Die Türen sind offen

Ab 23. September 2015. Der Flüchtlingsstrom nach Europa stellt die Gesellschaft vor gewaltige Aufgaben. Politische, soziale, kulturelle, logistische. Angesichts der Herausforderungen nehmen die deutschsprachigen Theater ihren gesellschaftlichen Auftrag verstärkt in den Blick und leisten unmittelbar Hilfe.

"Let the people work!"

26. August 2015. Wir haben in den vergangenen Wochen in der Redaktion von nachtkritik.de diskutiert: Was können wir tun angesichts der zynischen Flüchtlingspolitik der EU? Zumal als ein nicht zuerst mit Politik befasstes Medium? Wir haben keine befriedigenden Antworten gefunden. Was geht über Symbolpolitik hinaus? – Wir möchten versuchen, Flüchtlingen ein Gesicht zu geben, indem wir ein Stück ihrer Geschichte erzählen. Deshalb werden wir an dieser Stelle in loser Folge Menschen porträtieren, die es bis nach Deutschland geschafft haben, aber bislang nicht ankommen dürfen. Jonja Merck hat mit der Tänzerin und Choreographin Esther Jacobs aus Nigeria gesprochen.

Experten des Fluchtalltags

von Sophie Diesselhorst

Berlin, 17. Juni 2015. Eine Rolle weißes Gaffa Tape, ein schwarzer Bühnenboden, und fertig ist die Welt. Die Schauspieler des Berliner "Refugee Club Impulse" betreten sie zunächst in friedlicher Eroberungs-Stimmung, wippen zu Elektrobeats und verlieren sich in Party-Enthusiasmus. Doch bald werden Grenzen gezogen, besetzt ein mysteriöser Machthaber mit einem großen Schlagstock als Zepter ihren Spielplatz und gibt per Telefon Anweisungen an seine Schergen, die die tanzende Menge daraufhin auf engen Raum zusammendrängen.

"Ich wollte nicht weggehen, ich musste ..."

30. April 2015. Wir haben in den vergangenen Wochen in der Redaktion von nachtkritik.de diskutiert: Was können wir tun angesichts der zynischen Flüchtlingspolitik der EU? Zumal als ein nicht zuerst mit Politik befasstes Medium? Wir haben keine befriedigenden Antworten gefunden. Was geht über Symbolpolitik hinaus? – Wir möchten versuchen, Flüchtlingen ein Gesicht zu geben, indem wir ein Stück ihrer Geschichte erzählen. Deshalb werden wir an dieser Stelle in loser Folge Menschen porträtieren, die es bis nach Deutschland geschafft haben, aber bislang nicht ankommen dürfen. Jonja Merck hat mit dem afghanischen Zahnarzt, Sänger und Dolmetscher Shakib Pouya aus Herat gesprochen.