Montag, 24. November 2014

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Deutschstunde – Johan Simons bringt den berühmten Nachkriegsroman von Siegfried Lenz auf die Bühne des Hamburger Thalia Theaters

Stürzende, schiebende, rutschende Körper

von Katrin Ullmann

Hamburg, 22. November 2014. Nasser Sand und schwere Brandung, angriffslustige Lachmöwen und der Rhythmus der Dünung. Da ist ein Gewitter über dem Meer, da fallen Bomben in die See, pfeift der Wind über den Deich: In dem fiktiven Dorf Rugbüll irgendwo in Schleswig-Holstein spielt der großartige und wohl bekannteste Roman des Anfang Oktober verstorbenen Siegfried Lenz: die "Deutschstunde" aus dem Jahre 1968. Der Regisseur Johan Simons, Intendant der Münchner Kammerspiele und außerdem Deich liebender Niederländer, hat den Roman am Hamburger Thalia Theater auf die Bühne gebracht. Ganz ohne Sand, Brandung und Gewitter. Ganz ohne Meer, Wind und Bomben. Nur ein bisschen Möwengeschrei, knarzende Bohlen und Windmühlenschlag sorgen (akustisch) für küstennahe Atmosphäre.

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Amphitryon – Katharina Thalbach inszeniert am Berliner Ensemble einen Verwechslungsslapstick nach Kleist, Molière und Plautus

Knilch in Unterhosen

von Eva Biringer

Berlin, 22. November 2014. Dieser Tage empört sich die Welt über die sogenannten Pick-up-Artists, Männern, die im Rudel losziehen, um Frauen "klarzumachen." Wenigstens die Mythologie gibt diesen selbsternannten Herzensbrechern Recht. Göttervater Zeus (lateinisch Jupiter) brach in Gestalt eines Schwans oder Stiers den Willen selbst der keuschesten Damen.

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Deutschland. Wunder und Wunden – Am Staatstheater Cottbus spannt Mario Holetzeck Stücke von Mario Salazar und Andres Veiel vor einen Karren

Wutbürger aller Milieus, vereinigt euch!

von Wolfgang Behrens

Cottbus, 21. November 2014. "Warum wird da niemand wütend?", heißt es in Andres Veiels "Das Himbeerreich" einmal. "Wird hier denn keiner wütend?", spricht hingegen, mit einem leichten Dreh ins Hier und Jetzt, der Schauspieler Amadeus Gollner ins Publikum und katapultiert die Frage so in die Realität eines Freitagabends in Cottbus. Für einige Augenblicke geht das Saallicht an – ein Mittel, das nicht zuletzt der Opernregisseur Peter Konwitschny kultiviert hat, um den Zuschauern zu signalisieren: "Hallo, aufwachen! Ihr seid gemeint!"

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Welt-Klimakonferenz – Simuliert von Rimini Protokoll am Deutschen Schauspielhaus Hamburg

Sorry, ich bin Kanada

von Tim Schomacker

Hamburg, 21. November 2014. Die Veränderung des Klimas in einen Theaterabend zu gießen; kein eben leichtes Unterfangen. Doch eigentlich geht es darum nicht. Die neue Produktion von Rimini Protokoll rückt weniger die Klimaveränderungen selbst ins Zentrum als die Konferenzen, die davon handeln, wie diesen Veränderungen zu begegnen ist. Namentlich jene, die als 20. UN-Klimakonferenz demnächst in Perus Hauptstadt Lima beginnt. Zwölf Konferenztage Anfang Dezember werden gewissermaßen im Schnelldurchlauf vorweggenommen. Absichtserklärungen zur geplanten Reduktion von Treibhausgas-Emissionen inbegriffen.

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À corps perdu – In den Münchner Kammerspielen machen Sandra Hüller, Alice Gartenschläger und Tom Schneider ein metaphysisches Tanzstück

Wenn ja, wie viele?

von Isabel Winklbauer

München, 20. November 2014. Der Mensch besteht aus Erinnerung, und diese Erinnerungen stecken thematisch gebündelt in blauen Müllsäcken, die am Bühnenhimmel fest verknotet alle nebeneinander hängen. Sandra Hüller, Tom Schneider und Alice Gartenschläger inszenieren den Menschen als komplexes Puzzle aus Erlebnisfetzen, Klängen, Bildern und Einfällen. Schon die Anordnung des Experiments nimmt gefangen: An einer durchbrochenen weißen Wand klettern die Darstellerinnen herum oder hängen sich mit Knien wie an ein Reck. Ein Stuhl spielt mit, und eine kleine Bühne für Cellistin Philine Lembeck. "À corps perdu" ist eine surrealistische Momentaufnahme des Daseins, voller Humor und auf nette Art unheimlich.

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November und was weiter – Das letzte Kleinod erzählt mit Flüchtlingen Fluchtgeschichten

Ablaufende Hoffnungen

von Andreas Schnell

Geestenseth, 20. November 2014. Im Grunde erzählt "November und was weiter" kaum etwas, was nicht wissen könnte, wer der medialen Berichterstattung zum Thema nicht völlig borniert gegenübersteht. Dass sich hinter den Zahlen aus den Nachrichten Menschen verbergen, die nicht aus Schierschandudel den Weg nach Europa auf sich nehmen, vielleicht mit dem Zweck, "uns" in Europa etwas von unserem vermeintlichen oder realen Wohlstand wegzunehmen. Dass es sehr oft junge Menschen sind, die ihre Familien zurücklassen und für den Weg deren Ersparnisse aufbrauchen, um dann, in Europa angekommen, entweder gleich wieder zurückgeschickt zu werden oder aber nicht tun zu können, was der Zweck der Reise war: Geld für die Daheimgebliebenen verdienen, um deren Armut zu lindern. Dass sie die Flucht als letzten Ausweg sehen, um der ständigen Bedrohung ihres Lebens zu entkommen. Dass der Weg in Richtung Sicherheit erneut eine Bedrohung für ihr Leben bedeutet. Und dass Tausende es nicht bis an ihr Ziel schaffen. All das kann man wissen. Und doch trifft dieses Stück einen Punkt.

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Hotel Lucky Hole – Kornél Mundruczó wühlt am Schauspielhaus Zürich in völkerverbindenden Abgründen

Gesammelte Liebeswerke

von Christoph Fellmann

Zürich, 16. November 2014. Das ist Sex als Arbeit. Wir sehen in eine kleine Wohnung auf ein Sofa, auf dem ein Mann und eine Frau mit der Herbeiführung eines Höhepunkts beschäftigt sind. Sie rütteln und rammeln, doch ist das Machtgefälle zwischen den beiden bald nicht mehr zu übersehen. "Bisschen schneller", sagt er, und "warte warte warte mal". Sie führt aus. Er, das ist der Banker Fritz Steixner (Fritz Fenne); sie, das ist die vor langen Jahren aus Ungarn nach Zürich gekommene Hure Anna (Annamária Láng), beziehungsweise eben die Geliebte des Bankers, der ihr die Wohnung zahlt und mehr. Es fliessen zwischen den beiden Körperflüssigkeiten, Geld und wohl auch ein bisschen Liebe. Wie heisst es so schön: An der Liebe soll man arbeiten.

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Pfisters Mühle – In Stuttgart bringt Armin Petras den frühen Umweltroman Wilhelm Raabes auf die Bühne

Dieses düstre Industriezeitalter

von Steffen Becker

Stuttgart, 15. November 2014. Ein Intendant ist ein armes Schwein: Für alles verantwortlich (gemacht) – für die Inszenierungen seines Hauses, den Etat, das Interieur, die Ausstattung der Bar... Dass er auch noch für Schauspieler in die Bresche springen muss, gehört dagegen nicht unbedingt zum Anforderungsprofil. Doch in Stuttgart zwingt ein Bühnenunfall (Anm. d. Red.: von Wolfgang Michalek; am 21. November gibt das Staatsschauspiel Stuttgart bekannt, dass Michalek auf "für eine längere und momentan noch nicht absehbare Zeit" nicht spielen können wird) am Tag vor der Premiere Armin Petras auf die Bühne seiner Inszenierung von Wilhelm Raabes Roman "Pfisters Mühle". Über Nacht war kein Ersatz zu bekommen. Da steht er nun – ohne Schauspielausbildung, eine Premiere für ihn im doppelten Sinne. Und sie gelingt.

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Verrücktes Blut – Nico Dietrich inszeniert Nurkan Erpulats und Jens Hilljes Hit-Stück in Göttingen als Kooperation zwischen Deutschem und Jungem Theater

Im Migrantenstadl

von Jan Fischer

Göttingen, 16. November 2014. Da stehen sie, die Schauspieler, auf der Bühne, dehnen sich, besprechen sich noch einmal kurz, Kathrin Müller-Grüß legt sich ihr Kopftuch an und wird zu Mariam, Ali Berber überprüft noch einmal den Sitz von Musas schmierigen Haaren, Käppis werden zurechtgerückt, Rucksäcke aufgesetzt. Und schon ist sie fertig, die Problemklasse mit hohem Migrantenanteil.

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Der Spiegel im Spiegel – In Halle inszeniert Jo Fabian einen Abend nach Michael Endes surrealen Erzählungsband

Blutspenden für blutleere Figuren

von Ute Grundmann

Halle, 15. November 2014. Ein Gerichtsverfahren läuft rückwärts. Aussagen, schon gemacht, werden widerrufen. Zeugen, die nichts gesehen haben und den Angeklagten nicht wiedererkennen, finden sich plötzlich in dessen Fesseln wieder. Und über allem schweben zwei riesige, graue Findlinge, die vom Gerichtsdiener wie das Pendel einer Uhr aufgezogen werden. Alles kann wahr sein oder alles ein Traum in Jo Fabians Inszenierung "Der Spiegel im Spiegel" nach Michael Endes gleichnamigem Erzählungsband.

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Peer Gynt – David Bösch schickt Henrik Ibsens Helden am Münchner Residenztheater auf Weltreise zum Vulgärkapitalismus

Von einem, der auszog, das Ausbeuten zu lernen

von Tim Slagman

München, 14. November 2014. Ein Wald aus giftgelben Kreuzen, zum Glück nur ein Lichtbild, fällt auf diesen armen, bleichen Kerl in der Mitte der Bühne. Dann läuten die "Hell's Bells" von AC/DC den Einmarsch des "Mageren" ein, auf seinem Gitarrenkoffer trägt dieser Teufel in Priestergestalt auch ein Kreuz, freilich ein umgedrehtes, das Signum des Satans. Starke Zeichen sind das allesamt, die aber bloße Verdopplungen der szenischen Situation und der Funktion der Figuren darin darstellen.

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Detroit – Caro Thum befreit Lisa D'Amours Amerika-Porträt in Münster von allem überflüssigen Ballast

Ein Vorstadt-Endspiel

von Sascha Westphal

Münster, 14. November 2014. Mit einmal gibt es kein Halten mehr. Die Worte sprudeln nur so aus Sharon heraus. So etwas hatte sie bisher noch nie erlebt. Ihre neuen Nachbarn, das ein paar Jahre ältere Ehepaar Mary und Ben, haben sie und ihren Freund Kenny zu sich in den Garten eingeladen. Eine Grillparty, wie sie doch einst so charakteristisch für das Leben der US-amerikanischen Mittelschicht war.

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Land der ersten Dinge – Nino Haratischwilis deutsch-slowakisches Alters- und Erinnerungsstück am DT Berlin von Brit Bartkowiak uraufgeführt

Repression, Schuld, Vergessen

von Simone Kaempf

Berlin, 14. November 2014. Im wirklich schönen Schlussbild dieses Abends blitzt so etwas wie eine Utopie auf. Der Vorhang auf der Rückwand reißt auf und eine opulente goldbraune Wüstenlandschaftstapete ist zu sehen, auf der eine Straße bis weit an den Horizont führt. Als wurde da eine schnurgerade Schneise durch eine abseitige Steppenlandschaft geschlagen, ein Weg, der in die unendliche Ferne reicht.

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Die Schutzbefohlenen – In Bremen macht Mirko Borscht ordentlich Flüchtlings-Radau mit Elfriede Jelinek

Polternd fallende Pappkameraden

von Andreas Schnell

Bremen, 14. November 2014. Schon wieder Jelinek in Bremen: Nach den Uraufführungen von Aber sicher! und Tod-krank.doc sowie "FaustIn And Out" als Teil von Faust hoch Zehn gab es nun "Die Schutzbefohlenen", im vergangenen Jahr von Jelinek als Reaktion auf Flüchtlingsproteste in Wien und den tausendfachen Flüchtlingstod im Mittelmeer geschrieben und in Bremen als zentrale Inszenierung des Schwerpunkts "in transit?" platziert, der sich mit Flucht und Migration befasst. Zum zweiten Mal nach "Tod-krank.doc" war es Mirko Borscht, der sich der Sache annahm und diesmal eine angemessenere Form fand, mit den berüchtigten Textflächen umzugehen, ohne dabei seinen Hang zu Nebel, Groteske, Heavy Metal und ausgefallenen Raumeinfällen zu vernachlässigen.

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Untitled (2014) – Xavier Le Roy performt auf PACT Zollverein in Essen Gedächtnisverlust und die Neuerfindung der Bewegung

Lost in Amnesia

von Friederike Felbeck

Essen, 14. November 2014. Ein schlaksiger Mann tritt vor das Publikum und entschuldigt sich mit leiser Stimme. Er leidet an periodisch wiederkehrendem Gedächtnisverlust und kann den Vortrag des heutigen Abends nicht wie ursprünglich geplant halten. Er hält einen Programmzettel in den Händen, aus dem er vorliest. Der Text beschreibt eine Performance, die hätte stattfinden sollen. Ratlosigkeit steht auf seinem Gesicht, er verhaspelt sich, kratzt sich am Kopf, fährt mehrfach mit der Hand über seinen Mund und schlägt vor, man könne ja gemeinsam die Vorstellung rekonstruieren.

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Seid nett zu Mr. Sloane – Nurkan Erpulat reanimiert am Gorki Theater Berlin Joe Ortons Provo-Boulevardstück

The Tod must go on

von Wolfgang Behrens

Berlin, 13. November 2014. Das erste Mal seit langem wieder im Gorki Theater gewesen. Irgendeine Repertoirevorstellung. Auf dem Programm steht "Mr. Sloane". Soll vor ewigen Zeiten mal ein Skandalstück gewesen sein. Der Zuschauerraum gähnend leer, ungefähr vier Reihen sind besetzt. Auf der Bühne spielen sie Boulevard, vom Skandal von einst ist nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Man amüsiert sich ein wenig, zusammen mit ein paar Unentwegten, die gekommen sind und in den Sitzen lümmeln, und fragt sich, ob das Gorki Theater nicht vielleicht doch das nächste Haus sein wird, das Berlins Kultursenator zum Abschuss freigeben wird.

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Seelenkalt – Im Werk X inszeniert Ali M. Abdullah den Bestseller der "Generation Putin" von Sergej Minajew

Dealer, Dollars, Demokratie

von Martin Pesl

Wien, 13. November 2014. Wladimir Putin ist böse, da sind sich bei uns wohl die meisten einig. Freilich gilt das nicht für eine ganze Menge Russen: Die mögen Putin oder nehmen ihn zumindest als gegeben hin. Das hallt als verstörende Erkenntnis einer Uraufführung nach, die den "Schlüsselroman der Generation Putin" auf die Bühne bringt. Millionen 30-jährige Russen haben ihn seit 2006 gelesen, auf Deutsch hingegen landete Sergej Minajews "Seelenkalt" nur in der Hardcore-Nische des Heyne-Verlags.

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Bei Einbruch der Dunkelheit – Christian Stückl debütiert als Regisseur im Burgtheater mit einem Ständchen für Peter Turrini

Masken statt blöde Gesichter

von Reinhard Kriechbaum

Wien, 13. November 2014. Fast erwartet man, dass sie gleich "Ihr Ratten" oder Ähnliches in die Runde ruft. Tut sie aber nicht, obwohl ihr Regisseur Christian Stückl und sein Ausstatter und Kostümbildner Stefan Hageneier das Outfit von Dame Edna verpasst haben. Stattdessen fordert die alte Dame die sie umgebende, mit messerscharfen Worten bewaffnete Nachmittags-Gartengesellschaft auf, von diesem Werkzeug auch üppig Gebrauch zu machen: "Damit die Konversation an Lebendigkeit gewinnt", wie sie es mehrmals formuliert.

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Haydi! – Familie Flöz widmet sich am Theaterhaus Stuttgart der Flüchtlingsproblematik

Kein Land in Sicht!

von Verena Großkreutz

Stuttgart, 13. November 2014. Sie machen lange Gesichter, schauen melancholisch aus den eng zusammenstehenden Knopfaugen, unter denen übergroße Nasen prangen: Diese Masken sind Markenzeichen der "Familie Flöz". Die internationale Theatergruppe, die 1996 von Hajo Schüler und Michael Vogel gegründet wurde und in Berlin ansässig ist, ist als Pantomimen- und Maskentheater groß geworden – mit skurrilem, bisweilen rabenschwarzem Humor. Fast immer laufen ihre Stücke, ob sie nun "Ristorante Immortale", "Infinita" oder "Hotel Paradiso" heißen, non-verbal ab. Weswegen Familie Flöz mit jeder ihrer Produktionen im Grunde genommen jahrelang durch die Welt ziehen kann. So ist sie zu internationalem Ruhm gelangt.

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Brachland – Dmitrij Gawrischs Stück um ein west-östliches Dreiecksverhältnis wurde von Anestis Azas am Theaterhaus Jena uraufgeführt

Tango zu dritt

von Frauke Adrians

Jena, 12. November 2014. Sie sind zwei von denen, die auszogen, ihr Glück zu machen: die Brüder Ivan, 30, und Oleg, 25. Jetzt kampieren sie auf einer aufgegebenen Baustelle im reichen Westen, ohne Geld, ohne Papiere, ohne Aussicht auf einen Job. Bis die Ärztin Petra, 40, sie aufstöbert. Was folgt, ist ein ungutes Dreiecksverhältnis, zusammengehalten von Abhängigkeit, Berechnung, Lügen, Schuldgefühlen, Missgunst und Gier. Zu besichtigen auf der Unterbühne des Theaterhauses Jena.

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