7. Dezember 2016: Die unsichtbare Hand/Am Boden in Bochum

Anselm Weber hat die Deutsche Erstaufführung des neuen Stücks von Ayad Akhtar zusammen mit einem Stück von George Brant inszeniert, und zwei von drei Radio- und Zeitungskolleg*innen loben die Angelegenheit – anders als wir.

7. Dezember 2016: Orpheus in der Unterwelt – Armin Petras goes Operette

Funktioniert nicht, Petras' Jacques-Offenbach-Inszenierung an der Oper Stuttgart, finden die Zeitungskolleg*innen und werden teils sehr streng – auch uns konnte der Abend nicht wirklich überzeugen.

7. Dezember 2016: Die Wehleider von Christoph Marthaler in Hamburg

Die Kritikerkollegen sind mehr oder weniger beeindruckt, einer schert aus und ärgert sich. Wir fanden's "verstörend, zerfasernd".

6. Dezember 2016: Die Verwandlung am Zürcher Schauspielhaus

Gísli Örn Garðarssons Kafka-Inszenierung bezieht von Seiten der Kolleg*innen harte Prügel. Wir finden, der Abend werde Kafka nicht gerecht.

6. Dezember 2016: Endspiel von Robert Wilson im Berliner Ensemble

Verzückt, bedrückt, hin- und hergerissen oder in Verachtung der Oberflächlichkeit sind die Kolleg*innen im Angesicht dieser Beckett-Musicalisierung – wir genossen vor allem das Ende.

5. Dezember 2016: Axel Sichrovsky inszeniert in Coburg Wut von Elfriede Jelinek

Geradezu geflasht sind die Zeitungskolleg*innen von diesem Jelinek-Laboratorium, das auch uns keineswegs kaltließ.

5. Dezember 2016: Maria Stuart in Ingolstadt

Ein Lokalkritiker ist ganz begeistert von Hansgünther Heymes Inszenierung. Wir sahen einen "Schiller ohne Geschmacksverstärker".

5. Dezember 2016: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre am Werk X Wien

Die Kollegen sind sich uneins. Ist Thirza Bruncken nun eine berauschende Dramatisierung des 1000 Seiten Romans von Clemens Setz gelungen oder doch nur langweiliger Nonsens? Wir sahen einen Kindergeburtstag mit dem Motto "sehr seriöse Erwachsene".

5. Dezember 2016: Philipp Löhles Wir sind keine Barbaren in Bautzen

Die Lokalkritiker haben Einwände gegen Löhles Text, loben aber Stefan Wolframs Inszenierung. Wir fanden, der Abend hinkt seinem Thema hinterher.

5. Dezember 2016: Begehren – eine "doku-fiktionale Feldforschung" von Gesine Schmidt

Es bleiben Fragen offen nach diesem Abend im Staatstheater Mainz, wobei die Zeitungskollegen ihm gewogener sind als wir.

5. Dezember 2016: David Greigs Die Ereignisse in Aachen

Eine erste Stimme lobt eine "spannende Regiearbeit" Ludger Engels'. Wir fanden den Abend schwer verrätselt.

5. Dezember 2016: Thomas Bo Nilssons Wiener Horror-Installation JINXXX

Ein Kritiker hat sich wohlig gegruselt, eine Kollegin fand diese SM-Schauer-Installation im Wiener Schauspielhaus nicht sehr fesselnd. Uns erschien sie auch eher wie eine Fingerübung.

5. Dezember 2016: Swetlana Alexijewitschs Secondhand-Zeit in Graz

Eine Kollegin sah die Inszenierung von Alia Luque als "bewegende Vorstellung". Wir staunen, wie viel Drive in dem Abend steckt.

3. Dezember 2016: Dieudonné Niangouna mit Nkenguégi im Frankfurter Mousonturm

Beeindruckt, überfordert aber am Ende auch etwas ratlos fühlte sich eine Frankfurter Kritikerin nach diesem, aus ihrer Sicht spektakulärsten Abend eines kleinen Afropean-Festivals im Frankfurter Mousonturm. Dessen archaische Wucht uns in einen Schwebezustand versetzt hat.

1. Dezember 2016: Marat/Sade am Deutschen Theater Berlin

Die Kritiken nehmen Stefan Puchers Peter Weiss-Inszenierung unterschiedlich ernst. Wir sahen "eine klasse Show höheren Galgenhumors".

30. November 2016: Thomas Melles Ännie am Theater Bremen

Die Kolleg*innen sind beeindruckt von Melles Sprache, aber so richtig glänzen könne sie in der Uraufführung durch Nina Mattenklotz nicht. Wir sehen's ähnlich.

30. November 2016: Storms Der Schimmelreiter am Thalia Hamburg

"Spröde" und "kräftezehrend" finden die Kolleg*innen die Inszenierung von Johan Simons. Wir pflichten bei.

29. November 2016: Dostojewskis Spieler am Thalia Hamburg

Viel viel Glitzer, sahen die Kritiker in Jan Bosses Inszenierung und beklagen, dass die Oberflächenshow an Längen leide. Wir sehen das ähnlich.

29. November 2016: Anna Badoras Medea-Inszenierung am Volkstheater Wien

Stefanie Reinsperger ist maßlos in ihrer Energie, aber Anna Badoras Inszenierung, die ganz im Zeichen des Asylthemas stehe, zünde dennoch nicht, so die Kritiker über Medea. Heute ist einer allerdings nochmal überzeugend begeistert. Wir fandens eine Freude, dem zuzusehen.

28. November 2016: Katja Brunners Man bleibt wo man hingehört ... in Luzern

Zwei Schweizer Stimmen gehen hart mit Man bleibt wo man hingehört ... ins Gericht. Wir fanden vieles allzu erwartbar an dieser Uraufführung durch Christina Rast.

28. November 2016: Tina Lanik inszeniert Geächtet von Ayad Akhtar in Wien

So ganz wollen sich die Kritiker*innen nicht einigen, aber in der Summe wirkt ihnen die Regie stumpfer als das Stück. Wir fanden auch letzteres etwas harmlos.

28. November 2016: In deinem Pelz in Heidelberg

Einem Lokalkritiker ging die "Wandelperformance" von Bernhard Mikeska und Alexandra Althoff ersichtlich unter die Haut. Uns auch, aber wir haben trotzdem Einwände.

28. November 2016: Thomas Köcks Kudlich im Schauspielhaus Wien

Die Kritiker der beiden großen Intelligenzblätter Wiens sind unterschiedlicher Meinung. Wir hätten uns mehr vorstellen können.

28. November 2016: Pfusch von Herbert Fritsch an der Berliner Volksbühne

Die meisten Stimmen sind ganz baff. Unser Statement: "Leider geil!"

28. November 2016: Laura Naumanns Grand Prix de la Vision in Leipzig

Die Kritiker blicken wohlwollend auf Alexandra Wilkes Uraufführung. Wir sahen "ein auf Kurzweil programmiertes Event".

25. November 2016: Kühnel/Kuttners Brecht'scher Fatzer am Deutschen Theater Berlin

Kein leichter Abend, aber einer, der aufschlussreich scheitert, so die Kritiken über Tom Kühnels und Jürgen Kuttners Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer von Bertolt Brecht. Wir sahen ein leichtes leichtes Aperçu.

23. November 2016: Das Théatre du Soleil bezieht Une Chambre en Inde

Die erste Kritikerstimme findet zwar Gefallen an Ariane Mnouchkine's neuer Arbeit, meldet dafür aber Zweifel an der Wirkmacht des Theaters an. Wir sahen großartiges Theater, allerdings auch Momente der Schwäche.

23. November 2016: Die Regensburger Werner-Fritsch-UA Shakespeares Schädel ... 

Die Kritiker vor Ort sind sich uneins. Einer verneigt sich besonders vor Sprach- und Schauspielkunst in Shakespeares Schädel in Fausts Faust, dem neuen Stück von Werner Fritsch, das Bernd Liepold-Mosser am Theater Regensburg uraufgeführt hat. Ein anderer findet es viel zu brav. Uns haben Sprache und Schauspiel wiederum beeindruckt.

22. November 2016: Hubert Fichtes Versuch über die Pubertät in Hamburg

Die Revue, die Sebastian Kreyer dem Fichte-Roman am Deutschen Schauspielhaus Hamburg abgewonnen hat, kann nur eine von drei Kritikerinnen überzeugen. Uns auch nur zur Hälfte.

21. November 2016: Sebastian Hartmann mit Raub der Sabinerinnen in Stuttgart

Die Kritik vor Ort feiert die Schauspieler*innen, fremdelt jedoch mit der Inszenierung. Anders als wir.

21. November 2016: Lily Sykes mit Romeo und Julia in Graz

Die angereiste Wiener Kritik gibt eher Lähmendes zu Protokoll über diesen Shakespeare-Abend. Der uns eigentlich ganz gut gefiel.

21. November 2016: Simon Solberg mit Kleists Käthchen von Heilbronn in Düsseldorf

Die Kritik vor Ort ist mal mehr mal weniger begeistert von diesem Abend. Kalt läßt er keinen. Uns auch nicht.

Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.