An der Küste der Ahnungslosen

26. März 2015. Helmut Schödel von der Süddeutschen Zeitung (25.3.2015) hat sich nach Rostock begeben und sieht das dortige Theater im "Würgegriff kulturferner Politikfunktionäre". Hier laufe es anders als in Provinzorten wie Hof oder Plauen, die unter schwierigen Bedingungen "Kunst Marke Eigenbau" pflegten, und damit ihren Teil zum Erhalt der deutschen Theaterlandschaft als Teil des immateriellen UNESCO-Kulturerbes beitragen.

Wird ein Kurator Castorf-Nachfolger?

Berlin, 26./27. März 2015. Noch weiß niemand offiziell und genau, um wie viele Jahre Frank Castorfs Intendantenvertrag an der Berliner Volksbühne verlängert wird. Seit seinem Interview mit der Zeit steht allerdings fest, dass es nur eine "kleine Verlängerung" von ein, zwei, drei Jahren sein wird. Im Berliner Tagesspiegel plaudert Rüdiger Schaper heute aus, wer sein Nachfolger werden könnte und was das für die Theaterlandschaft bedeuten würde.

Schmerzensgeld für Übersetzer?

24. März 2015. Der FAZ-Rezensent Andreas Rossmann schrieb über die Münsteraner Corneille-Inszenierung Der extravagante Liebhaber, dass eine "hemdsärmelige Übersetzung hergestellt" wurde. Nun meldet sich der gemeinte Übersetzer, Rainer Kohlmayer, zu Wort. In einem Leserbrief an die FAZ widerspricht er der "Hemdsärmeligkeit", denn das Theater habe seinen Text um zwei Drittel gestrichen.

Ohne Dosenbier und Bengalos

22. März 2015. Im Deutschlandradio tritt Michael Laages Thesen des Literaturwissenschaftlers Hans Ulrich Gumbrecht aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (15.3.2015) entgegen. Gumbrecht hatte unter der Überschrift "Das Theater ist am Ende" u.a. argumentiert, dass das Theaterschreiben passé sei.

Magier, Weiser, Heiliger und so weiter

21. März 2015. Die Zeitungen gratulieren Peter Brook zum 90. Geburtstag.

Autor kommt von Auto

19. März 2015. In der Süddeutschen Zeitung porträtiert Mounia Meiborg den Dramatiker Wolfram Lotz, der sich selbst einen "Mittelschichtsburschi" nennt und Stücke von sagenhaftem Größenwahn schreibt.

Kultivierung des eigenen Nein

 19. März 2015. "Soll nach 25 Jahren schon Schluss sein?", so ist das Interview übertitelt, das Peter Kümmel mit Frank Castorf geführt hat und mit dem die Zeit ihr Feuilleton aufmacht.

Lasst die Kirche im Adorno-Dorf!

von Wolfgang Behrens

19. März 2015. Schlittert die Oper als Gattung in eine Krise, in der das Theater in Wuppertal schon längst ist? Wer weiß am besten über "Baal" Bescheid? Und wie kommentiert eine Theatertreffen-Jurorin die eigene Auswahl? Ein Blick in die aktuellen Theatermagazine.

Digitale Furore

18. März 2015. Der Dortmunder Schauspielintendant Kay Voges "und sein nur 16-köpfiges Ensemble arbeiten am Theater der Zukunft und sorgen für Furore", berichtet Cornelia Fiedler in der Süddeutschen Zeitung. "Dass sich ein Theater derart intensiv und neugierig an die Erschließung neuer Räume zwischen Bretterbühne und Touchscreen macht, ist bundesweit einmalig – zumindest an großen Häusern, die freie Theaterszene ist da innovativer", schreibt die SZ-Kritikerin.