30. September 2016: Jelineks Schatten (Eurydike sagt) an der Schaubühne Berlin

Das Stück passe eigentlich zur Regisseurin so die Kritiken, und doch verkürze die Inszenierung den Abend zur düsteren Fallstudie. Wir sahen einen unguten Mix aus David Lynch und Pedro Almodóvar.

30. September 2016: Kamel Daouds Der Fall Meursault an den Münchner Kammerspielen

Erste Stimmen sind begeistert. Wir bleiben nüchtern.

28. September 2016: Mareike Mikat zeigt Kleists Der zerbrochne Krug in Schwerin

Mit geringen Abstrichen fühlten sich die Mecklenburger Kritiker in diesem Lustspiel gut und intelligent unterhalten. Wir hatten größere Einwände.

28. September 2016: Wut/Rage von Jelinek und Stephens in Hamburg

Die ersten Stimmen waren begeistert von dieser prominenten Doppel-Uraufführung durch Sebastian Nübling im Thalia Theater, die überregionalen Kollegen haben sich gelangweilt. Wir sind auf der euphorisierten Seite.

27. September 2016. Così fan tutte an der Deutschen Oper Berlin

Die Kritiker sind überwiegend enttäuscht von Robert Borgmanns Inszenierung der Mozart-Oper. Wir wittern Beliebigkeit.

27. September 2016: Hamlet am Schauspiel Köln

Uneinig sind sich die Kritiker*innen über Stefan Bachmanns Inszenierung. Wir waren beeindruckt.

27. September 2016: Der Mensch erscheint im Holozän am Deutschen Theater Berlin

Die Kritiker*innen jonglieren mit großen Adjektiven, um Thom Luz' Inszenierung der Frisch-Erzählung zu fassen zu bekommen. Von "anrührend" bis "spröd" ist alles dabei. Wir erlebten Glücksmomente.

27. September 2016: Mouawads Himmel am Theater Neumarkt Zürich

Eine erste Schweizer Stimme ist höchst unglücklich mit Wajdi Mouawads Text, den wir kraftvoll und klug fanden.

27. September 2016: Blutgeld an den Schauspielbühnen Stuttgart

Die Lokalkritikerinnen finden die Ulf Dietrichs Uraufführung von Joshua Sobols Stück "sehenswert", wir finden sie "todlangweilig".

26. September 2016: Ulrich Rasches Die Räuber am Residenztheater München

 Love it or hate it - zu dieser wuchtigen Inszenierung muss man sich verhalten, heißt es in den ersten Kritiker-Reaktionen auf Uli Rasches Die Räuber. Und die Mehrheit liebt es, wie wir auch.

26. September 2016: Die schmutzigen Hände am Residenztheater München

Die Kritiker*innen können der Sartre-Inszenierung von Martin Kušej nicht viel abgewinnen. Wir fanden den Abend auch nicht spannend.

26. September 2016: Torquato Tasso an der Wiener Burg

Regisseur Martin Laberenz hat die Kritiker nicht auf seine Seite ziehen können mit seiner Goethe-Inszenierung verblüfft. Wir warteten vergeblich auf Überraschungen.

26. September 2016: Leif Randts Planet Magnon am Düsseldorfer Schauspielhaus

Von den existenziellen Fragen, die Leif Randts Roman stelle, war wenig zu sehen in Alexander Eisenachs Inzenierung, so eine erste Kritik. Auch für uns blieb der abgeklärt heitere Ton des Romans unerreicht.

26. September 2016: Bekannte Gefühle, gemischte Gesichter, Volksbühne Berlin

Solche Einigkeit ist selten: Die Kritiker*innen singen chorisch ein Loblied. Wir stimmen mit ein.

23. September 2016: paradies fluten überarbeitet in Mainz

Das Staatstheater zeigt eine überarbeitete Version der Uraufführung der "verirrten Sinfonie" von Thomas Köck. Die Recklinghausen-Premiere hat uns enttäuscht, den Kritiker*nnen zufolge hat Sara Ostertag in Mainz den Abend verbessert. 

23. September 2016: Manchmal hat die Liebe ... von Laura Naumann in Bochum

Zumindest 2 von 3Lokalzeitungskritikern fühlen sich gut unterhalten von Jan Gehlers Uraufführung von Manchmal hat die Liebe regiert und manchmal einfach niemand, wir fragten uns: "What does it all mean?"

22. September 2016: Der thermale Widerstand am Schauspielhaus Zürich

Ein Kollege sieht das Potenzial des Stücks von Ferdinand Schmalz in der Uraufführung nicht eingelöst, ein anderer ist begeistert. Wir fanden, Schmalz macht es sich zu schwer.

21. September 2016: Uraufführung: Volker Brauns Die Griechen am Berliner Ensemble

Die Radio- und Zeitungskritik ist mit kleinen Abstrichen angetan von Manfred Karges Uraufführungsinszenierung, die uns zu untergangsverliebt war.

21. September 2016: Die IS-Doku Zwang des Materials in Paderborn

Die westfälische Zeitungskritik ist positiv erschüttert von Katharina Kreuzhages Inszenierung. Auch für uns war es ein wichtiger, wenn auch anstrengender Abend.

20. September 2016: Brain Projects von Rimini Protokoll am Hamburger Schauspielhaus

Den meisten Radio- und Zeitungskritiker*innen bot diese theatrale Hirnforschung zu wenig neuen Einblick Auch wir wurden nicht so recht warm.

20. September 2016: Hysteria nach Luis Buñuel am Schauspielhaus Hamburg

Die Kritikerkolleg*innen sind sich einig, dass Karin Beiers Inszenierung kippelig ist, gegen Ende stiegen die meisten aus. Wir fanden es "seltsam laut".

20. September 2016: Die Dresdener Martin-Heckmanns-Uraufführung Mein Herz ist rein

Freudig bis verhalten sind die Kolleg*innen. Der heute nachklappenden überregionalen Stimme kippt der von Evgeny Titov inszenierte Abend gegen Ende allzu sehr aus den Latschen. Auch wir waren mäkeliger.

19. September 2016: Triumph der Freiheit nach Joël Pommerat in Dortmund

Sehr begeistert sind die Zeitungskritiker von Ed. Hauswirths freier Pommerat-Adaption, so frei, dass sie den Titel "Ça ira" nicht mehr tragen darf. Wir sahen exotische Seltsamkeit.

19. September 2016: Claudia Bauers Leipziger Inszenierung von 89/90

Die Leipziger Radio- und Zeitungskritiker sind begeistert von dieser langen, aber flotten Adaption des Wenderomans von Peter Richter. Wir auch.

19. September 2016: Erschlagt die Armen von Shumona Sinha in Hamburg

Der Zeitungskritiker ist verunsichert von dieser Adaption eines Skandalromans über die Verzweiflungstag eines Asylbewerbers, Regie am Thalia Theater: Anne Lenk. Uns blieb der Abend fern.

19. September 2016: Susanne Kennedy mit Medea.Matrix bei der Ruhrtriennale

Mehr als angestrengtes kunstgewerbliches Wollen kann das Gros der Kritik in diesem Abend mit Birgit Minichmayr nicht entdecken, die überregionalen Stimmen ärgern sich darüber. Auch uns war die Chose zu dünn.

19. September 2016: In Düsseldorf geht die Intendanz Schulz mit Gilgamesh an den Start

Die Kritik vor Ort bricht nach der Premiere von Roger Vontobels Inszenierung des Gilgamesh-Epos im wesentlichen hochoptimistisch in eine neue Düsseldorfer Theater-Ära auf, die überregionalen Zeitungsstimmen sind wie wir skeptischer.

19. September 2016: Im Turm zu Basel von Theresia Walser

Die Kolleg*innen finden fast einhellig: Sebastian Schugs Uraufführung am Theater Basel hat sich rentiert. Sogar der Generalsekretär der im Stück behandelten Bank fand den Abend "genial". Nur wir sind nicht auf unsere Kosten gekommen.

19. September 2016: Dantons Tod von Gintersdorfer/Klaßen in Bremen

Die Zeitungen halten die postkoloniale Büchner-Adaption für mindestens aufschlussreich. Wir hielten sie immerhin für amüsant.

17. September 2016: Achim Freyers Abschlussball zum Schluss von Peymann am BE

Mit einer Ausnahme hagelt es Verrisse für diesen Auftakt zur Abschluss-Saison von Claus Peymann am Berliner Ensemble. Auch von uns

16. September 2016: Willkommen von Franz Wittenbrink am St. Pauli Theater in Hamburg

Die Kolleg*innen hatten überwiegend gut lachen. Nur ein Kritiker erhebt den Vorwurf, Hamburg habe jetzt sein "sein erstes Musical für AfD-Anhänger". Auch wir haben Bedenken.

15. September 2016: Königin Lear von Tom Lanoye und Kay Voges in Frankfurt

Auf viel Begeisterung stößt diese Shakespeareübermalung am Schauspiel Frankfurt bei der Kritik vor Ort. Auch der fulminanten Josefin Platt in der Titelrolle wegen. Überregional gibt man sich verhaltener. Wir nicht.

14. September 2016: Ersan Mondtags fast stumme Iphigenie in Frankfurt

Die Kritiker*innen sind ein bissel enttäuscht von dem doch als hoch begabt gerühmten Mondtag und seinem Iphigenie-Projekt. Wir waren jetzt auch nicht völlig hin und weg.

13. September 2016: Die Apokalypse von Michal Borczuch beim Baseler Theaterfestival

Hybrides, asoziations- und atmosphärenreiches Theater, so ein Zeitungskritiker über dieses Gastspiel vom Warschauer Nowy Teatr. Das uns auch beeindruckt hat.

13. September 2016: Yael Ronens neues Fakt-und-Fiktion-Spiel Denial am Gorki Berlin

Nicht alle Kritiker*innen sind begeistert von diesem Abend. Heute gibt's noch mal Minuspunkte. Auch bei uns hinterließ der Abend gemischte Gefühle.

13. September 2016: Empire von Milo Rau erst in Zürich und dann in Berlin

Sehr begeistert vom finalen Teil der "Europa Trilogie" waren die Zeitungskritiker*Innen nach der Premiere beim Zürcher Theaterspektaktel. Zum überwiegenden Teil sind es jetzt auch die Berliner. Aber es gibt auch harsche Kritik. Wir jubelten bereits in Zürich.

12. September 2016: Die Zürcher Antigone, tiefer gelegt von Senkel/Zaimoglu & Pucher

Die Kritik vor Ort ist not amused von dieser Antigone, die vom bewährten Duo Günter Senkel und Feridun Zaimoglu neu gefasst und von Stefan Pucher videoreich inszeniert wurde. Wir auch nicht.

11. September 2016: Dušan David Pařízeks Fassung von Das Narrenschiff in Wien

Die erste Wiener Kritikerin fand es vor allem heiß im Volkstheater. Wir fanden es auch heiß, aber die Inszenierung interessierte uns mehr als die Kollegin.

9. September 2016: Luk Perceval bei der Ruhrtriennale mit Geld

Percevals grenzenloser Maximalismus kriegt sie alle. Die Kolleg*innen scheinen sich in ihrem Urteil nicht ganz sicher, wir sahen in jedem Fall hochkomplexes, konzentriertes Theater.

8. September 2016: Johan Simons' Die Fremden bei der Ruhrtriennale in Marl

Die riesige Halle und die Kohlenmisch-Maschine beeindrucken, auch das zutiefst existenziell-Humane der Arbeit, so die Kritiker*innen, diagnostizieren aber auch Beliebigkeit und Altbekanntes. Heute ist eine Kollege geradezu entsetzt. Wir sahen ein großes Panorama der Verunsicherung.

8. September 2016: Die Horváth-Uraufführung Niemand in Wien

Hat sich die Entdeckung dieses Frühwerks von Ödön von Horváth nun gelohnt oder nicht? Die Zeitungskolleg*innen sind sich uneinig, auch in Sachen Regie, der wir mehr Mut zur Peinlichkeit gewünscht hätten.

7. September 2016: Matthias Hartmanns' Die Räuber in Salzburg und auf Servus TV

Überall wird diese Inszenierung für seine Technik gelobt, inhaltlich kommt Die Räuber dennoch schlecht weg. Die Kritiker*innen sahen eher ein Möchtegern-Fluch der Karibik, wir waren ebenfalls enttäuscht.

5. September 2016: Während ich wartete in Braunschweig und  Basel

Thematisch vielschichtig, theatralisch solide, so der Tenor in den Kritiken über Gastspiele des syrischen Stücks Während ich wartete beim Festival Theaterformen in Braunschweig und beim Theaterfestival Basel. Heute kommt noch eine sehr angetane Kritik dazu. Wir waren auch sehr zufrieden.

3. September 2016: Nicht schlafen von Alain Platel bei der Ruhrtriennale

Mahler ist nicht Platels Ding, sagen die Kolleg*innen und leiten das unterschiedlich her. Wir waren bedingungslos begeistert.

3. September 2016: Kula – Nach Europa von Robert Schuster in Weimar

Einen auf berührende Weise gelingenden Verständigungsversuch hat der Zeitungskritiker erlebt, der allerdings zuwenig Platz habe neben dem politischen Versuch, die fünf afghanischen Schauspieler (die das Auswärtige Amt nicht einreisen ließ) einzubeziehen. Uns ging es ähnlich.

1. September 2016: Asyl des müden Europäers bei der Wiesbadener Biennale

Wie wir findet auch die Zeitungskritikerin das Seitenprogramm der Biennale, das in den öffentlichen Raum ragt, viel spannender als das Hauptprogramm.

30. August 2016: Die Dresdner Adaption von Peter Richters Wenderoman 89/90

Die Kollegen können Christina Rasts Inszenierung am Dresdener Staatsschauspiel nicht viel abgewinnen. Für uns hatte diese illlustrierte Geschichtsstunde ihre Momente.

29. August 2016: Die immersive Installation Goethe: Vom Verschwinden in Weimar

Verzaubert ist ein erster Kritiker von Bernhard Mikeskas Goethe-Installation, die beim Kunstfest Weimar im verwunschenen Schiesshaus zu begehen war. Wir verschwanden und verschwanden nicht in Goethes Geist.

29. August 2016: Luise Vogt mit Der Golem in Oldenburg

Viel Stoff für Auge und Hirn haben von dieser Produktion einen Kritiker vor Ort sehr begeistert. Unser Urteil viel etwas verhaltener aus.

27. August 2016: Rabih Mroués So Little Time zur Eröffnung der Wiesbaden Biennale

Wie sich Rabih Mroué und die Performerin Lina Lina Majdalanie in So Little Time mit der Wahrheit hinter den Bildern auseinandersetzen, gefällt den Kritikern. Auch bei uns kam der Abend gut an.

23. August 2016: Ilija Trojanows Der Weltensammler in Dresden

Eine erste Stimme findet Johannes Enders Uraufführung am Staatsschauspiel "nicht unspannend". Wir bemängeln die "betonte Sauberkeit" des Abends.

22. August 2016: Philipp Becker leitet die Altdorfer Tell-Spiele an

Eine Printkritikerin hat originelle Interpretationsansätze bei den diesjährigen Tell-Spielen entdeckt. Auch wir fanden sie einfallsreich.

22. August 2016: Der Revisor, von Dominique Schnizer inszeniert in Osnabrück

Der Printkritiker lobt die punktgenauen Leistungen der Schauspieler, wir dagegen sahen ein wenig zu viel Knallchargentum.

22. August 2016: Het land Nod von FC Bergman beim Zürcher Theaterspektakel

Eine Radiokritikerin hat grandiose Bilder gesehen. Wir waren insgesamt etwas enttäuscht.

16. August 2016: Der Ignorant und der Wahnsinnige bei den Salzburger Festspielen

Die Kolleg*innen loben Sven-Eric Bechtolfs Solo-Show und gähnen über die Inszenierung von Gerd Heinz. Wir sonnten uns in einer "LED-Orgie".

16. August 2016: The Greatest Show on Earth auf Kampnagel in Hamburg

Die Kolleg*innen sahen allerlei Kurioses aber wenig Begeisterndes. Wir fanden die Show "hohl, lau und flau".

16. August 2016: Die Theatertruppe Das letzte Kleinod tourt mit Flucht / Ucieczka

"Unbedingt hingehen", befindet eine Kritikerin nach der Deutschlandpremiere. Wir fühlten uns berührt und nicht belehrt.

15. August 2016: Julia Hölschers Shakespeare-Inszenierung Was ihr wollt in Basel

Hölschers Inszenierung im 2000 Jahre alten Theater Augusta Raurica kommt vor allem ihrer komischen Seiten wegen gut weg in den ersten Kritiken. Ähnlich wie bei uns.

15. August 2016: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg in Hannover

Noch keine richtige Saison-Eröffnung, sondern Sommerhoftheater sei Malte C. Lachmanns Inszenierung, gegen die die lokalen Kritiken nichts zu sagen haben. Auch wir nicht.

11. August 2016: Shakespeares Sturm bei den Salzburger Festspielen

 Die Kolleg*innen tun sich größtenteils schwer mit Deborah Warners Inszenierung. Wir fanden ein schönes Adjektiv für ihre Inszenierung: "erdschwer".

5. August 2016: Endspiel von Samuel Beckett bei den Salzburger Festspielen

Auch die Kolleg*innen, die jetzt noch nachklappen, bejubeln Dieter Dorns Inszenierung. Wir hörten einen Text, der funkelte.

2. August 2016: Harry Potter... am Palace Theatre in London

Ziemlich angetan zeigen sich die Stimmen vor Ort von Stück (J. K. Rowling, Jack Thorne und John Tiffany) sowie Inszenierung (John Tiffany), eine deutsche Kritikerin ist eine Winzigkeit reservierter. Unser Mann vor Ort übrigens auch.

29. Juli 2016: Body + Freedom von Florentina Holzinger u.a. bei ImPulsTanz Wien

In einer ersten Printkritik wird die Performance von Holzinger und Co als heroischer Trash bezeichnet, was doch wohl eine Auszeichnung ist. Wir hatten zumindest höllisches Vergnügen.

28. Juli 2016: Uwe Eric Laufenberg inszeniert Parsifal in Bayreuth

Eigentlich bleibt nur ein Kollege gnädig, die anderen sind schockiert bis entsetzt von einer simplen Inszenierung, aber großenteils begeistert von der musikalischen Wagner-Interpretation von Hartmut Haenchen. Wir sind meinungsmäßig milder Mainstream.

19. Juli 2016: Forced Entertainment mit From the Dark in Berlin

Die Kritikerinnen sind mäßig bis not amused über die Müdigkeit des nachtfüllenden Spektakels zum Abschluss von Foreign Affairs. Wir fanden: Immerhin gab's Frühstück.

18. Juli 2016: Nuran David Calis inszeniert Gold. Der Film der Nibelungen in Worms

Gelangweilt hat sich keiner der Kritiker, die zur Uraufführung von Albert Ostermaiers wilder Nibelungenadaption zu den Nibelungenfestspielen gereist sind. Manche waren sogar recht angetan. Wie wir.

11. Juli 2016: Saponifikation von red park am Mousonturm Frankfurt

Was man bei der "Saponifikation" erleben kann, hat eine Print-Berichterstatterin getreulich und wertungsfrei aufgeschrieben. Wir werteten die Performance als sympathisch, aber wenig aufrührerisch.

11. Juli 2016: Viel Lärm um nichts als Hofspektakel in Magdeburg

Moritz Sostmanns Shakespeare-Inszenierung mit Puppen und Menschen konnte eine lokale Printstimme amüsieren, uns streckenweise sogar verzaubern.

7. Juli 2016: Eröffnung von Foreign Affairs mit William Kentridge

Wie Kentridges Prozession über die Festpielhausfassade zieht, in scheinbar endloser Bewegung, das stimme  geradezu euphorisch, so eine lokale Kritik. Das schrieben wir

7. Juli 2016: Doderers Dämonen von Hermann Beil in Reichenau inszeniert

Lähmende Motorik oder Gespür für Sprachmelodien und -färbungen? Uneinig sind sich die ersten Kritiken über Hermann Beils Inszenierung. Wir waren auch nicht überzeugt.

5. Juli 2016: Five Easy Pieces von Milo Rau feiert Berlin-Premiere

Die Kritiker*innen zeigen sich verstört und begeistertWir fanden die Inszenierung streckenweise "krude".

5. Juli 2016: René Pollesch bringt bei Stuttgart das Stadion der Weltjugend ins Autokino

Die Kolleg*innen sind mal mehr mal weniger angetan, erlebten aber alle einen schönen Kino-Abend. Wir hatten unsere Probleme mit dem Gehalt des neuen Texts.

4. Juli 2016: Kaiser und Galiläer in Oberammergau

Christian Stückl hat ein weithin unbekanntes Ibsen-Stück wiederbelebt und wird dafür mit Anerkennung von den Kritikern bedacht. Nur wir fanden die Inszenierung oberflächlich.

4. Juli 2016: Boom von Doris Uhlich in Freiburg

Das Tanzhappening verliere gegen Ende den Spannungsboden“ kritisiert eine erste Stimme den Abend. Wir wollten fast mittanzen.

4. Juli 2016: Blutmänner / ... von Stephan Kaluza am FFT Düsseldorf

Die Kolleg*innen sind sehr einverstanden mit dem Abend. Wir sahen „Klarheit und Schärfe“ am Werk.

2. Juli 2016: Sleepless der britischen Truppe Analogue in Mainz

Eine rasante Inszenierung, das finden alle Kritiker*innen, aber – so fragt einer – warum bloß auf Englisch? Das störte uns nicht.

2. Juli 2016: Marius von Mayenburg inszeniert in München die Lehman Brothers

Alle Kritiker*innen erfreuen sich an Tempo und Einfallsreichtum einer Inszenierung, deren kapitalismuskritischer Gehalt manchen indes etwas kurz greift. Ging uns nicht unähnlich.

30. Juni 2016: Flüchtlinge fressen 2 – zum Abschluss der ZPS-Aktion in Berlin

Doch so einige Nachgedanken hat das Ende ohne Tiger und der Verlauf der knapp zweiwöchigen Aktions des Zentrums für politische Schönheit mit dem Gorki Theater bei den Kolleg*innen produziert – und auch bei uns.

30. Juni 2016: Hexenjagd von Arthur Miller bei der Bad Hersfelder Festspielen

Dieter Wedels Inszenierung erntet viel Lob wie herbe Kritik von den Kolleg*innen. Wir finden seine Inszenierung "einfallslos".

29. Juni 2016: Anna Bergmann inszeniert Maria Stuart in Essen

Einig sind sich die Kritiken nicht über Bergmanns Schiller-Inszenierung – die Meinungen reichen von "spannend" bis "wenig nachhaltig". Wir waren not amused.

27. Juni 2016: Gespräch wegen der Kürbisse von Jakob Nolte

Die Kolleg*innen waren nicht begeistert von der Uraufführung im Rahmen der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin. Wir fanden Tom Kühnels Inszenierung unentschieden.

27. Juni 2016: Das Gelübde von Dominik Busch bei den Autorentheatertagen am DT Berlin

Die Kolleginnen bemängeln Klischees und inhaltliche Leere. Wir möchten, wir müssen widersprechen.

27. Juni 2016: Kroesinger inszeniert in Berlin Die Luft hier: scharfgeschliffen

Anstrengendes Musiktheater, aber auch sehr intensiv, meint ein Teil der Kritik. Der andere, darunter wir, fand's auch anstrengend, aber nicht so intensiv.

27. Juni 2016: René Kollo und Konsorten in Quartetto am Renaissance-Theater Berlin

Der musikalische Part erfreut alle Kritiker*innen (auch uns), am Szenischen aber scheiden sich die Geister. Wir halten es da mit denen, die verneinen.

25. Juni 2016: Claudia Bosses Ideal Paradise in Wien

Wie die Performer hier als Außerirdische von Claudia Bosse durch Wien geführt werden, hat eine gewisse Skurilität, kann man jedenfalls einer Wiener Kritik entnehmen. Wir nahmen es ernster.

24. Juni 2016: Herbert Fritsch mit Apokalypse jetzt in Berlin

Teilweise recht wortreich und -gewandt gab die Kritik an der Ruhr ihr Leiden an dem hyperaktiven biblischen Abend nach der Offenbarung des Johannes zu Protokoll. Während die Berliner Kritiker, jetzt nach der Premiere an der Volksbühne, ebenso begeistert sind wie wir.

24. Juni 2016: Sankar Venkateswarans Tage der Dunkelheit am Volkstheater München

Diese Kritikenrundschau wäre versehentlich beinahe unter den Tisch gefallen, was schade gewesen wäre, denn die Kritiker*innen waren sehr beeindruckt. Wir auch.

22. Juni 2016: The Rest and the West: Palmyra, eine Recherche in München

Wichtiger Protest, schlecht gemacht, urteilt eine Kritik. Und ist damit auf einer Linie mit uns.

22. Juni 2016: Rodrigo Garcías Operndebüt mit der Entführung aus dem Serail

Für die meisten, wenn auch nicht alle Kritiker ist sie daneben gegangen, die Wannabe-Skandal-Mozart-Inszenierung an der Deutschen Oper – und sie sind damit ganz bei uns.

19. Juni 2016: Das  Bremerhavener Autorenprojekt Offshore

Erfrischend und überzeugend umgesetzt: eine Pressestimme aus der Region zeigt sich begeistert von diesem Autorenprojekt mit Texten von Kevin Rittberger, Thomas Köck und Nis-Momme Stockmann am Theater Bremerhaven. Auch wir waren sehr angetan.

19. Juni 2016: Sebastian Sommers Ionesco-Inszenierung Die Stühle am Berliner Ensemble

Ein erster Kritiker findet, dass in Zeiten wie diesen schon mehr drin sein sollte in einer Ionesco-Inszenierung. Was wir ähnlich sehen.

18. Juni 2016: Big Town von Lone Twin in Mülheim

Angetan ist die Lokalzeitungskritikerin von dieser Freie Szene-Bürgerbühne, so wie auch wir.

18. Juni 2016: Flüchtlinge Fressen vom Zentrum für politische Schönheit

Die Kritiker*innen der anderen Medien schwanken zwischen Totalitarismus-Vorwürfen und vorsichtigem Lob, das Radio entscheidet sich heute für Bericht statt Kritik. So erlebten wir den Auftakt der auf knapp zwei Wochen angelegten Aktion im und vorm Maxim Gorki Theater Berlin.

17. Juni 2016: Totentanz von Strindberg am Schauspiel Frankfurt

Drei von vier Kolleg*innen bejubeln Daniel Foersters Inszenierung. Wir stimmen mit ein: "Alles so schön krank hier."

17. Juni 2016: Torture the Artist nach Joey Goebel in Bremen

Die Kollegen sehnen das Spielende von Alexander Giesches Inszenierung herbei. Nur wir wären gern noch in die Verlängerung gegangen.

16. Juni 2016: Asien-Schwerpunkt beim Festival Theaterformen Braunschweig

Einen guten Zugang in die asiatischen politischen und historischen Verhältnisse bieten die Inszenierungen beim Festival Theaterformen, finden die Kritiker. Und so sahen auch wir's

16. Juni 2016: Nunes inszeniert Kafkas Schloss am Thalia Theater Hamburg

Die Stimmen sind divers und reichen von Konfusion bis Begeisterung. Sympathisch finden den Abend von Antú Romero Nunes fast alle. Wir auch.

16. Juni 2016: "Die Anpassung" von Afsâneh Mâhian bei den Wiener Festwochen

Gemischte Reaktionen, kritische wie angetane, auf das iranische Gastspiel bei den Wiener Festwochen. Wir sahen es eher kritisch.

15. Juni 2016: Thomas Arzt' Novität Der nackte Felsen bei den Ruhrfestspielen

Starke Zustimmung mit wenig Worten in der Lokalpresse, mehr Worte, weniger Zustimmung bei uns.

14. Juni 2016: David Marton mit Figaros Hochzeit in den Münchner Kammerspielen 

Die Kollegen sind über diese Mozart-Dekonstruktion entschieden uneinig; uns hallte da zuwenig nach.

14. Juni 2016: Fußball in der NS-Zeit: Ostermaiers Linke Läufer in Nürnberg

Gut kommt dieser Abend bei der regionalen Kritik weg. Auch wir folgten den Akteuren gebannt.

13. Juni 2016: Sebastian Baumgartens großes Gogol-Brimborium Tote Seelen in Stuttgart

Einige Kritiker*innen dieses Abends haben ein Meisterwerk erlebt, für andere – darunter auch wir – geht der enorme Aufwand von Sebastian Baumgarten nur bedingt auf.

13. Juni 2016: Andriy Zholdak mit Solaris bei den Wiener Festwochen

Das Bildertheater aus Skopje kratzt die Kolleg*innen nicht sehr. Auch wir wurden nicht recht auf die Reise mitgenommen.

13. Juni 2016: Maxi Obexers Recherche-Stück Illegale Helfer in Potsdam

. Bei den Kolleg*innen ist der Abend umstritten. Wir sahen "aufklärerisches Gebrauchstheater für die Willkommenskultur".

11. Juni 2016: Yana Ross' Wiener Wunschkonzert von Franz-Xaver Kroetz

Die Wiener Kritik ist gespalten, ob bei den Wiener Festwochen nun ein einzigartiges Theatererlebnis zu annoncieren ist oder bloß mit dem Tristesse-Zaunpfahl gewinkt wird. Wir blieben milde, aber reserviert.

11. Juni 2016: Die Karlsruher Fassung von Falk Richters Small Town Boy

Zwar werden Regisseur Atif Hussein eindringliche Bilder bescheinigt. Ob das Stück aber der Weltverbesserung oder gar der Aufklärung dient, wird allerdings von der Kritik vor Ort bezweifelt. Auch wir waren unsicher, ob man wirklich Hass mit Hass bekämpfen kann.

10. Juni 2016: Das Blau in der Wand von Tankred Dorst bei den Ruhrfestspielen

Die Kolleg*innen loben das Stück, können mit der Inszenierung von David Mouchtar-Samorai aber nicht viel anfangen. Wir erlebten ein "zärtliches, zartbesaitetes vitales Miniatur-Requiem".

10. Juni 2016: Töt' erst sein Weib nach Beethoven in Nürnberg

"Eine absolut sehens- und hörenswerte Aufführung“, lobt einer der Kollegen die umstrittene Arbeit von Stefan Otteni und Guido Johannes Rumstadt. Auch wir waren beeindruckt.

10. Juni 2016: Philippe Heules Die Simulanten bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Die Kolleg*innen kritisieren das Stück, loben aber die Inszenierung von Claudia Bauer. Wir resümieren: "Viel Aufwand für solch schalen Pessimismus."

6. Juni 2016: Lars-Ole Walburg inszeniert Rocco und seine Brüder

Wenig bis gar nicht begeistert sind die Zeitungskollegen von diesem Visconti-Abend bei den Ruhrfestspielen, den wir stark fanden.

6. Juni 2016: Gordon Kämmers Inszenierung Die Räuber am Schauspiel Leipzig

Da sei also die Generation Facebook und Twitter nun im Theater angekommen, stellt ein Kritiker vor Ort fest. Aber sie könne nur posten, nicht erzählen. Ein anderen spricht von jungenhaft-kecker Gediegenheit Wir hatten ebenfalls Einwände.

6. Juni 2016: Martin Kušej inszeniert Iwanow am Münchner Residenztheater

Gelangweilt hat diese Tschechow-Aufführung das Gros der Kolleg*innen. Auch wir waren enttäuscht.

6. Juni 2016: Thomas Krupa inszeniert in Erlangen Sepp Bierbichlers Mittelreich

Ambitioniert, aber viel zu lang, urteilen die Zeitungskolleg*innen ähnlich wie wir.

6. Juni 2016: Elias Perrig inszeniert Die schöne Fremde in Göttingen

Eine Kollegin klagt, Klaus Pohls Rassismus-Stück von 1991 sei zwar wieder aktuell, der Abend am Deutschen Theater aber bleibe harmlos. Wir sahen das ähnlich.

6. Juni 2016: Tom Gerber inszeniert Die bleichen Füchse von Yannick Haenel

Dekadenz und Prätention sieht der Zeitungskritiker in diesem Abend am Theater Pforzheim, dem wir schon etwas abgewinnen konnten.

6. Juni 2016: Tuğsal Moğuls Deutsche Konvertiten in Münster

"Ein wichtiges Stück", hat eine Lokalkritikerin gesehen. Da stimmen wir zu.

6. Juni 2016: Prinzip Gonzo inszeniert Tim Staffels Im Netz in Heilbronn

Ein Kollege zeigt sich beeindruckt von dem "eindringlichen Stück" Tim Staffels. Auch wir genossen diesen "medialen Albtraum".

6. Juni 2016: Oliver Frljić will mit Unsere Gewalt und eure Gewalt schockieren

Unsere Kritikerin sah in der Inszenierung im Rahmen der Wiener Festwochen viele kraftlose Bilder, die meisten Kolleg*innen sind empört oder schämen sich sogar fremd.

 6. Juni 2016: Gewöhnliche Menschen bei den Wiener Festwochen

Erste Stimmen bemängeln dramaturgische Mängel des Stücks von Gianina Cărbunariu. Wir finden den Abend "dramatisch so interessant wie ein Notizblock".

6. Juni 2016: Mnouchkines Die letzte Karawanserei am Münchner Metropoltheater

Ein Lokalkritiker bejubelt die Inszenierung von Jochen Schölch als "Theaterabenteuer über die Abgründe des Menschseins". Auch wir haben uns berühren lassen.

6. Juni 2016: Sommerfest von Frank Goosen am Prinzregenttheater Bochum

Die Lokalzeitungskritiker sind strenger mit Romy Schmidts lokalkolorierter Inszenierung des Ruhrpott-Romans als wir.

5. Juni 2016: Simon McBurneys Regenwaldtrip The Encounter bei den Wiener Festwochen

Ein Kollege spricht von einem wunderbaren, wir von einem existenziellen Erlebnis.

3. Juni 2016: Karsten Laskes Terrorkind in Würzburg uraufgeführt

Die Lokalkritiker*innen sind voll des Lobs für Tim Stefaniaks Inszenierung des Leohnhard-Frank-Preisträger-Stücks. Auch wir blieben nicht unbeeindruckt.

3. Juni 2016: Urauffühung von Thomas Köcks paradies fluten in Recklinghausen

Ein Kollege erkennt in der Inszenierung von Sara Ostertag bei den Ruhrfestspielen ein Paradebeispiel dafür, was man einem Stück in seiner Uraufführung alles zumuten kann. Wir sahen den Abend ähnlich.

1. Juni 2016: Das erste Performing Arts Festival in Berlin

"Spannend" fand die Radiokritikerin dieses massive Showcase der Freien Szene – hier ist unser Festivalbericht.


1. Juni 2016: Leander Haußmann zündelt mit Die Räuber am Berliner Ensemble

Die ersten Kritiken zeigen sich wenig begeistert, heute kommt eine insgesamt angetane dazu – wir sahen zumindest eine sehr starke erste Hälfte.

1. Juni 2016: Das dritte Schweizer Theatertreffen in Genf

Etwas enttäuschte, aber schonende Bilanz zieht die Zeitungskritikerin – wir gaben an dieser Stelle Auskunft über Kontext und diesjährige Gestalt der jungen Institution Schweizer Theatertreffen.

31. Mai 2016: Frank Castorfs Die Kabale der Scheinheiligen an der Volksbühne Berlin

Ein großer oder zumindest sehr langer Castorf-Abend über Regie-Künstler und die Macht fordert die Feuilletons von nah und fern naturgemäß zu großen Stellungnahmen heraus. Die neue Volksbühnen-Intendanz und Berlins Kultursstaatssekretär Tim Renner müssen einiges einstecken. Über all dem gehen die Urteile breit auseinander: Zwischen Begeisterung und dem Ruf "Bitte Castorf nur noch an Opern lassen!" ist alles drin. Wir sagten: Am Grand Canyon sollte man nicht nörgeln, und taten es trotzdem.

31. Mai 2016: Lutz Hübners/Sarah Nemitz' Wunschkinder in Bochum uraufgeführt

Unsere Autorin sah ausgezeichnetes Alltagstheater. Die anderen Kritiker widersprechen dem höchstens ein wenig.

30. Mai 2016: Ronny Jakubaschks Theaterversion des Romans Djihad Paradise in Halle

Eine erste Radiokritik gib dem Abend sehr gute Noten. So, wie wir auch.

30. Mai 2016: Gernot Grünewalds Osnabrücker Rechercheprojekt Oshi-Deutsch

Die ersten Kritiker*innen sind trotz Publikumsjubel nicht so froh. Wir schon.

30. Mai 2016: Der dokumentarische Abend Kein schöner Land in Krefeld

Die Kritiker vor Ort ziehen den Hut vor diesem Abend zur gegenwärtigen Lage der Nation von Lothar Kittstein, Hüseyin Michael Cirpici und Matthias Gehrt.Wir im Prinzip auch.

28. Mai 2016: Mädchen in Not – Famoser Neuling von Anne Lepper in Mannheim

Die lokalen KritikerInnen sind sich uneins, changieren zwischen Lob und Komplettverriss. Wir hingegen fanden den Abend wahnsinnsstark.

28. Mai 2016: Mario Holetzecks Hamlet in Cottbus

Die Kolleginn*en hatten viel Freude und inspirierte Stunden in Cottbus, eine sogar ein "besonderes Theatererlebnis". Wir fanden den Abend effekthascherisch.

27. Mai 2016: Árpád Schillings Eiswind / Hideg szelek am Akademietheater Wien

Die Kritiker*innen sind mehrheitlich skeptisch, ob Schullings Brachialdramaturgie wirklich funktioniert. Wir erlebten starkes, produktiv irritierendes Schauspielertheater.

27. Mai 2016: Christian Schäfers Der letzte Cowboy in Recklinghausen

Die Print-Kollegen beschreiben die Premiere bei den Ruhrfestspielen als zutiefst ehrlich und zugleich spaßig. Wir sind einverstanden.

27. Mai 2016: Die europäische Wildnis, eine Odyssee in Frankfurt

Sascha Hargersheimers Stück ist nach seiner Premiere bei den Ruhrfestspielen nun in Frankfurt angekommen, was das Stimmungsbarometer der Kritik nicht eben nach oben schnellen lässt. Wir waren nicht unfreundlich.

27. Mai 2016: Goldonis Diener zweier Herren jetzt am Burgtheater Wien

Witzig, tolle Schauspieler*innen, aber nicht so arg bedeutungsvoll, stimmt der Wiener Zeitungskritiker nach der Burgtheater-Premiere der Ruhrfestspiele-Eröffnung in den Chor der Kolleg*innen ein. Auch wir sahen es Anfang Mai ähnlich.

26. Mai 2016: T. Köhler zeigt Christian Lollikes Die lebenden Toten bei den Ruhrfestspielen

Stück und Inszenierung, wenn auch in unterschiedlicher Gewichtung, fallen bei den Kritiker*innen in NRW ebenso herb durch wie bei uns.

23. Mai 2016: Roger Vontobel mit Ein Volksfeind am Schauspiel Köln

Den Kritiker vor Ort begeistert das Duell der Stockmannbrüder, die Überregionalen erkennen hier eine konzeptionelle Schwäche. Auch wir hatten Einwände.

23. Mai 2016: Città del Vaticano von Falk Richter in Wien

Eher mäßig begeistert ist die Radio- und Zeitungskritik, auch wir sahen keinen großen Wurf.

23. Mai 2016: Volker Lösch aktualisiert in Mannheim Aischylos' Die Schutzflehenden

Der eine Zeitungskritiker ist vollkommen überzeugt, der andere stellt einmal mehr fest, dass er kein Lösch-Fan ist. Wir sind dazwischen.

23. Mai 2016: Traurige Zauberer von Thom Luz in Mainz

Die Zeitungskritiker sind bezaubert von den traurigen Zauberern, so wie auch wir.

23. Mai 2016: Die Schutzbefohlenen als Parcours durch die Zürcher Theaterlandschaft

Ärgerlich irrelevant findet die Zeitungskritikerin den Stadtrundgang mit Jelinek, auch uns fehlte diskursive Fallhöhe.

23. Mai 2016: Wilder Osten – ein Ukraine Festival am Theater Magdeburg

Die Zeitungskritikerin berichtet nur über eine von drei Produktionen und ist ein bisschen ratlos – wir fanden den Festival-Eröffnungsabend insgesamt ehrenwert, aber großenteils zu plakativ.

20. Mai 2016: Mittelreich beim Berliner Theatertreffen

Anna-Sophie Mahlers Inszenierung von Mittelreich, aus München herbeigeeilt, fanden die Berliner Kritiker*innen eher mittel als reich. Unserem Video-Mann erging das anders.

19. Mai 2016:Amara terra mia / Mein bitteres Land bei den Ruhrfestspielen

Die Kritiker sind von den beiden Schauspielerinnen begeistert, die den Abend des Regie- und Autorentrios Matteo Marsan, Dania Hohmann und Ulrich Waller über die Geschichte eines italienischen Gastarbeiters tragen. Wir auch, hatten aber auch ein paar Einwände.

18. Mai 2016: Nübling / Thuwis widmen sich in Basel der Melancholia

Einen auf schwermütige Weise packenden Abend haben die einen Kritiker*innen gesehen, andere sind weniger überzeugt. Wir fanden bei Sebastian Nübling und Ives Thuwis eine zeitgenössische Form der Melancholie.

18. Mai 2016: Nuran David Calis mit Die 40 Tage des Musa Dagh am Resi München

Bei den ersten Kritiken kommt Calis' Inszenierung als Zwitter zwischen Recherchestück und Roman-Adaption gut weg. Auch wir fanden's sehr eindringlich.

18. Mai 2016: Sebastian Hartmann inszeniert Berlin Alexanderplatz am DT Berlin

Positiv erschüttert sind die Zeitungs- und Radiokolleg*innen von dieser Döblin-Roman-Adaption – so wie auch wir.

18. Mai 2016: John Gabriel Borkman beim Berliner Theatertreffen

Ziemlich amüsiert sind die Berliner Kritiker*innen über Simon Stones Wiener Überschreibung – auch, nachdem sie hinter die Lacher blickten. Ähnlich ging es der Mehrzahl der Kolleg*innen bereits in Wien. Und uns in der zugehörigen Nachtkritik.

18. Mai 2016: Kroesingers Stolpersteine beim Berliner Theatertreffen

Kroesingers Arbeiten sind in Berlin bekannt, und Stolpersteine kommt durchaus gut an bei den Berliner Kritikern, einer sagt sogar: eine längst überfällige Einladung.

17. Mai 2017: Die neue immersive Signa-Performance Wir Hunde in Wien

Die Kritik in Wien ist überwältigt. Auch wir konnten uns nicht entziehen.

17. Mai 2016: Daniela Löffner mit Mephisto in Bochum

Die Kritiker*innen an Rhein und Ruhr sind freundlich aber ohne Euphorie. Wir waren nicht so zufrieden.

17. Mai 2016: Rayhanas In meinem Alter rauche ich immer noch ... in Ingolstadt

Die Kritik vor Ort ist aus dem Häuschen überr Brit Bartkowiaks Uraufführung. Sogar die Süddeutsche schaut nach Ingoldstadt auf das preisgekrönte Stück. Wir natürlich auch.

15. Mai 2016: Uraufführung von Thomas Arzts Werther lieben in Linz

Die Lokalzeitungskritiker sind ganz aus dem Häuschen, so sahen wir das Goethe-Update.

14. Mai 2016: Stefan Pucher teilt in München T.C. Boyles América in zwei Hälften

Die Kritiker*innen sind sich halbwegs einig, dass die Spannung bei Stefan Puchers Romanadaption im zweiten Teil deutlich nachlasse. Auch wir sahen das Ganze versanden.

13. Mai 2016: Stefan Puchers/Dietmar Daths Ein Volksfeind beim Theatertreffen

Die Berliner Kritiker*innen winken in der Mehrzahl ab. So wie wir und das Gros der Zürcher Kritiker*innen bei der Premiere seinerzeit im Pfauen.

11. Mai 2016: Dantons Tod in Detmold

Eine Kollegin stört sich in Martin Pfaffs Inszenierung an der direkten Ansprache des Publikums. Wir fanden gerade diese sehr gelungen.

10. Mai 2016: Tod eines Handlungsreisenden am Schauspiel Stuttgart

Der Hauptdarsteller bekommt dickes Lob, trotzdem bereitet der Abend einigen Kolleg*innen Bauchschmerzen. Wir waren begeistert.

10. Mai 2016: Tyrannis aus Kassel beim Berliner Theatertreffen

Die Meinungen der Berliner Kritiker gehen auseinander von "ganz schlimm", "geht gar nicht", bis hin zu  "bedenkenswert", "starke Form". Der Nachtkritiker der Kassler Aufführung war angetan.

9. Mai 2016: Schiff der Träume zur Eröffnung des Berliner Theatertreffens 2016

Karin Beiers Fellini-Adaption kommt in der Berliner Kritik überaus schlecht weg. Auch wir hatten bei der Premiere seinerzeit in Hamburg Einwände.

9. Mai 2016: Schillers Wallenstein an der Berliner Schaubühne

Die einen Kollegen jubeln, die anderen schimpfen über die Inszenierung von Michael Thalheimer. Wir fanden den Abend: "laut, stramm, stumpf".

9. Mai 2016: Macbeth als Öko-Parabel in Mainz

Freundlich und in der Tendenz angetan sind die Reaktionen auf Jan-Christoph Gockels Inszenierung. Wie auch wir.

9. Mai 2016: Radikal von Yassin Musharbash in Bremerhaven

Zwei Lokalkritiker sind angetan bis begeistert. Ein Nachtkritiker ist enttäuscht.

9. Mai 2016: Forced Entertainmet mit Real Magic in Essen

Ziemlich angetan sind die  Kritiker*innen von dieser Game-Showsatire der Sheffielder Performance-Veteranen. Auch wir würdigten ein existenzialistisches Endspiel im Showgewand.

7. Mai 2016: I love you, but ... von René Pollesch an der Volksbühne Berlin

Die Kolleg*innen haben überwiegend einen wenig überraschenden, aber heiteren Pollesch-Abend erlebt. Wir finden: Es gab schon bessere.

 7. Mai 2016: Macbeth am Theaterhaus Jena

Ein Kritiker beklagt, v ieles passe in Ivar van Urks Inszenierung nicht zusammen. Wir möchten entschieden widersprechen. 

6. März 2016: Bastian Krafts Frisch-Inszenierung Andorra am Schauspielhaus Zürich

Die NZZ sah "eine kompakte() Inszenierung, die das herkömmliche Schauspielertheater einer Multimedia-Installation einverleibt." Wir fanden den Abend sehr gefällig.

6. Mai 2016: Angela Richter begibt sich auf der Silk Road ins Darknet

Wie theatral diese Aufklärungsarbeit übers "Darknet" ausfällt, darüber sind die Kolleg*innen uneins. So sahen wir den Abend.

3. Mai 2016: Don Pasquale von Gaetano Donizetti in Greifswald

Klaus Gehres Inszenierung, so schwärmt ein Kollege, hole die Geschichte unter Wahrung ihrer Grundstruktur mit gewitzten Details in die Gegenwart. Wir fanden nicht alles lustig, die Musik aber: "überzeugend".

2. Mai 2016: Kleists Familie Schroffenstein in Bremen

Klug durchdacht findet eine Lokalkritik Alexander Riemenschneiders Inszenierung in Bremen. Wir sahen Gewalt nur auf der Sprachebene.

2. Mai 2016: Die Wiedervereinigung der beiden Koreas im Akademietheater Wien

Begeistert ist der eine, recht angetan der andere Wiener Zeitungskritiker von Peter Wittenbergs star-besetzter Inszenierung des Stücks von Joël Pommerat, die wir etwas harmlos fanden.

2. Mai 2016: Bilder deiner grossen Liebe mit Sandra Hüller in Zürich

"Hüller, Hüller, Hüller!" rufen die Herren Kritiker, die Dame Kritikerin rümpft ein bissel die Nase über diese Wolfgang-Herrndorf-Adaption im Neumarkt Theater, die uns bezauberte.

 

Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.