Mittwoch, 26. November 2014

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Kommentar – Was das Freihandelsabkommen TTIP für die Kultur bedeutet

Seid misstrauisch!

von Birgit Walter

24. Mai 2014. Der Vorgang könnte sich so abspielen. Ein amerikanischer Produzent kommt nach Berlin und will hier große Oper zeigen. Er mietet ein Theater, engagiert Orchester, Sänger, Regisseure und macht viel Reklame für seine Stücke, denn mit denen will er Geld verdienen. Da lacht der Opernfreund, denn er weiß: Große Oper und selbst großes Theater ist so dermaßen teuer, dass damit im Normalfall keiner Geld verdient, sondern welches ausgibt. Der Amerikaner kommt trotzdem, und zwar mit der Idee, nach Berlin-üblichen Marktbedingungen zu arbeiten. Er verlangt Subventionen, nicht mehr und nicht weniger als die Stadt für die Komische Oper ausgibt oder für das Deutsche Theater. Der Fremde beruft sich auf ein starkes Argument – das Wettbewerbsrecht. Er will nicht schlechter gestellt sein als die Konkurrenz. Berlin hätte unter diesen Rechtsbedingungen zwei Möglichkeiten. Die Stadt könnte aufhören, ihre Staatstheater zu subventionieren oder dem Fremden dieselben Bedingungen gewähren. Beides könnte die deutsche Theaterlandschaft nicht überleben.

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Theater der Welt 2014 – Jacob Appelbaum's opening speech

The social pressure of conformity

by Jacob Appelbaum

23 May 2014. Around the age of nine, my father punished me for following other children thoughtlessly. In doing so, he introduced me to two of my favorite theater pieces, requiring me to read them as part of my punishment: "Rhinoceros" by Eugene Ionesco and "Biedermann und die Brandstifter" by Max Frisch. Both greatly influenced me about the danger of following along without making room to think for oneself, about collective madness in society, about self-certainty, about values and rights, about power and violence but most importantly about loyalty to ideas without reflecting on the larger impact of the actualities at hand.

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Jacob Appelbaums Rede zur Eröffnung des Festivals Theater der Welt 2014 in Mannheim

Wider den sozialen Druck des Konformismus

von Jacob Appelbaum

23. Mai 2014. Ich war neun Jahre, als mein Vater mich dafür bestrafte, dass ich blind anderen Kindern gefolgt war. Er forderte mich auf, zwei Theaterstücke zu lesen, und führte mich so an zwei meiner Lieblingswerke für die Bühne heran: Eugène Ionescos "Die Nashörner" und Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter". Beide Dramen ließen mich erkennen, wie gefährlich es ist, gedankenlos zu tun, was andere vorgeben. Sie vermittelten mir wichtige Erkenntnisse über die Konsequenzen des kollektiven Wahnsinns in der Gesellschaft, über Selbstgewissheit, Werte und Rechte, Macht und Gewalt, aber vor allem über die Treue zu Ideen, ohne die jeweils aktuellen Folgen zu reflektieren.

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Blog – Anonymer nachtkritik.de-Kommentator outet sich auf Youtube!

Anleitung zum Shitstorm

22. Mai 2014. Nachwuchsdramaturg Henning Hartmann ist der Antiheld von Soeren Voimas Theaterbetriebssatire "Die römische Octavia", die Nick Hartnagel im Februar in Hannover uraufgeführt hat. Mit einem Hauptdarsteller namens Henning Hartmann (aus dem Ensemble des Schauspiels Hannover). Verwirrend? Es lauert noch eine Meta-Ebene: Um die Inszenierung herum hat die Figur Hartmann sich im Netz eine zusätzliche eigene Bühne gebaut; und in der gestern erschienenen 21. Folge seines Youtube-Videoblogs legt er offen, wie er "im Kampf für bessere Auslastungszahlen" eine Kommentarkampagne auf nachtkritik.de gestartet hat – Methode im Sinne der Qualitätssicherung/-steigerung NICHT zur Nachahmung empfohlen ...

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