Freitag, 28. November 2014

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Theaterbrief aus Lettland 2 – Zum aktuellen Stand der nationalen Dramatik

Der Durst nach Dramatik

von Inga Fridrihsone

Riga, April 2010. Der begehrteste Schriftsteller der Vorkriegszeit, der unter dem sowjetischen Regime zu einem der wichtigsten kommunistischen Funktionäre im besetzten Lettland wird und unter anderem die Deportationsbefehle für seine Landesgenossen unterzeichnet; eine melancholische Dichterin der Moderne, deren von Kunst durchströmtem Leben im Jahre 1906 die prosaische Realität der unruhigen Nachrevolutionszeit entgegengesetzt wird; eine lettische Familie in den Winden und Stürmen des 20. Jahrhunderts. Das sind keine Kapitel aus einem lettischen Geschichtsbuch, sondern die Protagonisten in den aktuellen Aufführungen lettischer Gegenwartsdramen am Nationaltheater in Riga.

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Theaterbrief aus Lettland 1 – Theater in Krisen-Zeiten zwischen Kompromiss und zaghaftem Aufbruch

Die Hoffnung liegt im Dirty Deal

von Inga Fridrihsone

Riga, Januar 2010. Wie jedes Jahr wurde am 23. November 2009 der lettische Theaterpreis verliehen. In den wichtigsten Kategorien wie etwa Regisseur und Inszenierung des Jahres ging der Preis an das Neue Theater Riga (JRT), an dessen künstlerischen Leiter, den Regisseur Alvis Hermanis, und die Schauspieler für die Inszenierungen "Marta aus Zilaiskalns" und "Der Großvater". In seiner Rede sagte Hermanis, die Letten könnten stolz auf ihre Theaterkultur und insbesondere auf ihre Schauspieler sein, das könne er angesichts seiner großen Auslandserfahrung sicher behaupten. Wir seien nicht nur das Volk der Sänger, wie wir uns häufig bezeichnen. Das Volk der Theaterspieler seien wir ebenso.

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