Falschinterpretation

3. August 2012. Wie Zeit online meldet und sich unter anderem auf die New York Times beruft, hat der russische Opernsänger Evgeny Nikitin bestritten, dass es sich bei der Tätowierung, wegen der er vier Tage vor der Premiere des "Fliegenden Holländers" seinen Auftritt bei den Bayreuther Festspielen absagte, um ein Hakenkreuz gehandelt habe. Das jedenfalls ließ die New Yorker Metropolitan Oper mitteilen. Nikitin sagt, dass skandinavische Mythologie und Metal-Musik seine Tattoos beeinflusst hätten, er aber nie ein Hakenkreuz auf seiner Brust trug. Die Tätowierung, die in den Filmaufnahmen zu sehen ist, auf deren Basis sich die Diskussion entfacht hatte, sei lediglich unfertig gewesen. Er bedauere diese Falschinterpretation.

In der New York Times ist die komplette Brust-Tätowierung zu sehen, die erst in diesem Frühjahr fertig wurde, weil Nikitin bei der ersten Sitzung im Tattoo-Studio zu bluten begann. Das Motiv habe er selbst entworfen und dabei nie an ein Swastika-Symbol gedacht. "It's just my fantasy. It's just an eight-pointed star with a shield on it, an ax, a sword crossed with a helmet on top. What is wrong with that?", zitiert ihn die NYT.

(Zeit-online/NYT/sik)

Mehr dazu: 

25. Juli 2012: Der fliegende Holländer – Jan Philipp Glogers Wagner-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen 2012

21./22. Juli 2012: Wegen eines Nazi-Tattoos sagt Evgeny Nikitin seinen Auftritt in Bayreuth ab 

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