Das Echo der Kritiken auf das Gastspiel Juliette Binoches in Recklinghausen ist durchwachsen, einhelliger Jubel jedenfalls liest sich anders. Wir freilich waren sehr angetan.

Eine erste Printkritikerin fand in "Considering" ziemlich wenig, und vor allem keinen Kleist. Falls dem so sein sollte, sind wir jedenfalls Chétouane ganz gerne auf den Leim gegangen.

Eine erste Kritik freut sich über die spielerische Form der Aufklärung in dieser Produktion. Wir sahen sie so.

Fasziniert, wenn auch unterschiedlich stark überzeugt, zeigen sich die Wiener Zeitungskritiker*innen von Kirill Serebrennikows Gogol-Adaption. Die auch uns in ihren Bann zog.

Brecht as Brecht can wird in den Kammerspielen mit Ursula Werner in der Titelrolle geboten; und der Zeitungskritiker ist überrascht von seiner eigenen Begeisterung. So sahen wir es.

Der erste Berliner Zeitungskritiker findet das Zusammenspiel von Katastrophen-Stück und subversiver Inszenierung (von Daniela Löffner) in der Box des Deutschen Theaters reizvoll; es geht ihm damit ähnlich wie uns.

Schauspielerisches Edelniveau, aber was Martin Kusej mit dem Stück eigentlich will, werde nicht erkennbar, so die Meinungen der Kritiker. Auch uns fehlte bei aller Eleganz das Leben.

Die Hannoveraner Zeitungskritiker sind sich uneinig; der unzufriedene vermisst die großen Bögen. Wir sahen eine glückliche Kombination.

Museal sei das Ganze schon ein wenig, aber für eine der beiden Schweizer Stimmen stößt Puchers Sartre-Umsetzung dennoch ein frisches Nachdenken an, der heute dazukommende deutsche Kritiker ist – wie wir – reservierter.

Eine Sternstunde sahen die einen, wenig Erhellendes dagegen die anderen Kritiker, gespaltene Meinungen also. Wir sahen einen schön austarierten Abend. 

Eine erste lokale Kritik findet nicht, dass Der Geizige geil bzw. gelungen geraten ist. Wir waren ganz anderer Meinung.

Eine lokale Kritik ist von Szenarien gar nicht so begeistert. Wir waren ganz anderer Meinung.

Einer findet es ganz toll, er vernimmt in der Rede von zu enger Unterwäsche die Kulturgeschichte höchstselbst. Von diesem Hochgestimmten geht es abgestuft bergab. Frankfurt hält tapfer zu Reza, der kritische Rest sah vor allem ein schwaches Stück, dem die mutlose Regie nicht aufzuhelfen wusste. Wir sahen es als Erste genau so. 

Gern ließen sie die ersten Kritiker*innen von She She Pop über die Strukturen des Theaters belehren. Auch wir fanden viel Aufschlussreiches in dem Abend.

Eine lokale Kritik findet den lokalen Bezug des Stücks etwas aufgesetzt. Wir waren begeisterter.

Viel Freude, teils aber auch getrübte an und für Vontobels Shakespeare bei den Kölner Kritikern. Ungeteilte Begeisterung bei uns.

Der neue Pollesch spaltet die Kritiker*innen in zwei Lager: Die einen sind hingerissen, die anderen sind restlos hingerissen. Wir nahmen eine mittlere Position ein.

Die Kritiker*innen vermissen in Böschs Regie mal mehr, mal weniger die Wucht der filmischen Vorlage. Wir eher mehr.

Große, mehrheitliche Zustimmung, wo nicht Begeisterung für Katja Brunners Stück in Heike M. Goetzes Regie. Wir waren auch sehr angetan, sehr.

Manche Kritiker haben einfach genug von Romanbearbeitungen auf der Bühne. Wir waren da milder.

Der Kritiker der Lokalzeitung trägt Bedenken. Er erinnert sich an die heroischen Zeiten mit Heiner Müller in der späten DDR und vermisst über all dem Spaß und Spiel, den historischen Ernst. Dem Kollegen eins weiter ging es wie uns: Wir erinnern uns auch, gewinnen den komödiantischen Mitteln allerdings sehr viel ab.

Uneins sind die Kritiker. Der Leipziger findet es platt, der Berliner bedenkenswert. Wir finden, man hätte das Schwein in Leipzig schlachten sollen.

Den Kritikern geht es wie uns, die Bebilderungen des  Textes stören. Uns auch.

Die erste Kritik zeigt sich geneigt, sie findet die Spielanordnung amüsant und wohl auch lehrreich. Wir mochten das Ganze auch.

Mau, unentschlossen, ziemlich bedeutungslos urteilen die Kritiker*innen. Wir konnten dem Abend auch nicht sehr viel, eigentlich nur wenig abgewinnen.

Eine lokale Kritik jubelt über die Inszenierung Magical Mystery am Theater Altona, eine andere hat auch Einwände. Wir lagen in der Mitte.

Die Stadtbegehung bzw. Archiv-Eröffnung von Turbo Pascal, Element 3 und dem Theater Freiburg kommt bei der lokalen Zeitungskritik gut an, allerdings ohne groß aus dem Häuschen zu sein. Wir versuchten es differenzierter zu sehen.

Die Kritiker*in von der örtlichen Online-Zeitung ist wesentlich begeisterter von Grünewalds Vielebenen-Spielerei als wir.

Die Revolution implodiert an diesem Abend, finden beide Zeitungskritiker und finden das unterschiedlich gut. So fanden wir es.

Zuviel Roman-Nacherzählung, zuwenig Theater oder doch grandios umgesetzt? Bei den lokalen Kritikern gehen über Susanne Lietzows Uraufführungs-Inszenierung die Meinungen auseinander. Wir sahen es kritisch.

Lustig fanden es alle Rezensenten, mal mehr, mal weniger zähneknirschend angesichts des "Edelboulevards". Wir fanden es genauso und knirschten auch ein bissel.

Solide bis uninspiriert, urteilen die Kritiker. Etwas klein fanden wir es.

Kurz vor der im Thalia Theater kam die Inszenierung von N&N auf Kampnagel heraus, zu der nur eine Zeitungskritikerin ein bisschen Gutes zu sagen hat – wir wie die anderen nicht.

Kruder Text, hingetüpfelte Szenen, am meisten interessiert die Kritiker*innen Simons und seiner Schauspieler*innen Abschied aus München. Wir hatten uns mehr erwartet.

Tiit Ojasoo und Ene-Liis Semper vom estnischen Theater NO99 haben sich auf der großen Bühne Peter Handkes Wortlos-Stück vorgenommen. Der erste Hamburger Kritiker hat Vorbehalte, der Wiener Kritiker auch, wir auch.

Die Kritikerkolleg*innen finden den Theaterabend sehr lau – wir haben uns köstlich amüsiert.

Manchmal stark politisch-provokant, dann wieder zynisch-zugespitzt sei der Abend in Essen, so eine erste Kritik. In der Masse ging für uns einiges an Brisanz verloren.

Der Meersspiegel steigt bedrohlich in These little town blues are melting away, aber weder Stück noch Regie ziehen daraus Konsequenzen, so die ersten Kritiken. Mit dem Finnland-Trip warenwir auch nicht so recht glücklich. 

Es kommt nicht sehr oft vor, aber in diesem Fall stimmen die begeisterten Kritker*innen aus der Region mit unserer Begeisterung zu einem Anerkennungschor zusammen. Sieht aus, als hätte das Düsseldorfer Schauspielhaus einen echten Coup gelandet.

Ein Bremer Zeitungskritiker stellt Amüsemang beim Publikum fest, die Kollegen sind aber selber genauso wenig amused wie wir.

Die wenigen beeindruckenden Bildeinfälle können die Kritiker*innen nicht über den gemeinsamen Eindruck eines eher misslungenen Bastards aus Sprechtheater und Tanz  hinwegtäuschen – heute kommt eine Zeitungskritikerin nach, die die Unternehmung wie auch wir lohnenswert fand.

Wie Verlorenheit im Wald und Ausgeliefertsein an die Technik hier zusammenkommen, das überzeugt die erste Kritik überhaupt nicht. Wir waren es ebenfalls nicht.

Dea Lohers Unschuld sei aktueller denn je und einige Szenen von Esther Hattenbachs Inszenierung funktionieren richtig gut, so eine lokale Kritik. Wir waren auch äußerst angetan.

Komplex oder mit Effekten überladen? Die Meinungen der Kritiker*innen über den Abend von Jan-Christoph Gockels Kolonialismus-Abend gehen auseinander. Wir erlebten ein Lachen voll ungeheurer Wut.

Marie Bues hat inszeniert, und die Zeitungskritikerin ist vor allem vom Darsteller Dennis Schwabenland schwer begeistert – so sahen wir die Sache.

Ambitioniert, aber gescheitert, findet die Zeitungskritikerinwir sahen manches ähnlich, zogen aber andere Schlüsse.

Die meisten Kritiker*innen mögen die Inszenierung – meistens, scheinen aber auch ein wenig vor dem Phänomen Wilson zu kapitulieren. Wir sahen's so.

Hin und her gerissen zwischen Bewunderung und Erschlagenheit sind die meisten Kritiker*innen dieses Abends (es war also offenbar ein echter Hartmann). Auch wir schwankten halb in den Seilen hängend mit.

Sashko Brama fegt einem R + J ziemlich um die Ohren und das Leidenspathos wäre unerträglich, spürte man nicht in jedem Moment die Verzweiflung, so eine erste Kritik. Ein zweite ist auch bereit, dem Abend seine Kitschmomente zu verzeihen. Wildes und Rohes sahen wir.

Die Basler Kritiker*innen sind sehr beeindruckt von James Leadbitters Performance, wir hatten Einwände. 

Kurzweiliges Zuschauerglück mit kleinen Einschränkungen gibt die Kritik vor Ort zu Protokoll. Ähnlich wie wir.

Als plausibel und bedrückend lobt eine Berliner Kritik den Abend im Heimathafen Neukölln. Dem wir ebenfalls unsere Reverenz erwiesen.

Die Kritik vor Ort jauchzet und frohlocket über diese Max-Frisch-Entstaubung im Geist von Vivienne Westwood. Wir waren auch recht happy.

Überwiegend Zuspruch von den Kritiker*innen von nah und fern erhält Barbara Frey für ihre Eindunkelung der berühmten Boulevard-Komödie am Wiener Burgtheater. Wir blickten in die Lücke im Ablauf.

Ein paar grundsätzliche Vorbehalte äußern die Kritiker aus der Region und unterscheiden sich damit ganz entschieden von uns

Beeindruckt zeigen sich die ersten Kritker*innen von Baumgartens Arbeit. Sie machen ein paar Abstriche, feiern aber die Schauspielerinnen. Ähnlich, doch etwas reservierter, der SZ-Mann, der heute hinzu tritt. Wir waren auch beeindruckt von Bild und Spiel.

Nicht mehr so triftig wie bei Hakan Savaş Micans erster Inszenierung des Stoffes vor fünf Jahren, urteilt die Berliner Kritik. Immer noch brilliant trotzdem, sagt eine, kraftlos vor der viel schlimmeren Wirklichkeit, sagt der andere. Ein überregionales Journal schrammt hart an allerhand Peinlichem vorbei.  Wir fanden die Inszenierung grotte.

Einen überbordenden und alles in allem schlüssigen Jugendtheaterabend, von Hannovers Schauspielintendant Lars-Ole Walburg inszeniert, sahen die Zeitungskritiker; eine junge Zuschauerin vermisste Skills. Wir erlebten, wie eine irre Geschichte im irdischen Klein-Klein ankam.

Teils sehr flotte und existenziell grundierte, teils doch mehr flaue Scherze sahen die Kritiker*innen in Löhles Kollaps, von Jan Philipp Gloger uraufgeführt. Wir fanden's viel heiße Luft.

Beeindruckende, nicht leicht zu ertragende Geschichten haben die Kritiker*innen an diesem Abend gehört. Inwieweit sich darin aber eine gemeinsame Geschichte abbilde, das wird unterschiedlich beurteilt. So urteilten wir.

Hochachtung und Respekt vom lokalen Kritiker. Wir fanden es ein bissel laut, ein bissel viel Nacherzählung und ein bissel viel Platitüden.

Die Grenzen zum unfreiwillig Komischen streife die Inszenierung, so eine lokale Kritik. Wir sahen eine wunderbare Begegnung.

Die Kritikerinnen an der Goldküste sind impressioniert, aber nicht überzeugt. Wir waren überzeugt. 

Vielleicht trägt das Alter Ego-Duo Petras/Kater ja doch ein bisschen dicke auf, diesen Eindruck könnte man jedenfalls nach Lektüre der gesammelten Kritiken gewinnen. Und nach Lektüre der Nachtkritik auch.

Ja und Nein sagen die Kritiker*innen zu den Schauspieler*innen, Ja, sagen sie zur Inszenierung. Wir waren auch recht geneigt.

Viel Zustimmung für das kleine Well made play und seine Inszenierung bei der lokalen Kritik. Wir waren auch ziemlich angetan.

Der Radiokritiker ist wie der Lokalkritiker auf ganzer Linie von dem überzeugt, was Gustav Rueb am Kasseler Staatstheater aus der frühen Komödie Mouawads macht. Uns war's zu lärmig und zu druckvoll.

Eine lokale Kritik urteilt wohlwollend über Simon Mayers Volkstanz-Performance Sons of Sissy. Wir sahen es so.

Eigentlich hat den meisten Kritiker*innen die Inszenierung von Antú Romero Nunes recht gut gefallen. Aber muss es denn dieses Stück von Tolstoi sein? Wir sahen es so.

Ein Kritiker sieht sich dabei zu, wie er vor allem an den Körperbau von Hüller und Puls denkt. Wir dachten mehr an die Aufführung.

Es mehren sich die negativen Stimmen der Kritiker*innen. Dazu gesellt sich unsere.

Der Bericht für eine Akademie mit Samuel Koch kommt bei der Print-Kritik gut an, der zweite Teil allerdings weniger. Wie bei uns.

Zwei Kritiken ziehen den Hut vor der Arbeit der jungen Regisseurin Sapir Heller am Theater Hof. Wir grundsätzlich auch.

So richtig bekommt der Spott von Claudia Bossards Regie dem Stück von Rodrigo Garcia Picknick auf Golgatha nicht, so die erste Kritik. Was wir ähnlich sahen.

Die Kritikerinnen sind von diesem chorischen und ästhetisch strengen Abend wahlweise beeindruckt oder schwer beeindruckt. Auch wir fanden ihn grandios überfordernd.

Da traut sich einer was, lobt ein Teil der Kritiker*innen. Ein anderer winkt ab. So wie wir.

Etwas dünn finden die Kritiker*innen diese wiederentdeckte Satire. Auch wir fanden die Chose ziemlich flach und klischeehaft.

Die Kritik ist hin und weg von der Inszenierung. Wir äußerten uns etwas verhaltener.

Hoch her geht's in den Kritiken: Den einen geht Thalheimers Jelinek-Inszenierung so sehr zu Herzen, dass sie schon einmal diejenigen schelten, denen sie gerade nicht zu Herzen geht; die einen sind betroffen, und die anderen loben, dass hier keine Betroffenheit zugelassen werde. Und mittendrin wir.

Bewunderung, aber nur teilweise auch Beifall erhält Simon Solberg für seinen assoziationsreichen Abend von den lokalen Kritikern. Auch wir sahen die Überwältigungsstrategien kritisch.

Bemerkenswert und passend in unsere Zeit findet die Lokalpresse die Inszenierung mit Laien. Wir sahen es so.

Einen berührenden und zugleich hoch komischen Abend sah der lokale Printkritiker und liegt damit ganz auf unserer Linie.

Großes Zuschauerglück bei der Münchner Radiokritik; die Printkritik ist verhaltener. So sahen wir die Uraufführung.

Ein Kritiker ist enttäuscht von dieser Arbeit von werkgruppe2. Auch wir hatten unsere Zweifel.

Kopfschüttelnd betrachtet die Zürcher Kritik diese eigenwillige Deutung. Die uns auch Rätsel aufgab.

Ausgesprochen gut ist die Resonanz auf diesen Abend bei der Kritik vor Ort. Nicht ganz so gut bei uns.

Viel Ästhetisches auf der Bühne, aber so richtig auf geht Tina Laniks Inszenierung am Residenztheater nicht, finden die Kritiker. Was wir ähnlich sahen.

An zu wenig szenischem Fleisch stört sich der Dresdner Zeitungskritiker, die überregionale Stimme stört sich daran weniger. Ähnlich wie wir.

Das letzte Feuer vermochte die Inszenierung bei den Kritiker*innen nicht hervorzukitzeln. Aber es gibt doch Befürworter dieser als gedankenstark und mätzchenarm gewürdigten Arbeit, so wie es Verächter ihrer zu Inbrunstgesten neigenden Hauptstadthochspielkunst gibt. Wir sahen einen Protagonisten wie am Rezitatorentisch.

Einen großen Erfolg, ja totales Theater, haben die Kritiker aus Sachsen-Anhalt in Dessau beim "Götz von Berlichingen" erlebt. Auch wir sahen eine stupende Leistung.

Die Meinungen der Zeitungs- und Radio-Kritiker*innen über dieses Opern-Theater gehen auseinander in alle Richtungen von Klamauk-Ärger über Feststellung leichter Überlänge bis zu Bewunderung für einen großen Abend – für uns funktionierte die Sache nicht.

Überwiegend Zustimmung bei den Kritikern, die überregionalen Stimmen, die heute dazu kommen, gehen auseinander. Wir fanden es ziemlich gut.

Einen "großen Wurf" sieht ein Zeitungskritiker in dieser Horváth-Inszenierung der ehemaligen Neumarkt-Intendantin am Zürcher Schauspielhaus; eine Kritikerin dagegen sieht (zuviel) Gewolltes – und ist damit näher an uns.

Eine runde Sache, oder doch unbeschwerter Dekonstruktivismus, der sich in Gags verliert? Die Meinungen der regionalen Kritiker über diesen Abend gehen auseinander. So sahen wir ihn.

Eine sehenswerte, lehrreiche Schiller-Inszenierung erlebte die regionale Kritik. Wir sahen teils starke Schauspielleistungen, aber stellen die Relevanzfrage.

Die Sozialperformance aus dem Geiste Christoph Schlingensiefs sei auf dem Vormarsch, vermeldet ein erster Hamburger Kritiker nach der Gründungsveranstaltung des "Zentralrats der Asozialen“. Auch wir waren vor Ort.

In die Abgründe menschlicher Perfidie blicke diese bilderstarke Arbeit, berichtet eine erste Kritik. Ein zweite sah Passionsspiel mit Porno. So erlebten wir sie.

Eine atmosphärisch dichte Arbeit, die Frage aufwirft, sahen die ersten Kritiker*innen in NRW. Auch wir ließen uns von Jo Fabians Religionsreflexion nach Tschechow faszinieren.

Von einem der auszog weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte begeistert die meisten Kritiker*innen hellauf – zumindest das ein oder andere Detail. Einwände allerdings werden mitunter auch vorgebracht. Wir jubelten unbeschwert.

Begeisterung bei der Kritik vor Ort über diese Adaption des Romans von Jonathan Safran Foer. Auch bei uns.

Jürgen Holtz begeistert den einen Teil der Kritiker, die anderen macht er eher wehmütig. Wir gehörten hier klar zu den ersteren.

Fast so beziehungsweise genauso begeistert sind die Kritikerinnen von diesem "Socical" = Musical mit sozialem Gewissen – wie wir.

Recht unterschiedlich reagieren die Kritiker*innen auf dieses Projekt nach "Der Mondmann" von Milos Forman – das wir so sahen.

Verzaubern ließen sich die Zeitungskritiker allemal – auch wenn einer der beiden den größeren Zusammenhang vermisst. Auch wir gerieten ins Schwärmen.

Ins Jubeln kommt die Lokalzeitungskritikerin über die Wiederentdeckung dieses "genialen Stücks" – wir sahen die Sache wesentlich kritischer.

Inszenierung annehmbar, Ensemble gut, Stück ziemlich schwach, lautet die Meinung derjenigen Kritiker*innen, die sich eine dezidierte Meinung erlauben. Uns gab die Unternehmung im Akademietheater Anlass, einen wütenden Brief zu schreiben.

Die Kritiker*innen sind mehr oder weniger skeptisch; eine konnte aber kichern. Wir fanden das Ganze nicht unflott.

Gute bis vorzügliche Aufklärungsarbeit ohne den ganz großen theatralen Glanz haben die Kritiker am Berliner Gorki Theater erlebt. Ähnlich wie wir.

Die zwei Kritiker*innen sind sich uneins. Wir fanden die Inszenierung etwas staubig und naiv.

Die Stuttgarter Kritiker*innen finden den Abend, so weit man aus ihnen schlau werden kann, ziemlich eindrucksvoll, der Überregionale entlarvt einen Bluff. Wir hatten Einwände.

Lob erhält Peter Dehlers Adaption des Tellkamp-Romans "Der Turm" von den regionalen Kritikern. Wir lobten etwas reservierter.

Eine respektable Arbeit sah eine regionale Kritikerin in Neuss. Wir sahen Kuschelrock und Härten.

Eine Kritikerin bespricht zurückhaltend wohlwollend den Auftakt des Afrika-Festivals "Return to Sender" am Berliner HAU. Wir sahen Stimmiges und Routiniertes.

Angesichts des Textes schlagen einige Kritiker*innen die Hände über dem Kopf zusammen, aber nicht alle. Wir schon.

Ein kleines Singspiel sorgt bei den Kritiker*innen für ziemlich großes Gefallen. Bei uns zum Beispiel.

Dass die Regisseurin Millers Hexenjagd doku- und gerichtsprozesshaft angeht, mögen die Kritiker*innen nicht. Wir auch nicht.

Mittlerweile sieht es nach einem Patt aus zwischen den Kritiker*innen , die den Abend schätzen und denjenigen, die Grundsätzliches auszusetzen haben. Wir sahen uns, angesichts der Chose, die da submarin aufgetischt ward, ins wohlhabende Provinztheater gebeamt.

Der überregionale Kritiker sah eine Petitesse, die Stimme vor Ort ist begeistert. So sahen wir diese deutsche Erstaufführung.

Diejenigen Kritiker*innen, die nicht zum Lachen in den Keller gehen, haben sich wie Bolle amüsiert. Wir auch, haben es aber darüber nicht versäumt, einigen Pfeffer in den Wein zu mahlen.

Über fünf Stunden Dostojewski ist den Kritiker*innen entschieden zu lang – wobei es dem Vernehmen nach beinahe noch ein paar Stunden mehr geworden wären. Auch uns wurde die Zeit nicht durchweg kurz.

Eine der künstlerisch geschlossensten und überzeugendsten Leistungen der letzten Jahre liefere das Haus, so ein Kritiker, ein anderer sah eine eher brave Arbeit. Wir waren auch sehr angetan.

Zwei Kritiker derselben Verlagsgruppe sind völlig entgegengesetzter Auffassung, was diese Hamlet-Aufführung betrifft. Als Zünglein an der Waage halten wir den Daumen hoch.

Einen atemlosen, über weite Strecken auch atemberaubenden Abend sahen die Kritiker bei Róbert Alföldis Haben in Wien. Wir waren weniger begeistert.

Die Kritiker sahen in den Münchner Kammerspielen eine doch ganz gelungene Diskursbetrachtung über die Verbindung von Klimaschutz und Kapitalismus. Wie auch wir.

Ziemlich begeistert ist der Zeitungskritiker von Christoph Mehlers Uraufführung dieses georgischen Stücks; die wir so sahen.

Der eine Teil der Kritiker ist von der Härte dieses Abends an den Münchner Kammerspielen beeindruckt, der andere will sich nicht beeindrucken lassen. Wir positionierten uns dazwischen.

Mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln erzählt, finden die Kritiker Forced Entertainments neuen Abend am Theater an der Parkaue. Wir waren sogar beglückt.

Beklemmend, auch wenn die Atmosphäre nicht gehalten werden kann, so die Kritik vor Ort über das georgische Stück Kriegsmutter. Wir waren durchgehend angetan.

Für die Inszenierung von Philipp Preuss findet die Kritik gute Worte. Wir eher nicht.

Was die einen Kritikerinnen begeistert – das Vertrauen auf die Schauspieler*innen und die Kleist'sche Sprache –, lässt andere eher abwinken. So auch uns.

Die Kritiker*innen finden Stück und Inszenierung von Dani Levy arg klischeehaft – ganz so wie wir.

Die Berliner Kritikerinnen mögen diesen Abend, ohne ihn zu hoch zu hängen. Uns ging es ähnlich.

Eine Kritikerin lobt die Inszenierung von Alexander May. Wir ebenfalls.

"Schlaglichtartig, sprunghaft und mit surrealen Einsprengseln" übersetze Regisseur Atif Hussein Wenzels Mais in Deutschland auf die Bühne, so ein Kritiker; andere Kritiken sind etwas weniger begeistert. Wir sahen ein eindrückliches Rumpffamilien-Drama.

Ein umwerfendes Vergnügen - alle Kritiker lieben Herbert Fritschs der die mann an der Volksbühne und goutieren, wie er Konrad Bayers Texten Bedeutung verleiht. Wir auch, allerdings mit kleinen Abstrichen. 

Auch wenn einer "wow" sagt, findet die Mehrheit der Kritiker*innen in Kassel: Das war nix. Wie auch wir.

Begeistert sind Radio- und Zeitungskritik von dieser realistischen Beckett-Anverwandlung, die auch uns beeindruckte.

Einer schlägt quer, alle anderen Kritiker*innen kommen aus dem Schauspielhaus und jubeln – so wie auch wir.

Grundsätzlich angetan ist eine lokale Stimme von diesem Gegenwarts-Abend in der Regie des Schauspielchefs. So wie wir.

Die Kritik findet es anstrengend, das ist aber nicht negativ gemeint. Wir sahen es so.

Drei von vier Zeitungskritiker*innen sind ähnlich angetan von diesem Biopic eines schwäbischen Rebellen (und Bürgermeister-Vaters) wie wir.

"Tiefgehend, ergreifend, verstörend", findet eine Kritik die Dokumentartheatervariante von Die Wannseekonferenz in Halle. Die uns eher an Stammtisch erinnerte.

Die Kritik vor Ort ist nur mäßig bewegt von dieser Uraufführung. Deren "crazy Ästhetik" uns hingegen vorsichtig faszinierte.

Mit Wohlwollen nimmt die Zeitungskritikerin Elisabeth Gabriels Inszenierung auf – wie auch wir.

War das nun die ganz große Show oder nicht? Ein Theaterereignis mit Ansage oder kaum der Rede wert? Die Mehrheit der Kritiker*innen ließ sich von Lars Eidinger überwältigen, aber es gibt auch Eidinger-Resistente. Zu denen zählten auch wir.

Die Zeitungskritiker*innen finden die Inszenierung ziemlich gut und gelungen – wir nicht ganz so.

Gegensätzliche Meinungen der Kritiker angesichts dieses Abends – wir sind wohlwollend.

Respekt zeigen die Kritiken, Respekt, aber keine Begeisterung. Wir mochten einiges, etwa das Auf-die-Bühne-Kotzen.

Der Kölner Intendant Stefan Bachmann erfährt für seine neue Inszenierung einiges Lob der Kritiker*innen, allerdings kein ungeteiltes. Das war bei uns auch nicht zu haben.

Ein zutiefst reaktionäres, zurecht vergessenes Stück mit schmachtenden Damen und löwenmähnigen Pianisten, die Kritiker*innen beschreiben vornehmlich die schauspielerischen Glanztaten. Wir fanden das Ganze auch verzichtbar.

Überzeugend findet die Zeitungskritikerin diese russsch-ukrainisch-belgische Shakespeare-Verarbeitung am Thalia Theater. Die wir so sahen.

Keiner der Frankfurter Zeitungskritiker kann sich Kruses eigenem Charme entziehen – wir auch nicht.

Die westfälischen Kritikerinnen gehen sehr angeregt aus dieser "Othello"-Aufführung. Wir sahen es so.

Bezauberndes, aber auch Nervendes fanden die kritischen Stimmen der Region in diesem Jenaer "Hamlet". Wir fanden viel Facettenlosigkeit.

Die Zürcher Zeitungskritikerinnen sind uneins, die eine erlebt in Kühnels Theateradaption des Films von Yorgos Lanthimos den Theatertod, die andere hat sich glänzend unzterhalten. Wir fanden es auch ziemlich gut.

Ein Luxemburger Kritiker erkennt in der auch für die Ruhrfestspiele bestimmten Inszenierung die Verweigerung der Über-Theatralisierung. Wir fanden Hoffmann auf pragmatische Weise entdeckungsfreudig.

Die Kritiker*innen sind nicht davon überzeugt, wie Babett Grube am Maxim Gorki Theater mit Marianna Salzmanns Stück umgeht. Wir fanden den komödiantischen Zugriff auch nicht zum Lachen.

Schon komisch, aber Komik ermüde, meint ein Zeitungskritiker, während ein anderer findet, das Nolte Decar dem Kalauer seine Würde zurück gebe. Wir lachten ohne Belang.

Eine Kritikerin ist begeistert, andere bemängeln Oberflächlichkeit. Wie wir.

Not amused ist die Mehrheit der Kritiker*innen nach diesem Schiller-Hochamt in den Kammerspielen – auch wir fühlten uns gequält.

Die Bandbreite der Kritik reicht von Jubel in höchsten Tönen bis zum enttäuschtem Abwinken. Wir gehörten zu den nüchterneren Betrachtern.

Die viereinhalbstündige Dostojewski-Sprengung beeindruckt einige Frankfurter Zeitungs- und Radiokolleg*innen – so wie auch uns.

Die Inszenierung stößt bei der Kritik auf Gefallen. Wie bei uns.

Grundsätzlich wohlwollend, wenn auch mit Einschränkungen, betrachtet die Kritik vor Ort den Abend. Wir im Prinzip auch.

Theatersinnlich und klug findet der Kritiker der NZZ den Abend nach Truman Capote. Gegen den wir Einwände hatten.

Auf hohem Niveau gescheitert und trotzdem toll findet die Kritikerin vor Ort den Abend. Mit dem auch wir nicht ganz glücklich wurden.

Grandioser Einstieg, aber dann vier Stunden Aufsagetheater, bemängelt ein Großteil der Kritik. Auch wir waren nur teilweise angetan.

Als prall und schrill, aber nicht fertig gedacht, bemängelt eine Kritik vor Ort diese Arbeit. Eine andere ist deutlich zufriedener. Wir weniger.

Die Kritiker*innen sind mehrheitlich schwer begeistert, eine hat Einwände. Wir fanden es ziemlich eindrucksvoll.

Die Vor-Ort-Kritiker sagen: Stück der Stunde, genau richtig zurückhaltend inszeniert von Ronny Jakubaschk. Auch wir konnten der Sache einiges abgewinnen.

Nur ärgern und wundern können sich die Zeitungskritiker über diese knallbunte Romanadaption von Brigitte und Niklaus Helbling, der wir durchaus etwas abgewinnen konnten.

Kaum Langeweile hatten die regionalen Zeitungskritiker in der Kaserne Basel – uns ging es ähnlich gut.

Die Bühne von Aleksandar Denic bekam viel Applaus von der Premierenkritik. Der Abend selber nur vereinzelt. Im Lichte der Urheberrechtsklage des Suhrkamp-Verlags findet sich jetzt (noch) ein glühender Verehrer des Castorf-Werks. Münchner Mainstream sahen wir.

Kitsch und Klischees geben die Wiener Kritiker zu Protokoll. Auch der überragende Gregor Bloéb rette den Abend nicht. Wir waren deutlich enthusiastischer.

Pascal Ramberts in mehreren Städten ausprobiertes Format. Die Kritikerin vom lokalen Blatt versucht, Gerechtigkeit walten zu lassen. Wir fanden es in jeder Hinsicht Grotte.

Mit dieser Adaption habe sich der begnadete Regisseur Thom Luz zu stark dem Diktat des Romans unterworfen und die Fähigkeiten zur musikalischen und motivischen Bündelung eingebüßt. So sieht es das Gros der Schweizer Kritiker (wobei eine überregionale Stimme widerspricht) – und so sahen wir es auch.

Behutsames Kammerspiel oder narrative Seifenblasen? Die Kritiker sind sich nicht einig, was sie am Emma Theater erlebt haben. Für uns kam es etwas zu hölzern auf die Bretter.

Ein Riss geht durch die lokalen und überregionalen Kritiken: Drei ächzen ob des Klamauks, drei haben sich gut unterhalten. Mit unser Stimme steht es 3:4 gegen die "Kleist-Kinderei".

Mit gebremster Euphorie begrüßen die Berliner Kritiker*innen diese koproduzierte Arbeit am Deutschen Theater Berlin. Auch in die Reaktionen zur Stuttgarter Premiere mischten sich bereits skeptischere Töne – ähnlich dem unsrigen.

Das musikalische Update des revolutionären Klassikers aus den 70er Jahren reißt auch die anderen Kritiker mit – aber keinen so sehr wie uns.

Die Lokalzeitung lobt das Dokutheater auf Basis von Fluchtgeschichten in den höchsten Tönen. Wir fanden es nicht ganz so elektrisierend.

Die meisten Kritiker*innen, auch die heute noch nachkommende, sind nicht überzeugt von dieser Christa Wolf-Adaption – wir auch nicht wirklich.

Völlig unkünstlerisch findet ein erster lokaler Kritiker diesen Abend, den wir als zwar eingeschränkt interaktiv, aber doch unterhaltsam erlebten.

Die Kritiker*innen befinden weiterhin einmütig, dass dieser Abend eine zweischneidige Sache war. Das meinten auch wir.

Vom "Ja, aber" bis zum Jubel reichen die ersten Kritiken zu Zement am Berliner Gorki Theater. Wir waren unter den Jublern.

Wunsch und Wunder hat Felicia Zeller ihre Komödie aus der Reproduktionsmedizin genannt, die Marcus Lobbes in Saarbrücken uraufgeführt hat. Der überregionale Kritiker ist angetan, die regionale Kritikerin ist enttäuscht. Wir auch.

Wie Simon Solberg seinen jungen Liebenden Werther auf eine zynische Leistungs- und Konsumgesellschaft treffen lässt, das finden nicht alle Kritiker gut. Wir waren durchaus beeindruckt.

Fünf furiose Darstellerinen sah die Kritik vor Ort, die Jelineks Version der Winterreise beleben. Über die fünf jubelten auch wir.

Relativierend ist eine überregionale Rezension, Bestnoten vergibt die Kritik vor Ort für Frank Behnkes Inszenierung in Münster. Die uns auch sehr gefiel.

Der Abend im Deutschen Theater polarisiert die Kritiker*innen. Wir befinden uns auf der Contra-Seite.

Und wie es ihr gefällt, der Dresdener Kritik! Das sei eine eindringliche Wortmeldung in der Stadt, in der gerade tausende vorgebliche Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes ihre Stimme erheben. Wir blieben etwas distanzierter.

Ausgesprochen positiv bewertet die Kritikerin vor Ort die Inszenierung. Wir waren vorsichtiger.

So geht's ja wohl nicht, sagen die einen; so geht's erst recht, sagen die anderen kritischen Stimmen über Beiers Hamburger Tschechow-Inszenierung. Wir feierten die Schauspieler.

Mit diesem Abend sei Kastenmüller endgültig aus der Zürcher Theaterrelevanz herausgaloppiert, sagt eine der großen Zürcher Zeitungen. Die anderen sagt exakt das Gegenteil. Wir fanden die Sache unentschieden.

Von Dokumentartheater, wie es radikaler nicht sein könnte, spricht die erste Zeitung am Platz. Wir waren nicht so euphorisch.

Die Koltès-Deutung am Schauspielhaus Zürich kommt gut an bei den Zeitungskritiker*innen – wie schon bei uns.

Begeisterung bei der österreichischen Kritik über diesen sehr eigenen Theaterkosmos. Den wir auch ganz gerne mochten.

Das Musiktheater nach Maeterlinck begeistert nicht alle Kritiker*innen so sehr wie uns.

So what?, fragt die Kritik angesichts des Mamutmonologs und will hier höchstens einen Schauspielertriumph, aber keinesfalls einen Regietriumph zu Protokoll geben. Wir waren weniger rigoros.

Die Kritiker*innen zeigen gegen Schimmelpfennigs Einwanderungsland-Poesie unterschiedliche Resistenz. Wir fanden auch Grobkörniges.

Ein lustvolle, hinter- und vordergründig witzige Romanadaption haben die regionalen Kritiker in Aachen erlebt. Auch wir sahen einen höchst lebendigen Abend.

Wie viel Beklemmung sich in dieser "Yvonne" in Männerklamotten noch mitteilt, darüber befinden die Kritiker*innen unterschiedlich. Wir sahen Vitalität und Längen.

Die regionalen Kritikerinnen wurden von Malte Kreutzfeldts bilderreicher Handke-Inszenierung berührt. Wir sahen einen starken, kräftigen, handfesten, in allem sehr poetischen Theaterabend.

Die Stuttgarter Presse hat sich in dreieinhalb Stunden "Antigone" sehr gequält, aber zumindest in einem Fall auch etwas mitgenommen. Wir fanden manches stark und vieles viel zu lang.

Die Hamburger Kritikerinnen sind begeistert über diesen assoziationsreichen, surrealen Bildersturm. Uns kam der Sturm ein wenig auch wie heiße Luft vor.

Einer von zwei regionalen Kritikern fand sich gefühlt im Schülertheater wieder, der andere hat sich gut unterhalten. Wir sahen eine gute Idee in den Slapstick abgleiten.

Wenig Dynamik stellte sich für die Wiener Kritiker*innen in dieser Uraufführung ein. Wir sahen die Verkasperung einer spannenden Geschichte.

Viele bunte Einzelteile, aber kein schlüssiges Gesamtbild, so eine erste Kritik über Mamma Helvetia. Auch uns fehlte eine szenische Klammer.

So richtig viel anfangen kann auch keiner der Printkollegen mit dieser Inszenierung im Rahmen des "Regiestudio" des Schauspiel Frankfurt, aus der sich für uns Fragen zum Wesen der Frankfurter Nachwuchsförderung ergaben.

Die lokalen Kritiker*innen bejubeln Jan Bosses Ingmar Bergman-Bearbeitung fürs Schauspiel Stuttgart, die angereisten sind skeptischer. Wie auch wir.

Das alles ist ein großer Jux, nicht weniger, aber auch nicht (viel) mehr, so klingt es aus den Premierenkritiken. Wir konnten uns für den Jux einen Ticken mehr erwärmen.

Die Zeitungs- und Radio-Kritiker ziehen unterschiedliche Schlüsse aus der Kürze des Abends, sind aber tendenziell eher begeistert – diesen ziehen wir.

Die Kritiker haben einen amüsanten Abend im Vestibül des Burgtheaters erlebt – uns inspirierte er zu fettigen Wortspielen.

Sowohl maßlosen Ärger als auch vorsichtige Einfühlung äußern die Zeitungskritiker*innen; wir liegen dazwischen.

Die Radiofrau freut sich über einen visuell und inhaltlich anregenden Abend, die Kritikerin der Lokalzeitung bemängelt ihn als schrill und exzessiv. Wir sahen kuddelmuddligen Überfluss.

Mit Hingabe würdigen die Kritiker*innen die Jubilarin Friedericke Mayröcker, mit Zurückhaltung kritisieren sie den ihr gewidmeten Jubiläumsabend am Akademietheater. Wir urteilten schärfer.

Klingt alles bedrohlich, aber leider auch nicht bahnbrechend neu, so eine erste Kritik über Katie Mitchells Klima-Lecture-Performance 2071 am Schauspielhaus Hamburg. Uns blieb vor allem die atemberaubende Nutzung des Theaterraums in Erinnerung.

Die Kritiker*innen der regionalen und überregionalen Zeitungen äußern Zweifel am Stück und Lob für Robert Teufels Uraufführungsregie. Wir blieben insgesamt etwas ratlos zurück.

Die ersten Zeitungskritiker*innen waren hin- und hergerissen, heute kommt noch ein überregionales "Daumen runter" dazu – so sahen wir es.

Beeindruckt sind auch die Berliner Zeitungskritiker von der zum Theatertreffen 2014 geladenen Inszenierung, die im Mai nicht nach Berlin kommen konnte und nun quasi nachträglich im HAU gastiert – wir besprachen sie bei ihrer Premiere im Rahmen der Ruhrtriennale 2013.

Es gebe viel zu sehen, das aber lenke vor allem ab, befinden die Kritiker zur Luzerner "Antigone". Das sahen wir etwas anders.

Die Kritiker haben unter anderem Sprachschönheit und Geist an diesem Abend gefunden. Wir fanden ihn rührend.

Eine Zeitungskollegin sah Verrücktes im Deutschen Theater Berlin, die anderen nicht annähernd genug davon und zu wenig Verstörendes – so wie auch wir.

Zuviel Klamauk, zu wenige zarte und hintersinnige Szenen lautet das einhellige Urteil der ansässigen Kritik. Und wir? Wir waren eher mehr denn weniger geneigt.

Für Eingeweihte ein Spaß, so die Kritiker*innen über die Sause zum hundertjährigen Geburtstag der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Etwas Wehmut war zudem im Raum. Wir waren nicht ganz so amüsiert, eher auch wehmütig.

Die Kritiken aus Wiener und überregionalen Zeitungen sahen in Robert Borgmanns Inszenierung mindestens ein grandioses Frauen-Ensemble. Wir sahen Vorschlag-Hämmer.

Die Reaktionen der Kritiker*innen reichen von begeistert bis alles andere als. Wir gehören eher zu letzterer Fraktion.

Gelungen findet die Zeitungskritiker*in die Romandramatisierung von Susanne Lietzow. Wir auch.

Die Münchner Kritikerinnen sind von den greisen Puppen André und Dorine völlig verzaubert. Wir waren gegen ihren Charme auch nicht wirklich immun.

Auch wenn eine Kollegin in Lüschers Stoff "eine zeitgenössische Geschichte" findet, "die ein Hammer ist" – die Begeisterung der Kritik hinsichtlich der Umsetzung auf der Bühne hält sich in Grenzen. Ebenso wie bei uns.

Für eine erste Kritikerin wurden die Assoziationsräume zu wenig inhaltlich bearbeitet. Für uns auch.

Je überregionaler die Zeitungen, umso missgünstiger werden die Kritiken zu Jette Steckels Schnitzler-Vergegenwärtigung. Insofern liegen wir auf der deutlich freundlicheren Berliner Linie.

Die KritikerInnen sind uneins, teils beeindruckt, teils entäuscht von der geringen Aktualitätshaltigkeit. Wir fanden es sehrt stark.

Die KritikerInnen sind überwiegend unzufrieden, keine gelungene Textadaption, kein Anliegen erkennbar, zuviel Erzählung, zu wenig Handlung. Wir versuchten gerecht zu sein.

Die lokalen KritikerInnen sind mal mehr, mal weniger kritisch. Wir zeigten uns durchaus betroffen.

Zu komplizierte Spielanordnung, zu harmlos im Ergebnis, urteilt die Radiokritikerin am Premierenabend. Wir fanden es viel trauriger.

Großer Beifall, aber auch große Verwirrung, schreiben die Kritker überregional und vor Ort. Zu viele Wege, die nicht zwingend zu Shakespeare führen. Das fanden wir auch.

Eine erste lokale Stimme zeigt sich grundsätzlich Einverstanden mit Klaus Hemmerles Inszenierung – mit Einschränkungen. Ähnlich sahen wir's.

Die Kritiker*innen sind schon in grundsätzlichen Punkten uneins: Ist das nun eine zeitübergreifende oder eine historisierende Inszenierung des Paul-Yates-Stoffs? Wir fanden die Sache konsequent und harmlos.

Großes "echtes" Schauspiel oder doch nur eine mäßig inspirierende Dostojewski-Inszenierung mit einigen großartigen Nummern? Die Meinungen der Kritiker*innen gehen auseinander. Wir sahen maximal komplexe Figuren, aus minimaler Körpersprache geboren.

Zwar nicht euphorisch begeistert, aber durchaus einverstanden sind die Kritiker*innen mit Hans-Werner Kroesingers Rüstungsindustrie-Recherche Exporting War am Berliner HAU. Wir hatten Einwände.

Ein erster Kritiker findet Gefallen. Wir vermissten Gegenwartsbeobachtung.

Bis auf eine deutliche Ausnahme sind die Kritiker*innen begeistert. Wir hatten Einwände.

Die Zeitungskritiker*innen haben Einwände, sind aber durch die Bank beeindruckt – bei uns überwogen Zweifel.

Die Zeitungskolleg*innen sind unterschiedlicher Meinung über diese Kleist-Inszenierung mit dem querschnittsgelähmten Samuel Koch in der Titelrolle. So sahen wir die Sache.

Die lokale Kritik ist gespalten: Hat diese Inszenierung einen kühnen Zugriff, oder ist sie einfach nur arrogant? Wir waren recht angetan.

Während die beiden Zeitungskritiker beglückt und begeistert sind, fehlte uns die große Idee.

Mit dem philosophischen und spielerischen Gehalt dieses Abends am Theater Junge Generation sind die Dresdener Kritiker zufrieden. Wir auch.

Die Radio- und Zeitungskritiker*innen finden das dramatische Debüt des im Ruhrgebiet bekannten Comedians gelungen – wir auch.

Bei den Kritikern kommt Brit Bartkowiaks Inszenierung in Berlins Deutschem Theater gut an, und auch wir sahen einen gelungenen kleinen Abend.

Bei der Mehrheit der lokalen Kritiker*innen kommt die Arbeit im Großen und Ganzen gut an, bei uns im Ganzen auch.

So richtig begeistert ist kein Kritiker vom schmerzlosen Baal. Wir überhaupt nicht.

Die Kritik teilt sich in zwei Lager. Wir gehören dem kritischen an.

In den meisten Kritiken ist von einer fesselnden Inszenierung und einem fesselnden Ensemble zu lesen. Zu dessen Wucht auch wir aufschauten.

Für die eine kommt das gar nicht gut, der andere versucht zu verteidigen. Wir waren recht kritisch.

Wieder gut, fast noch besser als Susanne Kennedys letztjährige Theatertreffen-Inszenierung finden zwei erste Kritiker diesen Abend, eine weitere Stimme allerdings wirft Kennedy Arroganz vor.  Wir gehören zu den Jublern.

Den Kritikern kommt die Moral von Ibsens Stück veraltet vor. Und der Zugriff von Stephan Kimmig wirkt auf sie auch nicht sonderlich frisch. Auf uns auch nicht.

Eine Printkritik ist nicht berührt von der Lukas-Linder-Uraufführung, aber sah viele Schichten, eine zweite Kritik desgleichen. Wir nicht.

Eine lokale Kritik mäkelt an der Darstellung in dieser Zwei-Personen-Fassung des Romans herum. Wir mochten den Abend.

Unentschieden zeigen sich die Kritiken angesichts des Bilderreigens. Wie wir.

Spannend fanden schon die ersten Kritikerinnen das Ergebnis von Macras' Abend zur Bombardierung von Dresden nach seiner Premiere ebendort; nach der Zweit-Premiere in der Schaubühne folgen nun die Berliner Kollegen. Auch wir konnten der Sache einiges abgewinnen.

Von Setting und Logististik dieser Theaterperformance beeindruckt zeigt sich die Kritik in Funk und Print. Die wir als ziemlich schlaues Infotainment empfanden.

Über leidenschaftliche Grabenkämpfe zwischen Alt und Jung, Poppern und Psychologiefreunden berichtet die Presse und findet Armin Petras' Adaption des Wilhelm-Raabe-Umweltromans – mit einigen prominenten Ausnahmen – ziemlich überzeugend. So wie wir.

Große Begeisterung bei der Kritik über die Dramatisierung des berühmten Romans von Siegfried Lenz. Und doch: etwas fehlt, finden manche. Wir auch.

Ein wenig entgeistert sind sie schon, die Printkolleginnen und -kollegen, in welcher Weise sich dieser hochmögende Stoff durch den Komödienschredder jagen läßt. Aber manche haben dann doch ihre (klammheimliche) Freude daran. Wir allerdings weniger.

Ja, Sandra Hüller, das ist was, sagen die Kritikerinnen zu Tom Schneiders Tanztheaterabend im Werkraum der Münchner Kammerspiele. Aber der Rest? Wir fanden's anregend.

Alle Kritiker können dieser Kombination aus Stücken von Andres Veiel und Mario Salazar etwas abgewinnen, alle erheben auch hier und dort Einwände. Nicht anders als wir.

Eine intensive Flüchtlingsgeschichte hat ein regionaler Kritiker erlebt, genau wie wir.

Der Text, nunja, finden die kritischen Stimmen, aber Stückl mache das Beste draus. Eine überregionale Stimme ist da ganz anderer Meinung. Wir sahen's so.

Die Kritiken sind im Zweifel für Dirk Laucke und den Scharfsinn seiner Szenenfolge Furcht und Ekel, haben bei Regisseur Jan Gehler zuweilen Zweifel. Wir waren ebenfalls unzufrieden.

Betont distanziert und auch ein wenig angeödet schauen die großen Schweizer Zeitungen auf diesen Sexbusiness-Abend am Zürcher Schauspielhaus. Wir blieben auch distanziert.

Eine "heiter sezierende Anatomiestudie“ von Xavier Le Roy lobt die NRW-Kritik mit Wohlwollen und Zurückhaltung. Auch wir lobten mit Maß.

Halligalli mit Lust- und Erkenntnisgewinn liefere Mirko Borschts Jelinek-Inszenierung Die Schutzbefohlenen in Bremen, so eine erste Kritik. Eine zweite diagnostiziert auch eine Episode des Irrsinns. Wir sahen Bildgewaltiges und offene politische Fragen.

Die poetische Bildlichkeit und Rätselhaftigkeit der Inszenierung gefällt den regionalen Kritikern. Uns auch, doch waren einige ihrer Fragen für uns denn doch zu offen gehalten.

Verzaubernd oder verzuckert? Zwischen diesen Polen bewegen sich die Kritiken zu David Böschs Peer Gynt in München. Wir waren begeistert.

Ganz großes Theater, findet eine Kritik, sehr viel Klamauk, bemängelt eine andere. Wir sahen ein relevantes Stück in unpräziser Wurschtigkeit untergehen.

Das Zentrum für politische Schönheit hat mit seiner Aktion wider die EU-Grenzpolitik die Debattenfeuilletons befeuert. In zahlreichen Artikeln geht es um die Freiheit der Kunst und das (Un)Schöne der Politik. Wir hatten zeitnah von der Polit-Reise berichtet.

Kein großes, aber ein gutes Stück haben die regionalen Kritiker am Consol Theater Gelsenkirchen gesehen. Ähnlich wie wir.

Eine lokale Stimme sah anderthalb Stunden pralles Theater. Wir sahen es so.

Ein kluges Stück, etwas effektheischend uraufgeführt, sah ein regionaler Kritiker. Ein Radiokollege winkt ab: Schlechtes Stück. Wir sahen viel Plakatives.

Die Printkolleg*innen haben sich prächtig amüsiert und hier und da auch erhellende Momente registriert, während die Radiokritiker diesen Joe-Orton-Abend von Nurkan Erpulat vehement ablehnen. Für uns ging er ganz ohne Vehemenz gut durch.

Eine Lokalkritikerin findet diesen Abend ästhetisch und intellektuell rundum gelungen. Eine andere sah auch Unschärfen, so wie wir.

So gar nicht begeistert ist eine erste Wiener Kritikerin über Abdullahs Roman-Adaption. Wir waren auch nicht überzeugt.

Die Radiokritik äußert sich gespalten über das ruhige Kammerspiel. Wir sahen Licht und Schatten.

Gut eingenordet findet ein erster überregionaler Kritiker diese Uraufführung des Csaba Mikós-Stücks durch Michael Lippold. Auch wir entdeckten Stärken in dem Abend.

Ganz konnte Murat Yeginer die Pforzheimer Kritiker*innen mit seiner radikal eingekürzten Büchner-Fassung nicht überzeugen. Uns auch nicht.

Sechs Stunden Frontal-Geschichtsunterricht war nicht das, was sich die meisten Kritiker von der neusten Castorf-Produktion erhofft hatten. Wir auch nicht.

Alles nur ein Spiel und das sei ausgesprochen schade, schreiben die Kritiker über Karin Neuhäusers Hedda Gabler in Köln. Ähnlich sahen auch wir den Abend.

Als spannend angelegt aber dann unverständicherweise abgestürzt beurteilt die Kritik den berlinisch-verhipsterten Horváth. Ähnlich wie wir.

Kafka ja, aber so dann doch bitte nicht!, stöhnen die lokalen Kritiker gequält – heute jubelt eine überregionale Stimme. So wie wir.

Virtuos, vor allem auch wegen der Schauspielerin Margit Bendokat, so die Kritiker über Die Schönheit von Ost-Berlin am DT Berlin, wobei sich nun eine erste enttäuschte Stimme meldet. Wir waren angefahren. 

Ziemlich angetan sind die ersten regionalen Stimmen von Jansens strenger, kurzer Inszenierung. Wir hatten Einwände.

Für seine Neufassung seiner Wilhelm-Tell-Adaption Tahrir wird Ad de Bont nur bedingt gepriesen, aber von Katharina Rupps Inszenierung in Solothurn sind alle Kritiken überzeugt. Wir im Prinzip auch.

Eine mutige Regie und verwegene Darsteller hat der Vor-Ort-Kritiker gesehen und ist begeistert. Auch wir freuten uns.

Das Stück passt nicht aufs Heute, findet die lokale Kritik und deswegen habe Regisseurin Johanna Wehner auch ihre Schwierigkeiten mit Carlsons Text. Wir sahen die Zerfalls-Studie über weite Teile gelungen.

Die zahlreich erschienenen Kritiken bemängeln zum nicht kleinen Teil eine gewisse komödiantische Plattheit von Theresia Walsers neuem Stück, andere sprechen hingegen von virtuoser Konstruktion. Wir entdeckten im Witz sogar die Bitterkeit.

Voller Klamauk, aber auch voller Erkenntnisse über die Finanzwirtschaft steckt dieser Abend nach Ansicht der Lokalkritik – die heute hinzukommende überregionale Stimme ist verhältnismäßig skeptisch. Uns begeisterte die scharfe Finanzmarkt-Horror-Show.

Da scheint ja eine Menge los zu sein, beim "Ring" ohne Musik am Thalia Theater – aber so viel dann auch wieder nicht, meinen die Kritiker. Und sind damit recht nah bei uns.

Die Kritiker sahen Schrott, Matsch und "geht gar nicht", das Gorki "hat nicht geliefert", schreibt heute die Wochenzeitung. Wir sahen auch nicht mehr.

Die meisten Kritiker bleiben doch eher skeptisch gegenüber Jan Bosses hochkarätig besetzter Inszenierung von "Dantons Tod", heute kommt eine wohlgesonnene Stimme hinzu. Wir sahen den Fatalismus walten.

Intensive Momente entdecken alle regionalen Kritiker in diesem Abend. Für einen ist er ein wenig zu sehr über Bande gespielt. Wir sahen, wie große Politzusammenhänge individuell greifbar gemacht wurden.

Nicht nur die Lokalkritik ist berauscht von Roberto Ciullis Inszenierung. Auch die überrregionale Kritik sieht das Theater durch die Schönheit der Bilder poetisch ins Recht gesetzt. Eine Schönheit, die auch uns begeisterte.

Schwerer Stoff, nicken die Kritiker anerkennend und sehen zugleich Stück und Inszenierung unter dieser Schwere ächzen. Wir fanden das Kantige rund.

Ein Mordsspaß, mit dem Zeug zum kultigen Dauerbrenner – die Kritiken schwärmen in höchsten Tönen von diesen Erkundungen einer schwülen katholischen Aufklärungsliteratur. Auch unser Daumen ging hoch.

Die Lokalzeitungskritik ist mit kleinen Einschränkungen angetan von dieser Büchner-Inszenierung, die wir so sahen.

Die Kritikerinnen haben ein reiches und womöglich richtungsweisendes Kunstwerk im Schauspielhaus Wien erlebt. Wir fanden, Regisseurin Barbara Weber hat in den Wort-Wildwuchs des Textes "geschickt dreingeschlagen".

Die Kritiken gehen auseinander, schlagen sich aber eher auf die Seite des Textes und nicht der Inszenierung. Wir waren eher verhalten.

Wenn dieses Stück mal nicht nach Mülheim eingeladen wird! Nicht nur die Lokalzeitungs-, auch eine heute sehr spät nachkommende überregionale Kritiker-in sind aus dem Häuschen über diese Uraufführung zum Intendanzstart von Erich Sidler. Ähnlich wie wir.

Starker Text, schwache Inszenierung sagen beinahe alle Kritiker*innen dieses Abends am Schauspiel Köln. Sagten wir auch.

Zwar findet der Abend nicht gleich seinen mörderischen Rhythmus, befindet die Münchner Kritik. Die aber dann doch restlos überzeugt von diesem Abend ist. Wie wir eigentlich auch.

Widersprüchlich reagiert die Zürcher Kritik auf diesen Abend. Während auf der einen Seite von Witz und Kurzweil die Rede ist, gibt die andere Seite lähmende Langeweile zu Protokoll. Wir fühlten beides.

Spannendes Stück, weniger spannende Inszenierung, sagt die Kritik vor Ort. Sagen wir im Prinzip auch.

Teils mehr, teils weniger unglücklich sind die Kritiker*innen mit diesem Kleist. Wir sahen viel Physik und wenig Chemie.

"Einfallslos hoch zehn" haut die Kritik an der Weser Felix Rothenhäusler und Tarun Kade ihre Faust-Variation um die Ohren, die ihr als Missachtung von Publikum und Schauspielern erschien. Wir hatten eher den Eindruck eines Kollateralschadens der Suche nach neuen Formen.

Blutleer findet eine erste Radiostimme Dieter Giesings Gorki-Inszenierung mit Maria Schrader in der Titelrolle. Heute tritt dem Abend jedoch eine Befürworterin an die Seite. Der uns blutarm erschien.

Ziemlich beeindruckt sind die ersten Kritikerinnen von diesem wütenden Ungarn-Befund von Árpád Schilling und Kretakör. Wir dagegen nicht so.

Einen glänzenden Tobsuchtsanfalls sahen die ersten Kritiker*innen in dieser freien "Elektra"-Adaption am Abschlusswochenende des Steirischen Herbstes. Wir sahen faszinierenden Enrüstungspop.

Nur wenige Theatermacher werden von den Kritikern so geliebt wie Christoph Marthaler. Auch diesmal spendeten die meisten begeistert Beifall, vereinzelt werden jedoch auch ernsthafte Einwände vorgebracht. Wir gehörten, mit kleinen Einschränkungen, ins Lager der Wohlwollenden.

Sarah Kanes Stück ist eine Herausforderung, und Regisseurin Julia Hinrichs findet eine gelungene distanzierte Form für das Bühnengemetzel, so die lokalen Kritiker. Was wir auch fanden.

So richtig scharf werde das Bild nicht, das in Ich bereue nichts von Edward Snowden entworfen werden, so die regionale- und überregionale Kritik. Wir fanden, dass man seiner wahren Motivation nicht auf die Spur komme.

Ein Tenor der Kritiken zu Stefan Kaegis neuem Dokumentarstück ist, dass die Experten des Alltags, wie Stefan Kaegis Performancekollektiv Rimini Protokoll sie etabliert hat, hier doch empfindlich fehlen. Wir sahen darin eine Stärke des Abends.

Einen der stärksten Kusenberg-Abende in Nürnberg sah einer der beiden Lokalkritiker. Im Ganzen findet die Kritik den Auftritt Kreons intensiver als die Wutexzesse des Ödipus. So ging es uns auch.

Anerkennend gesteht die erste Printkritik den Turbo Pascal-Performern zu, immer ein bisschen fies zu sein. Was wir bestätigen können.

Konventionell, lakonisch, in Teilen wunderbar albern finden die ersten Kritiken dieses Gastspiel beim Steirischen Herbst. Wir vermissten die Pointe.

Die Printkritik hat in Franzobels theatraler Attentatsrekonstruktion eine kluge Studie gesehen. Wir sahen eine gründliche Geschichtsstunde.

Nach der Berliner Uraufführung wird "Die kosmische Oktave" nun auch in Hamburg kritisch vermessen, was auch eine Zeitung aus dem Süddeutschen auf den Plan ruft. Wir waren schon früher dabei.

Anne Lenk ist es aus Sicht der Kritik nicht gelungen, die Relevanz von Ernst Tollers Revolutionsdrama für die Gegenwart deutlich zu machen. Auch für uns blieb das Ganze seltsam hinter Glas.

Die lokalen Kritiker sind sehr angetan von Marie Bues' In-Szene-Setzung am Theater Rampe. Wir hatten auch eher kleinere Einwände.

Alles irgendwie vertraut, lustig, ein wenig anregend, nicht wirklich aufregend, so klingt's aus den Kritiken zum jüngsten Pollesch. Wir entdeckten absurde Theatermomente in der Manier es Daniil Charms darin.

Höchstens eine "gelungene Nacherzählung" des Manson-Mythos' sieht eine Kritikerin in dieser neuen Pucher-Pop- und Modeshow, und auch die anderen Kollegen finden den Abend ebenso haltunglos wie wir.

Die meisten Kritiker_Innen sind vom Ergebnis des großen Vorhabens ausgesprochen ernüchtert. Aber es gibt auch Fürsprecher_Innen. Wir teilten eher die Ernüchterung.

Ein Berliner Kritiker jubelt über diesen großen Schauspieler-Spaß von Theresia Walser und Tina Engel, ein anderer mag nicht mitquietschen. Wir quietschten auch nicht, aber applaudierten doch den großen Diven.

Eine eindrucksvolle, beklemmende Atmosphäre stellte sich für die Kritiker-Besucher des Festivals auf dem alten US-Militärgelände in Heidelberg her. Auch für uns.

Die Geister der Kritiker sind höchst unterschiedlicher Ansicht über diese Arbeit. Besonders an der Schrillheit eines Schauspielers scheiden sie sich sehr deutlich. Wir sehnten uns ein wenig nach Subtilität.

Standing Ovations für Heinz Rennhack, für ihn vor allen, vom Publikum und vom Thüringer Kritiker und von uns.

Das Gros der Kritiker sah einen intensiven Tschechow-Abend, mit mal größeren, mal geringere Einwänden. Auch wir hatten Einwände, meinten aber: Sei's drum.

Ein Publikumsrenner werde diese Müller-Inszenierung von Intendant Roland May wohl nicht, aber doch ein herausfordernder und intellektuell stimulierender Abend für Freunde des modernen Regietheaters, urteilen die regionalen Kritiker. Auch wir fanden darin Raum für Assoziationen.

Überzeugende Theatralität in einer wenig überzeugenden Stückvorlage hat ein erster regionaler Kritiker in Greifswald gesehen. Wir sahen alles in allem: ganze Arbeit.

Eine erste Kritikerin mochte diese Joseph-Roth-Bearbeitung, andere sind reservierter. So wie wir.

Berührend, verstörend, lichter Humor. Warme Worte finden die ersten KritikerInnen für Totally Happy. Wir sahen Spaß, der allerdings nicht tief ging. 

Ein Abend mit tragischen Momenten, so der Kritiker vor Ort, für den sich der Abend trotzdem nicht zu einem packenden Ganzen fügt. Für uns auch nicht.

Die Zeitungskritiker sehen es mehrheitlich wie wir: viele Effekte, viel Fragwürdiges, einer sah gar Unverantwortliches. Heute stellt die Süddeutsche Zeitung anhand des Abends dem Männer- und Mackertheater der Intendanz Armin Petras das Armutszeugnis aus.

Von einer Petitesse, die es in sich hat, sprechen die Printkritiker, die höchstens das Fehlen der Pilze im Lotte-Menü als nicht ganz werktreu bemängeln. Wir fanden die Sache auch sehr gelungen.

Clownesk und wahrhaftig findet der Berliner Zeitungskritiker diesen Beckett-Abend mit dem Gotscheff-Duo Finzi/Koch, den wir schon bei seiner Premiere im Rahmen der Ruhrfestspiele begutachteten.

Beeindruckt zeigen sich die Lokalkritiker von diesem Tanz-Solo im Ballhaus Ost, das für uns auch Lesbarkeitsfragen aufwarf.

Mit Begeisterung bespricht die Kritikerin vor Ort den blutigen Abend am Theater für Niedersachsen. Den wir zumindest solide fanden.

Die Stimmen der Kritik sind gespalten, und pendeln zwischem höchstem Lob und schrillem Schmock-Alarm. Wir hörten an den Kammerspielen Worte, aber keine Fleisch gewordenen.

Von Simone Blattners Wiederentdeckung der Komödie von Martin Heckmanns (die Heckmanns extra für diese Wiederentdeckung überarbeitet hat) ist der erste Zeitungskritiker begeistert – so wie wir.

Fast bis sehr begeistert sind die Zeitungskritiker von Cornelia Crombolz' Einstand als neue Schauspieldirektorin in Magdeburg – anders als wir.

Ein kunstvolles Fest haben die Zeitungskritiker zur Eröffnung des diesjährigen Steirischen Herbstes erlebt. So wie wir.

Die Zeitungskritiker loben Csaba Polgárs Gorki-Inszenierung zur Spielzeiteröffnung am Volkstheater; wir sahen Marthaler.

Zwei von drei Kritiker*innen sind genervt von der intellektuellen Arroganz dieser Unternehmung. Wir sahen einen ungewöhnlichen, anspruchsvollen und gegen Ende sich suggestiv steigernden Abend.

Die Kritik vor Ort zeigt sich eher not amused über die Regie von Alexander Riemenschneider. Heute ergreift eine überregionale Stimme Partei für den Abend. Wir gehörten der meckernden Mehrheit an.

Die erste Radiokritikerin sah viel Schönes, die Zeitungskollegen nicht so viel. Genau wie wir.

Endlich haben wir es auch geschafft, die Karlsruher Kritiken zusammenzufassen: Die örtlichen Kritiker sind eher zurückhaltend bis neutral. Die Radiokritik findet die Sache langatmig. Wir waren da schoin mehr interessiert.

Die wir ist ziemlich aus dem Häuschen, und auch sonst Lob für Karin Henkels Inszenierung am Hamburger Schauspielhaus. Auch wir waren einigermaßen beeindruckt.

Altmodisches Textaufsagen, dennoch jage ein Gag den anderen, nein, die Kritiker lassen kein gutes Haar an Barbara Freys Drei Schwestern. Auch eine überregionale Kritik von heute ist nicht begeistert. Wir waren gnädiger.

Die Kritiker sind genervt bis erzürnt von Martin Kušejs Münchner Inszenierung. Wir konnten uns an der Hauptdarstellerin erfreuen.

Karin Beiers Hamburger Dokutheater-Jelinek-Doppel wird wohlwollend von der Kritik aufgenommen. Wie von uns.

Die Kritiker an der Ostsee sprechen von einem historischen Tag. Wer nicht dabei gewesen sei, bei diesem triumphalen Neuanfang, der habe etwas verpasst. Wir waren natürlich dabei!!

Nicht ganz glücklich werden die Kritiker in Hannover mit diesem Abend. Wir auch nicht, glauben aber: das ist Regieabsicht!

Tolle Bilder sah ein erster Regionalkritiker in Nico Dietrichs Eröffnungsinzenierung seiner Intendanz am Jungen Theater. Wie wir.

Bei den meisten Kritikern kommt Kriegenburgs überzeichneter Horváth-Totentanz sehr gut an. Wir waren nicht gar so begeistert.

Eine erste Radiokritikerin ist angetan von der Inszenierung, die noch die vorige Übergangs-Intendanz plante. Wir sind es auch.

Die Kritiker sind sich einig: Was für ein großartiges, tolles, tolles Monster! Aber was soll es? Wir fragten ähnlich.

Eine erste Kritik findet den Abend stimmig, sieht nur den Sinn des Laienchors nicht. Wir waren kritischer.

Mit Begeisterung nimmt die Kritik vor Ort Klaus Gehres Kammerspielversion des Spielbergfilmstoffs auf, heute kommt eine überregionale Stimme dazu. Uns überzeugte der Abend.

Zwischen Statements wie "starker Theaterabend" und "ermüdend privat und egozentrisch" bewegen sich die Kritiken zu Erotic Crisis, mit dem sich Regisseurin Yael Ronen ins erotische Krisengebiet großstädtischer Thirtysomethings begibt. Wo wir uns ganz wohl fühlten.

Wenn die Kritiker in Fallen schon nicht den ganz großen Abend sehen, so schaut man doch auf einen vielversprechenden Start in die zweite Gorki-Spielzeit. Wir sahen einen Abend, der hinter den selbst formulierten Ansprüchen zurück bleibt.

Ein bisschen pointierter hätte die ein oder andere Szene schon ausfallen dürfen, so die Kritiker, die im großen und ganzen doch überzeugt sind von Roger Vontobels Huxley-Inszenierung Schöne neue Welt. Auch wir sahen intensive Bilder.

Printkritiken sind noch keine erschienen, ein Fehler, denn die Kritik vor Ort bescheinigen dem Künstlerkollektiv Subbotnik einen gelungenen Abend. Wie wir auch.

Rasant aber am Ende nicht abendfüllend findet die Rheinische Kritik diese Tschechow-Verlegung an den Sunset Boulevard in Hollywood. Uns gings ganz ähnlich.

Starke Bilder und Schauspieler, meint eine Kritikerin vor Ort, Müllers Geschichtsparabel bleibe in dieser Inszenierung trotzdem nebulös. Wir waren vomm des Lobes.

Eher blass fanden die Kritiker vor Ort den Schweriner Spielzeitauftakt. Wir sahen einen starken Abend.

Die Kritiker schauen kalt und zwiesgespalten auf die "Hamlet"-Bildschirme von Kay Voges und Daniel Hengst. Bei einigen schimmert Faszination durch, bei anderen nicht. Wir konnten uns der Bilderflut des Abends nicht enziehen.

Mit vielen Brüchen wartet der neue Wiesbadener Hausregisseur in seiner Dreigroschenoper auf, die bei den Kritiker unterschiedlich ankommen. Wir sahen, dass etwas Neues passiert.

Die regionalen Kritiker fühlten sich auf großen Teilen der Tour gut aufgehoben. Bei uns waren diese Teile etwas kleiner.

Haben Kühnel/Kuttner nicht mitbekommen, dass Gerhard Schröder nicht mehr Kanzler ist?, fragt eine der Kritikerinnen, und auch die KollegInnen wollen überwiegend nicht in den Jubel des Premierenpublikums einstimmen. Wir schon.

Die Kritiker kamen wieder in großer Schar, begutachteten das Serienprinzip des "Meisters" und entdeckten teils eine gelungene Selbstreflexion auf das Gesamtwerk. Wir sahen Pollesch das Dunkel des Irrsinns durchleuchten.

Müde winken die Schweizer Kritiker ab. Wir ließen uns gern auf einen Höllentrip mitnehmen.

Kitsch sah der angereiste SZ-Kritiker, mindestens Ansätze relevanter Zeitdiagnostik und –ästhetik sahen die heimischen KritikerInnen. Auch wir konnten dem Abend einiges abgewinnen.

Die Kritiker jubeln größtenteils, manche schimpfen. Wir fanden die Shakespeare-Show zur Spielzeiteröffnung schon ganz in Ordnung.

Die regionale Kritik lobt "die sagenhaft raffinierte und dabei doch völlig nachvollziehbare Inszenierung" von Bastian Kraft, erhebt aber auch Einwände. Wir lobten ohne Einschränkung.

Mit einer spektakulär grollenden Ausnahme sind die Zeitungskritiker angetan bis begeistert von Dušan David Pařízeks Inszenierung dieses Hörspiels nach Joseph Conrad im Akademietheater. Die auch uns einfing.

Die Zeitungskritiker sind überwiegend angetan von diesem Büchner als Anti-Kriegsstück. Wir waren begeistert.

Unbedingt sehenswert findet die Lokalkritikerin diesen Konversationstheaterabend. Wir sahen ein gut gebautes Kammerspiel.

Die lokale Kritik würdigt den komödienhaften Esprit von Die Oppeltshaben ihr Haus verkauft, uraufgeführt von Christian Schlüter in Bielefeld. Wir sahen es so.

Eine Annäherung, die Fragen aufwirft, mitunter auch ratlos macht, hat die Lokalkritik in dieser Inszenierung von Frl. Wunder AG mit dem malawischen Solomonic Peacocks Theatre erlebt. Wir sahen gute Ansätze, aber noch keine zwingende Pointe.

Die lokalen Kritiker – auch die heute dazukommende, obwohl sie noch die mildeste ist – sahen es weiß Gott nicht Boing machen in Patrick Wengenroths Büchner-Inszenierung an der Schaubühne Berlin. Und auch wir erlebten eine finale Nichtigkeit.

Geteilt sind die Meinungen über die Berlin-Premiere von Marthalers Letzte Tage. Ein Vorabend, das jetzt an der koproduzierenden Berliner Staatsoper angekommen ist. Die Wiener Premiere verließen wir beeindruckt.

Eine betont unterhaltsame "Werther"-Inszenierung haben die KritikerInnen in Bielefeld erlebt. Uns fehlten die Zwischentöne.

Was Charlotte von Stein an Goethen geschrieben haben könnte: Tolle Idee, tolle Brief-Fiktionen, finden die anderen Kritiker, aber die Inszenierung genügt nicht. Uns ging's ähnlich.

Nass und schön finden die Hamburger und Berliner (wo die Produktion nach ihrer Kampnagel-Premiere bei Tanz im August gastierte) KritikerInnen dieses japanische "Überfallkommando". Auch wir ließen uns – nicht ungern – überrollen.

Mit einer Ausnahme schaut die regionale Kritik wohlwollend auf den Mix aus quälender Langsamkeit, mythischer Dunkelheit und berückender Bildlichkeit in Lemi Ponifasios "I am". Auch wir folgten dem Abend ein Stück weit.

Technisch spitzenmäßig gemacht, aber das sei auch ein Problem des Abends, denn das Theater muss schauen, wo es bleibt, so der Kritikertenor über Katie Mitchells The Forbidden Zone bei den Salzburger Festspielen und jetzt auch in Berlin. Wir waren milder und sahen bereits in Salzburg einen Abend voller Kraft.

Obwohl sie teilweise auch ein bisschen was dran auszusetzen haben, sind die Damen und Herren Zeitungskritiker am Ende doch alle in den Bann dieser Kriegsgrundbohrung geraten – so wie wir.

Eine erste Kritik senkt entschieden den Daumen ob dieses Gastspiels beim Zürcher Theaterspektakel. So wie wir.

Ein bisschen naiv finden die KritikerInnen das Ganze schon, was die einen aber weniger, die anderen etwas stärker stört. Wir vermissten sozialkritische Tiefenbohrungen.

Von vereinzelten Gänsehautmomenten ist zu lesen, auch manche Einsicht nehmen die KritikerInnen in NRW aus diesem Opern-Lecture-Abend mit. Aber der letzte Funken Begeisterung bleibt aus. Auch wir blieben moderat und ließen uns von der Musik, dort wo sie ganz in den Vordergrund tritt, einnehmen.

Nicht begeistert, aber durchaus angetan schrieb die lokale Zeitungskritikerin von diesem Abend des Big Dance Theater, der die überregionale ebenso wenig überzeugt wie uns.

Gut gemeint, aber schlecht gemacht, so winken die Berliner RadiokritikerInnen ab. Wir waren gewillt, zwei Augen zuzudrücken.

Schwierig zu inszenieren sei dieses Stück, befinden die Kritikerinnen, Kriegenburgs Salzburger Puppenkisten-Version knacke es auch nicht. Die meisten schreiben kühl, eine ist begeistert. Wir fanden es ziemlich interessant.

Zwischen Langeweile, Wut und Milde bewegt sich die Kritik. Heute macht die Zeit ihrem Ärger noch mal Luft. Wir waren auch nicht besonders milde.

Ein majestätischer Raum, in den Heiner Goebbels zweifelsohne wuchtig-suggestive Bildideen setze, so die Kritiker, die dennoch einen zu simplen, Schwerstarbeit leistenden Abend sahen. Wir entdeckten eine brillante, melodiös-schockierende Oper.

Visuell beeindruckt sind praktisch alle KritikerInnen, aber inhaltlich meldet manche/r doch Zweifel an Castelluccis Strawinsky-Übersetzung in die Düngemittelfabrikation an. Wir sahen gedankliche Schärfe bei gestischer Kargheit.

Von Walter Kappacher mit sorgsamer Überlegung, aber auch ziemlich brav geschrieben, urteilen die Kritiker über Der Abschied, der Schauspieler Paul Herwig könne das nur bedingt rausreißen. Was auch wir fanden.

Ohne Übersetzung der Redeanteile fühlt sich die Zürcher Kritikerin in diesem gestisch eindrucksvollen Abend ziemlich verloren, ähnlich wie wir.

Von ehrlich entsetzt über unfreiwillig belustigt bis ziemlich begeistert ist alles dabei in der großen Menge der Kritiken, wobei das Entsetzen deutlich überwiegt. So sahen wir die Schubert-Ausgrabung.

Die Virtuosität der Musiker wird fast durchweg gelobt, aber inhaltlich müsse man doch auch Abstriche machen, so die KritikerInnen von nah und fern. Wir wünschten uns breitere Schenkel zum Klopfen.

Einige, aber nicht alle schwärmen hemmungslos von Anna Netrebkos gereiftem Sopran, bei Domingo hört man es arg knarzen. Und Hermanis' Museumskonzept überzeugt dann doch kaum einen Kritiker. Wir hörten zwar teilweise Tolles, sahen jedoch Herumsteh- und Verlegenheitsgesten-Theater der übleren Sorte.

Deutlich scheiden sich die Geister: Ist Marc-André Dalbavies Musik nun genial oder rückwärtsgewandter Kitsch? Stemmt sich Luc Bondy dagegen oder lässt er sich von der Musik (davon)tragen? Wir waren tendenziell für das Unternehmen.

Die Meinungen der Zeitungskritiker zur musikalischen Eröffnungspremiere des Sommerfestivals auf Kampnagel gehen stark auseinander. Wir liegen dazwischen.

Die Kritiker sind sich völlig uneinig über das Gesehene. Wir waren begeistert.

Verstörend findet eine erste Wiener Kritik den neuen Abend von Ivo Dimchev, die andere bezeichnet Icure als "traurig, menschenverachtend und dumm". In ein Minenfeld tritt Dimchev auf jeden Fall, heißt es bei uns.

Gänsehauttheater, Mitmachtheater der besonderen Art, bei dem eine geisterhafte vierte Wand das Mitmachen eigentlich genau verhindere. Die Kritik ist fasziniert von diesem Theaterprojekt in einem alten Fackwerkhaus. Wir auch.

Zwischen freundlicher Anerkennung und spöttischer Ablehnung bewegt sich die Berliner Kritik zum skurrilen Theaterspektakel im Hause des abwesenden Herrn Peymann am Schiffbauerdamm. Vorsichtiges Kopfschütteln bei uns.

Die ersten Kritiken sind sich uneinig über das Kriegsheimkehrerdrama Hinkemann, bei den Salzburger Festspielen von Milos Lolic inszeniert. Wir sahen einen verschenkt harmlosen Abend.

Die überregionalen Kritiker sind angereist, um die Uraufführung von HK Grubers Oper bei den Bregenzer Festspielen zu begutachten. Alle waren angetan bis begeistert mit nur kleinen Abstrichen. Auch wir hörten eine starke Vertonung.

Die überregionalen Kritiker sind skeptisch. Skeptischer als wir.

Weder der aus Auftrags-Blogtexten prominenter Autoren generierte Stücktext noch seine theatrale Umsetzung vermögen den Zeitungskritiker zu überzeugen – uns schon.

Viel Licht und viel Schatten haben die Feuilletons beim letzten Wormser Nibelungen-Sommerspektakel in der Ära Dieter Wedel gesehen. Wir waren sehr angetan.

Recht unterschiedlich beurteilt die schwäbische Presse die Premiere von Johanna Schalls "Hamlet"-Deutung. Wir beurteilten versehentlich die Voraufführung.

Den lokalen Blättern nahm die maritime Aufführung der Gruppe Das letzte Kleinod um den Regisseur und Autor Jens-Erwin Siemssen jegliche Schifffahrts-Romantik. Das ging uns kaum anders.

Nicht wirklich vom Hocker gerissen zeigen sich die meisten Kritikerinnen und Kritiker der Region von diesem Abend. Heute aber jauchzet und frohlocket eine Stimme lauthals auf. Wir allerdings gähnten.

Zwei Berliner Kritiker sind schwer beeindruckt vom Houellebecq-Gastspiel, einer sah ein Missverständnis. Wir sahen den Abend schon früher in München.

Angeödet ist der Berliner Zeitungskritiker von der Postkolonialismus-Show des Teatro de Chile, die jetzt beim Foreign Affairs-Festival der Berliner Festspiele zu Gast war. Wir sahen sie schon bei Theater der Welt in Mannheim.

Die Kritiker finden das Stück antiquiert und die Inszenierung blöde. Das ging uns aber ganz schön anders.

Bei der führenden Zeitung im süddeutschen Raum kommt Jochen Schölchs Bühnenversion von Marcel Carnés cineastischem Meisterwerk sehr gut an. Wir waren auf reservierte Weise freundlich.

Sakral inszeniert, das ja, so die Kritiker, aber ansonsten verpuffe Liddells Tandy doch recht wirkungslos. Was wir auch fanden.

Die Kritiker sind nicht so recht glücklich mit dem Auftakt des (jetzt bereits wieder zu Ende gehenden) Festivals Foreign Affairs. Wir auch nicht.

Die Zeitungskritiker sind sich uneinig über Teil eins dieser deutsch-amerikanischen Dokutheater-Serie. Wir fanden den Abend verzichtbar.

Die Zeitungskritiker sind sich weiterhin uneinig über diese Rossini-Inszenierung zur Eröffnung des Münchner Opernfests an der Bayerischen Staatsoper – wir waren wohlwollend.

Großer Jubel der Schweizer Kritiker über den Shakespeare-Spaß des isländischen Regisseurs. Wir hatten auch nur winzige Einwände.

Mehr oder weniger große Einwände kommen aus der Kritik. "Der kleine Prinz von Homburg", spottet zum Beispiel die Kritikerin von Le Monde und seufzt "Armer Kleist!". Wir waren begeistert.

Eine erste Print-Kritik hat in der von Sascha Bunge inszenierten Szenenfolge mit Geschichten aus der Geschichte des Boxens teilweise spektakuläres Theater gesehen. Auch wir gingen nicht zu Boden, sondern reckten den Daumen hoch.

Am Bodensee haben sich die Kritiker vom Spektakel zu 600 Jahren Konstanzer Konzil geistreich unterhalten lassen, vermissen aber doch eine Tiefendimension. Wir ertranken im Bilderwust.

Die meisten Kritiker vermissen etwas, nur einer ist schier aus dem Häuschen, sah den "einsamen Höhepunkt der Berliner Opernsaison". Wir sahen ein Hochamt des Minimalismus.

Beeindruckt bis verstört lässt Johan Simons' Ausflug zur Konkurrenz auf der anderen Seite der Maximilianstraße die Zeitungskritiker zurück. Uns so.

Die Zeitungskritiker finden Teil eins der auf drei Jahre angelegten komischen Digitalära-Reflektion unterhaltsam mit Tiefgang – so haben wir es erlebt.

Während der erste Zeitungskritiker sich über "Plattheit" ärgert, sahen wir zusammen mit dem zweiten (mindestens) schöne Regieeinfälle en masse.

Eine erste Print-Kritik erkennt in Georg Büchners Revolutionsdrama beinahe ein Gegenwartsstück. Und auch wir waren nicht unbeeindruckt.

Die Kritiker in Dresden sind nicht wirklich zufrieden mit dem Text, Jan Gehlers Inszenierung handeln sie nebenbei ab. Heute tröpfelt aus Süddeutschland eine Adelung des Abends nach. Wir hatten schon Einwände, fanden die Sach' aber insgesamt bemerkenswert.

Als bilderstarken Angriff auf politischen Analphabetismus würdigen die regionalen KritikerInnen diese Serbien-Arbeit von Oliver Frljic. Die SZ sah dagegen den Holzhammer niedersausen. Uns nahm der Abend gefangen.

Ein örtlicher Kritiker befürwortet das Projekt, vermisst eine Verdichtung. Ähnlich wie wir.

Zu statisch und didaktisch oder auch zu harmlos finden die regionalen Kritiker diese Stockholmer Inszenierung des Stückes von Jonas Hassen Khemiri. Und liegen damit auf einer Linie mit uns.

Einen kleinen Abend, der das Sexappeal radikalen Denkens atme, hat die Regionalkritikerin am Theater Freiburg erlebt. Wir sahen unterhaltsame Bildungsarbeit.

Die erste sich zu Wort meldende  lokale Stimme ist von der Eröffnungsinzenierung von "Parallel Lives" in Dresden recht angetan. Wir fandes es supi.

Enttäuschung geben die Kritikerinnen an der Limmat zu Protokoll. Wir grundsätzlich auch.

Die Zeitungskritiker sind diametral entgegengesetzter Meinung zu dieser szenischen Reportage. Wir nicht. Wir sind recht eindeutig.

Die Zeitungskritiker sind voll des Lobes anlässlich Mark Zurmühlens Abschied von Göttingen. Wir waren kritischer mit der Inszenierung.

Die Zeitungskritiker haben sich aus unterschiedlichen Gründen faszinieren lassen – mehr als wir.

Ein Zeitungskritiker motzt, die andere ist – wie wir – vom Meckern weit entfernt.

Zwei von drei Zeitungskritikern sind mäßig bis sehr angetan von dem lettischen Gastspiel – der dritte schüttelt mit uns den Kopf.

Was das Berliner Ensemble bei Teilen des Publikums so beliebt macht und bei den Kritikern umso unbeliebter, das leistet es auch diesmal wieder: Es hält einem die Stoffe fern. An uns kam auch nicht viel heran.

Auf Geheiß des Jurors Till Briegleb haben nun alle innegehalten bei den Autorentheatertagen. Aber die Kritiker halten nie inne, sie sagen wenn ihnen etwas nicht passt. Zum Beispiel, wenn ihnen alberne Inszenierungen präsentiert werden. Wir sagten so etwas auch.

Breiten Raum geben die Kritikerinnen der Beschreibung und Wertung der drei Aufführungen. Verallgemeinert kommen Alexander Eisenach und Ersan Mondtag dabei etwas besser weg als Johanna Wehner. Talent scheint allerdings, deutet man die Rezensionen richtig, bei allen dreien im Ünbermaß vorhanden zu sein. Wir waren auch ziemlich angetan.

Intellektuell stimulierend, aber doch nicht bis ins letzte schlüssig durchgearbeitet erscheint den regionalen KritikerInnen Baumgartens Brecht mit einer guten Prise Agamben. Für uns war's ein anregender und erhellender Abend.

Wohlwollend nehmen die regionale Kritik und die Radiokritik den Kleist-Förderpreis-Siegertext von Michel Decar auf, die Uraufführung von Catja Baumann kommt nicht so einhellig gut weg. Auch bei uns nicht.

Den ersten ZeitungskritikerInnen ist diese Materialschlacht im Berliner HAU nicht präzise genug gedacht – uns ging es ähnlich.

Einen spannenden Abend haben beide Regionalkritiker in Karlsruhe erlebt, auch wenn einer nicht restlos überzeugt wurde. Auch wir waren dem Unternehmen gewogen.

Die Zeitungskritiker haben sich von mehreren möglichen die Tour durch die Firmenzentrale des global agierenden Software-Unternehmens SAP ausgesucht und beschreiben sie als unterhaltsam, zuweilen gar lehrreich – wir erlebten sie ähnlich.

Die Kritik steht dem postkolonialen Unterfangen des musikalischen Kongo-Abends in der Mehrheit positiv gegenüber. Auch uns gefiel er.

Die meisten Kritiker sind zufrieden mit Kušejs "Faust". Einig sind sie sich aber auf jeden Fall, dass der Regisseur damit zu der Wucht der Arbeiten zurückgefunden hat, mit der er bekannt geworden ist. Heute streut ein Überregionaler noch mal lobdurchsetzte Zweifel ein. Wir fanden den Abend ziemlich gut, wirklich ziemlich gut.

Der Australier Simon Stone macht Theater, das die Kritiker immer noch nicht kalt lässt. Schon gar nicht uns.

Erste Kritiken zeigten sich sehr zufrieden mit dem Abend. Nicht so heute die FAZ. Auch wir waren kritischer.

Nuran David Calis spüre in seinem Projekt unbequemen Wahrheiten nach, schreiben die Kritiker über das NSU-Projekt Die Lücke. Hier die Eindrücke bei uns.

Heiter bis wolkig ist die Stimmung bei der Kritik vor Ort. Bei uns eher heiter.

Na, was nun? Fade oder spannend? Zwischen diesen gegensätzliche Polen pendelt die Wiener Kritik. Wir fanden das Konzept spannender als seine Durchführung.

Die Radio- und Zeitungskritiker sind mehrheitlich angetan von Stockmanns Stück und Anne Lenks Inszenierung bei den Ruhrfestspielen, heute kommt noch eine begeisterte überregionale Kritik hinzu. Wir sahen einen Zusammenstoß.

Uneinigkeit herrscht bei den ersten Stimmen zum Gastspiel bei Theater der Welt. Wir fanden's ziemlich gut.

Spaß hatte die Zürcher Kritik nicht nur am Scheibenwischerpunk sondern auch am Reflexionshorizont dieser Produktion. Wie wir.

Nicht wirklich warm wird die Leipziger Kritik mit diesem Doppelabend aus Texten von Jörg Albrecht und Sibylle Berg. Wir schon eher, aber nicht uneingeschränkt.

Wie bereits die KritikerInnen bei den Wiener Festwochen sind nun auch die Feuilletons nach dem Gastspiel bei "Theater der Welt" sehr angetan von Mroués Inszenieurung der Geschichte seines Bruders. Wir waren ebenfalls beeindruckt.

Auch wenn die Inszenierung nicht mehr wie geplant von Dimiter Gotscheff, sondern von Ivan Panteleev stammt, lassen sich die Kritiker ihren Beckett gerne vorführen. Wir auch.

Die Kritiker zeigen sich dem Geschichtspanorama des Russen Farid Nagim geneigt, und auch Stephan Kimmigs Inszenierung findet dank den Schauspielern Gefallen. Wir waren weitaus skeptischer.

Überwiegend positiv fällt das Fazit der Kritik zu dieser Arbeit der Nachtwuchstänzer des Bayerischen Staatsballetts aus. Wir waren sehr zufrieden.

Eine erste Kritik sieht starke Momente in Dreizehn Drei Dreizehn, aber auch derer zuviel. Wir sahen eine starke Performance.

Totalverrisse wohin man blickt: Johan Simons Festwochen-Beitrag findet fast nirgends Befürworter. Heute aber wirft sich die taz für den Abend in den Ring. Wir waren auch gewogener als das Gros.

Eine erste Kritik ist begeistert vom treffenden Toast-Bild, das Daniela Löffner für Taboris Farce findet. So wie wir.

Der angereiste Wochenzeitungskritiker zerreißt es in der Luft, und zwar alles – wir sind um einiges gnädiger.

Beeindruckt sind Radio- und Lokalzeitungskritiker von dieser japanisch-englischen Mischung – wir auch.

Ein großer Abend, ein fast großer Abend, ein ganz großer Unsinn: Der Blätterwald zieht angesichts der neuen Bosse-Inszenierung mal wieder alle Bewertungsregister. Wir positionierten uns auf der Seite der Befürworter.

Die Dresdner Zeitungskritikerinnen sind unterschiedlicher Meinung, der Radiokritiker is not amused – auch uns blieben die Dämonen fern.

Intellektuell überfordert hat sich der Zeitungskritiker nicht gefühlt. Wir fühlten uns noch nicht einmal gefordert.

Eine konnte viel, ein anderer Kritiker gar nichts anfangen mit Philipp Beckers Inszenierung. Wir liegen dazwischen.

Die Lermontow-Adaption von Kateryna Sokolova hat den Schweizer Zeitungskritikern trotz Schrumpfung insgesamt gut gefallen. Wir waren abwägender.

Auf und ab wogt das Meinungsmeer um Frank Castorfs Alterswerk in der Volksbühne, wo so ziemlich jede mögliche Haltung vertreten ist: von Ablehnung bis Begeisterung. Wir waren dem Abend grundsätzlich geneigt.

Das war nichts, schreiben die Hamburger KritikerInnen in der Mehrzahl. Das war nichts, schreiben etwas weniger deutlich prononciert auch wir.

Recht übereinstimmend konstatieren die KritikerInnen, dass die Inszenierung noch nicht ausgereift sei und bemerken Stemanns Unentschlossenheit, wie man das Schicksal von Flüchtlingen aus Afrika und Asien durch weiße, deutsche SchauspielerInnen darstellen lassen kann. Wir sind in dieser Hinsicht ganz entschieden.

So kalt ist sie gar nicht, die Warenwelt in Toshiki Okadas Super Premium Soft Double Vanilla Rich bei Theater der Welt, finden die ersten Kritiken. Wir sahen es ähnlich.

Mit nur kleinen Abstrichen empfehlen die regionalen KritikerInnen ihrer Leserschaft diesen Abend. Auch wir konnten ihm einiges abgewinnen.

Seit Jahren holt der aus Südafrika stammende Theatermacher Brett Bailey die Situation postkolonialer Regionen auf die Bühnen. Uneinig sind sich die Kritiker, ob ihm das in Mabeth befriedigend gelingt. Wir sahen viele gelungene und berührende Momente.

Nein, Regie-Stromlinienware bekomme man nicht bei Michael Talke, so die lokale Kritik. Ästhetisch gehe es aufdringlich zu, zugleich sei das alles ziemlich gut. Wir sahen große Spielfreude.

Famoser Festwochen-Irrwitz oder aufgeblasenes Nichts? Maximal weit auseinander ragen die Kritikern-Meinungen über Stavangera.Wir haben selten so gelacht.

Weit gehen die Meinungen der KritikerInnen auseinander: Geniestreich oder platte Gorki-Stutzung? Der Wochenzeitungs-Kritiker neigt zu letzterem – wir fanden den Abend beachtlich.

Starke Schauspielerinnen in einem nicht restlos bis gar nicht überzeugenden Abend haben die KritikerInnen in Stuttgart erlebt. Wir waren der Unternehmung gewogen.

Die wohlgesinnten Kritiker nennen den Abend harmlos. Was sagen da wohl erst die Übelmeinenden? Von Begeisterung konnte jedenfalls auch bei uns keine Rede sein.

Die Stuttgarter Kritiker bewerten den Umgang mit der Textvorlage und die Teile des Abends diametral entgegengesetzt. Das Mitmachtheater behagte keinem so richtig. Wir wurden im wahrsten Sinne hineingezogen – und sogar geküsst.

Der Bochumer Kritiker fühlt sich bezaubert von den Bühnenhandlungen der Performer Jan Lauwers und Maarten Seghers – ähnlich wie wir.

Bleiben oder gehen? Die Frage, die sich offenbar viele Zuschauer stellten, ist für Kritiker naturgemäß tabu. Sie blieben also, quälten sich und sahen manchmal auch Großartiges. Unser Mann blieb auch, wechselte aber den Platz.

Von Entrüstung bis Begeisterung reichen die Reaktionen der Printkritiker. Heute kommt noch einer nach, bei dem es wie bei uns weder für das eine noch für das andere gereicht hat.

Die Kritiker des überregionalen Feuilletons sind milde angetan bis begeistert von Anne in Amsterdam. Wir sahen einen gut gemeinten Abend.

Mal mehr, mal weniger froh werden die Kritiker mit dieser Theateradaption des legendären Kriminalromans. Wir weniger.

Die Aufführung ist so artifiziell, dass sie schon wieder () gut / () schlecht ist. Zutreffendes bitte ankreuzen! Die Kritikerschar ist uneins, wir aber fanden's stark.

Wenn die Autorin der eigenen Uraufführungsinszenierung gegenüber skeptisch ist, wie positionieren sich dann wohl die Kritiker? Wir sahen den Abend mit Spannung.

Wenn die Spielorte nicht wären, könnte man das Ganze vergessen. Meint ein Kritiker. Ein anderer sieht es anders – und wir auch.

Ziemlich ungnädig gehen die versammelten Kritiker mit Portmanns Inszenierung zur Eröffnung der Bayerischen Theatertage um. Wir sahen bei durchaus Beachtliches.

Die Unterhaltsamkeit geht keinesfalls auf Kosten der Qualität oder der Ernsthaftigkeit, so die lokalen Kritiken. Fanden wir auch.

Freundlich bis reserviert bleiben die lokalen Kritiken angesichts der Inszenierung des selten gespielten Stücks, das mehr Beifall findet. Wir waren mit beidem sehr einverstanden.

Mit großer Begeisterung nimmt die Kritik vor Ort Gustav Ruebs Uraufführung dieser dramatikerpreisgekrönten Geschichtsparabel auf. Hier war die Reaktion gedämpfter.

Ein erster Kritiker hätte sich einen Stichwortgeber anstatt eines Regisseurs gewünscht. Wir ganz und gar nicht.

Die Neuauslegung sei nicht das Problem, sondern vielmehr die Qualität der Einladungen. Sagt ein Kritiker, während eine Kollegin sich begeistern ließ. Wir sahen das Tableau kritisch.

Von einem großen Wurf berichtet eine kritische Stimme im Westen. Auch wir lauschten den Kriegskindergeschichten.

Tief beeindruckt nimmt die Kritik vor Ort die in Japan entstandene Inszenierung des Stücks von Maurice Maeterlinck auf. Bei uns sträubte man sich ein wenig gegen das Ergriffenheitsgebot.

Mit Respekt aber ohne große Begeisterung nimmt ein erster Kritiker vor Ort die Inszenierung auf. Uns nicht ganz unähnlich.

Die aktiven Verbindungsstudenten im Publikum lachten und jubelten am Ende, zur Verwunderung der lokalen Kritiker. Auch zu unserer.

Ein wilder Abend und garantiert "nichts für Weicheier", jublen die ersten KritikerInnen berauscht. Wir rauschten mit.

Komplex, assoziativ und unterhaltsam finden die Stuttgarter KritikerInnen das neue Werk von Oliver Kluck. Wir fanden seine leicht selbstmitleidige Universalpredigt etwas nebulös.

Gut getimet und bestens pointiert finden die ersten Kritiker diese "Parallelgesellschaftskomödie" von Ibrahim Amir. Wir konnten ihr auch einiges abgewinnen.

Die KritikerInnen sind nicht sehr zufrieden mit Bettina Bruiniers Romanadaption von Der Zwerg reinigt den Kittel. Uns schien es undeutlich bedeutungsvoll aufgeladen.

Die Berliner Kritiker ziehen ihren Hut vor dem Idealismus dieses Abends, wobei sich der Mann vom Radio doch zu leicht unterhalten fühlt. Wir konnten der Sache viel abgewinnen.

Respektvoll reagiert die regionale Kritik, nicht begeistert, eher verwundert. Wir fanden die Unternehmung weitgehend überzeugend.

Zunehmend peinlich und peinsam sei dieser Abend, ruft die Münchner Kritik. Sie tut es uns nach, wir sahen es gerade genau so.

Eher skeptisch verhält sich das Gros der Radio- und Zeitungskritiker zu dieser dreisprachigen, aufwändigen Euripides-Aneignung – wir auch.

Die Zeitungskritikerin fand's am Schluss enttäuschend, aber über lange Strecken unterhaltsam. Wir waren geradezu begeistert.

Der Lokalzeitungskritiker zeigt sich fasziniert von der Wandlungsfähigkeit des Megaphons. Und so sahen wir die Hamburger Protestverarbeitung.

Nicht unzufrieden ist eine Kritik vor Ort mit Christina Rasts Uraufführung. Eine Wiener Kritik ist begeistert. Wir nicht so ganz.

So spannend ist das Zwanzigste Jahrhundert nicht in dieser Bühnenadaption des Romans von Rudolf Brunngraber an der Berliner Schaubühne, findet die Zeitungskritikerin. Wir sahen's ähnlich.

Fasziniert, aber nicht durch und durch, zeigen sich die Kritikerkollegen von Alexander Nerlichs Henriette-Dushe-Uraufführung. Unsere Faszination hielt sich sehr in Grenzen.

Die Kritiker sind einig. Schmalspurig und Trash, keine Entwicklung, unbefriedigend. Wir waren ein wenig milder.

Diese Inszenierung von Tilmann Gersch ist eine große Überraschung, wie es scheint. Die Lokalkritikerin ist sehr angetan, wir waren ebenfalls sehr angetan.

Eine erste Stimme findet Cargo Fleisch am Deutschen Schauspielhaus ziemlich platt. Wir waren auch nicht glücklich.

Die Kritiker sind unterschiedlcher Meinung, einig sind sie sich im Urteil "zu lang", wir waren so so la la, fanden es aber eigentlich doch ganz eindrücklich.

Die Kritiker in nah und fern zeigen sich beeindruckt von Buddebergs Les- und Inszenierungsart, einer allerdings schüttelt den Kopf. Wir führten den Chor der LobrednerInnen mit an.

Gespalten reagieren die KritikerInnen, sowohl in ihrer Argumentation als auch untereinander. Wir hatten einiges auszusetzen.

Die Kritiker vermissen den kurz vor der Premiere abgesprungenen Hauptdarsteller Martin Wuttke in dieser Regie-Arbeit von Martin Wuttke. Mal mehr, mal weniger. Wir vermissten ihn und fanden anderes.

Die Zeitungskritiker von nah und fern sind unzufrieden und kritisieren das Allzubekannte. Wir waren nach der Premiere viel positiver gestimmt.

Überregionales Verständnis, regionale Verachtung; so die Kritik. Wir waren zwiegespalten.

Mal mehr, mal weniger angetan sind die Damen und Herren der Kritik von Bastian Krafts Pop-Lesart des Schulbuchklassikers. Wir schon.

Die Kritikerin ist amüsiert und angenervt. Ähnlich wir, allerdings mit mehr Schlag zur Unterhaltung.

Die Kritiker aus der Region zeigen sich amüsiert. Wahrscheinlich haben sie genauso wenig verstanden wie wir, das aber kam bei uns etwas positiver an.

Die Kollegen vor Ort sind ziemlich entgegengesetzter Meinung. Wir waren ganz beeindruckt, wenn wir auch ein wenig Kritisches anzumerken hatten.

Die Kritiker aus der Region sind unzufrieden mit der halbherzigen Aktualisierung. Wir hatten auch Kritisches anzumerken.

Der Kritiker aus der Stadt findet den Abend richtig gut. Wir fanden das auch: ein starker Abend.

Hübsch und wohlklingend, das alles, aber wozu, fragt das Gros der KritikerInnen nach Betrachten von Waltz Berliner Staatsopern-Inszenierung. Das allerdings fragten wir uns auch.

Die Inszenierung des modernen Klassikers findet Anklang beim lokalen Kritiker, bei uns noch mehr.

Die Düsseldorfer Krise deuten fast alle Stimmen hinein in diese Zwei-Personen-Inszenierung auf der großen Bühne. Wir waren beeindruckt.

Ganz und gar nicht zufrieden mit Daniela Löffners leichtfertiger Adaption, die mit der Kälte der Vorlage nicht umgehen kann, zeigen sich die KritikerInnen vor Ort. Wir waren auch ganz unzufrieden.

Nicht uninteressant, schallt es aus den Kritiken, aber so richtig vom Hocker gerissen ist nun auch niemand. Wir waren ratlos.

Die Kritikerin der lokalen Zeitung war sehr unzufrieden, wir womöglich noch mehr.

Was für die einen überzeugende Anknüpfung an das berühmte "Testament"-Stück ist, sieht für die anderen nach Abspulung eines durchchoreografierten Fertigprodukts aus. Unser Begeisterungspegel schlug nicht wirklich aus.

Die Printkritiker erleben bei diesem Dokumentartheaterabend über die NSU-Morde erhellende und bewegende Momente, aber auch Redundantes. Das ging uns ähnlich.

Einen intensiven Abend mit Menschen von nebenan haben die Radiokritiker im Ballhaus Naunynstraße erlebt, im Print ist man teils reservierter. Ähnlich wie wir.

Die meisten Zeitungskritiker aus München und Umgebung haben Übersetzungsprobleme, heute kommt eine von "Life & Strive" faszinierte dazu – so sahen wir die beiden Arbeiten israelischer Theatermacher.

Dickes Buch auf die Bühne geschmissen: per se ein Problem. Die lokalen KritikerInnen und die NZZ ächzen, die taz sieht Mordopfer beleidigt, die Kritikerin für Frankfurt und die Welt findet es töff. Wir ächzten, Spielstand 5:1.

Die Berliner Zeitung erhebt größere strukturelle Einwände, heute glaubt ein Kritiker, Büchner hätte es gefallen. Uns wurde zu mythisch geraunt.

Ein wenig zu lang, der Klamaukabend, oder doch genau richtig. So driften die Meinungen in der Hamburger Kritik leicht auseinander. Wir drifteten mit dem Turbo-Duo Herbert Fritsch/Joachim Meyerhoff.

Ziemlich genervt sind die Printkritiker von dieser Filmadaption, nur im Radio urteilt man moderater. Auch wir fühlten uns von dem langen Abend gequält.

Der lokale Zeitungskritiker ist irgendwie beeindruckt von Michael zur Mühlens Inszenierung. Die wir so sahen.

Nicht so richtig viel anfangen mit dieser postironischen Suche nach der Besten aller Welten können die Zeitungskritikerinnen – ähnlich wie wir.

Von Fritsch-Schauspieler Hiens Beschleunigung des Erfolgsstoffs von Kristoff Magnusson ist der Lokalzeitungskritiker begeisterter als wir.

Ein Kritikerkollege äußert Unverständnis, die anderen beiden sind angetan – so wie auch wir.

Ein DJ auf der Bühne, aber statt überstimulierter Partycrowd gibt es in diesem Sommernachtstraum dann doch wenig zu lachen, so die ersten Kritiker. Auch wir sahen eine Gefühls-Neutralisierung.

Homo Sacer oder Homo Wacker des Stadttheaters von gestern. Die Kritiken zu Andrea Breths Regiedebüt Münchner Residenztheater fallen widersprüchlich aus. Uns bot sich ein Museumsbild.

Der lokale Kritiker fand es anregend, wir fanden es in manchen Zügen zu konventionell.

Die Kritiker sind sich uneinig darüber, ob sie nun Brecht gesehen haben oder nicht. Wir waren jedenfalls begeistert.

Die Radiokritikerin findet's wirr und überladen, die Zeitungskollegen können sich durchaus erwärmen für das Gemeinschaftswerk von Dramatiker-Dramaturg Konstantin Küspert und Regisseur Jan-Christoph Gockel – das wir so sahen.

Die eine Zeitungskritikerin findet's ein bisschen oberflächlich, zwei andere – so wie wir – ziemlich gut.

Regisseurin Jette Steckel beherrscht es, Budenzauber zu inszenieren, so die zwei ersten Kritiken, aber der Text selbst gerät unter die Räder. Ein dritter Rezensent schert aus und ist beeindruckt von der Ernsthaftigkeit, die er sah. Wir sahen ziemliche Verwandlungsnaivität.

Ein Zeitungskritiker senkt den Daumen über diese Inszenierung eines selten gespielten Stücks von Federico García Lorca, ein anderer sagt: Geschmackssache. Womit dieser ungefähr unserer Meinung ist.

Die Kritiker der lokalen Zeitungen sind mit kleinen Einschränkungen ebenso begeistert wie wir.

Der politischen Lage einen "Faust" überzustülpen, funktioniert auf dem Papier besser, als es dann auf der Bühne wirkt, so eine erste Kritik über Tomo Mirko Pavlovics Faust Exhausted, der durch Bulgarien, Rumänien, Luxemburg und die Schweiz tourt. Wir sahen, dass Faust schwer zu fassen ist.

Die meisten Kritikerkollegen finden die vielsprachige Kriegs-Durchschreitung nach Texten von Remarque und Barbusse und Dokumenten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs etwas zu überwältigend – wir fanden: Perceval macht viel richtig.

Begeistert sind die ersten Stimmen nicht gerade von Nis-Momme Stockmanns Text, durchaus aber angetan von Ulrich Rasches Regiearbeit. Wir fanden es großartig gefaselt.

Ein Zeitungskritiker ist zur Hälfte angetan, ein anderer aufs süffisanteste entsetzt. So sahen wir die Schiller-Deutung.

Eine Kürzestbesprechung in der Grazer Lokalzeitung stellt wohl die Erfüllung der Chronistenpflicht dar, eine Kritik ist es nicht. Wir fandes es nicht so dolle.

Ein Zeitungskritiker ist unentschieden, ein anderer vor der Kopf gestoßen von dem Plakat, das Baumgartens Antigone-Remix vor sich herträgt. Damit ging es ihm ähnlich wie uns.

Die Schweizer KritikerInnen sind voll des Respekts vor dem Fräuleinwunder der helvetischen Dramatik, allein der Basler Kollege hat grundsätzlich Kritisches anzumerken, das Leitorgan dagegen ist angetan. Wir auch.

Unterschiedliche Verhältnisse zum Text sah die Kritik. Wir sahen verstörenden Slapstick.

Skeptisch und kurz gibt sich die erste Hamburger Kritik. Wir waren zumindest ausführlicher.

Der lokale Kritiker ist von der aufklärerischen wie der emotionalen Qualität des Abends hellauf begeistert. Wir auch.

Die Schweizer KritikerInnen bieten einiges auf, um dieser Sache zu Leibe zu rücken. Wir bemühten uns auch.

Deutlich not amused klingt die Kritik vor Ort, die u.a. "einen Botho Strauß aus dem dramatischen Brühwürfelfach" sah. Wir sahen viel Märchenstaub.

Die Schweizer Zeitungskritiker sind sehr eingenommen von der musikalischen "Durchwanderung" des Dichterlebens. Heut schließt sich noch ein süddeutscher an. Wir waren nicht ganz so enthusiastisch.

Zufrieden sind die lokalen Stimmen mit Marie Bues' Zeller-Inszenierung am Theater Rampe. Wir sahen's ähnlich.

Die Zeitungskritiker sind allesamt nicht vollkommen überzeugt von dieser Annäherung an die Syrien-Realität – interessant finden sie sie aber schon. Wir ließen uns auf der skeptischen Seite nieder.

Der Wochenzeitungs-Reporter fand die Titel-Frage des Freie Szene-Showcase einseitig formuliert – auch wir sahen das Festival-Motto kritisch.

Einigkeit herrscht keine bei den Stimmen zu Ersan Mondtags von Vegard Vinge inspirierter Kafka-Adaption. Wir waren der alptraumartigen Parallelwelt nicht eben abgeneigt.

Der eine bekrittelt die Unfertigkeit des Abends, der andere lobt die Umstände dieser Uraufführung. Wir sahen's so.

Alle Zeitungskritiker sind einmal mehr fasziniert von Jana Schulz (in der Titelrolle) und von Vontobels Regie tendenziell verunsichert. Wir wurden grundsätzlich.

Nölbürger auf dem Bühnensofa sahen die einen Kritiker, andere nachdenkliches, pulsierendes Theater. Wir neigen, wenn auch etwas zurückhaltender, letzterem Urteil zu.

Das ist keine Dystopie, das ist unsere Realität! Ruft Walburgs Inszenierung und beeindruckt damit sowohl die meisten Zeitungskritiker als auch uns.

Nicht so begeistert sind die Zeitungskritikerinnen von dieser postdramatischen Verarbeitung des Romans von F. Scott Fitzgerald – die wir so sahen.

Die meisten Kritiker beschweren sich, dass sie hier keine Carmen mehr finden, stattdessen Klischees zuhauf. Aber einer meint auch, man müsse den Seminar-Reflex ablegen und erst gar nicht nach Carmen suchen. Wir waren zwiegespalten.

Unterhaltsam sei dieses Theater ohne Worte, keine Frage, aber die steirischen Kritiker vermissen ein wenig Eindringlichkeit und Tiefgang. Wir nicht, wir ließen uns hinreißen.

Die beiden Zeitungskritiker sind sehr! unterschiedlicher Meinung über Krzysztof Garbaczewskis Camus-Inszenierung. Wir liegen dazwischen.

Sehr reizvoll findet der Kritiker der überregionalen Zeitung diesen Clash der Musikkulturen aus Afrika und Europa. Wir ließen uns ebenfalls reizen.

Der Schauspielern Anne Ratte-Polle schaut man gerne zu, dennoch ist der Abend ein Reinfall, arm an Ideen, so der Kritiker-Kollege. Was wir genauso sahen.

Eine lokale Stimme senkt entschieden den Daumen, zwei weitere jubeln. Die überregionale SZ ist heute dem Stück gewogen, der Regie weniger. Auch wir sahen Licht und Schatten.

Ein Abend, der die Ereignisse am Burgtheater widerspiegelt, so die Kritiker über Frank Castorfs Inszenierung, die durchaus zwiespältig gesehen wird. Auch von uns.

Ziemlich zufrieden hat sich eine Radiokritikerin in das interaktive Theaterstück gestürzt. Wir waren sogar beeindruckt.

Widersprüchlichst fallen die Kritiken zu diesem Abend an der Berliner Staatsoper aus. War das nun was? Oder nichts? Oder beides? Wir ließen uns gern überfordern.

Die Mehrzahl der KritikerInnen sah einen starken Abend, ja ein künstlerisches Lebenszeichen des Düsseldorfer Schauspielhauses. Wir sagten: Der Abend wird Furore machen!

Sehr tief schürft Pollesch nicht im Bockenheimer (ehemaligen Straßenbahn-)Depot, da sind die Kritiker sich einig, aber ein bisschen Gold hat er trotzdem gefunden. Oder? So sahen wir die Straßenbahn namens Desire fahren.

Ziemlich einig sind sich die Münchner KritikerInnen darüber, dass die Shakespeare-Inszenierung des Hausherrn Höhen und Tiefen hat - mit positiver Tendenz. Wir sahen es ähnlich.

Die Printkritiker registrieren die Milieuverweigerung des Münchner "Lilioms" respektvoll, werden aber nicht warm mit ihr. Und so sahen wir es.

Die Radio- und Zeitungskritiker reagieren sehr unterschiedlich auf diese die Romanhandlung schamlos entschachtelnde Uraufführung – deren grellen Farben wir durchaus etwas abgewinnen konnten.

Der Zeitungskritiker verließ die Aufführung dieses Stücks über eine Mutter, die ihr Baby abstößt, nachdenklich. Wir waren eher verärgert.

Die deutsche Hauptstadtkritik freut sich über die gute Laune in Lutz Hübners neuem Stück, fragt sich aber auch, ob da kulturelle Unterschiede nicht gar zu leicht genommen werden. Uns machte die Sache Spaß.

Ein Oldenburger Kritiker ist ein bisschen bezaubert, ein anderer nicht nur ein bisschen verärgert. Wir sind dazwischen.

Ziemlich zufrieden ist die Kritik mit der Inszenierung. Wir (mit einigen Abstrichen) auch.

Eigentlich eine recht unmutige Arbeit für Hartmanns Verhältnisse, sagen selbst die in der Unterzahl befindlichen Befürworter unter den KritikerInnen. Der Kontra-Fraktion war schon dieses Unmutige zu laut, zu flach, zu nervig – oder zu unpolitisch. Uns nicht.

Es steht 2:2 unentschieden zwischen den Kritikern, für die die starken Momente überwiegen und denen, die sich gelangweilt oder gar geärgert haben. Hier ist unser Zeitreisebericht.

Die Stuttgarter Kritikerinnen sind uneins über den Abend. Überregional macht der Abend Eindruck. Bei uns auch.

Hocherfreut hat ein Berliner Kritiker diese Inszenierung des jungen Sebastian Sommer am BE zur Kenntnis genommen. Wir auch.

Johan Simons' Inszenierung von Kipphardts Roman wird unterschiedlich aufgenommen. So sahen wir es.

Die Stuttgarter Kritikerinnen sind uneins über den Abend – wir fanden's eindrucksvoll.

Die Wiener Kritiker sind sich nicht einig, die aus den Nachbarländern angereisten auch nicht: Ist das Macho-Mühsal oder ein hochphilosophischer Clash of Theater-Cultures? Uns faszinierte das Unternehmen.

Von Hauptdarstellerin Janina Sachau sind die Zeitungskritikerinnen beide begeistert, auch die Inszenierung überzeugte mehr oder weniger. Uns hingegen nicht.

Nach dem Schweizer Volksentscheid liest nun Volker Lösch Frischs Biedermann und die Brandstifter neu, und die Kritiker sind teils durchaus überzeugt. Wir sahen den Abend nah an den Problemen der Zeit. 

Dem Printkritiker theatert es zu wenig in Daniel Brunets Uraufführung von Alexander Thomas' Stück über einen afrodeutschen Schauspieler in der NS-Zeit. Uns ging's ähnlich.

Größtenteils mitreißend finden die Kölner Print- und RadiokritikerInnen diese Shakespeare-Inszenierung. Die Überregionalen haben Einwände. Auch wir reagierten reserviert.

Die lokale Kritik findet diese Inzenierung von Martin Heckmanns Einer und eine in Köln sehr überzeugend. Wir auch.

Voller Sympathie blickt die deutsche Hauptstadtpresse ins kleine Kieztheater Heimathafen nach Neukölln. Auch wir fanden es dort unwiderstehlich warmherzig.

Die Hamburger Kritiker haben offenbar darauf gewartet: Endlich wieder ein Schauspielerfest. Wir waren da etwas skeptischer.

Eine erste Zeitungskritikerin ist nicht überwältigt, aber angetan von Bastian Krafts Inszenierung des Fassbinder-Stoffs. Zu der wir "fade, schade" sagten.

Die überregionalen Kritiker sind überwiegend überwältigt von des Stuttgarter Neuintendanten Einstand als Regisseur im Großen Haus. Auch wir fühlten uns zumindest gut unterhalten.

Mit langen Kritiken und großer Wucht schlägt sich die regionale Berichterstattung auf die Seite des kulturpolitischen Protests, den das Dessauer Theater an diesem Abend inszeniert. Auch wir sprachen uns mit Vehemenz für die Belange des Theaters aus.

Ein 50:50 an Zustimmung und Ablehnung geht aus den Print- und Radiokritiken zu dieser Stockmann-Inszenierung von Milan Peschel hervor. Wir sagten: Thumbs up!

Viele Kritiker bekennen sich zum Heimweh nach früheren Marthalereien und stellen fest, vom neuen Marthaler-Abend da nicht so recht bedient worden zu sein. Auch wir fühlten uns nicht ganz wohl.

Bei wenigen Einwänden fallen die kritischen Reaktionen auf diese Romanadaption in Wuppertal sehr positiv aus. Ähnlich wie bei uns.

Sie haben sich punktuell amüsiert, aber nach dem Ertrag dieser Vier-Stunden-Sternheim befragt, winken die meisten Münchner KritikerInnnen ab. Wir winkten mit.

Der Abend kann nicht alle Kritiker in gleichem Maße überzeugen. Nur über die tolle Sarah Viktoria Frick sind sich alle einig. Bei uns auch.

Erst sei es bravhumorig, aber im zweiten Teil entwickelt dieser Oblomow eine gewisse tragische Tiefe, so eine lokale Kritik. Auch wir sahen ein bitteres Ende.

Der Zeitungskritiker hat gemischte Gefühle zu Frederik Tidéns Inszenierung – ähnlich wie wir.

Nichts Neues unter der Sonne, aber dafür ganz wunderbar gemacht. So ungefähr kann man die Stimmen der Kritik in Bezug auf Claudia Bauers Abend zusammenfassen. Wir haben uns auch begeistern lassen.

Beeindruckt zeigen sich die kritischen Stimmen von Hugo Claus' Inszest-Drama in de Vroedts Umsetzung. Beeindruckt waren auch wir.

Eine erste Printkritik variiert den Vorwurf Josephs II. an Mozart ("Zu viele Noten!") und hat "zu viel Theater" gesehen. Wir waren auch nicht rundum glücklich.

Für das selten gespielte Stück können sich die Renzenten nur bedingt erwärmen, für die Inszenierung, das Bühnenbild und die Schauspieler schon mehr. Wir sahen es so.

Zu plakativ sei Michael Simons Inszenierung, sagt die Kritik, sagen wir.

Der eine Zeitungskritiker findet den Chor in Volker Hesses Inszenierung ein starkes Bild für die Dumpfheit und Fremdenfeindlichkeit der Masse, der andere winkt ab. Nicht so heute die SZ. So sahen wir es.

Katie Mitchells Burgtheaterdebüt findet nur wenige Verteidiger unter den Radio- und Zeitungskritikern. Die anderen sagen "Nein, danke!" zu dieser Live-Verfilmung – so wie auch wir.

Nicht ganz froh werden die KritikerInnen mit der von Tobias Wellemeyer inszenierten Fortschreibung von Tschechows "Kirschgarten" durch John von Düffel. Wir auch nicht.

Die Mehrzahl der Zeitungskritiker zeigt sich durchaus beeindruckt von diesem Abend und macht nur wenige Abstriche. Bei uns war es ähnlich.

Große überregionale Aufmerksamkeit hat Christoph Mehlers Inszenierung von Kittsteins Stück zur NSU bekommen, groß sind aber auch die Vorbehalte. Auch bei uns.

Die Wiener Kritik liegt Elisabeth Trissenaar und Helmuth Lohner zu Füßen und nimmt sogar Heiner Müller in Kauf. Andere lagen nicht, darunter wir.

Musikalisch toll, inszenatorisch einfallslos, befindet der Zeitungskritiker. Und ist damit auf einer Linie mit uns.

Bedingungslose Albernheit als Programm: Das macht die meisten Kritiker unmutig, aber nicht alle. Wir übten uns im Totalverriss.

Die Ambition dieser Meta-Aufführung am Schauspielhaus wird in den Kritiken durchweg anerkannt, allein, was die Umsetzung betrifft, kommt man nicht überein. Wir waren sehr angetan.

Einigen Eindruck hat diese Inzenierung eines späten Tennessee-Williams-Dramas bei einer ersten Kritikerin vor Ort hinterlassen. Bei uns auch.

Interessant, lustig wenn auch nicht immer leicht zugänglich findet die Kritik vor Ort Ulrich Grebs Inszenierung des Toleranz-Klassikers am Schloßtheater Moers. Der auch wir unseren Respekt bezeugten.

Nur mäßig kann sich der Kritiker vor Ort für diesen Abend begeistern. Der uns eigentlich ganz gut gefiel.