Heimweh und andere Herzensdinge

24. Juli 2015. Am morgigen Samstag endet mit der Vorstellung von "Hiob" Johan Simons' Intendanz an den Kammerspielen München. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung zieht er eine kleine Bilanz und spricht über Herzensdinge.

Das Regietheater hat sich zu Tode gesiegt

22. Juli 2015. Nachdem die Theaterkritikerin der Süddeutschen Zeitung Christine Dössel vor einigen Tagen den Urheberrechtsstreit um Frank Castorfs "Baal"-Inszenierung noch einmal aufrollte (hier die Presseschau), legt heute der Literaturkritiker Christopher Schmidt an selbigem Ort zu selbiger Causa nach. Anders als Dössel, die sich für eine Reform des Urheberrechts im Geiste des neuen Regietheaters aussprach, kümmert sich Schmidt um die Autorenrechte.

Sie haben's drauf, die Belgier

von Wolfgang Behrens

Juli 2015. Der Poststreik hätte die Magazinrundschau in diesem Monat beinahe verhindert: Die entsprechenden Hefte jedenfalls sind bis heute nicht beim Rundschauer im Briefkasten gelandet. Mit geliehenen Exemplaren kann dem Notstand nun kurz vor Monatsende abgeholfen werden.

Wer die Schwächeren sind

19. Juli 2015. "Im Fall von Castorfs 'Baal' hat die Kunstfreiheit eine schwere Niederlage erlitten", konstatiert Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung. "Mal davon abgesehen, dass Brecht selber ein großer 'Remixer' und Fremdtext-Sampler war", müsse die Frage gestellt werden, warum "das Urheberrecht eines weltberühmten, fast 60 Jahre toten Autors" eigentlich so viel mehr wiege als "die Freiheit eines nicht minder großen Regisseurs, sich als Künstler damit auseinanderzusetzen". "Zumal er dies ja ernsthaft tut, ohne Verballhornung und Zersetzungswut."

Hoffnung auf Schockwirkung

18. Juli 2015. Nur ein Fünftel der in den USA auf Theaterbühnen zur Aufführung gebrachten Stücke stammen aus der Feder von Frauen. Das zeigt eine Studie, von der Cara Buckley in der New York Times vom 15. Juli berichtet.

Jesus Christ Nachwuchsstar

Trier, 15. Juli 2015. Das Theater Trier hat den ersten "Musical Award Trier" für junge Regie und Bühnengestaltung ausgelobt. Das berichtet der Trierer Volksfreund. Eine Nachwuchsregisseurin oder ein Nachwuchsregisseur samt Team (Altersbeschränkung 35 Jahre) dürfen sich mit eigenen Konzepten für eine Umsetzung der Andrew Lloyd Webber-Rockoper "Jesus Christ Superstar" bewerben.

Exemplarischer Fall?

9. Juli 2015. Im Regionalteil der Süddeutschen Zeitung beschrieb Udo Watter (bereits am 3. Juli) die Nöte des von der Insolvenz bedrohten Jungen Schauspiel Ensembles München, seit zehn Jahren Teil der Freien Szene der bayerischen Landeshauptstadt: Es fehlten akut 70 000 Euro, "die wir benötigen, um aktuelle Verpflichtungen wie Honorare, Tantiemen und Aufführungskosten schnellstmöglich bezahlen zu können", zitiert Watter den Gründer, Regisseur und Geschäftsführer des Ensembles Michael Stacheder.

Kampf der Werte - mit ungleichen Mitteln

8. Juli 2015. In der Frankfurter Rundschau (6.7.2015) schreibt Inna Hartwich über die Schwierigkeiten der Freien Theaterszene in Moskau.

Das wegsickernde Stammpublikum

8. Juli 2015. Stephan Speicher fragt sich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (7.7.2015) was etwa aus der neuen Musik (jenseits der Richard Strauss-Schwelle) werden soll, wenn das von der Dramaturgie inhaltlich gelenkte Abonnement und die ebenso pädagogisch gezielten Angebote der Publikumsorganisationen aus der Mode kommen.