Dienstag, 03. März 2015

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Das Grazer Straßenkunstfestival La Strada 2014

Eine Stadt voller Kunststücke

von Leopold Lippert

Graz, 8. August 2014. Dass Straßenkunst und Figurentheater in der Prestigeskala der performativen Künste nicht gerade an oberster Stelle rangieren, ist bekannt. Zu viel Körperarbeit, zu wenig Bedeutungsproduktion, scheint es; zu viele Fertigkeiten, zu wenig ästhetisches Feingefühl. Dabei stellen gerade diese Formen grundlegende Fragen an das Theatrale: Was unterscheidet einen lebendigen Körper vom bloßen Objekt, und wie kann er sich verändern und verändert werden? Was ist "echt", und was nur Effekt? Was macht einen theatralen Raum eigentlich aus, und was ist das "Öffentliche" daran?

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Interview mit der palästinensischen Theatermacherin Iman Aoun

"Wir können nicht nur von Krieg zu Krieg, von Massaker zu Massaker leben!"

4. August 2014. Seit vier Wochen ist Krieg in Gaza. Er trifft besonders hart eine Zivilbevölkerung, für die es kaum ein Entkommen vor den Bombardements gibt. "Solange Krieg und Zerströrung herrschen, kann man nicht an der Entwicklung einer Zivilgesellschaft arbeiten", sagt die palästinensische Theatermacherin Iman Aoun. Sie ist die künstlerische Leiterin des heute in Ramallah (Westjordanland) ansässigen Ashtar Theaters, das sie gemeinsam mit Edward Mouallam 1991 in Ost-Jerusalem gegründet hat. Seit 1992 unterhält das Theater auch einen Ableger in Gaza, eine Art Workshop-Programm, das sich an Kinder und Jugendliche richtet. Nach dem letzten Gaza-Krieg 2008/2009 entstanden hier 2010 die "Gaza Monologe", in denen Kinder und Jugendliche sich mit ihren Kriegserlebnissen auseinandersetzten. Iman Aoun hat mit Herwig Lewy über ihre Theaterarbeit und die aktuelle Situation gesprochen.

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Blog – Schon wieder! Skandal! In Bayreuth!

Zuerst hieß es, es sei nur eine Panne. Doch was dann herauskam, hat uns wirklich geschockt.

Bayreuth, 26. Juli 2014. Auch wenn niemand zur Eröffnung kommt ("unter ihnen dutzende Prominente wie [...] der Schlagersänger Roberto Blanco", stern.de), schafft man es bei den Bayreuther Festspielen verdammt nochmal in die Schlagzeilen. Und wenn Katharina W. eigenhändig Steinchen ins Getriebe der Hebebühne werfen müsste. Also sollte es verdammt nochmal auch auf nachtkritk.de einen Text geben, der angeklickt wird! Diesmal also: Nach einem "lauten Knall" nach nur 20 Aufführungsminuten wurde die Eröffnung mit Tannhäuser unterbrochen! Erstmals in der Geschichte der Bayreuther Festspiele! Und – nach eigenen Recherchen – weltweit erstmals bei einer Oper, die mit dem Buchstaben T beginnt!

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Blog – Aufregung um Thorleifur Örn Arnarssons "Viel Lärm um nichts" bei den Klosterfestspielen Wettingen im schweizerischen Aargau

Kloster-Schocker

23. Juli 2014. Aktuell herrscht Gleichstand bei der Sommer-Umfrage der Aargauer Zeitung (AZ). "Halten Sie das Stück 'Viel Lärm um nichts' an den Klosterfestspielen Wettingen für zu vulgär?", das ist die Frage. Auf die begeisterte Kritik des Abends von Christian Berzins erhielt das Blatt nach eigenen Angaben eine Menge empörter Leserbriefe, die Thorleifur Örn Arnarssons auch von uns und den anderen Rezensenten gemochte Inszenierung unter anderem als "vulgäre Verarschung von Shakespeare-Stoff" schimpften.

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