Dienstag, 02. September 2014

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Theaterbrief aus Brasilien (4) – Das Land ist in Aufruhr und mittendrin sucht Regisseurin Karin Beier Echos deutscher Geschichte in der Fremde

Im Kolonisations-Verein

von Michael Laages

Juli 2013. Brasilien kann sehr kalt sein. Acht Grad zeigt das Thermometer dieser Tage in den Morgenstunden etwa auf der Avenida Paulista, der alten Repräsentationsmeile im reichen São Paulo; und wer in den Eingangsportalen der Banken oder unter dem hoch gebauten Kunstmuseum der Architektin Lina Bo Bardi einen Schlafplatz findet, wird sich nah am Gefrierpunkt wähnen.

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Deutsch-brasilianische Grenzgänge – Ein Theaterbrief aus São Paulo

Der nahrhafte Rest

von Michael Laages

São Paulo, August 2010. In den besten Familien kommt das ja vor: zwei Kulturen, im Körper und im Kopf. Und es ist auch gar nichts Besonderes daran - die Eltern zum Beispiel von Nathalie Suck, die auf der Bühne "Fari" heißt, hatten halt mit dem Wirtschaftsboom der 60er und 70er Jahre Deutschland verlassen, um anderswo auf der Welt das kleine (und vielleicht eben etwas größere) Glück der modernen Arbeitswelt zu finden. Und so wurde der Vater Einkaufsleiter bei einem der großen deutschen Autobauer, die in Brasiliens Wirtschaftsmetropole Sao Paulo Filialen eröffneten, um von dort aus oft ganz Latein- oder Südamerika mit Autos und Zubehör zu versorgen.

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Brief aus Brasilien – Wenn ich mir was wünschen dürfte ...

Liebes neues Jahr!

Vera Cruz (Itaparica/Bahia), 26.12.2008. Das haettest Du Dir auch nicht gedacht, dass ausgerechnet Du dieses kleine Deutschland im Zustand des Abstuerzens uebernehmen musst, nicht wahr? Darum wirst Du genug zu tun haben damit, den oekonomischen Dreck aufzuraeumen, den die fuehrenden Gangster des herrschenden Kapitalismus gerade angerichtet haben; gerade so, als waeren sie "agents provocateurs" im Geiste des so gern und so oft totgesagten Privat-Philosophen aus Trier, dessen "Marxismus" auf einmal (Ironie dieser schlimmen Geschichte) wie bewiesen daher kommt. Haetten wir nur besser aufgepasst und nachgefragt, wenn die Lehrer in Gemeinschaftskunde frueher immer sagten, Wirtschaft sei so schwierig und eigentlich ja nicht zu erklaeren.

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Fast schon vertrauter Austausch unter Fremden: Das deutsche Kulturfest tourt durch Brasilien

Franz, der Frosch, in Fortaleza

von Michael Laages

São Paulo, Juli 2008. Weit rum gekommen ist sie ja schon – aber ob Cora Frost wohl jemals zuvor in Brasilien Geburtstag gefeiert hat? Jetzt war das gerade so – die Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin, eine der eigenwilligsten und deshalb bedeutendsten Chanson-Frauen im deutschsprachigen Raum, gehört zum "Kulturfest", das seit Anfang Juli durch Brasilien reist. In vierzehn Städten zwischen Blumenau im tiefen Südosten und Belém im nordwestlichten Amazonas-Delta wird sie Fausts Gretchen spielen und singen.

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