Mittwoch, 23. April 2014

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kritikenrundschau

Überregionales Verständnis, regionale Verachtung; so die Kritik. Wir waren zwiegespalten.

Milde Urteile in den Dresdner Blättern, gar nicht milde reagierten wir.

Mal mehr, mal weniger angetan sind die Damen und Herren der Kritik von Bastian Krafts Pop-Lesart des Schulbuchklassikers. Wir schon.

Die Kritikerin ist amüsiert und angenervt. Ähnlich wir, allerdings mit mehr Schlag zur Unterhaltung.

Die Kritiker sind von der ungestümen Inszenierung angetan. Wie wir.

Die Kritiker aus der Region zeigen sich amüsiert. Wahrscheinlich haben sie genauso wenig verstanden wie wir, das aber kam bei uns etwas positiver an.

Die Kollegen vor Ort sind ziemlich entgegengesetzter Meinung. Wir waren ganz beeindruckt, wenn wir auch ein wenig Kritisches anzumerken hatten.

Die Kritiker aus der Region sind unzufrieden mit der halbherzigen Aktualisierung. Wir hatten auch Kritisches anzumerken.

Der lokale Kritiker ist unzufrieden und kritisiert das Allzubekannte. Wir waren nach der Premiere viel positiver gestimmt.

Der Kritiker aus der Stadt findet den Abend richtig gut. Wir fanden das auch: ein starker Abend.

Hübsch und wohlklingend, das alles, aber wozu, fragt das Gros der KritikerInnen nach Betrachten von Waltz Berliner Staatsopern-Inszenierung. Das allerdings fragten wir uns auch.

Die Inszenierung des modernen Klassikers findet Anklang beim lokalen Kritiker, bei uns noch mehr.

Die Düsseldorfer Krise deuten fast alle Stimmen hinein in diese Zwei-Personen-Inszenierung auf der großen Bühne. Wir waren beeindruckt.

Ganz und gar nicht zufrieden mit Daniela Löffners leichtfertiger Adaption, die mit der Kälte der Vorlage nicht umgehen kann, zeigen sich die KritikerInnen vor Ort. Wir waren auch ganz unzufrieden.

Nicht uninteressant, schallt es aus den Kritiken, aber so richtig vom Hocker gerissen ist nun auch niemand. Wir waren ratlos.

Die Kritikerin der lokalen Zeitung war sehr unzufrieden, wir womöglich noch mehr.

Die KritikerInnen in nah und fern sind voll des Lobes, nur wir mussten mäkeln.

Die Kritiker aus der Region sind hochzufrieden. Wir auch.

Was für die einen überzeugende Anknüpfung an das berühmte "Testament"-Stück ist, sieht für die anderen nach Abspulung eines durchchoreografierten Fertigprodukts aus. Unser Begeisterungspegel schlug nicht wirklich aus.

Die Printkritiker erleben bei diesem Dokumentartheaterabend über die NSU-Morde erhellende und bewegende Momente, aber auch Redundantes. Das ging uns ähnlich.

Einen intensiven Abend mit Menschen von nebenan haben die Radiokritiker im Ballhaus Naunynstraße erlebt, im Print ist man teils reservierter. Ähnlich wie wir.

Die meisten Zeitungskritiker aus München und Umgebung haben Übersetzungsprobleme, heute kommt eine von "Life & Strive" faszinierte dazu – so sahen wir die beiden Arbeiten israelischer Theatermacher.

Dickes Buch auf die Bühne geschmissen: per se ein Problem. Die lokalen KritikerInnen und die NZZ ächzen, die taz sieht Mordopfer beleidigt, die Kritikerin für Frankfurt und die Welt findet es töff. Wir ächzten, Spielstand 5:1.

Den drei Zeitungskritikern schreit nur Künstlichkeit entgegen. Wir waren ergriffen.

Die Berliner Zeitung erhebt größere strukturelle Einwände, heute glaubt ein Kritiker, Büchner hätte es gefallen. Uns wurde zu mythisch geraunt.

Ein wenig zu lang, der Klamaukabend, oder doch genau richtig. So driften die Meinungen in der Hamburger Kritik leicht auseinander. Wir drifteten mit dem Turbo-Duo Herbert Fritsch/Joachim Meyerhoff.

Ziemlich genervt sind die Printkritiker von dieser Filmadaption, nur im Radio urteilt man moderater. Auch wir fühlten uns von dem langen Abend gequält.

Der lokale Zeitungskritiker ist irgendwie beeindruckt von Michael zur Mühlens Inszenierung. Die wir so sahen.

Nicht so richtig viel anfangen mit dieser postironischen Suche nach der Besten aller Welten können die Zeitungskritikerinnen – ähnlich wie wir.

Von Fritsch-Schauspieler Hiens Beschleunigung des Erfolgsstoffs von Kristoff Magnusson ist der Lokalzeitungskritiker begeisterter als wir.

Ein Kritikerkollege äußert Unverständnis, die anderen beiden sind angetan – so wie auch wir.

Ein DJ auf der Bühne, aber statt überstimulierter Partycrowd gibt es in diesem Sommernachtstraum dann doch wenig zu lachen, so die ersten Kritiker. Auch wir sahen eine Gefühls-Neutralisierung.

Homo Sacer oder Homo Wacker des Stadttheaters von gestern. Die Kritiken zu Andrea Breths Regiedebüt Münchner Residenztheater fallen widersprüchlich aus. Uns bot sich ein Museumsbild.

Der lokale Kritiker fand es anregend, wir fanden es in manchen Zügen zu konventionell.

Die Kritiker sind sich uneinig darüber, ob sie nun Brecht gesehen haben oder nicht. Wir waren jedenfalls begeistert.

Die Radiokritikerin findet's wirr und überladen, die Zeitungskollegen können sich durchaus erwärmen für das Gemeinschaftswerk von Dramatiker-Dramaturg Konstantin Küspert und Regisseur Jan-Christoph Gockel – das wir so sahen.

Die eine Zeitungskritikerin findet's ein bisschen oberflächlich, zwei andere – so wie wir – ziemlich gut.

Regisseurin Jette Steckel beherrscht es, Budenzauber zu inszenieren, so die zwei ersten Kritiken, aber der Text selbst gerät unter die Räder. Ein dritter Rezensent schert aus und ist beeindruckt von der Ernsthaftigkeit, die er sah. Wir sahen ziemliche Verwandlungsnaivität.

Ein Zeitungskritiker senkt den Daumen über diese Inszenierung eines selten gespielten Stücks von Federico García Lorca, ein anderer sagt: Geschmackssache. Womit dieser ungefähr unserer Meinung ist.

Die Kritiker der lokalen Zeitungen sind mit kleinen Einschränkungen ebenso begeistert wie wir.

Der politischen Lage einen "Faust" überzustülpen, funktioniert auf dem Papier besser, als es dann auf der Bühne wirkt, so eine erste Kritik über Tomo Mirko Pavlovics Faust Exhausted, der durch Bulgarien, Rumänien, Luxemburg und die Schweiz tourt. Wir sahen, dass Faust schwer zu fassen ist.

Die meisten Kritikerkollegen finden die vielsprachige Kriegs-Durchschreitung nach Texten von Remarque und Barbusse und Dokumenten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs etwas zu überwältigend – wir fanden: Perceval macht viel richtig.

Begeistert sind die ersten Stimmen nicht gerade von Nis-Momme Stockmanns Text, durchaus aber angetan von Ulrich Rasches Regiearbeit. Wir fanden es großartig gefaselt.

Ein Zeitungskritiker ist zur Hälfte angetan, ein anderer aufs süffisanteste entsetzt. So sahen wir die Schiller-Deutung.

Eine Kürzestbesprechung in der Grazer Lokalzeitung stellt wohl die Erfüllung der Chronistenpflicht dar, eine Kritik ist es nicht. Wir fandes es nicht so dolle.

Ein Zeitungskritiker ist unentschieden, ein anderer vor der Kopf gestoßen von dem Plakat, das Baumgartens Antigone-Remix vor sich herträgt. Damit ging es ihm ähnlich wie uns.

Die Schweizer KritikerInnen sind voll des Respekts vor dem Fräuleinwunder der helvetischen Dramatik, allein der Basler Kollege hat grundsätzlich Kritisches anzumerken, das Leitorgan dagegen ist angetan. Wir auch.

Unterschiedliche Verhältnisse zum Text sah die Kritik. Wir sahen verstörenden Slapstick.

Skeptisch und kurz gibt sich die erste Hamburger Kritik. Wir waren zumindest ausführlicher.

Der lokale Kritiker ist von der aufklärerischen wie der emotionalen Qualität des Abends hellauf begeistert. Wir auch.

Die Schweizer KritikerInnen bieten einiges auf, um dieser Sache zu Leibe zu rücken. Wir bemühten uns auch.

Deutlich not amused klingt die Kritik vor Ort, die u.a. "einen Botho Strauß aus dem dramatischen Brühwürfelfach" sah. Wir sahen viel Märchenstaub.

Die Schweizer Zeitungskritiker sind sehr eingenommen von der musikalischen "Durchwanderung" des Dichterlebens. Heut schließt sich noch ein süddeutscher an. Wir waren nicht ganz so enthusiastisch.

Zufrieden sind die lokalen Stimmen mit Marie Bues' Zeller-Inszenierung am Theater Rampe. Wir sahen's ähnlich.

Die Zeitungskritiker sind allesamt nicht vollkommen überzeugt von dieser Annäherung an die Syrien-Realität – interessant finden sie sie aber schon. Wir ließen uns auf der skeptischen Seite nieder.

Der Wochenzeitungs-Reporter fand die Titel-Frage des Freie Szene-Showcase einseitig formuliert – auch wir sahen das Festival-Motto kritisch.

Einigkeit herrscht keine bei den Stimmen zu Ersan Mondtags von Vegard Vinge inspirierter Kafka-Adaption. Wir waren der alptraumartigen Parallelwelt nicht eben abgeneigt.

Der eine bekrittelt die Unfertigkeit des Abends, der andere lobt die Umstände dieser Uraufführung. Wir sahen's so.

Die Kritikerkollegen sind beglückt. Gemeinsam mit uns.

Alle Zeitungskritiker sind einmal mehr fasziniert von Jana Schulz (in der Titelrolle) und von Vontobels Regie tendenziell verunsichert. Wir wurden grundsätzlich.

Nölbürger auf dem Bühnensofa sahen die einen Kritiker, andere nachdenkliches, pulsierendes Theater. Wir neigen, wenn auch etwas zurückhaltender, letzterem Urteil zu.

Das ist keine Dystopie, das ist unsere Realität! Ruft Walburgs Inszenierung und beeindruckt damit sowohl die meisten Zeitungskritiker als auch uns.

Nicht so begeistert sind die Zeitungskritikerinnen von dieser postdramatischen Verarbeitung des Romans von F. Scott Fitzgerald – die wir so sahen.

Die meisten Kritiker beschweren sich, dass sie hier keine Carmen mehr finden, stattdessen Klischees zuhauf. Aber einer meint auch, man müsse den Seminar-Reflex ablegen und erst gar nicht nach Carmen suchen. Wir waren zwiegespalten.

Unterhaltsam sei dieses Theater ohne Worte, keine Frage, aber die steirischen Kritiker vermissen ein wenig Eindringlichkeit und Tiefgang. Wir nicht, wir ließen uns hinreißen.

Die beiden Zeitungskritiker sind sehr! unterschiedlicher Meinung über Krzysztof Garbaczewskis Camus-Inszenierung. Wir liegen dazwischen.

Sehr reizvoll findet der Kritiker der überregionalen Zeitung diesen Clash der Musikkulturen aus Afrika und Europa. Wir ließen uns ebenfalls reizen.

Der Schauspielern Anne Ratte-Polle schaut man gerne zu, dennoch ist der Abend ein Reinfall, arm an Ideen, so der Kritiker-Kollege. Was wir genauso sahen.

Eine lokale Stimme senkt entschieden den Daumen, zwei weitere jubeln. Die überregionale SZ ist heute dem Stück gewogen, der Regie weniger. Auch wir sahen Licht und Schatten.

Ein Abend, der die Ereignisse am Burgtheater widerspiegelt, so die Kritiker über Frank Castorfs Inszenierung, die durchaus zwiespältig gesehen wird. Auch von uns.

Ziemlich zufrieden hat sich eine Radiokritikerin in das interaktive Theaterstück gestürzt. Wir waren sogar beeindruckt.

Widersprüchlichst fallen die Kritiken zu diesem Abend an der Berliner Staatsoper aus. War das nun was? Oder nichts? Oder beides? Wir ließen uns gern überfordern.

Die Mehrzahl der KritikerInnen sah einen starken Abend, ja ein künstlerisches Lebenszeichen des Düsseldorfer Schauspielhauses. Wir sagten: Der Abend wird Furore machen!

Sehr tief schürft Pollesch nicht im Bockenheimer (ehemaligen Straßenbahn-)Depot, da sind die Kritiker sich einig, aber ein bisschen Gold hat er trotzdem gefunden. Oder? So sahen wir die Straßenbahn namens Desire fahren.

Ziemlich einig sind sich die Münchner KritikerInnen darüber, dass die Shakespeare-Inszenierung des Hausherrn Höhen und Tiefen hat - mit positiver Tendenz. Wir sahen es ähnlich.

Die Printkritiker registrieren die Milieuverweigerung des Münchner "Lilioms" respektvoll, werden aber nicht warm mit ihr. Und so sahen wir es.

Die Radio- und Zeitungskritiker reagieren sehr unterschiedlich auf diese die Romanhandlung schamlos entschachtelnde Uraufführung – deren grellen Farben wir durchaus etwas abgewinnen konnten.

Der Zeitungskritiker verließ die Aufführung dieses Stücks über eine Mutter, die ihr Baby abstößt, nachdenklich. Wir waren eher verärgert.

Die deutsche Hauptstadtkritik freut sich über die gute Laune in Lutz Hübners neuem Stück, fragt sich aber auch, ob da kulturelle Unterschiede nicht gar zu leicht genommen werden. Uns machte die Sache Spaß.

Ein Oldenburger Kritiker ist ein bisschen bezaubert, ein anderer nicht nur ein bisschen verärgert. Wir sind dazwischen.

Ziemlich zufrieden ist die Kritik mit der Inszenierung. Wir (mit einigen Abstrichen) auch.

Eigentlich eine recht unmutige Arbeit für Hartmanns Verhältnisse, sagen selbst die in der Unterzahl befindlichen Befürworter unter den KritikerInnen. Der Kontra-Fraktion war schon dieses Unmutige zu laut, zu flach, zu nervig – oder zu unpolitisch. Uns nicht.

Es steht 2:2 unentschieden zwischen den Kritikern, für die die starken Momente überwiegen und denen, die sich gelangweilt oder gar geärgert haben. Hier ist unser Zeitreisebericht.

Die Stuttgarter Kritikerinnen sind uneins über den Abend. Überregional macht der Abend Eindruck. Bei uns auch.

Hocherfreut hat ein Berliner Kritiker diese Inszenierung des jungen Sebastian Sommer am BE zur Kenntnis genommen. Wir auch.

Johan Simons' Inszenierung von Kipphardts Roman wird unterschiedlich aufgenommen. So sahen wir es.

Die Stuttgarter Kritikerinnen sind uneins über den Abend – wir fanden's eindrucksvoll.

Der erste regionale Kritiker sagt ja aber ja. Wir eigentlich auch.

Die Wiener Kritiker sind sich nicht einig, die aus den Nachbarländern angereisten auch nicht: Ist das Macho-Mühsal oder ein hochphilosophischer Clash of Theater-Cultures? Uns faszinierte das Unternehmen.

Von Hauptdarstellerin Janina Sachau sind die Zeitungskritikerinnen beide begeistert, auch die Inszenierung überzeugte mehr oder weniger. Uns hingegen nicht.

Nach dem Schweizer Volksentscheid liest nun Volker Lösch Frischs Biedermann und die Brandstifter neu, und die Kritiker sind teils durchaus überzeugt. Wir sahen den Abend nah an den Problemen der Zeit. 

Dem Printkritiker theatert es zu wenig in Daniel Brunets Uraufführung von Alexander Thomas' Stück über einen afrodeutschen Schauspieler in der NS-Zeit. Uns ging's ähnlich.

Größtenteils mitreißend finden die Kölner Print- und RadiokritikerInnen diese Shakespeare-Inszenierung. Die Überregionalen haben Einwände. Auch wir reagierten reserviert.

Die lokale Kritik findet diese Inzenierung von Martin Heckmanns Einer und eine in Köln sehr überzeugend. Wir auch.

Voller Sympathie blickt die deutsche Hauptstadtpresse ins kleine Kieztheater Heimathafen nach Neukölln. Auch wir fanden es dort unwiderstehlich warmherzig.

Die Hamburger Kritiker haben offenbar darauf gewartet: Endlich wieder ein Schauspielerfest. Wir waren da etwas skeptischer.

Eine erste Zeitungskritikerin ist nicht überwältigt, aber angetan von Bastian Krafts Inszenierung des Fassbinder-Stoffs. Zu der wir "fade, schade" sagten.

Die überregionalen Kritiker sind überwiegend überwältigt von des Stuttgarter Neuintendanten Einstand als Regisseur im Großen Haus. Auch wir fühlten uns zumindest gut unterhalten.

Mit langen Kritiken und großer Wucht schlägt sich die regionale Berichterstattung auf die Seite des kulturpolitischen Protests, den das Dessauer Theater an diesem Abend inszeniert. Auch wir sprachen uns mit Vehemenz für die Belange des Theaters aus.

Die Meinungen der Printkritiker gehen auseinander. Wir waren angetan.

Ein 50:50 an Zustimmung und Ablehnung geht aus den Print- und Radiokritiken zu dieser Stockmann-Inszenierung von Milan Peschel hervor. Wir sagten: Thumbs up!

Viele Kritiker bekennen sich zum Heimweh nach früheren Marthalereien und stellen fest, vom neuen Marthaler-Abend da nicht so recht bedient worden zu sein. Auch wir fühlten uns nicht ganz wohl.

Bei wenigen Einwänden fallen die kritischen Reaktionen auf diese Romanadaption in Wuppertal sehr positiv aus. Ähnlich wie bei uns.

Sie haben sich punktuell amüsiert, aber nach dem Ertrag dieser Vier-Stunden-Sternheim befragt, winken die meisten Münchner KritikerInnnen ab. Wir winkten mit.

Der Abend kann nicht alle Kritiker in gleichem Maße überzeugen. Nur über die tolle Sarah Viktoria Frick sind sich alle einig. Bei uns auch.

Erst sei es bravhumorig, aber im zweiten Teil entwickelt dieser Oblomow eine gewisse tragische Tiefe, so eine lokale Kritik. Auch wir sahen ein bitteres Ende.

Der Zeitungskritiker hat gemischte Gefühle zu Frederik Tidéns Inszenierung – ähnlich wie wir.

Nichts Neues unter der Sonne, aber dafür ganz wunderbar gemacht. So ungefähr kann man die Stimmen der Kritik in Bezug auf Claudia Bauers Abend zusammenfassen. Wir haben uns auch begeistern lassen.

Beeindruckt zeigen sich die kritischen Stimmen von Hugo Claus' Inszest-Drama in de Vroedts Umsetzung. Beeindruckt waren auch wir.

Eine erste Printkritik variiert den Vorwurf Josephs II. an Mozart ("Zu viele Noten!") und hat "zu viel Theater" gesehen. Wir waren auch nicht rundum glücklich.

Für das selten gespielte Stück können sich die Renzenten nur bedingt erwärmen, für die Inszenierung, das Bühnenbild und die Schauspieler schon mehr. Wir sahen es so.

Zu plakativ sei Michael Simons Inszenierung, sagt die Kritik, sagen wir.

Der eine Zeitungskritiker findet den Chor in Volker Hesses Inszenierung ein starkes Bild für die Dumpfheit und Fremdenfeindlichkeit der Masse, der andere winkt ab. Nicht so heute die SZ. So sahen wir es.

Katie Mitchells Burgtheaterdebüt findet nur wenige Verteidiger unter den Radio- und Zeitungskritikern. Die anderen sagen "Nein, danke!" zu dieser Live-Verfilmung – so wie auch wir.

Nicht ganz froh werden die KritikerInnen mit der von Tobias Wellemeyer inszenierten Fortschreibung von Tschechows "Kirschgarten" durch John von Düffel. Wir auch nicht.

Die Mehrzahl der Zeitungskritiker zeigt sich durchaus beeindruckt von diesem Abend und macht nur wenige Abstriche. Bei uns war es ähnlich.

Große überregionale Aufmerksamkeit hat Christoph Mehlers Inszenierung von Kittsteins Stück zur NSU bekommen, groß sind aber auch die Vorbehalte. Auch bei uns.

Die Wiener Kritik liegt Elisabeth Trissenaar und Helmuth Lohner zu Füßen und nimmt sogar Heiner Müller in Kauf. Andere lagen nicht, darunter wir.

Die KritikerInnen sprechen von einem Missverständnis. Wir ganz im Gegenteil.

Musikalisch toll, inszenatorisch einfallslos, befindet der Zeitungskritiker. Und ist damit auf einer Linie mit uns.

Bedingungslose Albernheit als Programm: Das macht die meisten Kritiker unmutig, aber nicht alle. Wir übten uns im Totalverriss.

Die Ambition dieser Meta-Aufführung am Schauspielhaus wird in den Kritiken durchweg anerkannt, allein, was die Umsetzung betrifft, kommt man nicht überein. Wir waren sehr angetan.

Einigen Eindruck hat diese Inzenierung eines späten Tennessee-Williams-Dramas bei einer ersten Kritikerin vor Ort hinterlassen. Bei uns auch.

Interessant, lustig wenn auch nicht immer leicht zugänglich findet die Kritik vor Ort Ulrich Grebs Inszenierung des Toleranz-Klassikers am Schloßtheater Moers. Der auch wir unseren Respekt bezeugten.

Nur mäßig kann sich der Kritiker vor Ort für diesen Abend begeistern. Der uns eigentlich ganz gut gefiel.

Was als Großinszenierung geplant war, fängt jetzt erst einmal klein an. Doch das, was man bei "Schuld" sieht, macht – so befindet es die Hamburger Kritik – neugierig auf den Fortgang des Projektes. Auch wir versprechen uns einiges.

Die lokale und angereiste Zeitungskritik ist überschwänglich begeistert von diesem Molière-Schauspiel. Das wir so sahen.

"Manche Geschichten sind es einfach wert, gehört zu werden" findet die Hamburger Zeitungskritikerin. So sahen wir die Sache.

Begeistert sind die Hamburger KritikerInnen von diesem klugen und zauberhaften Lecture-Theaterabend am Schauspielhaus. Wir erhoben auch Einwände.

Paul Brodowskys neues Stück Intensivtäter und Dirk Lauckes Seattle als Doppelabend uraufgeführt - so richtig schlüssig will diese Idee den Kritikern nicht aufgehen. Das sozialkritische Potenzial von Dirk Lauckes Stück kommt dagegen bei allen gut an. Bei uns auch.

Die Kollegen geben mehrheitlich dem Stück die Schuld am Scheitern des Abends, der heute aber auch einer Stimme sehr zusagt, – wir der Regie von Rafael Sanchez.

Der lokale Kollege ist recht angetan von dieser Schnitzler und Godard folgenden Szenenreihung, ein überregionaler Kritiker dagegen äußerst kritisch. Wir waren zurückhaltend in der Wertung.

Die Kritikerinnen sind allesamt enttäuscht, dass trotz hervorragender Darsteller und dreieinhalb Stunden dem Ganzen die Spannung fehlte. Was wir ähnlich sahen.

Bei den Kritikern ist die vom Oberhausener Publikum akklamierte Neufassung der Aischylos-Orestie von Simon Stone umstritten, zwischen genial und billig schwanken die Urteile. Wir waren überhaupt nicht amused.

Die KollegInnen neigen der Geschichtsstunde sympathisierend zu. Wir waren extrem angnervt und unzufrieden.

Ziemlich erfreulich findet eine erste Stimme Felicitas Bruckers Roman-Umsetzung am Schauspielhaus; die anderen beiden Kritiker waren reservierter – so wie wir.

Ein bisschen lang findet ein erster lokaler Kritiker Johanna Schalls Shakespeare-Collage. Wir sahen es so.

Die neverending Fritzl-Story findet eine erste Betrachterin gar nicht schlecht. Wir dafür umso grottiger.

Ein spannendes Theaterexperiment von Jan-Christoph Gockel sahen die Stuttgarter KritikerInnen und erheben nur wenige Einwände. Wir waren reservierter.

Die Kritiker fanden Stück und Inszenierung von Daniela Löffner lustig, sind deshalb aber nicht alle begeistert. So sahen wir die Chose.

Ein Schauspielerfest haben die Kritiker dieses Debütabends von Nina Hoss an der Schaubühne erlebt, abgesehen davon nicht viel. Auch wir sind gespalten.

Erste lokale Stimmen fassten den Abend in der Regie von Kai Wessel mit spitzen Fingern an. Wir sahen es so.

Die Zeitungskritiker finden sowohl das Stück als auch die Inszenierung von Babett Grube allzu düster – wir sahen's so.

Keiner vermisst die befürchteten blutigen Exzesse, ob aber Bieitos diesmal lyrischer Weg der richtige ist, darüber scheiden sich die Kritikergeister. Selbst der unsrige war gespalten.

Schöne, poetische Bühnenmomente haben alle Kritiker gesehen und ziehen unterschiedliche Schlüsse daraus. So sahen wir den Abend.

Teils hellauf begeistert, teils minimal mäkelig reagieren die KritikerInnen auf diese radikale Umsetzung von Goethes "Urfaust". Wir strahlen hell unter den hellauf Begeisterten.

Geteiltes Kritiker-Echo: Was der eine packend findet, bleibt der anderen zu sehr der Vergangenheit verhaftet. Wir sahen ein kleines Welttheater.

Heute hagelt es einen herben Verriss. Teile der Kritik waren aber positiv gestimmt. Wie wir.

Überzeugt von Stück und Umsetzung sind die lokalen Kritiker an diesem Abend des Heilbronner Intendanten Axel Vornam. Uns überzeugte vor allem das Stück.

Vielleicht liest man ja zuviel zwischen den Zeilen: Aber es scheint, als ob aus den Kritiken zu "Ruhr-Ort" mehr Respekt als Begeisterung spricht. So las es sich bei uns.

Ganz ohne Zweifel haben den Kritikerinnen vor Ort Stück und Inszenierung wesentlich besser gefallen als uns.

Die Printkritiken scheitern bei dem Versuch, Thomas Krupas Roman-Adaption nach J. M. Coetzee etwas abzugewinnen. Auch wir waren nicht viel erfolgreicher.

Die Radio- und Zeitungskritiker mussten schon auch alle lachen – aber sie sind nicht alle so hin und weg wie wir.

Ein gewaltiger, mit Spannung erwarteter Theatermarathon, mit dem Karin Beier, neue Intendantin des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, nun endlich ihre Eröffnungspremiere zeigt. Unter den Kritikern löst Die Rasenden allerdings nicht nur Freude aus. Wir sahen Überwältigungsfuror. 

Die einen fanden's traurig, die anderen sehr lustig. Wir prosten der Jubilarin zu.

Polarisierend wäre vielleicht zuviel gesagt, aber so recht einheitlich ist der Blick der sächsischen Medien auf Wolfgang Engels Karl-Kraus-Annäherung nicht. Wir sahen viel Starkes.

Tendenziell wohlwollend schauen die Wiener Kritiker auf Eders Inszenierung an der Garage X. Wir auch, mit Abstrichen.

Großer Text, da sind sich die Hannoveraner Kritiker einige. Aber über die Qualitäten der Regie von Heike Marianne Götze gehen ihre Meinungen auseinander. So sahen wir den Abend.

Angetan, zum Teil sogar hingerissen sind die Kritiker von dieser Umsetzung des Künstlerromans von Thomas Bernhard. Wir sahen sie auch überwiegend positiv.

Es werde zu viel getobt und getanzt, bemängeln die lokalen Kritiker an diesem Schauspielschulgastspiel im Schauspielhaus Graz, das uns gut gefiel.

Freundlich und ein bisschen nichtssagend die einzige lokale Stimme aus Braunschweig. Freundlich auch wir, aber hoffentlich weniger nichtssagend.

Der Lokalzeitungskritiker ist nicht so begeistert von dieser AufFrischung wie wir.

Die Zeitungskritiker sind unterschiedlicher Meinung ("weniger stringent konstruiert als ein Billy-Regal"/"ein Regisseur ward entdeckt") – so sahen wir den Abend von Lars-von-Trier-Buddy Albinus.

Alain Platel zeigt, wie man sogar auf einer apokalyptischen Müllkippe mit Anstand leben könne, ein ungewöhnlicher Abend, finden die Kritiker. Wie auch wir.

Ein heiteres und melancholisches Spiel sahen die lokalen Kritiker, allerdings reichts ihnen nun auch mit den Boulevardkomödien am Residenztheater. Wir konnten den Abend genießen.

So richtig warm wurden die Dresdner Zeitungen nicht mit der Inszenierung des Mannheimer Intendanten. Auch uns riss sie nicht aus den Sitzen.

Die KritikerInnen reagieren verhalten bis ablehnend. Wir begeisterten uns an Schauspielern und Effektivität der Bühne.

Nicht besonders angetan sind die ersten lokalen Stimmen von Anne Habermehls Zweig-Anverwandlung. Wir sahen es so.

Zwei von drei Zeitungskritikern sind angetan von der Inszenierung von Dušan David Pařízek, einer entsetzt. Wir ordnen uns bei den Mögern ein.

Richters neues Stück und Inszenierung lösen ob ihrer Heftigkeit große Nachdenklichkeit unter den meisten KritikerInnen aus – heute kommt noch eine begeisterte überregionale Stimme dazu. Wir waren jedenfalls auch beeindruckt.

Dynamisch findet ein erster Wiener Kritiker diese österreichische Erstaufführung von Sandra Schüddekopf, die auch uns produktiv erfasste.

Ein Zentralorgan vor Ort jubelt. Wir waren nicht so euphorisch.

Die Printkritiken lassen sich von Martons musikalischer Fantasie beglücken, zählen aber auch die Mängel her. Heute sogar ziemlich gravierende. Wir entdeckten in dem Abend zwei Seelen.

Für den einen Teil der Kritikerzunft ist es das reine Vergnügen. Doch auch die ganz grundsätzliche Frage wird gestellt: Was soll der Blödsinn? Wir wissen natürlich die Antwort.

Dieser Klassiker spricht zu uns, jubelt der eine Kritiker. Ein anderer kontert: Ja, aber auf RTL-Niveau. Wir waren nicht begeistert.

Einig sind sich die KritikerInnen, dass die SchauspielerInnen glänzend seien. Ansonsten beklagt man zuviel Zerfransung, zu wenig Konzentration. Wir waren geneigt wie die geneigtesten KollegInnen.

Die erste Printkritik ist mit vielem glücklich und vermisst etwas. So sahen wir es.

Hintersinnig bis zum Hochgenuss oder doch nur windschief und dünn? Die Printkritiken driften in der Beurteilung der "Idealisten" auseinander. Wir fanden den Abend auf erinnerungswürdige Weise zum Vergessen.

Alle KritikerInnen bewundern den Chor, das Churer Gesamtergebnis nur manche. Wir gehörten zu den Jublern.

Ziemlich weit auseinander liegen die Meinungen zur Uraufführung des neuen Salzmann-Stücks in Mannheim. Wir lagen in der Mitte.

Handwerklich toll gemacht, findet einer. Begeistert von der politischen Unkorrektheit ist ein anderer. Wie wir.

Mit großem Vergnügen nimmt die Kritik vor Ort diesen Abend auf. Wir auch.

Gemischt ist das Fazit der KollegInnen angesichts Thalheimers Einstand als neuer Hausregisseur der Berliner Schaubühne mit Molière. Wir sahen es so.

Zwischen Begeisterung und Gähnen pendeln die Reaktionen auf die neueste Marthalerei am Theater Basel. Wir neigten zu letzterem.

Das Stück von Kerstin Specht kommt besser weg als die Inszenierung von Maik Priebe, der diese Odyssee-Neuschreibung im Ganzen zu "bedeutungsschwer" genommen habe, meinen die Kritiker_innen, meinten wir auch.

Es überwiegt die Begeisterung bei den Zeitungs- und Radiokritikern. Obwohl es natürlich anstrengend war. Fünf Stunden, puh. So haben wir sie durchlebt.

In seltener Einigkeit sind die Zeitungskritiker entsetzt von Lukas Langhoffs Bearbeitung und Inszenierung des Stücks von Volker Braun. Kostproben: "Arroganz der Horizontlosigkeit", "Zeitlosigkeit von Kalauerhausen", "Übergang ins Blöde". So sahen wir's.

Das Gros der Kritiker begrüßt Percevals Coetzee-Abend an den Kammerspielen als intelligente Romananeignung und diskrete Kunstübung – und sieht es damit ganz anders als wir.

Nachgereicht sei hier die Stimme des regionalen Leitmediums zur Dessauer Brasch-Inszenierung, bei der das Publikum für die Wahl der Vorlage verantwortlich war. Zur Erinnerung: Unsere Stimme las man hier.

Einen Abend wie Honig, gülden, aber zähflüssig, haben die meisten der vielen Kritiker in Wien erlebt. Uns erging es nicht wesentlich anders.

Komplett unterschiedlich nehmen die beiden Regionalblätter diesen Abend am Theater Münster auf. Uns interessierte, wie sich eine erschreckende Schärfe bahnbrach.

Ziemlich begeistert berichten die ersten lokalen Stimmen von dieser Koproduktion zwischen Schauspiel und Jungem Theater Basel. Wir zeigten uns reservierter.

Wirklich begeistert ist keiner der Kritiker von diesem munter assoziierten oder auch dahergegoogelten Theaterabend. Wir konnten ihm mehr abgewinnen.

Philipp Löhles Text fällt für den Kritiker der überregionalen Zeitung gegen Alfred Anderschs ab; die Stuttgarter Kollegen finden beide gut und auch Dominic Friedels Inszenierung. So sahen wir das Doppelpack.

Von Köhlers Vertrauen in die Schauspieler und von der "analytischen Sachlichkeit" seiner Inszenierung sind die ersten Berliner Kritiker sehr angetan. Wir fanden es eher wenig analytisch.

Die Radiokritikerin findet keinen inhaltlichen Mehrwert in diesem Abend, der taz-Kollege kann ihm viel abgewinnen. Uns ging es wir der Radiofrau.

Ein Abend, der Spaß mache, den Geist fordere, aber auch Länge habe und lose geknüpft sei, so die ersten Kritiken über Martin Heckmanns' neues Stück Es wird einmal, das Anselm Weber in Bochum inszeniert hat. Heute ist wie schon zuvor jemand vom Stück, nicht aber von der Inszenierung begeistert. Wir sahen es so.

Besonders stark werde es, wenn man den Subtext erkennt und wenn das Paar Walser/Selge hinter den angenommenen Rollen sichtbar werde, so die Zeitungskritiker. So fanden wir es.

Während die Kritik begeistert ist, sahen wir vor allem die Schwächen.

Eine Oper, an der man sich eigentlich nur verheben kann, und so ist es dann auch gekommen, schreiben die überregionalen Kritiker über Christoph Waltz' Regiedebüt. Wir fanden die nüchterne Regie durchaus erhellend.

Als mehr oder weniger missraten wertet die Mehrzahl der KritikerInnen Kriegenburgs Kunstanstrengung. Einige wenige waren beeindruckt. Uns überzeugte erst die zweite Hälfte des Abends.

Ziemlich trocken, aber Erkenntnis stiftend, sagen die beiden Zeitungskritikerinnen. Und sehen es damit ähnlich wie wir.

Den Schauspielern wird von allen Zeitungskritikern Respekt gezollt; die Inszenierung hingegen konnte nur einen von dreien überzeugen. Wir meinen: Oscar hätte seine Freude gehabt.

Durchaus amüsant und anrührend, aber auch kindisch und mit Längen, so beurteilen die Hamburger KritikerHanumans Reise nach Lolland am Thalia in der Gaußstraße. Wir fanden den Abend auch recht ziellos.

Viel Respekt für die Mühe, die sich Jan Neumann und die Seinen gemacht haben, leichte Irritation über die Form, Gefallen an den SchauspielerInnen formulieren die Thüringer KritikerInnenWir waren der Unternehmung auch gewogen.

Die lokale Zeitungskritik ist begeistert. Auch wir fühlten uns gut unterhalten.

Dem Text von Händl Klaus können die lokalen durchaus noch etwas abgewinnen, Stefan Ottenis Regie weniger. Wir auch nicht.

Sehr angetan von dem formalen Zugriff des Jarg Pataki und den Fähigkeiten der älteren MitbürgerInnen auf der Bühne zeigt sich die lokale Kritikerin. Wir fanden das Unternehmen auch ganz gelungen.

Einen wohtemperierten, choreographisch und schauspielerisch überzeugenden Abend haben die Bremer Kritiker erlebt. Wir nahmen Zandwijks Arbeit etwas zurückhaltender auf.

Ein erster Lokalkritiker schätzt die Arbeitswelt-Analysen von Gesche Piening generell, auch wenn an diesem Abend für ihn Fragen offenbleiben. Eine zweite Kritikerin erhebt größere Einwände, ähnlich wie auch wir.

Das Kölner Operndebüt von Helene Hegemann wird in der Printkritik einigermaßen milde beurteilt. Der Kritiker der überregionalen Zeitung, der sich heute noch äußert, hat sich gelangweilt. Damit ging es ihm ähnlich wie uns.

Weder Syhas Text noch Ali M. Abdullahs Regie können die Kritikerschar auch nur anfangen zu überzeugen. Es gibt eine begeisterte Ausnahme. So sahen wir es.

Begeistert oder nicht begeistert, das ist die Frage, die die Kritik vor Ort in zwei Lager spaltet. Uns nicht.

Anstrengenden fanden die Kriitiker diese Brechtsche Brecht-Inszenierung vom Luzerner Schauspielchef, und vermissten Bezüge zum heute. Wie wir auch.

Begeistert ist die erste Zeitungskritikerin von Moritz Sostmanns Verpuppung des Kafka-Fragments. Die es auch uns antat.

Donald Berkenhoff gewinnt Shakespeares Verwechslungsspiel einen Theaterabend ab, der wie ein guter Sekt sowohl sprudelt als auch Charakter hat. Findet die Zeitungskritikerin. Finden auch wir.

Nicht rundum, aber doch teilüberzeugt sind die Kritiker vom Godard-Abend des Teams Jonigk/Ritter. Unsere Überzeugung hielt sich in Grenzen.

Das Bühnenbild im Bockenheimer Depot erzeugt schon eine besondere Stimmung, so die Kritiker. Bei Regisseur Thibaud Delpeut machen sie allerdings Abstriche. Wir fandens wie einen schlechten Tatort.

Ja, die kollaterale Ökostrom-Erzeugung an diesem Schaubühnen-Abend ist schon schön, finden die meisten Kritiker – aber der künstlerische Ertrag? Wir zumindest blieben da zurückhaltend.

Was ist hier eigentlich los? Was will der Abend uns sagen? Fragen die Kritiker angesichts Rafael Sanchez' Inszenierung von Die Republik des Glücks. Und sahen, wie auch wir, dass der Abend im zweiten Teil deutlich besser werde.

Opulent, bilderreich und maßlos finden die Kritiker von nah und fern diesen Abend von Mirko Borscht, aber bemängeln zugleich dieses Zuviel von allem und eine etwas selbstverliebte Tendenz. Wir sahen das ähnlich.

Überaus angetan von diesem einfühlsamen Abend sind die RegionalkritikerInnen. Damit erging es ihnen ganz so wie uns.

Mit Erschütterung berichtet der Kritiker der Süddeutschen Zeitung über einen der bizarrsten Theaterabende, die ihm seit Langem untergekommen sind. Auch seine Kollegen ist ebenso wie wir verstört – und fasziniert.

Überzeugende Inszenierung und eine phänomenale Schauspielerleistung, befindet eine Print-Kritikerin. Wir sahen starke Bilder und suchten die Relevanz.

Altmodisch und geheimnislos finden die Kritiker diesen Krimi-Abend nach Friedrich Dürrrenmatts Roman. Uns erging es damit ebenso.

Einen Erfolg kann die regionale Kritik aus Rudolstadt vermelden. Wir fühlten uns sogar bestens verstört.

Ein Nachtrag aus der vergangenen Woche: In den Kritiken zu Dirk Lauckes neuem Stück findet sich absolut Ätzendes, aber auch Netteres. Wir fanden's nicht prickelnd.

Das hätte was werden können, wurde aber leider nicht, bedauert mancher Kritiker vor Ort. Ähnlich wie wir.

Sehr angetan ist eine erste Regionalkritikerin von diesem Abend, dem auch wir viel abgewinnen konnten.

Schlüssig und wunderbar bebildert, finden die Zeitungs- und Radio- Kritikerinnen. Und dann gehen ihre Meinungen auseinander. Die SZ ist heute wie schon die FAZ gestern schwer beeindruckt. Wir sahen es so.

Mit Begeisterung beschreiben die Berliner Zeitungen den Abend. Die FAZ und heute auch die Zeit sehen leichte Abzüge beim Text. Wir gehören zur Fraktion der Vorbehaltlosen.

Einigermaßen bis ziemlich gewogen sind die Printkritiker diesem Abend, der den erfolgreichen Debütroman von Olga Grjasnowa zum ersten Mal auf die Bühne bringt. Die Zeit erkennt darin heute die Grips-Theatertradition. Wir so sahen es so.

Einige Zeitungskritiker sind insgesamt angetan oder – wie heute die Zeit – behutsam, die andere Hälfte äußert deutliche Unzufriedenheit. Und sehen es damit ähnlich wie wir.

Die Kritiker suchen sich ihren Weg durch Ernst und Unernst dieses "Hamlets", müssen Unterhaltsamkeit einräumen, sind aber nicht immer sicher, wie gut sie unterhalten sind. Wir jedenfalls schauten gerne zu.

"So soll Theater sein!" ruft eine begeisterte Zeitungskritikerin aus. Barbara Bürks Horváth-Inszenierung nahm auch uns gefangen.

Die Meinungen der Zeitungskritiker über Sebastian Schugs Tennessee-Williams-Inszenierung gehen auseinander. Wir liegen dazwischen.

Keine der Kritiker schlägt sich entschieden auf die Seite des Positiven oder Negativen, auch für die Hauptdarsteller bleibt das Lob verhalten. Wir hatten auch Einwände.

Sehr beschwingt kommen die Dresdner Kritiker aus diesem Commedia-Abend. Wir waren deutlich verhaltener.

Die Parabel des ungarische Regisseurs Kornél Mundruczó beim Münchner Spielart Festival beeindruckt die Zeitungskritiker. Etwas reservierter blieben wir.

Die Kritkermeinungen sind geteilt. Mal ist man ausgesprochen ergriffen, dann wieder abgetörnt. Der nächste sieht's wieder anders. Und wir natürlich auch.

Die Wiener Kritik berichtet respektvoll und der internationalen Koproduktion zugeneigt. Wir waren zurückhaltend.

Die mit dem Fluglärm bestens vertrauten Rhein-Main-Kritiker sind natürlich besonders qualifizierte Zuschauer für Kathrin Rögglas neues Stück. Und ihnen fehlt da doch einiges. Wir fanden darin bei aller Skepsis auch sehr Gelungenes.

Eine erste Printkritik ist sehr angetan von der ruhigen Gangart der Stückl-Inszenierung. Wir sahen auch das Blasse.

Ziemlich angetan sind die Schweizer Kritiken von Stück und Inszenierung. Wir waren zurückhaltender.

Freundlich klingt die erste Kritik zum neuen Abend von Gintersdorfer / Klaßen. Freundlich klangen auch wir.

Bösen, grotesken Humor erkennen die Kritiker vor Ort in Salazars Am Leben werden wir nicht scheitern, von Christian Schlüter bestens in Szene gesetzt. Heute kommt ein böser Verriss hinzu. Wir hatten unseren Spaß.

Die Zeitungsschreiber sind mal mehr, mal weniger eingeschränkt begeistert von Oliver Reeses biografischem Thomas Bernhard-Medley. So wie auch wir.

Drei Kritikerkollegen sind beeindruckt bis begeistert von der unfreiwilligen Eröffnungsinszenierung des Deutschen Schauspielhauses – wir sahen abgründiges Laientheater.

Der Perspektivwechsel gelingt nicht und die künstlerische Form ist uninteressant, so das Gros der Kritiker über Nach Europa, das Friederike Heller in Hamburg inszeniert hat. Wir sahen es so.

Wie Regisseur Hakan Savaş Mican die Dreiecksgeschichte als Liederabend mit eingestreuter Handlung erzählt, überzeugt die meisten Kritiker. So wie auch uns.

Leidenschaftliches Pro, leidenschaftliches Contra geben die ersten Kritiker aus München. Wir gaben ein abgeklärtes Dankeschön.

Schunkelstimmung kam auf – und das finden die rheinischen Kritiker ziemlich gut. Wir sahen einen Blockbuster.

Nach der Celle-Premiere des Kammerspiels von Mirko Böttcher ist ein Zeitungskritiker begeistert. Wir waren reservierter.

Sehr gute Noten vergibt die Wiener Kritik an diesen Emily Dickinson-Abend im Schauspielhaus. Der uns ebenfalls gut gefiel.

Inhaltlich relevant und lohnenswert finden die Kritikerinnen vor Ort diesen Abend, wenngleich sie mit der Darbietungsweise in der Regie von Brit Bartkowiak auch Schwierigkeiten haben. Hatten wir auch.

Die NRW-Kritiker (heute auch die SZ) reagieren sachlich-reserviert auf Gockels Film-Adaption, der wir immerhin vieles Schöne abgewinnen konnten.

Die Kritiker sind sich einig: großes Schauspielertheater, aber irgendwie geht es uns nicht wirklich etwas an. Die Süddeutsche wittert heute gar das Gestenrepertoire des Boulevardtheaters. Wir waren dem Abend deutlich wohler gesinnt.

Die Kritiker urteilen freundlich, aber ohne Enthusiasmus über den neuen Abend von Dorkypark. Wir sahen es so.

Geteilte Kritik, die einen finden die Blödelei ausreichend, die anderen zu wenig. Wir stimmen mit letzteren überein.

Die meisten Kritiker berichten von einer eher zähen Veranstaltung, allerdings nicht alle. Wir fanden den Abend eher lang als groß.

Die Wiener Kritiker finden die Aufführung ziemlich klass', die großen bundesdeutschen Blätter loben jedenfalls Maria Happel in der Titelrolle. Das zwiespältige Urteil über die Regie teilten auch wir.

Von peinlicher Kraftmeierei redet eine erste Berliner Kritikerin. Von Religion redeten wir.

Der erste Printkritiker weiß von einer starken sinnlichen Erfahrung zu berichten. Wir blieben auch nicht unbeeindruckt.

Zwiespältig nimmt die Magdeburger Kritik Volker Löschs kommentierende Bebilderung der Verdi-Oper auf, aber es gibt auch begeisterte Stimmen. Wir waren nicht ganz zufrieden.

Unterhaltsam-platt, sagen die Kritiker. Inhaltlich schlicht, sagten wir.

Begeisterung bei der Kritik in Köln über Stefan Bachmanns rundumerneuerte und neu besetzte Inszenierung von Genesis. Die Bibel. Teil 1 – ursprünglich am Schauspiel Zürich entstanden und im Umzugsgepäck von Bachmann nach Köln mit dabei. Wir sahen 2012 die Zürcher Premiere.

Eine Kritikerin sah, neu für München, "große Schlampenwürde"; alle sehen sie ein entfesseltes Resi-Ensemble. Einige sahen bloß einen Castorf der B-Klasse. Wir im Prinzip auch.

Grundsätzlich haben die Kritriker vor Ort ziemlichen Vergnügen mit Niklaus Helblings Baseler Gottfried-Keller-Vertheaterung gehabt. Jedoch nicht alle. Wir allerdings schon.

Sehr positiv wird das audio-installtative Unternehmen des Performanceduos Melanie Mohren und Bernhard Herbordt in den Sophiensälen von einer ersten Berliner Kritik aufgenommen. Von uns auch.

Die Textcollage aus drei Romanen von Josef Winkler in der Wiener Garage X sorgt für gemischte Gefühle bei der Kritik. Auch bei uns.

Buhrufe trudeln noch aus einer Wochenzeitung ein. Wir waren auch nicht angetan.

Die Lokalkritik begab sich gern auf diese videotechnisch verstärkte Zeitreise ins DDR-Ferienlager. Wir auch.

Von einem Heidenspektakel berichtet die mal begeisterte, mal kalt gelassene Kritik aus Stuttgart. Wir gehören zu den Reservierteren.

Als quälend empfanden alle KritikerInnen diese Tschechow-Zerdehnung von Robert Borgmann. Aber für manche ist das kein Ablehnungsgrund. Zum Beispiel für uns.

Fulminant, makellos, ein Juwel, ein Theaterglücksfall – die Presse überschlägt sich ob dieser schauspielerischen und inszenatorischen Glanzleistung. Wir purzeln mit.

Schwierig, aber sehr lohnend findet die regionale Presse diese Shakespeare-Umsetzung von Lübecks Schauspielchef Pit Holzwarth. Wir sind weniger gewogen.

Anders als die großen Blätter nach der Pariser Aufführung der "Sacre"-Choreographie im Mai ist die Berliner Presse größtenteils hin und weg von dieser Inszenierung mit neuer Besetzung an der Staatsoper. Wir lobten mit mehr Zurückhaltung.

Licht und Schatten finden die regionalen Kritiker in dieser Romanadaption. Wir fanden Nebel.

Not amused sind die lokalen Kritiker von Sepsis in der Inszenierung von Moritz Schönecker. Wir freuten uns darüber, wie Ironie hier als verkommene Haltung überführt wird.

Sehr beeindruckt bis bewegt zeigen sich die Kritiker von dem Holocaust-Dokumentar-Abend. Wir waren reservierter.

In einigen der Kritiken formuliertsich mittlerweile ein gewisser Überdruss am akrobatisch-sinnfreien Fritsch-Humor. Heute jubelt ein Kollege noch mal überregional über eine Inszenierung, die uns nicht rückhaltlos begeistert hat.

So recht wird nicht klar, wie die KollegInnen vor Ort Johanna Wehners Umsetzung von Wilhelmine von Hillerns Heimatromanze in die kleine Box des Schauspiels Frankfurt fanden. Aber alle bejubeln Constanze Becker. Auch wir

Erstaunlich milde stimmen die meisten KollegInnen in den Abgesang auf Luc Bondys Inszenierung ein. Heute liest sie noch mal ein Kritiker vor der Folie von Fritschs Zürcher Physikern. Wir haben uns beim Zuschauen im Plüschsessel zurückgelehnt.

Heute, da jubelt doch noch einer! Dem einen Kritiker war's zu finster, dem anderen zu derb, der nächsten Zeitungskritikerin zu rampenlastig. Im Radio war man besser gestimmt, aber so richtig war niemand aus dem Häuschen ob dieses neuen europäischen Großprojekts der Münchner Kammerspiele. Wir reagierten ebenfalls gedämpft.

Ein Printkritiker ist für, ein anderer gegen diese utopiefreie Umdeutung des Dramas am Münchner Residenztheater. Die uns gefiel, mit Einschränkungen allerdings.

Ziemlich großartig findet eine erste Printkritik diese Theaterfassung eines Hörspiels. Auch wir hatten für das Gepuzzelte des Abends durchaus etwas übrig.

Kurz fühlt sich der Radiokritiker bei diesem wirren Spektakel von Nina Ender und Stefan Kolosko an die Arbeit Christoph Schlingensiefs erinnert. Aber eben nur kurz, sehr kurz. Auch die Printkritikerin ist inhaltlich nicht vollends überzeugt. Wir gingen mit dem Abend dahin, wo's richtig weht tut.

Wenn ein Stück zwei unterschiedliche Teile hat, dann riskiert es, dass die Kritiker den einen Teil besser finden als den anderen. So ergeht es auch "Princip" von Biljana Srbljanovic, das aber eh nicht so schlecht wegkommt. Auch nicht bei uns.

Ziemlich gut gelaunt haben die KritikerInnen offenbar das Münchner Volkstheater verlassen. So wie wir.

Schöner Ansatz, aber über die Länge geht dem Abend die Luft aus, so die Kritiker. Heute allerdings lobt die Zeit das Konzept. Wir waren nicht so ganz zufrieden.

Mit großer Begeisterung nimmt die Kritik vor Ort diesen Abend über die größte Tochter der Stadt, Marieluise Fleißer, auf. Der uns auch nicht ganz kalt gelassen hat.

Die Meinungen gehen auseinander über diese serbisch-schweizerische Tschechow-Deutung. Die uns nicht langweilte.

Begeistert springt die Kritik vor Ort vom Zuschauersitz auf. Wie wir.

Anstrengend, aber teilweise auch lohnend fanden die Zeitungskritiker diesen Regie-Einstand vom neuen Schauspiel-Köln-Intendanten. Der uns nicht überzeugen konnte.

Nicht begeistert, aber auch nicht unangetan sind die Kritikerkollegen von dieser dokumentarischen Künstlerbefragung. Die uns ganz gut gefiel.

Nicht verpassen! findet die Zürcher Zeitungskritikerin. Auch wir liefen gerne als Avatare mit.

Das war die bessere Hälfte des Kölner Eröffnungs-Doppels, da waren sich die Kritiker schon Anfang Oktober einig. Heute klappt noch ein ebenfalls Angetaner nach. Auch wir fanden Gefallen.

Die kritischen Reaktionen auf Erich Sidlers Uraufführung des neuen Kricheldorf sind unterschiedlich. Wir haben uns amüsiert.

Die regionale Zeitung spricht von einem gelungenen Einstand der neuen Schauspielchefin Dorotty Szalma – uns konnte ihre Witold Gombrowicz-Inszenierung nicht so recht überzeugen.

Sehr angetan ist die Zeitungskritik – und damit auf einer Linie mit uns.

Die Zeitungskritikerin lässt sich von ihrer Begeisterung dazu verleiten, einen Liebesbrief an das Ensemble dieses Oberhausener Theaterabends zu schreiben. Den auch wir mochten.

Eindringliche Szenen, aber auch Schwerfälliges sahen die Kritiker in Yannis Houvardas Inszenierung von Die Ratten am Residenztheater. Wie wir auch.

Ziemlich unterschiedlich wird David Martons "Konzert nach Macbeth" von den Kritikern interpretiert und bewertet. Wir sahen vor allem: die Lady Lilith Stangenberg.

So richtig lustig fand die Kritik die Angelegenheit eigentlich nur im ersten Akt. Wir fanden den Abend mehr als komisch.

Ziemlich begeistert sind die KritikerInnen vom Stück. Bei Thomas Bockelmanns Inszenierung sind die Meinungen differenzierter. Heute folgte noch einmal verhaltene Kritik. Uns ließ der Abend nicht kalt.

Widersprüche im Spiegel der Kritik: starke Bilder heißt es einmal, textlastig, aber keine Bilder ein anderes Mal, dann wieder wird sinnliches Schauspielertheater gefeiert. Wie zuvor schon bei uns.

Begeisterung bei einer Printkritikerin, ansonsten reicht das Spektrum von höflicher Verbeugung bis zu Schulterzucken. Auch uns wurde nicht ganz wohl.

Der zweite Abend der Lübbeschen Intendanzeröffnung kommt bei den Zeitungs- und Radiokritikern am besten weg – vor allem von der Wolfgang Höll-Uraufführung "Und dann" sind sie mehrheitlich angetan. So sahen wir die beiden Inszenierungen.

Sehr unterschiedliche Reaktionen auf die Arbeiten von Monster Truck, Kathrin Röggla / Dieter Boyer und Christoph Mehler bei den Damen und Herren Kollegen. Wir konnten nicht so recht überzeugt werden.

Freundlich, auch ein wenig ratlos nimmt die lokale Kritik Boris Nikitins neuen Abend beim Steirischen Herbst auf. So sahen wir es.

Die eine Zeitungskritikerin ist begeistert, die andere findet, dass der Abend verläppert.Und sieht es damit ähnlich wie wir.

Die Story? Dünn. Die Umsetzung? Eher bieder. Aber die Musik! So etwa geht der Tenor in den Kritiken zur Grönemeyer-Regional-Hommage Bochum. Auch bei uns.

Langweilig finden die Zeitungskritiker die Inszenierung, etwas besser kommt das Stück weg. Aber auch das nicht bei allen: Heute wird noch einmal ätzend nachgelegt. Auch wir sahen das Potential des Texts nicht ausgeschöpft.

"Ein Meisterwerk" , eine "theatralische Grenzerfahrung!" - die Wiener Kritik verneigt sich vor diesem Theaterabend. Dessen virtuose Verdichtungkraft auch uns beeindruckt hat.

Begeisterung dringt auch heute noch aus den Kritiken zu dieser lebensprall überspitzten Inszenierung. Bei uns zu allererst.

Zwei Kritiker sehen Bonn im Aufwind, eine andere Stimme ist nicht so überzeugt. Das waren wir auch nicht.

Beim Wiener Festwochen-Gastspiel im Mai waren die Kritiker ziemlich beieindruckt von diesem aktualisierten "Fräulein Julie". Begeistert waren auch wir.

Am Ende franst es aus, findet eine Lokalstimme angesichts des ersten Ankunfts-Abends. Wir hätten uns mehr Close-ups gewünscht.

Gut unterhalten gefühlt hat sich der Vorortkritiker trotz kleiner Einwände bei Gero Vierhuffs lokalkoloritischem Abend – im Gegensatz zu uns.

Eine Kritikerin ist von dem sich ankündigenden "Theater der Zukunft", das SBLM versprechen, durchaus angetan. Ein anderer hat vor allem gefroren und gehungert. Ähnlich auch wir.

Zwei Kritiker bemühen die "Blasen"-Metapher, während einer tatsächlich "zeitgenössisches Theater" sah und ein weiterer sadistische Freude empfand. Der Wochenzeitungs-Kritiker fäll vor lauter Schreck sogar ins Ich. Wir hatten auch Blasen im Sinn.

Die ersten überregionalen Kritiker schätzen die Perfektion, aber erheben auch Einwände gegen diesen Zauber-Theaterabend. So wie wir.

Ein Theatervernügen sei diese Hollywood-Filmadaption von Klaus Gehre mit dem Theater Handgemenge am Greifswalder Stadttheater, findet eine erste regionale Stimme. Fanden wir auch.

Ja, was denn nun: ein 1:1-Nachspiel des Films, oder doch ein freier, kommentierender Umgang mit Viscontis Vorlage? Die Schweizer Kritiker sind uneins, wie sie den tendenziell wohlwollend aufgenommenen Neumarkt-Neustart von Peter Kastenmüller deuten sollen. Wir sahen ihn so.

Die Einwände in den regionalen und überregionalen Medien fallen hüben ein wenig größer, drüben sehr viel kleiner aus. Bei uns gibt es sie gar nicht.

Die Zeitungskritiker sind nicht durchweg überzeugt, die Mehrheit (wie heute auch die SZ) ist aber durchaus beeindruckt von dieser derben Borchert-Vergegenwärtigung – die uns mit sich riss.

 

 

 

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