte und lebte als Galerist in Wien, bevor er zum Theater ging. Er arbeitete bei Nele Hertling am Berliner Hebbeltheater, war Gründungsdirektor des Forums Freies Theater in Düsseldorf und leitete seit 2004 das Theaterhaus Gessnerallee in Zürich. Die Frankfurter Rundschau
unterhielt sich mit dem neuen
Intendanten des Frankfurter Mousonturmes.
Zwei Stunden berichtete am Morgen das Schweizer Kulturradio DRS 2 über das
Zürcher Theaterspektakel 2012. Der Beitrag ist hier
nachzuhören.
Die
Wiener Festwochen kriegen 2014 eine neue Schauspieldirektorin, eine mit sämtlichen internationalen Festivalwassern gewaschene dazu:
Frie Leysen. Zeit zum Frohlocken, möchte man meinen. Doch heute erhebt ein einsamer lettischer Rufer seine Stimme und beklagt den Untergang des Theaters alten Typus:
Alvis Hermanis, im Wiener Standard zitiert, hier kurz
zusammengefasst.
In Berlin streitet man um die
Zukunft des Festivals Tanz im August. Der Tagesspiegel hat sich bei den Beteiligten umgehört. Hier alles Weitere zum
Stand der Diskussion.
Er ist angetreten, um das traditionsreiche
Bremer Theater zurück auf die Erfolgsspur zu führen. Heute umreißt
Michael Börgerding im Interview mit der Tageszeitung Die Welt die Pläne für seine im September beginnende Intendanz. Hier die
Zusammenfassung.
Warum wird erst ein Sänger entlassen, weil er ein hakenkreuzähnliches Tattoo auf der Brust trägt, und ein paar Tage später das Engagement eines Künstlers verkündet, der für die "Diktatur der Kunst" eintritt und bei dem es einen überraschen würde, wenn in einer seiner Arbeiten
kein Hakenkreuz vorkäme? Nach ihrer Analyse des Sachverhalts von vorgestern legt die "Welt" heute mit einem Interview mit Bayreuths Co-Intendantin
Katharina Wagner nach.
Mehr hier.
In der "Welt" analysiert Jan Küveler
Bayreuths Probleme mit faschistischer Symbolik und ruft zur sensiblen Zeichendeutung auf. Hier die
Zusammenfassung.
Er wolle Augen und Ohren seines Publikums für die Imagination öffnen, sagt
Heiner Goebbels im Interview mit der "Welt". Außerdem fasst er kurz seine künstlerische Genese zusammen und freut sich über die spektakulären Räumlichkeiten, in denen er derzeit als Intendant die Ruhrtriennale ausrichtet.
Hier unsere Zusammenfassung des Gesprächs.
Man müsse den den Theaterstandort Leipzig in einem historischen Kontext sehen, sagt Noch-Intendant
Sebastian Hartmann in einem Interview, das er Deutschlandradio gegeben hat. Leipzig habe einfach über 50 Jahre verlernt, Theater zu schauen. Weiter zur
Presseschau.
Susanne Lothar ist viel zu früh gestorben, und auch die Feuilletons trauern. Heute Peter Kümmel in der
Zeit, der unter anderem schreibt, Susanne Lothar habe vor nicht allzu langer Zeit den Wunsch geäußert, mal in einem James-Bond-Film mitzuspielen.
Zur Übersicht der Nachrufe.
Als theoriefreien Theaterfürsten, der das Barock zurück nach Salzburg brachte, stellt Peter Michalzik heute in der
Frankfurter Rundschau den
neuen Schauspielchef der Salzburger Festspiele vor.
Mehr hier.
Nachschlag vom Wochenende: In der
Neuen Zürcher Zeitung (28.7.2012) blickt Dirk Pilz noch einmal auf das Ende der Intendanz von Matthias Lilienthal am Berliner HAU und auf die 24-stündige Performance-Reise "Unendlicher Spaß", die die Zuschauer an "betont alltagsweltliche Spielorte vornehmlich am Stadtrand von Westberlin" führte. Ausgehend von Eindrücken dieses Theatermarathons, mündet Pilz' Text in grundsätzliche Reflexionen über das postdramatische Theater.
Mehr dazu hier.
Im September tritt Luc Bondy die künstlerische Leitung des Pariser Théâtre de l'Odéon an – im Interview mit der
Neuen Zürcher Zeitung berichtet er heute von den schwierigen Budgetverhandlungen und kündigt an, trotzdem neue Stellen zu schaffen: und zwar für Souffleure!
Mehr hier.
Gestern abend sind die Salzburger Festspiele feierlich eröffnet worden – heute bringt die
Süddeutsche Zeitung ein Interview mit dem neuen Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf, in dem Bechtolf sich u.a. als Mottofeind outet, allerdings am Ende dann wieder betont, dass er von nichts und niemandem ein Feind sei.
Hier unsere Zusammenfassung.
Anlass: Kramar schließt sein 3raum Anatomietheater, eine Institution der Wiener Freien Szene.
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Heute werden die Bayreuther Festspiele eröffnet, und zur Premiere von
Der Fliegende Holländer schreiben die Tageszeitungen darüber, wie Jan Philipp Gloger es mit Wagner hält und die Festspielleiterinnen nach dem Abflug des Sängers Evgeny Nikitin wegen eines Hakenkreuz-Tattoos an allen Fronten kämpfen. Mehr
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Nach 50 Jahren wird Jürgen Schitthelm im September aus der Leitung der Berliner
Schaubühne ausscheiden, die er 1962 mitbegründet hat. In der
Frankfurter Allgemeinen plaudert er mit Irene Bazinger über ein halbes Theaterjahrhundert, über Mut und prekäre Finanzierung. Mehr
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Im Oktober, also nur etwas mehr als ein Jahr nach den Attentaten von Oslo und Utoya, bringt der dänische Dramaturg Christian Lollike das Manifest "2083. A European Declaration of Independence" von Anders Breivik als Monolog auf die Bühne –
nachtkritik.de berichtete. Nach der Kopenhagener Premiere wird die Produktion ans Dramatikkens hus in Oslo und ins dänische Åhus gehen, weiß SZ-Feuilletonchef Thomas Steinfeld in einem Kommentar der
Süddeutschen Zeitung zu berichten.
Hier entlang zur Zusammenfassung.
19 Abonnenten hat das Theater der Stadt Aalen. "Am Anfang habe ich deswegen Herzklopfen gehabt. Ich wusste nie, wie viele Zuschauer kommen", erzählt Intendantin Katharina Kreuzhage im Interview mit der
Schwäbischen Zeitung. Und auch der Etat ist klein, in Paderborn, wohin sie 2013 wechselt, wird das Budget dreimal größer sein, aber am Geld sei dennoch wenig gescheitert. Mehr
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Nicht nur in Berlin
protestieren Schauspielstudenten. Auch in Wien, wie heute der
Süddeutschen Zeitung zu entnehmen ist. Am Max-Reinhardt-Seminar nämlich wurde mit Anna-Maria Krassnigg eine Professorin auf Lebenszeit berufen, deren herausragendste Eigenschaft der SZ zufolge "die Bedeutungslosigleit" ist. Der abgeschmetterte Konkurrent Krassniggs sei Kölns künftiger Intendant und Burgtheaterregisseur Stefan Bachmann gewesen. Was sonst noch geschah:
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Große Rochade der Berliner Opernintendanten:
Alexander Pereira übernahm die Salzburger Festspiele. In Zürich rückt Berlins Andreas Homoki nach, den an der Komischen Oper wiederum Barrie Kosky beerbt. Zwei Berliner Zeitungen blicken noch mal auf zehn Jahre Homoki in Berlin zurück. Weiter geht es hier.
In der
Süddeutschen Zeitung referiert
Peter Laudenbach ausführlich die Berufung Enrico Lübbes zum Nachfolger Sebastian Hartmanns am Leipziger Centraltheater: So sehr habe es bei der Neuberufung eines Theaterintendanten lange nicht geknirscht.
Seit dieser Woche gibt es das berühmte Thalia Theater in Halle nicht mehr. Trotz vieler und lang anhaltender Proteste und Solidaritätsbekundungen wurde der engagierten Intendantin Annegret Hahn der Stuhl vor die Tür gesetzt, ihr Haus nun geschlossen. Die
Mitteldeutsche Zeitung zeigt einen Trauerfall an.
In der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet
Paul Ingendaay über die Madrider Off-Szene, die sich mit Low-Budget-Produktionen erfolgreich gegen die Krise stemmt.
Die
Leipziger Volkszeitung befasst sich auf der Basis einiger Gespräche mit den unterschiedlichsten Akteuren des
umstrittenen Findungsverfahrens heute ausführlich mit der Wahl Enrico Lübbes zum neuen Intendanten des Leipziger Theaters. Mehr
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Die beiden Berliner Zeitungen Der Tagesspiegel und die Berliner Zeitung nehmen heute Tuchfühlung mit der
designierten HAU-Chefin Annemie Vanackere auf.
Hier die Zusammenfassung.
Mit seiner Vertragsverlängerung hat sich der alte und neue Intendant Oliver Reese einiges zusichern lassen: Ein Gehalt bis zu 240.000 Euro plus eigene Inszenierungen bis zu 50.000 Euro. Zuviel, gerade in Zeiten des Sparens, sagen SPD und Linke in der
Frankfurter Rundschau. Zur
Presseschau.
Vor zwei Jahren wurde der "Report Darstellende Künste" über die Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland herausgegeben. Die Ausstellung
Brenne und sei dankbar in der Berliner Akademie der Künste beruht auf den Ergebnissen und zeigt treffend, was von einem Künstler erwartet wird und was ihn erwartet, berichtet heute die
Berliner Zeitung. Mehr
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In der
Süddeutschen Zeitung berichtet Till Briegleb über und kommentiert das erste Privattheatertreffen in Hamburg. Die Privaten haben von den Stadttheatern gelernt, konstatiert er – und wünscht sich
eine aufrichtige Diskussion.
In der
Welt schreibt Christina Hoffmann ein Porträt über den Dramatiker Oliver Kluck, der sich gerne in Rage redet, an einem Roman sitzt und außerdem keine Stücke schreibt. Wie bitte? Zur Auflösung geht's
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Die
Berliner Zeitung hat sich Enrico Lübbes Ideen für die Intendanz des
Schauspiels Leipzig angesehen und ist ein wenig entsetzt ob der Biederkeit des Entwurfs. Warum,
steht hier.
"Ihre Version des Spiels" heißt das neue Stück von Yasmina Reza, das jetzt als Buch erschienen ist. Uraufgeführt wird es erst in der kommenden Spielzeit, und zwar von Stephan Kimmig im Deutschen Theater Berlin. Wer da die Hauptrolle spielen wird, welcher Regisseur ursprünglich für die Uraufführung vorgesehen war und was sie selbst mit ihren Figuren zu tun hat, verrät Reza der
Welt im Interview mit Peter Stephan Jungk.
Hier unsere Zusammenfassung.
Die erste Spielzeit von Staffan Valdemar Holm in Düsseldorf geht mit einem Grollen zuende. Dem Schauspielhaus stehen Zuschusskürzungen bevor, und seine Besucherzahlen schwächeln. Jetzt hat der Intendant in einem Interview mit der
Rheinischen Post kräftig gegen Sparzwang und Quotendruck aufbegehrt – und prompt
für Verstimmungen gesorgt.
Die Inszenierung des Habima Theaters hat Proteste ausgelöst – die
Frankfurter Allgemeine Zeitung untersucht, warum. Mehr
hier.
Bald ist es Zeit für Matthias Lilienthal, Abschied zu nehmen von seinem geliebten
Hebbel am Ufer. Aus diesem Anlass blickt er gleich mehrfach zurück auf die Anfänge und voraus auf seine Zeit nach dem HAU – in zwei
Interviews und einem Porträt.
Im Interview in der
Berliner Zeitung/Frankfurter Rundschau spricht Intendant Ulrich Khuon über die bisherigen drei Jahre als Intendant am DT Berlin und die Blackfacing-Debatte, die für ihn enttäuschend war, weil sie zu wenig inhaltlich geführt wurde. Mehr
hier.
Eine solche Quote fordert Berlins Kulturstaatssekretär. Erst wenn Migranten auch auf der Bühne inhaltlich zentrale Rollen spielten, durchmische sich das Stadttheater-Publikum, so André Schmitz in der
Zeit. Und dafür müsse man vielleicht "sogar noch einen Schritt weiter gehen und über Quoten nachdenken."
Gespannt auf das, was da kommt, zeigen sich die
Kommentatoren nach der Pressekonferenz, auf der
Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz Shermin Langhoff und Jens Hillje als
neue Leiter des Maxim Gorki Theaters vorstellte.
Überrascht, wie wohl alle, zeigen sich
die Berliner Medien von der Entscheidung, dass Shermin Langhoff Intendantin des
Maxim Gorki Theaters wird. Denn einerseits war Nicolas Stemann der favorisierte Kandidat, der am Gorki ein neues Stadttheatermodell als öffentliches Proben- und Produktionshaus etablieren wollte, und andererseits hatte sich Langhoff im vergangenen Mai eigentlich für die Wiener Festwochen entschieden. Mehr
dazu.
Wollte die Berliner Kulturverwaltung nicht bis Ende April den neuen Intendanten küren? Ein Berliner Kritiker kommt nach Nicolas Stemanns Faustmarathon beim Berliner Theatertreffen ins Grübeln. Mehr
hier.
Die Neigung der Berliner Kulturpolitik, die Theater-Dinge laufen zu lassen, kritisiert die
Süddeutsche Zeitung.
Für die
Süddeutsche Zeitung hat Jürgen Berger den Mainzer Intendanten Matthias Fontheim
gesprochen und ihn gefragt, warum er nicht in Mainz bleiben will.
Die
Frankfurter Allgemeine Zeitung wagt einen
Ausblick auf die künftige Kulturpolitik Frankreichs unter François Hollande.
Renè Pollesch hat Sophie Rois die Laudatio zur Verleihung des
Berliner Theaterpreises gehalten. Der Freitag druckt sie ab,
wir geben eine Abbreviatur.
Die
Süddeutsche Zeitungreferiert noch einmal den Ärger um den Neubau der Berliner Schule für Schauspielkunst "Ernst Busch" und bringt die Rede dann auf den vielleicht wahren Grund für den Widerstand des Finanzsenators: das Filetgrundstück in Mitte.
Uwe Eric Laufenberg will vorzeitig die Intendanz der Kölner Oper niederlegen. Aber dabei haben die Stadtoberen auch ein Wörtchen mitzureden. Wie der Dauerstreit in Köln gerade eskaliert, berichten
verschiedene Rheinische Medien. Hier ein
kurzer Abriss des neuesten Zwischenstands.
In der
taz - die tageszeitung gibt es ein
Gespräch mit Nancy Nkusi, die als Kind aus Ruanda fliehen musste und jetzt in Hate Radio eine Täterin des Völkermords spielt.
Die
Süddeutsche Zeitung bringt eine lange
Reportage aus Greifswald. Darin wird geschildet, wie es sich für einen der am
Theater Vorpommern gekündigten Schauspieler anfühlt, bald ohne Job, mit schlechten Aussichten und wenig Geld dazustehen und nicht enmal weggehen zu können, weil die eigene Frau im Ballett des Theaters ihre Arbeit behält.
Kai Strittmatter unterhält sich in der
Süddeutschen Zeitung mit dem
Intendanten des Nationaltheaters für Nordgriechenland in Thessaloniki, Sotiris Hatzakis, über
Griechenland und seine Krise.
Matthias Heine, Theaterkritiker der Tageszeitung
Die Welt, ist mit
Karin Beier in Köln essen gewesen.
Fast schon Folklore zum Auftakt des Berliner Theatertreffens. Die
FAZ wettert mal wieder gegen die Festspiele und ihr Zeitgeisttheater. Hier geht's zur
Zusammenfassung der Sottise.
Erstmals besogt der Regisseur Luc Bondy die Uraufführung eines Textes von Peter Handke. Aus diesem Anlass traf Peter Kümmel von der
Zeit die beiden befreundeten Künstler in Paris. Hier ist
zusammengefasst, was so geplaudert wurde.
"Was wird aus der klassischen Pop- und Theaterkritik in Zeiten des Internets?", fragt
Tobi Müller, Alleinjuror der Autorentheatertage des Deutschen Theaters und ehemaliger Theatertreffen-Juror, in
Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung.
Der geplante Neubau für die Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" steht wieder auf der Kippe, berichtet Esther Slevogt in der
taz. Dabei sei auf der Suche nach einem Zentralstandort schon mehr als doppelt soviel ausgegeben worden wie jetzt fehlt.
Zur Übersicht.
Im Interview mit dem
Magazin der Süddeutschen Zeitung redet René Pollesch unter anderem über Liebe, Rassismus, Literatur und sich selbst.
Hier unsere Zusammenfassung.
. Anlässlich der anstehenden Neubesetzung der Intendanz des Berliner Maxim Gorki Theaters fordert Ex-Senatorin Adrienne Goehler in der
Berliner Zeitung: Gebt das Traditionshaus an eine Koalition der Freien Szene!
Hier ihre Gründe.
Die Streitigkeiten schwelen schon seit längerem. Mit der Spielplanpressekonferenz der Kölner Oper für 2012/13 wurde aber nun bekannt, dass Intendant
Uwe Eric Laufenberg hinwirft und im August 2013 sein Amt aufgeben wird. Über die Causa berichten heute die
Süddeutsche Zeitung und die
taz. Mehr
hier.
Für die
DuMont-Blätter hat Doris Meierhenrich mit der diesjährigen Kleist-Förderpreis-Trägerin Marianna Salzmann gesprochen, wir haben Auszüge
zusammengefasst.
In Sachsen-Anhalt erhalten die freien Theatergruppen keine Fördergelder. Und keiner weiß, wieso.
Wir fassen die
Mitteldeutsche Zeitung zusammen.
Im
Tagesspiegel interviewt Peter Laudenbach den am Maxim Gorki Theater engagierten Schauspieler Michael Klammer zu
Blackfacing und Rassismus, den man nicht unbedingt am Theater suchen sollte.
Ibsen landauf, Ibsen landab, Ibsen allerorten. Aber ist's auch je sehenswert, was unsere Regisseure mit dem alten Norweger anstellen? Theatertreffen-Jurorin Christine Wahl überprüft in einem Essay für den
Tagesspiegel aktuelle Ibsen-Inszenierungen. Mehr dazu
hier.
Vor einer Woche berichtete Till Briegleb in der
Süddeutschen Zeitung anlässlich der Spielplanpressekonferenz des Thalia Theater Hamburg, welche Folgen die Tariferhöhung von 6,3 Prozent für dieses Theater habe. Jetzt hat er sich auch bei anderen Theater umgehört, wie die sich auf die steigenden Ausgaben vorbereiten. Mehr
hier.
Schauspieler verdienen von allen Theatermitarbeitern in der Regel am wenigsten. Doch reden sie ungern darüber. Jenny Schmetz, Kukturredakteurin der
Aachener Zeitung, hat trotzdem versucht, sich einen Überblick über das Gagengefälle am Theater in ihrer Stadt zu verschaffen. Mehr
hier.
Ein Jahr nach dem Mord an Juliano Mer-Khamis hat
Mounia Meiborg für die
Süddeutsche Zeitung das Freedom Theatre im palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin besucht.
Die aktuellen Nöte lassen sich auf eine Zahl bringen:
6,3 – das ist der Prozentsatz, um den die Gehälter im öffentlichen Dienst steigen werden. Und dass das selbst ein erfolgreiches Theater wie das
Thalia Theater Hamburg zu Fall bringen könnte, beschreibt Till Briegleb heute in der
Süddeutschen Zeitung. Mehr
hier.
Das
Grips Theater stehe vor der Pleite, beginnt die Pressemitteilung des Theaters, und das wird auch überall getitelt. So eine Behauptung sichere Aufmerksamkeit, "
falsch ist sie trotzdem", schreibt Birgit Walter heute in der
Berliner Zeitung. Mehr
hier.
Viel sei in den letzten Wochen vom Infarkt der Kultur, von Übersättigung und Überangebot die Rede gewesen. Für Rüdiger Schaper vom Berliner
Tagesspiegel eine realitätsferne Debatte. Längst nämlich sei manch staatliches Haus bedrohlich prekär finanziert. Das weltberühmte Berliner Grips Theater zum Beispiel, mit dessen Lage Schaper sich ausführlich befasst. Mehr
hier.
Oft wird in Deutschland geklagt, dass es Politiker und nicht die Künstler seien, die Entscheidungen treffen.
Johan Simons beschreibt nun in der
Süddeutschen Zeitung, welche Vorteile dieses Procedere habe, nämlich eine kontinuierliche gesellschaftliche Legitimierung. "In den Niederlanden, wo man diese Verbindung einst gekappt hatte, habe dagegen eine fatale Entfremdung zwischen Kunst und Politik stattgefunden", so der Intendant der Münchner Kammerspiele. Mehr
hier.
In der
Berliner Zeitung rechnet Dirk Pilz Nicolas Stemann gute Chancen für die Armin-Petras-Nachfolge als Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters aus. Und sieht hinterm Kastanienwäldchen am Kupfergraben bereits eine ganz neue Art Stadttheater entstehen. Mehr
hier.
Anlässlich des eben zuende gegangenen Pariser Theaterfestivals "Paris-Berlin", mit dem sich Théâtre de l'Odéon-Intendant
Olivier Py in Richtung Avignon verabschiedet hat, schreibt Johannes Wetzel in der
Welt über die deutsch-französischen Theater-Beziehungen.
Hier unsere Zusammenfassung.
Warum
nicht einfach die Hälfte aller Kultureinrichtungen schließen? So fragen die vier Autoren des Buches
Der Kulturinfarkt, thesenartig vorab veröffentlicht im Spiegel. Darauf antworten Kritiker und Kommentatoren en masse, deren Argumente wir in einer
Presseschau versammelt haben. Auch die Theaterschaffenden mischen sich ein.
Heute neu: In der
Süddeutschen Zeitung verknüpft Michael Stallknecht die Kulturinfarkt-Debatte kunstvoll mit der
Regietheater-Debatte und macht das Theater selbst als Quell des Bösen aus. Au backe.
Der Theaterkritiker Hillger hatte unter Pseudonym Theaterstücke verfasst, die in der
Mitteldeutschen Zeitung von Kollegen besprochen wurden und deren Regisseure Hillger auch weiterhin selbst rezensierte.
Hier eine Zusammenfassung der MZ-Recherchen.
Frank Castorf ist mit einem Reporter und früheren Fan in Paris um die Häuser gezogen. Saufend und schwadronierend. Das Ergebnis steht im April-Heft von
Cicero. Lesefrüchte pflückt
Nikolaus Merck.
Wie viel
Interkulturalität und wie viele
Menschen mit nicht-altdeutschem Erfahrungshintergrund leistet sich das deutsche Theaterwesen. Eine Umfrage.
Siebzig Zuschauer sind am Mittwochabend im
Deutschen Theater Berlin zum
Publikumsgespräch geblieben nach der Vorstellung von
Unschuld, in der erstmals darauf verzichtet wurde, die Gesichter schwarz zu malen. Dass sich Andreas Döhler stattdessen weiß anpinselte, heizte die Debatte hinterher nochmal an, wie Joanna Itzek heute in der
taz Berlin berichtet.
Zusammenfassung hier.
Dieter Roths Theaterstück
Murmel Murmel besteht ausschließlich aus diesen Worten, die endlos wiederholt werden. "Die Gefahr besteht, dass man Szenen baut, wo gar keine sind, und sich bei den Zuschauern dafür entschuldigt, dass man jetzt 'Murmel Murmel' macht", sagt Herbert Fritsch, der das Stück zur Zeit an der Berliner Volksbühne probt, im Interview mit Matthias Heine in der
Welt.
Mehr hier.
Das politische Theater brüstet sich gern mit seinem kritischen Aufbegehren gegen die Mächtigen aller Länder. Aber was macht gute Machtanalytik eigentlich aus?
Der Soziologe Dirk Baecker hat dem
Tagesspiegel ein Interview gegeben.
Hier ist's zusammengefasst.
Die
taz über einen Wettbewerb für deutsche Dramatiker mit Migrationshintergrund des Westfälischen Landestheaters Castrop-Rauxel:
hier entlang.
Heute wäre
der Dramatiker Heinar Kipphardt neunzig Jahre alt geworden, u.a. einer der bedeutenden Vertreter des Dokumentartheaters in Deutschland. Einstmals viel gespielt, ist er im Augenblick etwas in Vergessenheit geraten. Ein Mann, dem beide deutschen Staaten nicht recht heimatlich wurden. Das
Neue Deutschland erinnert heute an ihn.
Den Protesten eines Kardinals gegen die Aufführung der Gruppe Socìetas Raffaello Sanzio am Berliner HAU widmen sich
Berliner Zeitung und
Tagesspiegel. Mit
eindeutigem Ergebnis.
Die heutige
taz widmet sich dem Afrika-Schwerpunkt des Theaters Konstanz, dessen unterschiedliche Erkundungsstrategien sie anhand von zwei Inszenierungen
untersucht.
Die Blackfacing-Debatte über Hautfarben, Besetzungspraktiken und Rollenvorschriften hat nun auch die Schweizer Öffentlichkeit erreicht. Nach den
deutschen Qualitätszeitungen mischte sich letzte Woche auch die
Neue Zürcher Zeitung in die
Blackfacing-Debatte: Wie erklärt das Theater eigentlich den Widerspruch zwischen Authentizitätslust beim postmigrantischen Theater und der Warnung vor der Realismusfalle im Falle schwarzer Schauspieler?
Die Zürcher Theaterkritikerin
Alexandra Kedves schreibt, das Theater habe sich von
Fun und Trash verabschiedet. Statt dessen würden nun auf der Bühne Dokumente und Diskurse gewälzt. Das
politisch engagierte Theater sei im Vormarsch.
"Hören Sie mal Sie arschkriecherischer Stollenzwerg, was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht?" Klar lesen wir solche Sätze alle gerne. Solange sie nicht auf uns gemünzt sind. Welche
Folgen hat eigentlich die
neue Form der Auseinandersetzung per Internetkommentaren - die alle nachtkritk-LeserInnen gut kennen - auf die Öffentlichkeit?
Julia Schramm, Politologin und Kandidatin für den Vorstand der Piraten-Partei, hat in der
Süddeutschen Zeitung Bedenkenswertes aufgeschrieben.
Ein langes, berührendes Portrait des Volksbühnen-Schauspielers
Frank Büttner veröffentlicht das evangelische Magazin
Chrismon in seiner März-Ausgabe.
Eine ganz große Sache, findet eine
Frankfurter Allgemeine Zeitung, sei die Ehrung des Schauspielers Gert Voss in der Konrad-Adenauer-Stiftung gewesen.
Er war kein Mann für harmlose Witzchen, also muss man ihn auch nicht leicht und anekdotisch in Erinnerung rufen. Das sagt heute Wolfgang Behrens anlässlich des 10. Todestages von Einar Schleef in der
Frankfurter Rundschau.
Hier die Zusammenfassung.
"Geht es weiter? Und wenn ja, wie?", fragt
Andreas Schäfer im
Tagesspiegel. Gemeint ist die griechische Kulturszene, für die sich im Moment so gar keiner zu interessieren scheint. Dabei steht sie vor dem Abgrund.
Die Nachricht, dass Frank Castorf bis zum Erreichen des Rentenalters in drei Jahren Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin bleiben soll, wird von den
Kommentatoren mit Ächzen hie und verhaltenerm Optimismus da aufgenommen.
Wie immer wird nach der Bekanntgabe der
Juryauswahl für das Theatertreffen das Tableau hin und her gewendet und von allen Seiten beguckt. Nur zwei Printjournalisten nennen Inszenierungen, die sie auch gerne beim Festival gesehen hätten: Frank Castorfs "Der Spieler" und Sebastian Nüblings "Three Kingdoms". Ansonsten werden der Jury vor allem Komplimente gemacht – heute zieht die taz nach.
Hier unser Überblick.
Bayreuth ist für mich Grenzüberschreitung, so ist das Interview überschrieben, das Volker Blech und Stefan Kirschner für die
Welt mit Frank Castorf geführt haben. Darin geht es um seine "Ring"-Inszenierung, aber auch um "Die Marquise on O.", die heute an der Berliner Volksbühne Premiere haben sollte (aber aufgrund eines Krankheitsfalles im Ensemble abgesagt werden musste). Mehr
hier.
Von drohender
Finanznot am Theater Lübeck berichten die
Lübecker Nachrichten. Bereits zum Jahreswechsel sei das Theater
ohne Wissen der Belegschaft aus dem Tarifverbund ausgetreten. Denn die anstehenden Tariferhöhungen hätte das Theater unter Verbrauch aller Reserven maximal bis November bezahlen können. "Die Lage ist
bedrohlich für die Existenz des Theaters", wird Geschäftsführer Christian Schwandt zitiert. Auf einen
Haustarif wolle sich die Belegschaft allerdings nicht einlassen. Die Debatte mit den Mitarbeitern werde emotional, aber noch
ruhig geführt.
Manchem wird sofort schwindelig auf dem
Intendantenkarussell. Andere laufen erst im Stadium des fortgeschrittenen Schwindels zu Hochform auf:
Neuigkeiten gibt es hier – unter anderem über die Unterlassungserklärung, die gegenüber den jüngsten Intendanz-Spekulationen der
Süddeutschen Zeitung erwirkt wurde.
István Márta war bis Ende Januar Leiter des Neuen Theaters Budapest und wurde nun vom Rechtspopulisten György Dörner abgelöst. Im Interview auf
Zeit online bangt Márta um die Zukunft des Hauses.
Die Hamburger
Occupy-Bewegung campiert normaler Weise auf dem Platz vor dem Thalia Theater. Für die Vorstellung der
Kontrakte des Kaufmanns am 27. Januar 2012 bat das Theater die Protestanten auf die Bühne.
Wie sah das aus?
Für die
Süddeutsche Zeitung hat Martin Krumbholz den
Bonner Intendanten interviewt, der das Theater der ehemaligen Bundeshauptstadt 2013 verlassen wird. Wer ihm nachfolgt, ist noch unklar – zuletzt bekam die Stadt Bonn eine
Absage von der Saarbrücker Intendantin Dagmar Schlingmann.
Zur Zusammenfassung.
In der
Zeit besingt der Regisseur Benjamin Korn Shakespeares Hamlet und Molières Alceste.
Zum Überblick.
Vor dem Hintergrund der schwelenden möglichen Wulff'schen Korruptionsaffäre gestehen heute sieben bekannte Kulturleute in der Wochenzeitung
Der Freitag eher augenzwinkernd kleine und größere Korruptionsvorfälle. Darunter auch Dramaturg
Björn Bicker.
Vadim Glowna ist gestorben, und in den Medien wird noch einmal daran erinnert, wie er als junger Mann nach Paris abhaute, dann doch zum Schauspielstudium nach Hamburg zurückkam, mit Gründgens, Zadek, Oskar Roehler arbeitete und nicht zuletzt selbst teils großartige Filme drehte.
Zur Presseschau.
Warum wechselt jemand aus dem wohlständigen Stuttgart ins finanziell und kulturpolitisch wackelige Weimar? In den
Stuttgarter Nachrichten nennt Hasko Weber heute seine
Gründe.
Kaum hat sich die letzte große Intendanten-Spekulation in Bonn mit der
Absage von Dagmar Schlingmann in Luft aufgelöst, spekuliert man andernorts fröhlich drauf los. Diesmal geht es um das Berliner Maxim Gorki Theater, dessen Chef Armin Petras vor drei Monaten seinen Wechsel ans Staatsschauspiel Stuttgart ankündigte. In der
Süddeutschen Zeitung werfen nun Peter Laudenbach und Till Briegleb verschiedene KandidatInnen-Namen für die
Intendanz ins
Feuilletonrund.
Die desaströsen kulturpolitischen Entwicklungen in den Niederlanden hat für nachtkritik.de schon
Simon van den Berg beschrieben. Jetzt legt
Udo Badelt im Berliner
Tagesspiegel nach: "Es sind vor allem die Kleinen, die bezahlen sollen."
Im Berliner Schlossparktheater wird ein schwarzer Mann von einem weißen, schwarz geschminkten Schauspieler gespielt – was in der Netzgemeinde
erbitterte Diskussionen ausgelöst hat. Stellt Schlossparktheater-Intendant Dieter Hallervorden sich damit in die Tradition des Blackface-Theaters? Auch heute gibt es eine neue Stimme in der
Diskussion.
Zum Jahreswechsel hat
Niels Ewerbeck die Intendanz des Frankfurter Künstlerhauses Mousonturm übernommen. Im
Deutschlandfunk spricht er über seine Pläne mit einem von Deutschlands wichtigsten Off-Zentren.
In einem launigen Interview mit
Matthias Wulff, Kulturchef der
Berliner Morgenpost, outet sich Regisseur Sebastian Baumgarten als "Dschungelcamp"-Gucker. Das TV-Format vergleicht er mit der Theaterform der Groteske.
Die Schönheit der Welt feiern anstatt ihre Unerträglichkeit kommentieren will der Schauspieler Matthias Brenner, seit dieser Spielzeit Intendant am Neuen Theater in Halle, sagt er in der
Zeit.
Hier unsere Zusammenfassung des heute erschienenen Brenner-Porträts von Nina May.
Männer beherrschen die Theaterstadt Wien. Aber vor deren Toren walten drei Intendantinnen, die in Graz oder St. Pölten ihre Theater nach oben führen.
Helmut Schödel porträtiert heute in der
Süddeutschen Zeitung diese drei furchtlosen und erfolgreichen Theatermacherinnen:
Anna Badora, Bettina Hering, Isabella Suppanz, "Realistinnen, während die Theatermachos in Wien die Helden spielen".
Die Leipziger Kulturlandschaft kommt nicht zur Ruhe. Nach der Ankündigung Sebastian Hartmanns, seine Intendanz des Centraltheaters nicht über die Spielzeit 2012/2013 hinaus zu verlängern, hat nun Peter Konwitschny vorzeitig seinen Posten als Chefregisseur der Oper aufgegeben.
Die Medien sehen das
Problem bei der Leipziger Kulturpolitik.
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