Groteskes Bild gerade gerückt

24. September 2016. "Art but fair" und ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen für darstellende Künster*innen, Shenja Lachers Kündigung wegen der autokratischen Strukturen am Residenztheater, Rolf Bolwins komplettes Unverständnis für die Forderungen der Schauspieler*innen nach Teilhabe – all das und noch einiges mehr ruft den Chefdramaturgen des Münchner residenztheaters auf den Plan. Sebastian Huber reibt sich die Augen über diese ganz und gar unzutreffende Kritik. In der Süddeutschen Zeitung (24.9.2016) antwortet er den Kritikern und wir fassen seinen bemerkenswerten Text zusammen.

Schreckensstammtisch, Seelenfleisch

24. September 2016. Die Frankfurter Allgemeine dokumentiert heute (leicht gekürzt) die Laudatio Peter André Alts, seines Zeichens Germanist und Präsident der Freien Universität Berlin, auf den ruheständlichen FAZ-Theaterkritiker Gerhard Stadelmaier anlässlich der Verleihung des Deutschen Sprachpreises 2016 an diesen. Alt arbeitet darin unter Berufung auf Lessing und Schlegel pointiert die Aufgaben der Kunstkritik heraus.

Die ganz andere Erfahrung

22. September 2016. Zur Eröffnung der Salzburger Festspiele im Sommer 2016 fragte der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann was kann, was soll und was ist die Kunst in unseren "bewegten Zeiten"? Ein Leser hat uns auf die in den Salzburger Nachrichten  (29.7.2016) im Wortlaut veröffentlichte Rede aufmerksam gemacht. Wir fassen den Text hier zusammen, um den Leserinnen die Möglichkeit zu geben, die Thesen Liessmanns zu diskutieren.

Kunst und Handwerk

20. September 2016. "Wenn ich die Entscheidung richtig verstehe, sollen mit der großen Ballettgruppe verschiedene Produktionsstränge realisiert werden, klassische ebenso wie moderne. Das ist eine nachvollziehbare Entscheidung", sagt Bühnenvereinschef Rolf Bolwin im Interview mit der Süddeutschen Zeitung zur Debatte um die Benennung von Sasha Waltz als künstlerische Leiterin des Berliner Staatsballetts.

"Dercon ist alternativlos"

Berlin, 16. September 2016. "Ganz ehrlich: Das weiß ich genauso wenig wie Sie", antwortet Tim Renner auf die Frage, ob er auch in Zukunft noch im Amt sein werde. Im Interview mit Andreas Fanizadeh und Jens Uthoff von der taz (16.9.2016) präsentiert sich Berlins aktueller Kulturstaatsekretär bescheiden. "Ich denke über die Zukunft der Kultur in Berlin nach. Das ist mein Job."

Der BER-Fluch

15. September 2016. Der Kulturetat wächst, die Freie Szene kriegt 50 Prozent mehr Geld, auch in der Museumslandschaft läuft vieles richtig, zählt Jens Bisky in der Süddeutschen Zeitung auf und fragt dann: Warum die ganze Unruhe, zum Beispiel um Volksbühne und Staatsballett? Zum Beispiel, weil lange nicht diskutiert worden ist, welche Rolle die Kulturpolitik "in dieser zerklüfteten Landschaft voller Kiezinteressen" spielen sollte.

Bizarre Unterstellungen

15. September 2016. Die Zeitungen setzen sich heute mit der Kritik Claus Peymanns, zum Spielzeitende scheidender Intendant am Berliner Ensemble, an der Berliner Kulturpolitik und seinem Nachfolger auseinander. "Die Forderung des Betriebsrates, das Land Berlin solle für die Entlassenen einen Sozialplan finanzieren, ist nachvollziehbar, Peymanns Attacken sind es nicht", meint zum Beispiel Peter Laudenbach in der Süddeutschen Zeitung. Reese wiederlege zudem dessen Zahlen. "Zwei BE-Schauspielern hat Reese nach eigener Auskunft Festengagements angeboten."

Berlin ist nicht satisfaktionsfähig

14. September 2016. In der Berliner Kulturpolitik brodelt es weiter. Nach dem nicht abflauen wollenden Streit um die Berufung von Chris Dercon zum Nachfolger von Frank Castorf als Intendant der Volksbühne, protestieren nun Tänzerinnen und Tänzer des 2004 fusionierten Berliner Staatsballett gegen die Berufung der Choreographin Sasha Waltz zur Ko-Intendantin ihrer Compagnie ab 2019. Wir berichteten. Aus den Presseberichten zu der Angelegenheit lässt sich eine Menge lernen. Wir haben deshalb eine ausführliche Presseschau erstellt.

s="text_titel_ohne_autor">Im Einparteienstaat

Zur Situation des Theaters in Ungarn schreibt Stephan Oszváth auf der Seite des Deutschlandradios (10.9.2016 - hier gibt's den Beitrag zum Nachhören):