Vom kleinen Stipendium zum Bundesnetzwerk

23. Februar 2017. Beim ersten Flausen-Kongress, der in der vergangenen Woche in Köln stattfand, haben sich zahlreiche kleine und mittlere freie und private Spielstätten zum Flausen-Netzwerk zusammengeschlossen. Ziel sei es, die Nachwuchsarbeit und Weiterbildung junger darstellender Künstler auszuweiten, die 2011 in Oldenburg mit dem Stipendium "Flausen – Young artists in residence" begann, erklärt Flausen-Gründer Winfried Wrede auf Nachfrage.

Ausgewählte Produktionen

23. Februar 2017. Die Auswahl für das Schweizer Theatertreffen 2017 steht fest. Das gab die Festivalleitung in einer Presseaussendung bekannt.

Die Kontrakte des Kultursenators

23. Februar 2017. Es bleibt dabei, dass Chris Dercon ab der nächsten Spielzeit die Leitung der Berliner Volksbühne übernimmt. Das bestätigte der im Februar vereidigte Kultursenator Klaus Lederer laut Berichten mehrerer Medien. Lederer hatte im Rahmen seiner Nominierung zum Kultursenator nach der Berliner Landtagswahl im Herbst 2016 angekündigt, die Verträge mit Dercon zu überprüfen – und sich vorher mit dem Ensemble der Volksbühne solidarisiert, als es sich in einem Offenen Brief gegen Dercon stellte.

Vorläufige Gewinner: Hamburg und Berlin

München, 23. Februar 2017. Die Einladungen zum Münchner Regienachwuchs-Festival Radikal Jung stehen fest. Laut der Pressestelle des Münchner Volkstheaters, das das Festival veranstaltet, sind eingeladen: 

Zu den Gründen nur Gerüchte

23. Februar 2017. Das Südthüringische Staatstheater in Meiningen hat seinem Chefdramaturgen Patric Seibert fristlos gekündigt. Das melden unter anderen der MDR und die südthüringische Zeitung Freies Wort. Beide Seiten äußerten sich mit Verweis auf mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen bislang nicht zu den Gründen, so die Medien.

Zurück in die Zukunft

23. Februar 2017. Einem Bericht der Thüringischen Landeszeitung (23.2.2017) zufolge soll Stephan Rumphorst ab der kommenden Spielzeit das Kinder- und Jugendtheater des Landestheater Eisenach mit aufbauen. Das meldet die Thüringische Landeszeitung. Rumphorst war an gleicher Stelle bereits von 2012 bis 2014 engagiert. Laut Intendant Ansgar Haag werde er als Regisseur drei Inszenierungen verantworten sowie als Theaterpädagoge und Dramaturg tätig werden. 

Kunstfreiheit auf dem Prüfstand

22. Februar 2017. Die Warschauer Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen das Allgemeine Theater (Teatr Powszechny) in Polens Hauptstadt eingeleitet. Das meldet 3Sat. Ermittelt werde "auf Grundlage von Medienberichten und öffentlichen Beschwerden" wegen des Vorwurfs der "Verletzung religiöser Gefühle" und wegen eines angeblichen Mordaufrufs in der Inszenierung "Der Fluch" ("Klątwa") des Regisseurs Oliver Frljić.

Glatteis in Zürich

22. Februar 2017. In der Zürcher Kulturszene formiert sich Protest gegen eine geplante Veranstaltung im Theaterhaus Gessnerallee. Unter dem Titel "Die neue Avantgarde" sollen am 17. März der AfD-Chefideologe und Philosophie-Dozent an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe Marc Jongen, der Publizist Olivier Kessler (SVP), der Kunstwissenschaftler und Journalist Jörg Scheller sowie Laura Zimmermann von der liberalen Bewegung "Operation Libero" auf einem Podium sitzen – der Veranstaltungsankündigung auf der Webseite des Theaterhauses Gessnerallee zufolge sollen sie "debattieren, was Kategorien wie 'liberal', 'progressiv' und 'reaktionär' heute bedeuten. Ist die Renaissance des Rechtsnationalen eine Avantgarde-Bewegung? Wie ist dem Rückzug in ideologische Filterblasen beizukommen? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen populär und populistisch?"

Sieben für Mülheim

Mülheim, 22. Februar 2017. Heute wurden die Nominierungen für den Mülheimer Dramatikerpreis bekanntgegeben. Während der Mülheimer Theatertage werden vom 13. Mai bis 3. Juni 2017 folgende Stücke um den Preis konkurrieren:

Ein neues Theater und sehr viel mehr Geld

21. Februar 2017. Der jahrelange Streit um die Sanierung bzw. Schließung der Theater am Kurfürstendamm ist mit einem Kompromiss zwischen dem Intendanten der Privattheater Martin Woelffer und dem Investor Cells Bauwelt beigelegt worden. Das meldet unter anderen. Der Tagesspiegel. Erst in der vorigen Woche war eine Zwangsräumung der Gebäude verschoben worden. Einer notariell beurkundeten Vereinbarung zwischen beiden Seiten zufolge müssen die zwei historischen Theatersäle nun zwar dem Abriss weichen – dafür bekomme Woelffer freie Hand bei der Gestaltung einer Ersatzbühne im Kellergeschoss mit einem oberirdischen Foyer.