Montag, 22. Dezember 2014

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Kommentar – Mecklenburg-Vorpommern macht aus vier Theatern eins

Alles so schön leer hier?

von Nikolaus Merck

18. Juni 2014. Wir dürfen uns nichts vormachen. Stadttheater, wie sie in der Bundesrepublik verfasst sind, gehören zum anachronistischen Bestand einer vergehenden Gesellschaft. Kostümabteilungen, in denen Kostüme zum Teil von Hand gefertigt werden, Tischlereien, Schlossereien, Malsäle, in denen Dekorationen angefertigt werden, hier und da noch ein Rüstmeister für den Waffenfundus, Maskenbildner, Ankleider, Schnürmeister – es ist wunderschön, aber es ist von gestern. In der heutigen Situation bräuchte es einen Willen, einen politischen Willen, diese anachronistischen Inseln zu erhalten. Reservate für aussterbende Handwerke. Darstellungs- und Musikhäuser. Kleine Kraftwerke kollektiven Arbeitens von Handwerkern, Verwaltern, Künstlern und Planern. Pathetisch gesprochen: Romantisch-utopische Einsprengsel in einer ganz und gar ernüchterten Gesellschaft.

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft IV – Nikolaus Müller-Schöll über posttraumatisches Theater und Rabih Mroués Theater der Anderen

Eine Sprache suchen

von Nikolaus Müller-Schöll

Leipzig, 18. Juni 2014. 1. Die Theaterforschung an der Goethe-Universität begreift sich in Forschung und Lehre als kritische Wissenschaft. Der Begriff der kritischen Wissenschaft will dabei auf zweierlei verweisen: 1. Theaterforschung soll hier als kritische Wissenschaft im Sinne der kritischen Theorie gedacht werden. 2. Ihre Grundlage ist auch kritisch in dem erweiterten Sinne, daß selbst noch die Kritik, die ihrer Tendenz nach an die Stelle klassischer Fundierungen treten könnte, einem beständigen Zweifel unterworfen bleiben muß.

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Der Dramaturg Roland Koberg wendet sich anlässlich der Autorentheatertage in Berlin gegen die Kritik an der Autorenförderung

Mehr Stücke sind mehr

von Roland Koberg

12. Juni 2014. Zum Jubiläum ein Hätte-wäre-Gedanke: Wenn die Theater anders wären und nicht mit Dingen, die man kennt, Kasse und Abo machen würden, sondern wenn die neuen Stücke lebender Autors beliebt und erfolgsversprechend wären, dann hätte niemand Autorentheatertage gegründet. Weil dann ja alle Tage Autorentheatertage wären.

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Excess Yourself: Das Hamburger Live Art Festival sucht auf Kampnagel den Exzess zwischen Theater, Musik und Tanz

Weichsingen des Hirns

von Falk Schreiber

Hamburg, 14. Juni 2014. Exzess ist eine gefährliche Sache. An der Bar in der Kampnagel Music Hall hängt jedenfalls ein Ausschnitt aus einer Klatschzeitschrift mit der Überschrift "Beauty-Killer Alkohol", was einem exzessives Verhalten schon im Vorfeld vermiesen soll. Andererseits sind Beauty, Würde, Struktur ohnehin Konzepte, die man mal hinterfragen sollte, und das "Ja!" zum Exzess ist wohl der erste Schritt zu diesem Hinterfragen.

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