Die Panels bei "Theater und Netz. Vol. 4"

Mai 2016. Unter dem Schwerpunkt "[Digitale] Bühnen des Extremismus" veranstalteten nachtkritik.de und die Heinrich Böll Stiftung am 8. Mai 2016 in Berlin die vierte Auflage der Konferenz "Theater und Netz". Die Diskussionsveranstaltungen des Tages wurden live gestreamt. Die Mitschnitte der Panels stehen hier zur Nachschau zur Verfügung. Arne Vogelgesangs Performance "Medienkompetenztraining für Propaganda-Einsteiger" kann aus rechtlichen Gründen nicht als Mitschnitt veröffentlicht werden. Das gesamte Konferenzprogramm finden Sie unter www.theaterundnetz.de.

[Digitale] Bühnen des Extremismus

Berlin, 6. Mai 2016. In dieser Sammlung finden Sie eine Auswahl von Texten zu den Diskussionsschwerpunkten der Konferenz "Theater und Netz. Vol. 4" von nachtkritik.de und der Heinrich Böll Stiftung am 8. Mai 2016 in Berlin. Sie präsentiert Linkhinweise und Beiträge, die nachtkritik.de in kontinuierlicher Auseinandersetzung mit den Konferenzthemen in den letzten Jahren veröffentlicht hat. Alles über das diesjährige Tagungs-Programm von "Theater und Netz" finden Sie auf der Konferenzwebsite www.theaterundnetz.de.

 

Theaterblogs, Social Media & Theater

Das Barcamp "Theater und Internet" am Thalia Theater Hamburg – von Esther Slevogt (11/2012)

Über Theaterblogs, ihre Schwierigkeiten und ihre Chancen – von Georg Kasch (5/2013)

Krise, welche Krise? Zur vermeintlichen und tatsächlichen Krise der Theaterkritik (und Theaterblogs) in Großbritannien – von Andrew Haydon (10/2013)

Second Stage. Übersicht zur ersten Twitter-Theater-Woche (12/2013)

Twitterflegel. Gesammelte Tweets zum Live-Twitter-Experiment des Münchner Residenztheaters (12/2013)

Twitter und Theater – Wie die Sozialen Medien im Theater funktionieren (könnten) – von Anne Peter (4/2014)

Kulturmanagement-Blog von Christian Henner-Fehr (Linkhinweis)

Liste aller Beiträge zur Blogparade #TheaterImNetz – von Kulturfritzen (Linkhinweis, 11/2015)

Zum Bloggercafé auf der #tn16 – von Kulturfritzen (Linkhinweis, 4/2016)

 

Theater trifft Politik. Politisches Theater in der Postdemokratie

Zu Nicolas Stemann und seinen Inszenierungen – Lexikoneintrag

Borgen – Nicolas Stemann bastelt sich an der Berliner Schaubühne aus der erfolgreichen dänischen TV-Politserie ein Postdemokratie-Seminar – Nachtkritik von Anne Peter (3/2016)

Jürgen Trittin im Gespräch mit Liane von Billerbeck über Nicolas Stemanns "Borgen" – Radiokritikgespräch auf Deutschlandradio Kultur (Linkhinweis, 3/2016)

 

[Digitale] Bühnen des Extremismus

Kolumne: Aus dem bürgerlichen Heldenleben – über Volkstribune auf YouTube und im Theater – von Esther Slevogt (2/2016)

 

Hass auf allen Kanälen. Die offene Netzgesellschaft und ihre Feinde

Small Town Boy – Falk Richter entwirft am Maxim Gorki Theater ein Gegenbild zum homosexuellen Coming Out – Nachtkritik von Simone Kaempf (1/2014)

FEAR – An der Schaubühne Berlin schickt Falk Richter seine Darsteller in die linksintellektuelle Blase – Nachtkritik von Georg Kasch (10/2015)

AfD-Sprecher filmt "Fear" an der Schaubühne und fliegt beinahe raus – Meldung (11/2015)

Schaubühne Berlin wehrt sich gegen rechte Kritik an "Fear" – Meldung (11/2015)

Kolumne: Queer Royal – über Widersprüche der Konservativen – von Georg Kasch (12/2015)

 

Bastion der Mitte oder Ort des Gegendiskurses. Quo vadis, Theater?

Offener Brief zur Krise der Mehrspartenhäuser und des Theaters Plauen-Zwickau – Meldung zum Offenen Brief von Roland May (4/2015)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XX - Das Ensembletheater? Nur noch romantische Erinnerung! – von Matthias Weigel (4/2015)

Berlins Regierender Bürgermeister Müller präsentiert Frank Castorfs Nachfolger - Kommentar zur Ernennung von Chris Dercon zum Intendanten der Volksbühne – von Christian Rakow (4/2015)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXI – Warum Ensembletheater tragende Säulen der deutschsprachigen Theaterlandschaft sind – von Thomas Bockelmann (5/2015)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXII – Teamleitungen als Chance für reaktionsschnelle und lernfähige Theaterhäuser – von Esther Boldt (6/2015)

Stadttheaterdebatte XXIII – Die Dramaturgin Sabine Reich fordert das Theater dazu auf, seinen gymnasialen Habitus abzulegen – von Sabine Reich (10/2015)


Theater und Netz

Theater und Internet – Eine Expedition in die Tiefen des world wide web auf der Suche nach dem Theater – von Esther Slevogt (12/2001)

Mikro-Heroen. Theater als Text- und Themenmixmaschine, als Jetztzeitsurfsitzung mit 17 offenen Browserfenstern, als "Mashup-Pop" – von Jörg Albrecht (5/2008)

Die Dauerpräsenz des Publikums im Internetzeitalter und seine Folgen für das Künstlerbild – von Ina Roß (4/2013)

Thesen zur Konferenz "Theater und Netz. Vol. 1" – ein Bullshit-Bingo, umkleidet von dreißig Thesen – von Christoph Kappes (5/2013)

Übersicht zur Konferenz "Theater und Netz Vol. 1" im Mai 2013 in Berlin (5/2013)

Übersicht zur Konferenz "Theater und Netz Vol. 2" im Mai 2014 in Berlin (5/2014)

Auf dem Weg zum agilen Theater. Debatte um die Zukunft des Stadttheaters VIII – ein Vortrag zum nächsten Theater – von Ulf Schmidt (1/2014)

Wider den sozialen Druck des Konformismus. Rede zur Eröffnung des Festivals Theater der Welt 2014 in Mannheim – von Jacob Appelbaum (5/2014)

Wissen und Gewissen – Im Schattenreich der Überwachung. Eröffnungsrede zum Dresdner Theaterfestival "Parallel Lives" – von Ilija Trojanow (6/2014)

Deutsche Bühne und kalifornische Ideologie. Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XVIII – Über die Wiedergeburt des Theaters aus der Rhetorik des Digitalen – von Ulf Otto (10/2015)

Zeiten der Selbstermächtigung. Vortrag über die Situation des Feuilletons, des Theaters und der Theaterkritik unter den Bedingungen des digitalen Epochenwechsels – von Esther Slevogt (12/2014)

 

Mehr Beiträge finden Sie im Lexikon-Eintrag: Internet und Theater.


cover brennen ohne kohleDie Heinrich Böll Stiftung, Partner von nachtkritik.de in der Konzeption und Durchführung der Konferenz, hat zur 2014er-Ausgabe von "Theater und Netz" den Sammelband Brennen ohne Kohle herausgebracht. In kulturpolitischen Aufsätzen und Recherchen werden die Finanzierungskrise der Stadttheater und der Freien Szene eingehend beleuchtet und Visionen einer künftigen Theaterarbeit diskutiert. Der Band ist auf der Tagung am 8. Mai 2016 in der Heinrich Böll Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte, erhältlich. Hier die Vorschau auf das Buch.

 

Zweifel in Flaschen

von Claudia Wahjudi

Berlin, 3. April 2016. Töten und getötet werden, verschwinden oder zurückbleiben: Rabih Mroués Stücke und Performances verhandeln Überlieferungen von Kriegen und Konflikten im Nahen Osten. Der Künstler glaubt keiner, noch nicht einmal seiner eigenen, wie seine Retrospektive durchaus mit feinem Humor plausibel macht.

Der kategorische Imperativ des Spektakels

von Nishant Shah

September 2015. Unsere Digitaltechnologien sind vor allem Systeme des Beobachtens und Observierens. Wie es in Abwandlung eines alten philosophischen Problems witzelnd heißt: "Wenn im Wald ein Baum umfällt und niemand ist da, der es twittert, ist der Baum dann auch wirklich umgefallen?" – so scherzhaft das klingen mag, ist doch wahr daran, dass wir in einer panoptischen Blickwelt leben. Ob es nun die ubiquitären Kameras in unseren Smartphones sind, Dronen am Himmel, Überwachungssysteme, die unsere Informationsflüsse kontrollieren, oder Satelliten, die noch unsere Schlafzimmerfenster ausspähen können: Wir leben in einer Kultur der gegenseitigen Überwachung und Beobachtung, deren Zwang zur Observierung einen wiederum kontrollbedürftigen Datenüberschuss generiert, welcher zusammen mit der ständig wachsenden Zahl von Zuschauern, die uns beobachten, unser Leben in lauter Schauspiele verwandelt hat. Diese präsentieren sich in Form zerstückelter und dekontextualisierter Inszenierungsfragmente, die sich zwar noch zu längeren Narrativen verknüpfen lassen, aber meist mehr schlecht als recht einzig von Algorithmen der Verteilung, Speicherung und Kuratierung zusammengehalten werden.

"Trostpflaster werden nicht vergeben"

Videointerview von Christian Rakow

Franz Wille, Leitender Redakteur von "Theater heute" und Auswahljuror der Mülheimer Theatertage

 

Berlin, 2. März 2016. Franz Wille ist leitender Redakteur des Fachmagazins "Theater heute" und seit 1993 mit zwei Unterbrechungen (2003-2004 und 2011-2013) Auswahljuror der Mülheimer Theatertage. 2016 vertritt er das Auswahlgremium als Sprecher in der Preisjury für den Mülheimer Dramatikerpreis. Im Interview mit nachtkritik.de spricht Franz Wille u.a. über performative Textformen, die Vorzüge des Stadttheaters gegenüber der Freien Szene und über den Hit der Saison "Terror" von Ferdinand von Schirach, der nicht nach Mülheim eingeladen ist. Das Interview fand in der Bahnhofsmission des Berliner Hauptbahnhofs statt.

Mehr zu den sieben Stücken, die 2016 um den Mülheimer Dramatikerpreis konkurrieren.

 

"Damit möchte ich nichts zu tun haben"

von Sascha Westphal

17. Februar 2016. Mehr als neun Monate hat die Suche nach einem neuen Intendanten für das Schauspielhaus Bochum gedauert. Gerüchte kursierten, viele klangen nach Verlegenheitslösungen. Insofern war es schon eine Überraschung, als der Verwaltungsrat des Schauspielhauses am 5. Februar Johan Simons als Nachfolger von Anselm Weber präsentierte. Johan Simons soll das in den vergangenen Jahren ins Schlingern geratene Haus wieder auf Kurs bringen. Sein Konzept: ein "Haus der Kulturen". Über seine Pläne für ein "europäisches Theater" hat Johan Simons mit Sascha Westphal gesprochen.

Die digitale Bühne ist eröffnet

von Sascha Ehlert

Berlin, 8. Februar 2016. Brennende Türme, brennende Fahnen, Abu Ghraib. Burkas, maskierte Kriegsmänner, Schwarz-Weiß-Aufnahmen von einem Bombenangriff: Willkommen in der Welt der Familien Montague und Capulet. Was für ein bedrückender Einstieg! Manuel Braun heißt der Regisseur (arbeitete bisher unter anderem am Münchner Volkstheater) und Videokünstler, der mit seiner "Romeo und Julia"-Inszenierung die Stimmung von der ersten Szene an tief in den dunklen Keller drückt. Betende Muslime, gehängte Simpsons, dazwischen ein Satz: "She loved him and he loved her, but it wasn't that simple." Und die Wiener Sängerin Anja Soap & Skin singt über eine elektronisch-melancholische Ambient-Produktion des Berliner Musikers Apparat: "Neither ever, nor ever, goodbye, goodbye", derweil man im Browser hinauf und hinab scrollt.