Sonntag, 26. Oktober 2014

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Theater Eisleben soll mit Städtebundtheater fusionieren

Rosen statt Theater

Eisleben, 3. Juli 2012. Die Landesbühne Sachsen-Anhalt in Eisleben soll mit dem Nordharzer Städtebundtheater fusionieren. Dies meldet die Mitteldeutsche Zeitung unter Berufung auf den zuständigen Landrat Dirk Schatz (CDU).

Hintergrund ist, dass einerseits die in finanzielle Not geratene Stadt Eisleben ihren Zuschuss von 150.000 Euro nicht mehr aufbringen kann. Andererseits will der Landkreis seine Zuschüsse von bisher 1,3 Millionen Euro kürzen, da mit dem Geld in Zukunft ein Rosengarten in Sangerhausen finanziert werden soll. Der Gesamtetat der Landesbühne Eisleben betrug bisher rund drei Millionen Euro.

Ziel der Fusion sei, "die Theaterlandschaft dauerhaft zu retten", wird Landrat Schatz zitiert. Man breite derzeit Entwürfe für eine Fusionierung vor, über die dann die Stadträte von Eisleben und Hettstedt, der Kreistag sowie die Gesellschafter der Kulturwerk GmbH (Betreiber des Eisleber Theaters) abstimmen würden. Über einen eventuellen Verbleib des Eisleber Personals machte Schatz keine Aussagen.

"Mit dem Städtebundtheater haben wir einen guten Partner für konstruktive und zukunftsorientierte Gespräche gefunden", wird der Landrat weiter zitiert. Das Nordharzer Städtebundtheater ging 1992 aus einer Fusionierung der Theater in Halberstadt und Quedlinburg hervor. Im vergangenen Oktober wendete sich das Nordharzer Theater in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten, da, obwohl schon an der "untersten Grenze der Arbeitsfähigkeit", von neue Einsparungen die Rede war. Eine Schließung konnte damals nur knapp vermieden werden.

Wie sich die Politik die Fusion beider Theater vorstellt, soll bei der übernächsten, der einhundertsten Zweckverbandsversammlung am 24. September um 14 Uhr in der Kammerbühne Halberstadt durch die Träger des Theaters bekannt gegeben werden, wie das Städtebundtheater nachtkritik.de mitgeteilt hat.

(Mitteldeutsche Zeitung / mw / sle)




Kommentare (7)

1. Fusion Eisleben: Tod auf Raten
Klingt für mich nach Tod auf Raten im Dornröschenbett...
Egidius Loewe , 03. Juli 2012 - 14:19 Uhr
2. Fusion Eisleben: Schleef
Ein Rosengarten in Sangerhausen? Ausgerechnet im Geburtsort von Einar Schleef? Nee nee nee...
Inga , 03. Juli 2012 - 14:37 Uhr
3. Fusion Eisleben: Irrsinn
Eine weitere Theaterfusion, obwohl man an den bislang fusionierten Theatern erkennen kann, dass diese Taktik der Fusionen nicht aufgeht? Das ist doch eine weitere Mogelpackung, damit keiner als Abwickler dasteht und letztendlich doch nichts anderes betreibt. Oh nein, das ist wahrlich keine gute Idee! Und dann sollen die kleinen Bühnen natürlich auch noch ganz spezifisch auf die Bedürfnisse der Bürger in den Städten eingehen. Wie soll denn das gehen? Das ist ja schon bei zwei Städten schwierig... aber drei Städte unter einen Hut zu bringen, das ist ja an Irrsinn nicht mehr zu überbieten. Diese Fusionierungen soll man stoppen, nicht votantreiben! Sie bringen nichts und sind nichts weiter als eine Schummelei. Ich stimme Herrn Loewe zu: Es ist ein Tod auf Raten!
Ganymed , 04. Juli 2012 - 09:30 Uhr
4. Fusion Eisleben: Gratulation
jetzt ist es soweit,die politik setzt endlich klare prioritäten, gratulation zu dem klaren bekenntnis zur rose
verfall , 04. Juli 2012 - 13:10 Uhr
5. Fusion Eisleben: Tyrannei der Intimität
@ verfall: Schöner Scherz. Rose statt Rosa Luxemburg. Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität.
Inga , 04. Juli 2012 - 16:08 Uhr
6. Fusion Eisleben: weitere Sparfinte
@ Inga

"Rosenstadt Sangerhausen" hieß das schon zu Großvaters Zeiten (meiner kommt aus Sangerhausen); man darf -zurecht !- beschimpfen, wenn so eine weitere Sparfinte auch noch mit nem Rosenstrauß und nem Gegeneinander-Ausspielen daherkommt, aber "man" sollte auch nicht so tun, als sei das eine reine Politikerwillkür, Sangerhausen und Rosengarten überhaupt zusammenzubringen.
Wahrscheinlich gibt es auch eine Rosensorte "Einar Schleef" dort (so wie es im Botanischen Garten meiner Heimatstadt eine Rose namens Lilly Marleen zum Beispiel gibt).
Tourist-Info , 06. Juli 2012 - 20:54 Uhr
7. Fusion Eisleben: wiederholter Schlag ins Gesicht
kein politiker will der arsch sein, der ein haus schließt. doch sie finden ihre wege. das nordharzer städtebundtheater wird an eisleben ranfusioniert. das ist ein wiederholter schlag ins gesicht der halberstädter/quedlinburger kollegen, denn die wurden schonmal zusammengelegt. worauf so eine "theaterrettung durch fusion" hinausläuft, sehen wir ja an eisenach.

großes haus schluckt kleines haus. kleines haus: aus!
Egidius Loewe , 18. Juli 2012 - 18:58 Uhr

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