Mittwoch, 23. Juli 2014

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft XII – Gerald Siegmund über das Ästhetische als spezifische Leistung im theatralen Dispositiv der Gegenwart

Theater als ästhetisches Dispositiv

von Gerald Siegmund

Leipzig, 16. Juli 2014.

1. Theater ist der Ort, an dem Hören und Sehen aufeinander bezogen, Stimme und Blick inszeniert werden sowie Körper und Sprache miteinander in Berührung kommen, um etwas zu produzieren: Gefühle und Affekte, Erkenntnisse und Erfahrungen.

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft XI – Wolf-Dieter Ernst über Technik- und Risikoreflexion im Theater

Performance, Technologie und "tragische Individualisierung"

von Wolf-Dieter Ernst

Leipzig, 16. Juli 2014. Theaterbegriffe wie "Inszenierung", "Katastrophe" und "Tragik" sind "grenzüberschreitend" gebräuchlich und prägen unter andrem Ulrich Becks soziologische Theorie der Weltrisikogesellschaft. Becks Theorie in Kürze: Die selbst-reflexive Moderne inszeniert globale Risiken, worunter er abzuwehrende Katastrophen versteht. Dieser Inszenierungsprozess verlaufe paradox, sodass Risiken gerade dann entstehen, wenn sie zuvor mit technischen Mitteln minimiert werden sollen. Dieser Inszenierungsprozess führe auf seiner Rückseite zur "tragischen Individualisierung". Das heißt, einige wenige profitieren von der Minimierung inszenierter Risiken, während viele auf sich selbst zurückgeworfen sind und die teilweise dramatischen Folgen des Risikomanagements tragen müssen.

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Zum Tod des großen Schauspielers Gert Voss

In den Wunderkammern der Illusion

von Dirk Pilz

Wien, 14. Juli 2014. Er saß da zum Beispiel geschlagene zwanzig Minuten auf einer Kiste, neben Angela Winkler. Sie taten wenig, aber sie äugten, wimperzuckten, fingerspielten gemeinsam, und es schien dabei, als erhebe er jede Regung nur deshalb in schwindelnde Silbenhöhen hinauf, um sie als Blitze aus den heiterste Himmeln herausfallen zu lassen. Das war vor 14 Jahren, er war der Johannes Rosmer in Peter Zadeks Ibsen-Abend am Wiener Akademietheater.

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Das Zentrum für politische Schönheit macht Theater im öffentlichen Raum und fordert Politiker dazu auf, sich als Künstler zu verstehen

"Wir wollten Blut und bekamen Liebe"

von Sophie Diesselhorst

Berlin, 15. Juli 2014. Beim Abhören des Interviews mit Philipp Ruch, André Leipold und Cesy Leonard vom Zentrum für politische Schönheit fällt die Neigung aller Beteiligten zu Slogans auf; kein Mangel an Überschrift-Material. Siehe oben, weitere Beispiele: "Kunst darf Menschenleben retten", "Besinnung auf Humanität ist die stärkste Waffe", "Wir reden von Welt verändern. Von der Korrektur der Welt".

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