Freitag, 24. Oktober 2014

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Begriff Definition
Kalmbach, Heiko

Heiko Kalmbach, geboren 1969 in Freudenstadt im Schwarzwald, ist Theaterregisseur und Videokünstler.

Er studierte Kultur-, Theater- und Filmwissenschaft in Bremen und Berlin sowie Regie an der Filmhochschule der New York University. Er hospitierte und assistierte in Konstanz und Bremen, spielte und inszenierte in der Freien Szene. Seit 1994 entwickelt er eigene Kurzfilme und Videoarbeiten. 2005 war Kalmbach Mitbegründer der Berliner Performance-Gruppe Naturaleza Humana. Sein erster abendfüllender Dokumentarfilm "If One Thing Matters – a film about Wolfgang Tillmans" wurde im Forum der Berlinale 2008 gezeigt. Am Theaterhaus Jena war Kalmbach als Videograph für verschiedene Inszenierungen tätig und arbeitete dabei vor allem mit dem Regisseur Markus Heinzelmann zusammen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Heiko Kalmbach:

Seestücke an der Berliner Volksbühne (11/2009)

Nachtkritiken zu Inszenierungen mit Videoarbeiten von Heiko Kalmbach:

Die Orestie am Theaterhaus Jena (7/2007)

Knock Out am Theaterhaus Jena (11/2007)

Der Sturm am Theaterhaus Jena (7/2008)

Wilhelm Tell am Theaterhaus Jena (7/2009)

Kamerun, Schorsch

Schorsch Kamerun, eigentlich Thomas Sehl, geboren 1963 in Timmendorfer Strand, ist Punk-Musiker, Autor und Theaterregisseur.

Kamerun absolvierte eine Lehre als KFZ-Mechaniker und ist seit der Gründung 1984 Sänger der Hamburger Punkband "Die Goldenen Zitronen". Außerdem betreibt er zusammen mit Rocko Schamoni und Wolf Richter den legendären Hamburger "Golden Pudel Club". Für sein Hörspiel "Ein Menschenbild, das in seiner Summe Null ergibt" erhielt er den Hörspielpreis der Kriegsblinden 2007. In der taz äußerte sich Kamerun im September 2010 zu Fragen der Kulturfinanzierung.


Nachtkritiken zu Inszenierungen von Schorsch Kamerun:

Der kleine Muck an der Berliner Volksbühne (4/2007)

Biologie der Angst am Schauspielhaus Zürich (11/2007)

M.S. Adenauer am Schauspiel Köln (3/2009)

Abseitsfalle am Theater Oberhausen (3/2010)

Vor uns die Sintflut am Thalia Theater Hamburg (9/2010)

Die Ausgedehnten beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel Hamburg (8/2012)

Agora I bei den Wiener Festwochen (5/2013)

Links:

www.schorschkamerun.de

www.die-goldenen-zitronen.de

www.pudel.com

Kann, Juliane

Juliane Kann, 1982 in Mecklenburg geboren, ist Dramatikerin.

Sie studierte Szenisches Schreiben an der UdK Berlin und wurde bereits früh mit Preisen ausgezeichnet, u. a. 2008 mit dem Dramatikerpreis der Deutschen Wirtschaft.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Stücken Juliane Kanns: 

The kids are alright am Staatstheater Stuttgart, R: Seraina Maria Sievi (2/2008)

Birds bei der Langen Nacht der Autoren am Thalia Hamburg, R: Sascha Hawemann (6/2008)

Birds am Theater Osnabrück, R: Tanja Richter (10/2009) 

Wir werden sehen (Stäffele to heaven III) am Staatstheater Stuttgart, R: Frank Abt (3/2010)

Fieber im Maxim Gorki Theater, Berlin (6/2011)

Café Haertel am Theater Osnabrück (3/2011)

Laichen am Staatstheater Mainz (7/2013)

Karge, Manfred

Manfred Karge, 1938 in Brandenburg an der Havel geboren, ist Regisseur, Schauspieler und Autor.

Karge studierte von 1958 bis 1961 an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Von Helene Weigel ans Berliner Ensemble engagiert, begann Manfred Karge dort mit Matthias Langhoff in gemeinsamen Inszenierungen vornehmlich von Brecht-Stücken (etwa "Über die großen Städte" mit dem Songspiel "Das kleine Mahagonny", 1963, "Der Brotladen", 1967) freiere Spielformen jenseits der dogmatischen BE-Spielweise zu entwickeln. 1969 wechselten Karge und Langhoff an die Volksbühne und leisteten dort bis 1978 durch zahlreiche wichtige Inszenierungen (etwa "Die Räuber", 1971, Heiner Müllers "Die Schlacht", UA 1975, Goethes "Der Bürgergeneral", 1977) einen bedeutenden Beitrag zur legendären Ära unter der Intendanz von Benno Besson, die als ein ästhetischer Höhepunkt des Theaters in der DDR gilt.

1978 übersiedelte Manfred Karge in die Bundesrepublik, dort entstanden – weiterhin im Team mit Matthias Langhoff – weitere Regiearbeiten, etwa am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (u.a. "Fatzer", 1978) und nicht zuletzt von 1979 bis 1986 in Bochum bei Claus Peymann (u.a. "Marie. Woyzeck" nach Büchner, 1981, Heiner Müllers "Verkommenes Ufer / Medeamaterial / Landschaft mit Argonauten", UA 1983). In vielen der Inszenierungen wirkte Karge auch als Schauspieler. 1982 wurde in Bochum auch Karges in der Folge sehr erfolgreiches Monolog-Stück "Jacke wie Hose" uraufgeführt. 1986 trennten sich die Wege von Karge und Langhoff, Karge ging mit Claus Peymann ans Wiener Burgtheater. 1993 kehrt Karge nach Berlin zurück, wird dort Professor für Regie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" und wirkt erneut als Schauspieler und Regisseur am Berliner Ensemble.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Manfred Karge:

Furcht und Elend des Dritten Reiches am Berliner Ensemble (3/2009)

Der kaukasische Kreidekreis am Berliner Ensemble (4/2010)

Der "Lukullus"-Skandal am Berliner Ensemble (3/2011)

Vor den Vätern sterben die Söhne am Berliner Ensemble (11/2011)

Vassa Shelesnova am Berliner Ensemble (3/2012)

Nachtkritiken zu Inszenierungen mit Manfred Karge als Schauspieler:

Trommeln in der Nacht am Berliner Ensemble (8/2007)

Frühlings Erwachen am Berliner Ensemble (12/2008)

Trilogie der schönen Ferienzeit am Berliner Ensemble (12/2009)

Meldungen zu Manfred Karge:

Wiedervereinigung des Regieduos Karge/Langhoff am BE vorerst gescheitert (9/2012)

Kaschig, Matthias

Matthias Kaschig, geboren 1976 in Freiburg im Breisgau, ist Regisseur.

Von 1998 bis 2002 studierte er Schauspiel-Regie in Hamburg, war danach Regieassistent am Staatstheater Stuttgart. Seit 2004 arbeitet Kaschig als freischaffender Regisseur an unterschiedlichen Theatern in Deutschland und der Schweiz.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Matthias Kaschig:

Yvonne, Prinzessin von Burgund am Stadttheater Bern (4/2008)

Die ganzen Wahrheiten (UA) am Theater Osnabrück (9/2008)

Der goldene Drache (Schweizer Erstaufführung) am Stadttheater Bern (9/2009)

Parzival (Schweizer Erstaufführung) am Stadttheater Bern (12/2010)

Getränk Hoffnung als Werkstattinszenierung bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin (6/2011)

Verpiss dich gewiss (UA) am Schauspiel Essen (4/2013)

Link:

www.matthiaskaschig.de

Kastenmüller, Peter

Peter Kastenmüller, 1970 in München geboren, ist Regisseur und seit der Spielzeit 2013/14 Direktor des Zürcher Neumarkt Theaters.

Nach dem Studium der Philosophie in München begann Kastenmüller zunächst in Münchens Freier Szene, wo er 1994 die Gruppe "Particular Order" gründete. Bald arbeitete er unter Wolfgang Engel als Assistent am Schauspiel Leipzig. 1995 wurde er Hausregisseur am Staatstheater Kassel. In den Jahren darauf inszenierte Kastenmüller u.a. am Staatstheater Hannover, den Münchner Kammerspielen, am Berliner Maxim Gorki Theater, am Schauspiel Frankfurt, am Theater Freiburg und am Theater Basel.

Meldungen zu Peter Kastemüller:

Peter Kastenmüller leitet ab 2013 Theater Neumarkt (2/2012)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Peter Kastenmüller:

Illegal an den Münchner Kammerspielen (6/2008)

Schwarz Rot Gold am Schauspiel Frankfurt (2/2009)

Herakles Trilogie am Theater Basel (4/2010)

Cabinet. Ein türkisch-deutscher Theaterbasar am Theater Freiburg (10/2010)

Unendlicher Spaß am Berliner HAU (6/2012)

Das Leben ein Traum am Staatsschauspiel Stuttgart (2/2013)

Rocco und seine Brüder am Zürcher Theater Neumarkt (9/2013)

Arrivals I am Zürcher Theater Neumarkt (10/2013)

Kater, Fritz

Fritz Kater ist eine fiktive Dramatikeridentität, die der Regisseur Armin Petras für sein Schreiben verwendet.

Meldungen zu Fritz Kater:

Else-Lasker-Schüler-Preis für Fritz Kater (2/2008)

Robert Enkes Witwe prüft Klage gegen Petras-Stück (1/2013)

Strittiger Robert-Enke-Teil vorläufig aus Petras-UA gestrichen (1/2013)

Nachtkritiken zu Stücken von Fritz Kater:

zeit zu lieben zeit zu sterben vom Teatrul National Radu Stanca aus Sibiu, Rumänien (5/2007)

Heaven (zu tristan) am Schauspiel Frankfurt (9/2007, eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen '08)

Sterne über Mansfeld am Thalia Theater Hamburg (2/2008)

Heaven (zu tristan) am Schauspiel Bonn (12/2009)

we are blood am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2010)

we are blood in der Skala des Centraltheaters Leipzig (11/2010)

We are Camera / Jasonmaterial am Theater Augsburg (4/2012)

Demenz Depression und Revolution am Maxim-Gorki-Theater Berlin (1/2013)

Heaven (zu tristan) am Schauspiel Hannover (2/2013)

5 Morgen am Schauspiel Stuttgart 10/2013)

Siehe auch: www.nachtkritik-stuecke08.de/stueckdossier2, Armin Petras

Kehlmann, Daniel

Daniel Kehlmann, 1975 in München als Sohn des Theaterregisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler geboren, ist Schriftsteller und Literaturkritiker.

Kehlmann studierte an der Universität Wien Philosophie. 1997 erschien sein erster Roman "Beerholms Vorstellung". Seinen Durchbruch erlebte Daniel Kehlmann 2005 mit dem Erscheinen seines Romans "Die Vermessung der Welt", der inzwischen in vierzig Sprachen übersetzt worden ist.

2009 mischte Kehlmann sich mit einem kontroversen Impulsreferat bei den Salzburger Festspielen ein, in dem er gegen das Regietheater Partei ergriff und stattdessen ein Theater forderte, das "die Wahrheit über unsere von Konvention und Gewohnheit eingeschnürte Natur" aussprechen solle. Zur Dokumentation der Diskussion um Daniel Kehlmanns "Salzburger Rede" auf nachtkritik: hier entlang.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Texten Daniel Kehlmanns:

Die Vermessung der Welt in Braunschweig (9/2008)

Geister in Princeton am Schauspielhaus Graz (9/2011)

Geister in Princeton am Renaissance Theater Berlin (1/2012)

Der Mentor im Theater in der Josefstadt (11/2012)

Link:

www.kehlmann.com

Kelly, Dennis

Dennis Kelly, geboren 1970 in London als Sohn irischer Eltern, ist Dramatiker.

Nach einem Studium der Drama and Theatre Arts am Goldsmiths College in London debütierte er 2003 mit seinem Stück "Debris" am Londoner Off-Venue "Theatre 503", das sich selbst als "home for new writing" versteht. Neben seiner Arbeit für das Theater schreibt er auch für das Fernsehen. Gemeinsam mit Sharon Horgan verfasste Kelly die Sitcom "Pulling" auf BBC3.

Texte von Dennis Kelly auf nachtkritik.de:

Die Eröffnungsrede des britischen Dramatikers Dennis Kelly zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens (5/2012)

Nachtkritiken zu Stücken von Dennis Kelly:

Liebe und Geld am Theater Basel (03/2008)

Liebe und Geld am Theater Magdeburg (12/2008)

Liebe und Geld am Thalia Theater Hamburg (03/2009), eingeladen zum tt09

Taking Care of Baby am Deutschen Theater Berlin (01/2010)

DNA am Theater Basel (03/2010)

Liebe und Geld im Theater Graz (4/2010)

Osama der Held am Schauspiel Essen (10/2010)

Waisen am Theater Basel (10/2010)

Die Götter weinen am Theater Basel (11/2011)

Die Opferung von Gorge Mastromas bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen/Schauspiel Frankfurt (5/2012)

Waisen am Hans-Otto-Theater Potsdam (6/2012)

Khodadadian, Schirin

Schirin Khodadadian, 1969 in Bergisch Gladbach geboren, ist Regisseurin.

Sie wuchs als Tochter eines iranischen Textilchemikers und einer Grundschullehrerin in der Nähe von Münster auf, studierte dort nach dem Abitur auch Germanistik und Französisch und schloss mit einer Examensarbeit über das Werk der Dramatikerin Yasmina Reza ab. Khodadadian hospitierte, spielte und inszenierte in den 90ern zunächst in der freien Szene, absolvierte Regieassistenzen u.a. am Berliner Maxim Gorki Theater (bei Uwe Eric Laufenberg) und in Erfurt, bevor sie ab der Spielzeit 2003/04 fest am Theater Ingolstadt engagiert war. Für ihre Inszenierung von Theresia Walsers Stück "So wild ist es in unseren Wäldern schon lange nicht mehr" am Staatstheater Kassel wurde Khodadadian 2005 mit dem Förderpreis für Regie der Deutschen Akademie für Darstellende Künste ausgezeichnet. Von Theresia Walser brachte sie auch die Stücke "Die Liste der letzten Dinge" (Bayrisches Staatsschauspiel, 2006) "Morgen in Katar" (Staatstheater Kassel, 2008; Einladung zu den Mülheimer Theatertagen 2008) zur Uraufführung.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Schirin Khodadadian:

Endstation Sehnsucht am Schauspiel Essen (9/2007)

Die Jungfrau von Orleans am Staatstheater Mainz (12/2007)

Morgen in Katar am Staatstheater Kassel (3/2008, nominiert für den Mülheimer Dramatikerpreis 2008)

Trunkener Prozess am Staatstheater Kassel (9/2008)

Die goldenen letzten Jahre am Theater Bonn (2/2009, nominiert für den Mülheimer Dramatikerpreis 2009)

Lulu am Schauspiel Essen (4/2009)

Robert Redfords Hände selig am Staatstheater Kassel (10/2010)

Der Weibsteufel am Staatstheater Nürnberg (10/2011)

Testosteron am Staatstheater Kassel (11/2012)

Kimmig, Stephan

Stephan Kimmig, geboren 1959 in Stuttgart, ist Regisseur.

Von 1981 bis 1984 besuchte er die Schauspielschule in München. Erste Regieassistenz führten ihn ans (inzwischen geschlossene) Schiller-Theater Berlin. Von 1988 bis 1996 lebte er in Amsterdam, ab 1986 arbeitete er als freier Regisseur in der holländischen und belgischen Off-Szene. 1991 holte ihn Intendant Friedrich Schirmer ans Theater Freiburg; danach wechselte er mit Schirmer ans Staatstheater Stuttgart. Seit 2000 verlegte Kimmig den Schwerpunkt seiner Arbeit an Ulrich Khuons Hamburger Thalia Theater; dabei entstanden auch Koproduktionen mit den Salzburger Festspielen und der Ruhrtriennale. Daneben inszenierte er wiederholt am Deutschen Theater in Berlin, am Wiener Burgtheater und an den Münchner Kammerspielen. Kimmig ist mit der Bühnenbildnerin Katja Hass verheiratet, die die Räume für die meisten seiner Inszenierungen entwirft.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Stephan Kimmig:

Maria Stuart am Thalia Theater Hamburg (02/2007)

Die Beißfrequenz der Kettenhunde am Thalia Theater Hamburg (10/2007)

Mamma Medea an den Kammerspielen München (12/2007)

Endstation Sehnsucht am Thalia Theater Hamburg (02/2008)

Die Rosenkriege am Burgtheater Wien (05/2008)

Kasimir und Karoline am Thalia Theater Hamburg (11/2008)

Macbeth am Burgtheater Wien (12/2008)

Liebe und Geld am Thalia Theater Hamburg (03/2009)

Amygdala am Thalia Theater Hamburg (05/2009)

Öl am Deutschen Theater Berlin (09/2009)

Kabale und Liebe am Deutschten Theater Berlin (02/2010)

Lulu am Schauspiel Frankfurt (03/2010)

Die Jüdin von Toledo am Burgtheater Wien (9/2010)

Kinder der Sonne am Deutschen Theater Berlin (10/2010)

Liebelei am Schauspiel Frankfurt (1/2011)

Über Leben am Deutschen Theater in Berlin (4/2011)

Der Fall der Götter am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (9/2011)

Trauer muss Elektra tragen am Deutschen Theater Berlin (10/2011)

Atropa. Die Rache des Friedens. Der Fall Trojas an den Münchner Kammerspielen (12/2011)

Der Kirschgarten am Deutschen Theater Berlin (2/2012)

Wastwater am Burgtheater Wien (4/2012)

Ödipus Stadt am Deutschen Theater Berlin (8/2012)

Ihre Version des Spiels am Deutschen Theater Berlin (10/2012)

Stallerhof / 3D am Staatsschauspiel Stuttgart (10/2012)

In Zeiten des abnehmenden Lichts am Deutschen Theater Berlin (3/2013)

Plattform an den Münchner Kammerspielen (4/2013)

Demetrius / Hieron. Vollkommene Welt am Deutschen Theater Berlin (8/2013)

Der Idiot am Schauspiel Frankfurt (11/2013)

Kittstein, Lothar

Lothar Kittstein, geboren 1979 in Trier, ist Autor, Dramatiker und Übsersetzer.

Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte in Hannover und Bonn. Nach seiner Promotion arbeitete er zweieinhalb Jahre als Headhunter in einer kleinen Unternehmensberatung. 2003 begann er füs Theater zu schreiben. Sein Stück "In einer mondhellen Winternacht" wurde 2005 zu den Autorentheatertagen des Thalia Theaters eingeladen, 2006 nahm er an den Autoren-Werkstatttagen am Burgtheater in Wien teil. Für die Kurzgeschichte "Norwegen" bekam er den Würth-Literaturpreis 2006 verliehen. In der Spielzeit 2006/07 war Lothar Kittstein als Dramaturg am Schauspiel Köln tätig. Und er arbeitet eng mit dem Schauspiel Bonn zusammen.

Nachtkritiken zu Stücken und Bearbeitungen von Lothar Kittstein:

Remake::Rosemarie am Schauspiel Frankfurt (12/2009)

Böses Mädchen (UA) am Schauspiel Bonn (1/2011)

Je t'aime :: Je t'aime am Schauspiel Frankfurt (8/2011)

Die Bürgschaft am Theater Bremen (11/2011).

Klata, Jan

Jan Klata, 1973 in Warschau geboren, ist Regisseur und derzeit Intendant des Krakauer Stary Teatrs.

Klatas Eltern stammten aus dem Umfeld der Solidarnosc, sein jüngerer Bruder Wojtek war in den 80er Jahren ein polnischer Kinderstar. Vor seiner Theaterkarriere absolvierte Klata als Werbetexter und Mitarbeiter des polnischen Fernsehens Ausflüge in die von ihm später immer wieder zynisch angeprangerte frühkapitalistische Kultur des postkommunistischen Polen.

Zwischen 1993 und 1996 studierte Klata Regie in Warschau und Krakau. Später arbeitete er als Assistent u.a. mit Krystian Lupa, Jerzy Grzegorzewski und Jerzy Jarocki zusammen. Seine erste eigene Regiearbeit entstand 2003 mit Gogols "Der Revisor" im Szaniawski Theater in der oberschlesischen Bergbaustadt Wałbrzych – eine grelle Auseinandersetzung mit der scheinheiligen Oberfläche des postkommunistischen Polen und seiner Kehrseite der Verelendung. Klatas zweite, auf einem eigenen Text basierende Inszenierung "Das Lächeln Grejpruts", handelte von einer Gruppe polnischer Fernsehjournalisten, die in Rom auf den Tod von Papst Wojtyla wartet, und thematisierte die Leere der ersten postsozialistischen Generation, deren Identität zwischen den Systemen abhanden gekommen war.

Beiträge über Jan Klata auf nachtkritik.de:

Theaterbrief Polen (10) – Jan Klata, Intendant des Krakauer Stary Teatrs,wird von Ultrakonservativen unter Druck gesetzt (12/2013)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jan Klata:

Transfer in Wrocław und Berlin (1/2007)

Das gelobte Land in Łódź (9/2009)

Shoot/Get Treasure/Repeat am Düsseldorfer Schauspielhaus (1/2010)

Amerika am Schauspielhaus Bochum (4/2011)

Unendlicher Spaß, Station im Rahmen der 24-Stunden-Stadttour am HAU Berlin (6/2012)

Titus Andronicus am Staatsschauspiel Dresden und am Teatr Polski Wroclaw (9/2012)

Hamlet am Schauspielhaus Bochum (3/2013)


Siehe
auch: die Theaterbriefe vom Februar 2008, vom Juni 2008 und vom September 2008 sowie einen Bericht zum Dialog-Festival 2007 in Wrocław.

Klemm, Wojtek

Wojtek Klemm, 1972 in Warschau geboren, ist Regisseur.

1985 zogen seine Eltern mit ihm nach Deutschland. Nach dem Regiestudium an der HfS "Ernst Busch" in Berlin (Abschlussinszenierung 1999 mit Martin Crimps "Das stille Kind") arbeitete Wojtek Klemm zunächst als freier Regisseur (u.a. am Schauspielhaus Graz, Volkstheater Wien), als Regieassistent, zwischendurch auch als Bauarbeiter und Messebauer und parallel zu allem als Lektor und Übersetzer für polnische Stücke. 2002 bis 2005 war er Regieassistent an der Berliner Volksbühne. Seit der Spielzeit 2005/2006 inszeniert er regelmäßig in Polen. Nebenbei arbeitet Klemm regelmäßig in Israel, wo er 2010 Fritz Katers "Heaven (zu Tristan)" als israelische EA zur Premiere brachte.

Von 2007 bis 2009 war Klemm Schauspieldirektor am Teatr Norwida in Jelenia Gora, das von der Tageszeitung "Dziennik" zum Theaterort des Jahres gewählt und Anfang 2009 von der Wochenzeitung "Wprost" als eines der zehn interessantesten Theater in Polen genannt wurde.

Beiträge von Wojtek Klemm auf nachtkritik.de:

Theaterbrief aus Polen (5) – Theater und Staatstrauer (4/2010)

Beiträge über Wojtek Klemm auf nachtkritik.de

Theaterbrief aus Polen (4) – In Jelenia Góra tobt ein Kampf um das neue Theater (2/2009)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Wojtek Klemm:

Penthesilea am Deutschen Theater Göttingen (4/2011)

Diamanten sind Kohle auf Arbeit an der Volksbühne Berlin (5/2011)

Der Besuch der alten Dame am Luzerner Theater (11/2011)

Nora am Schauspielhaus Graz (2/2012)

Am Schwarzen See am Deutschen Theater Göttingen (12/2012)

Kluck, Oliver

Oliver Kluck, 1980 auf Rügen zur Welt gekommen, ist Dramatiker.

Bevor er an der Universität Leipzig 2006 Prosa, Dramatik und Neue Medien zu studieren begann, hatte er bereits eine Berufsausbildung absolviert und ein Ingenieursstudium abgebrochen. 2009 erhielt sein Stück "Das Prinzip Meese" den Förderpreis des Stückemarkts beim Berliner Theatertreffen. Mit "Warteraum Zukunft" gewann Kluck 2010 den Kleist-Förderpreis und wurde 2011 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Nachtkritiken zu Stücken von Oliver Kluck:

Das Prinzip Meese beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens (5/2009)

Das Prinzip Meese am Maxim Gorki Theater Berlin (2/2010)

Warteraum Zukunft bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2010)

Kluck Labor I am Nationaltheater Weimar (10/2010)

Warteraum Zukunft in der Box des Deutschen Theaters Berlin (11/2010)

Feuer mit mir am Theater Chemnitz (2/2011).

Über die Möglichkeiten der Punkbewegung am Rostocker Volkstheater (11/2011)

Die Froschfotzenlederfabrik im Casino des Wiener Burgtheaters (12/2011)

Leben und Erben am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (1/2012)

Männer Frauen Arbeit am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (12/2012)

Was zu sagen wäre warum am Schauspiel Frankfurt (5/2013)

Link:

www.oliverkluck.de

Koek, Paul

Paul Koek, 1954 in der Nähe der niederländischen Stadt Leiden geboren, ist Regisseur und Musiker.

Er studierte Schlagzeug am Königlichen Konservatorium in Den Haag und arbeitete anschließend mit Künstlern wie Peter Greenaway, Heiner Goebbels oder Robert Wilson zusammen, bevor er 1986 als Musiker und Regisseur zu Johan Simons "Theatergroep Hollandia" stieß. Seit 1993 teilte sich Koek deren künstlerische Leitung mit Simons. Im Januar 1997 übernahm Paul Koek die Leitung des "Veenstudios", dessen Gründung eine Initiative der "Theatergroep Hollandia" war, um die Entwicklung des Musiktheaters voran zu treiben. 2005 gründete Koek schließlich "de Veenfabriek" in Leiden, eine Kooperative von Musikern, Künstlern und Wissenschaftlern, die interdisziplinäre Theaterformen entwickelt.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Paul Koek:

Kasimir und Karoline (gemeinsam mit Johan Simons) beim Hellenic Festival Epidauros (7/2009)

Kasimir und Karoline (gemeinsam mit Johan Simons) am Schauspiel Köln (12/2009)

Candide am Schauspielhaus Bochum (9/2010)

Drei Schwestern am Schauspielhaus Bochum (10/2011)

Link:

www.veenfabriek.nl

Köhler, Tilmann

Tilmann Köhler, 1979 in Weimar geboren, ist Regisseur.

Köhler ist Absolvent der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst-Busch". 2005 wurde er Hausregisseur am Nationaltheater Weimar. Dort inszenierte er u.a. Krankheit der Jugend, eine Arbeit, die 2007 zum Theatertreffen eingeladen wurde. Im Februar 2010 wurde Köhler für seine Inszenierung Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Dresdner Staatsschauspiel der Kurt-Hübner-Preis 2009 zugesprochen, ein Förderpreis für junge Regisseure, der von der Akademie für Darstellende Kunst alljährlich gemeinsam mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring vergeben wird.

Nachtkritik-Texte zu Tilmann Köhler:

Tilmann Köhler – Theatermacher essentieller Zeichen von Nikolaus Merck (2006)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Tilmann Köhler:

Separatisten am Berliner Maxim Gorki Theater (4/2007)

Krankheit der Jugend am Nationaltheater Weimar (nachtkritik vom Gastspiel beim Berliner Theatertreffen 5/2007)

Faust 1 am Nationaltheater Weimar (2/2008)

Hamlet am Berliner Maxim Gorki Theater (3/2008)

Und in den Nächten liegen wir stumm am Schauspiel Hannover (11/2008)

Woyzeck am Berliner Maxim Gorki Theater (5/2009)

Haut aus Gold am Berliner Maxim Gorki Theater (7/2009)

Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Staatsschauspel Dresden (10/2009)

Italienische Nacht am Staatsschauspiel Dresden (3/2010)

Oedipus am Staatsschauspiel Dresden (11/2010)

Das halbe Meer am Staatsschauspiel Dresden (4/2011)

Der Kaufmann von Venedig am Staatsschauspiel Dresden (9/2011)

Hedda Gabler am Staatsschauspiel Dresden (1/2012)

Verbrennungen an den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin (9/2012)

Der geteilte Himmel am Staatsschauspiel Dresden (1/2013)

King Arthur am Staatsschauspiel Dresden (9/2013)

Jugend ohne Gott am Deutschen Theater Berlin (12/2013)

Siehe auch: Thomas Freyer

Koltès, Bernard-Marie

Bernard-Marie Koltès, geboren am 9. April 1948 in Metz, gestorben am 15. April 1989 in Paris an den Folgen von AIDS, war ein französischer Autor, Regisseur und Dramatiker.

Koltès, Sohn eines Offiziers, erhielt eine Regieausbildung an der Theaterschule des Théâtre National de Strasbourg, danach arbeitete er als Regisseur und Autor für Theater und Rundfunk.

In den siebziger Jahren begann Koltès für das Theater zu schreiben und hielt sich immer wieder für längere Zeit im Ausland auf. Seinen Durchbruch als Dramatiker hatte er 1976 mit dem beim Festival von Avignon uraufgeführten Monolog "Die Nacht kurz vor den Wäldern".

1983 eröffnete Patrice Chéreau sein Théâtre des Amandiers in Paris-Nanterre mit "Kampf des Negers und der Hunde" und inszenierte in der Folge alle Stücke des Autors.

Heiner Müller schätzte Koltès, dessen Texte er als Mischung von Rimbaud und Faulkner betrachtete, als "einzigen, der mich interessiert hat in der neueren Dramatik". Michel Vinaver bezeichnete Koltès nach dessen Tod als "früh Vollendeten" im Range eines Kafka oder Mozart.

Nachtkritiken zu Stücken von Bernard-Marie Koltès:

Trunkener Prozess, Regie: Schirin Khodadadian im Staatstheater Kassel (9/2008)

Hamlet. Der Tag der Morde, Regie: Ernst Stötzner am Staatstheater Stuttgart (9/2008)

Roberto Zucco, Regie: Lisa Nielebock am Schauspiel Bochum (10/2008)

Quai West, Regie: Andrea Breth am Burgtheater Wien (2/2010)

Quai West, Regie: Werner Schroeter an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin (3/2010)

Kommentare

Über die Frage, welchen Einfluss die kommentierbare Nachtkritik im Internet auf die Rolle des Kritikers haben kann, dachte Petra Kohse im Kontext der Geschichte der Nachtkritik seit der Romantik nach. Im April 2008 schrieb Andreas Horbelt über Flamings und den Chat als Maskenspiel in Internetforen heute.

Im Dezember 2008 schaute Nikolaus Merck noch einmal auf das nachtkritik-Kommentarwesen der letzten zwölf Monate und gab einen Überblick über die bewegtesten Debatten des Jahres 2008. Und im darauffolgenden Dezember zeichnete ebenfalls Nikolaus Merck die Kommentar-Debatten des Jahres 2009 nach. Für 2010 stellte die Redaktion ihre Highlights der Saison zusammen – ebenso für 2011 und 2012.

Im Oktober 2009 tauchte im Forum "andere über nachtkritik.de" wieder einmal die Frage auf, warum nachtkritik.de manche Kommentare gar nicht oder nur in Auszügen veröffentlicht. Wolfgang Behrens antwortet auf den Vorwurf der Zensur.

Im Februar 2011 beleuchtete Nikolaus Merck in einem Vortrag für den Bühnenverein, wie nachtkritik.de funktioniert und wie die Kommentare mit einer veränderten Öffentlichkeit zusammenhängen.

Hinweise zu den Regeln für LeserInnen-Kommentare finden sich auch im Impressum.

Siehe auch: Internet und Theater.

Kondek, Chris

Chris Kondek, 1962 in Boston geboren, ist Videokünstler und Regisseur.

Nachdem er in den neunziger Jahren in New York als Lichtdesigner und Videokünstler an Produktionen u.a. von Robert Wilson, Michael Nyman und Laurie Anderson mitgewirkt hatte, zog er 1999 nach Berlin. Es folgten Kooperationen u.a. mit René Pollesch und Meg Stuart. Seit 2003 verbindet Kondek eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Stefan Pucher.

Außerdem inszeniert er selber: In seinen multimedialen Performances beschäftigt er sich bisher vor allem mit der (Nicht-)Darstellbarkeit des verworrenen globalen Finanzmarkts.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Chris Kondek:

Loan Shark im HAU Berlin (4/2008)

Stuff im Zürcher Theater Neumarkt (11/2008)

Übermorgen ist zweifelhaft // 2012 an den Münchner Kammerspielen (3/2010)

Money – it came from outer space im HAU Berlin (11/2010)

Please kill 2011 am HAU Berlin (4/2012)

Unendlicher Spaß Station im Rahmen der 24-Stunden-Stadttour am HAU Berlin (6/2012)

Nachtkritiken zu Inszenierungen mit Videos von Chris Kondek (Auswahl):

Der Sturm, Regie: Stefan Pucher, Münchner Kammerspiele (11/2007)

Rrungs! von Wanda Golonka an der Volksbühne Berlin (4/2010)

Tannhäuser, Regie: Sebastian Baumgarten, Bayreuth (7/2011)

Karte und Gebiet, Regie: Falk Richter, Düsseldorfer Schauspielhaus (10/2011)

For The Disconnected Child, Regie: Falk Richter, Schaubühne Berlin (6/2013)

Situation Rooms von Rimini Protokoll bei der Ruhrtriennale (8/2013)

Körber Studio Junge Regie

Körber Studio Junge Regie, ins Leben gerufen 2003 von der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung, dem Thalia Theater und dem Deutschen Bühnenverein.

Der Hamburger Nachwuchspreis für junge Regisseure und Regiekollektive ist Teil des Förderprogramms der Körber-Stiftung. Die Aufführungen im Rahmen des Wettbewerbs finden auf der Studiobühne des Thalia Theaters in der Gaußstraße statt.

Die bisherigen Preisträger sind:

2003 David Bösch (Hochschule der Künste Zürich)

2004 Agnes Hansch (Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin)

2005 Seraina Maria Sievi (Hochschule der Künste Zürich)

2007 Julia Hölscher (Theaterakademie Hamburg)

2008 Heike M. Götze (Hochschule der Künste Zürich)

2009 Daniel Pfluger (Hochschule der Künste Zürich)

2010 Das Hildesheimer Kollektiv "vorschlag:hammer" (Kristofer Gudmundsson, Gesine Hohmann, Stephan Stock)

2011 Gernot Grünwald, Cornelia Dörr, Marie Seiser & José Barros (Theaterakademie Hamburg)

2012 Malte C. Lachmann (Bayerische Theaterakademie August Everding)

2013 Arnita Jaunsubrena, Lea Schneidermann & Kim Willems (Angewandte Theaterwissenschaft Gießen) 
 

Koršunovas, Oskaras

Oskaras Koršunovas, 1969 in Vilnius geboren, ist einer der bekanntesten Theaterregisseure Litauens.

Er ist Absolvent des Studiengangs Regie der Litauischen Akademie für Musik und Theater in seiner Geburtsstadt. Zunächst arbeitete er am Litauischen Nationaltheater (Lietuvos Nacionalinis Dramos Teatras), bevor er 1998 mit dem OKT sein eigenes Theater gründete.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Oskaras Koršunovas:

Hamletas beim Festival euro-scene in Leipzig (9/2009)

Links:

www.okt.lt

Kosminski, Burkhard C.

Burkhard C. Kosminski, 1961 geboren, ist Schauspieler und Regisseur.

Seit der Spielzeit 2006/2007 ist er Schauspieldirektor am Nationaltheater Mannheim und künstlerischer Leiter der Schillertage. 2001 bis 2006 war er leitender Regisseur und Mitglied der künstlerischen Leitung am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Seine erste Inszenierung im Musiktheater, Richard Wagner Tannhäuser an der Rheinoper in Düsseldorf im Mai 2013, bei der Kosminski Erschießungen und Ermordungen in Gaskammern auf die Bühne brachte, wurde nach heftigen Protesten abgesetzt.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Burkhard C. Kosminski:

Schwarze Minuten am Nationaltheater Mannheim (6/2007)

Jetzt und in Ewigkeit am Nationaltheater Mannheim (12/2007)

Die Sturheit am Schauspiel Frankfurt (5/2008)

Eine Familie/August: Osage County am Nationaltheater Mannheim (10/2008)

Monsun im April am Nationaltheater Mannheim (12/2008)

Fratzen am Nationaltheater Mannheim (2/2009)

Freie Sicht am Nationaltheater Mannheim (10/2009)

Der Herrenbestatter am Nationaltheater Mannheim (12/2009)

Was ihr wollt am Nationaltheater Mannheim (6/2010)

Gespräche mit Astronauten am Nationaltheater Mannheim (9/2010)

Die ganze Welt am Nationaltheater Mannheim (11/2010)

Der andere Ort am Nationaltheater Mannheim (10/2011)

Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen... am Nationaltheater Mannheim (1/2012)

Race am Staatsschauspiel Dresden (3/2012)

Vor dem Gericht am Nationaltheater Mannheim (5/2012)

Heiden am Nationaltheater Mannheim (9/2012)

Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel am Nationaltheater Mannheim (1/2013)

Die Welt von hinten wie von vorne am Nationaltheater Mannheim (10/2013)

Link:

www.kosminski.eu

Kraft, Bastian

Bastian Kraft, 1980 in Göppingen geboren, ist Regisseur.

Er studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, u.a. bei Heiner Goebbels, Viviane de Muynck und René Pollesch. Während des Studiums Regieassistenzen u.a. am Schauspiel Frankfurt und Schauspiel Hannover, außerdem erste eigene Regie-Arbeiten. Von 2007 bis 2010 war Kraft Regieassistent am Burgtheater Wien, in dessen Vestibül er im Rahmen der Reihe "Spieltriebe 30" den Abend "schöner lügen. Hochstapler bekennen" erarbeitete. Seine Inszenierung "Amerika" nach Kafka, die er in der Gaußstraße des Thalia Theaters als Solo für Philipp Hochmair entwickelte, wurde 2010 zum Festival Radikal jung ans Münchner Volkstheater eingeladen und dort mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Nachtkritiken
zu Inszenierungen von Bastian Kraft:

Amerika am Thalia Theater Hamburg, besprochen innerhalb des Festival-Berichts zu "Radikal jung" (4/2010, Premiere 9/2009)

Dorian Gray am Burgtheater Wien (3/2010)

Axolotl Roadkill am Thalia Theater Hamburg (11/2010)

Werther am Schauspielhaus Graz (1/2011)

Felix Krull am Volkstheater München (6/2011)

Orlando am Thalia Theater Hamburg (10/2011)

Traumnovelle am Schauspiel Frankfurt (12/2011)

Der Geizige. Ein Familiengemälde nach Molière am Schauspielhaus Wien (2/2012)

Biografie: Ein Spiel am Deutschen Theater Berlin (4/2012)

Der Zerbrochne Krug am Thalia Theater Hamburg (9/2012)

Der Steppenwolf am Schauspielhaus Zürich (11/2012)

Der talentierte Mr. Ripley am Schauspiel Frankfurt (1/2013)

"Nabokovs Tintenklecks" im Rahmen von Arm und Reich am Schauspielhaus Zürich (5/2013)

Jedermann beim YDP der Salzburger Festspiele (8/2013)

Reigen am Schauspiel Stuttgart (12/2013)

Krämer, Günter

Günter Krämer, 1940 in Neustadt an der Weinstraße geboren, ist Theater- und Opernregisseur.

Krämers Theaterlaufbahn führte über Freiburg, Hannover und das Westberliner Schillertheater. 1979 wurde er Oberspielleiter des Staatstheaters Stuttgart, dessen Intendant damals Hansgünther Heyme war. 1984 wechselte er als Schauspieldirektor an das Theater Bremen. Von 1995–2002 war Krämer Intendant der Bühnen der Stadt Köln. Seitdem arbeitet er freischaffend, unter anderem an der Pariser Bastille-Oper und der Bayerischen Staatsoper in München.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Günter Krämer:

Geschichten aus dem Wiener Wald am Schauspiel Frankfurt (12/2009)

König Lear am Schauspiel Frankfurt (12/2010)

Todestanz / Lebenstanz am Theater in der Josefstadt Wien (10/2011)

Miss Sara Sampson am Berliner Ensemble (1/2012)

Salomé am Schauspiel Frankfurt (3/2012)

Faust II am Schauspiel Frankfurt (9/2012)

Die Präsidentinnen am Berliner Ensemble (1/2013)

Kranz, Daniela

Daniela Kranz, geboren 1968 in Bielefeld, ist Regisseurin.

Nach dem Regiestudium am Mozarteum Salzburg war sie Regieassistentin am Residenztheater München und an der Schaubühne Berlin, inszenierte danach unter anderem am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Wien, am Düsseldorfer Schauspielhaus und an den Münchner Kammerspielen. Im Jahr 2005 erhielt sie den Förderpreis für Regie im Rahmen des Gertrud-Eysoldt-Rings zusammen mit der Regisseurin Jenke Nordalm, mit der sie mehrere Projekte realisierte.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Daniela Kranz:

Ich ersehne die Alpen; So entstehen die Seen am Schauspielhaus Wien (11/2007)

Schöne Beine (Folge 1 der 12-teiligen Serie "Die Strudlhofstiege") am Schauspielhaus Wien (12/2007)

Krieger im Gelee am Schauspielhaus Wien (12/2008)

Seymour oder Ich bin nur aus Versehen hier am Nationaltheater Weimar (5/2012)

Wir sind noch einmal davongekommen am Theater St. Pölten/Österreich (10/2012)

Die Besessenen am Staatstheater Saarbrücken (3/2013)

Kresnik, Johann

Johann Kresnik, am 12. Dezember 1939 in St. Margarethen im österreichischen Kärnten geboren, ist Tänzer, Choreograf und Regisseur.

1968 entdeckte Talentseismograf Kurt Hübner den radikalen jungen Tänzer und Choreografen und engagierte ihn an das von ihm geleitete Bremer Theater, die Kaderschmiede der bundesrepublikanischen Theatererneuerer von Zadek bis Peter Stein. Ende der siebziger Jahre wechselte Kresnik nach Heidelberg, wo 1988 mit seiner thematischen Verschmelzung der Barschel-Affäre mit Shakespeares "Macbeth" in einem Bühnenbild aus Badewannen eine seiner berühmtesten Arbeiten entstand.

Es sind häufig Biografien von Tätern und Opfern vor dem Hintergrund des Totalitarismus des 20. Jahrhunderts, die Kresnik zu seinen Arbeiten inspirieren. So sein Tanztheaterabend "Gründgens", der 1995 für das Hamburger Schauspielhaus entstand. Oder die Antikriegsrevue "Ernst Jünger", 1994 an der Berliner Volksbühne herausgekommen, wo er von 1993 bis 2002 die Tanztheatersparte geleitet hat. Von 2003 bis 2008 arbeitete Kresnik am Schauspiel Bonn und ist seitdem freischaffend.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Johann Kresnik:

Maestro am Landestheater Salzburg (9/2008)

Felix Nussbaum am Theater Osnabrück (1/2010)

Das Fest am Schauspiel Köln (3/2010)

Fürst Pücklers Utopia am Staatstheater Cottbus (10/2010)

Sammlung Prinzhorn am Theater Heidelberg (2/2012)

Villa Verdi an der Volksbühne Berlin (4/2013)

Lebenmüssen ist eine einzige Blamage am Theater Ingolstadt (10/2013)

Kreutzfeldt, Malte

Malte Kreutzfeldt, 1969 in Lübeck geboren, ist Regisseur. Sein Regiestudium absolvierte er zwischen 1993 und 1998 an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Von 1999 bis 2003 war er Oberspielleiter der Abteilung Schauspiel am Theater Quedlingburg/Halberstadt.

Nachtkritiken gibt es zu folgenden Inszenierungen:

Der Sturm am Markgrafentheater Erlangen (6/2009)

Nordost im Theater Ulm (4/2010)

Nora am Theater Coburg (mit Dariusch Yazdkhasti) (12/2013)

Link:

www.maltekreutzfeldt.de

Kricheldorf, Rebekka

Rebekka Kricheldorf, geboren 1974 in Freiburg, ist Dramatikerin.

Sie studierte Romanistik in Berlin und absolvierte von 1998 bis 2002 den Studiengang Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Seitdem hat sie mehr als ein Dutzend Stücke geschrieben und einige elisabethanische Dramen aus dem Englischen übersetzt. 2003 wurde sie mit dem Kleist-Förderpreis für "Kriegerfleisch" ausgezeichnet, 2005 wurde "Die Legende vom Nadelbaumkiller" zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen, 2010 erhielt sie für die "Drei Schwestern"-Nachdichtung "Villa Dolorosa" den Förderpreis Komische Literatur der Stadt Kassel. In den Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 war Kricheldorf Dramaturgin am Theaterhaus Jena.

Nachtkritiken zu Stücken von Rebekka Kricheldorf:

Neues Glück mit totem Model am Staatsschauspiel Dresden, Regie: Markus Heinzelmann (12/2007)

Der Kopf des Biografen am Theater Osnabrück, Regie: Nina Gühlstorff (1/2009)

Das Ding aus dem Meer am Staatstheater Kassel, Regie: Thomas Bockelmann (3/2009)

Robert Redfords Hände selig am Staatstheater Kassel, Regie: Schirin Khodadadian (10/2010)

Gotham City I am Theaterhaus Jena, Regie: Markus Heinzelmann (10/2010)

Testosteron am Staatstheater Kassel, Regie: Schirin Khodadadian (11/2012)

Lysistrata am Theater Osnabrück (2/2013)

Sergeant Superpower rettet Amerika am Theater Heidelberg, Regie: Erich Sidler (10/2013)

Siehe auch: Neue Dramatik

Kriegenburg, Andreas

Andreas Kriegenburg, 1963 in Magdeburg geboren, ist Schauspiel- und Opernregisseur und Bühnenbildner.

Nach dem Abitur machte er zunächst eine Ausbildung als Modelltischler und arbeitete in der Tischlerei des Theaters Magdeburg. 1984 wechselte er als Regieassistent an das Theater Zittau, 1988 an das Theater Frankfurt/Oder, wo er bald selbst Regie zu führen begann. Ab 1992 gehörte er zum Team von Frank Castorfs Berliner Volksbühne, wo er mit seiner 1993 zum Theatertreffen eingeladenen Inszenierung von Büchners "Woyzeck" endgültig in die Regieoberliga aufstieg.

1997 war Kriegenburg Hausregisseur in Hannover (wo damals der Intendant Ulrich Khuon hieß). 1999 ging er als Hausregisseur ans Wiener Burgtheater. 2001 holte ihn Khuon als Oberspielleiter ans Hamburger Thalia Theater, wo Khuon inzwischen Intendant geworden war. Seit Beginn der Spielzeit 2009/2010 und der Intendanz Ulrich Khuon ist Kriegenburg Hausregisseur am Deutschen Theater in Berlin.

Nachtkritiken zu Andreas Kriegenburgs Inszenierungen:

Die schmutzigen Hände am Thalia Theater Hamburg (besprochen im Rahmen des Theatertreffens 2007)

Romeo und Julia im Thalia Theater in der Gaussstrasse (9/2007)

Das letzte Feuer am Thalia Theater Hamburg (1/2008 – ausgezeichnet mit dem Faust-Theaterpreis)

Der Prozess an den Münchner Kammerspielen (9/2008 – 2009 Teil der nicht unumstrittenen Auswahl des Berliner Theatertreffens. Siehe auch den Redaktionsblog. Für das Bühnenbild erhielt er den Faust-Theaterpreis)

Die Zelle im Münchner Haus der Kunst (11/2008)

Urfaust am Thalia Theater Hamburg (1/2009 – hierzu auch ein Redaktionsblog)

Der Menschenfeind am Thalia Theater Hamburg (3/2009)

Kabale und Liebe am Düsseldorfer Schauspielhaus (4/2009)

Herz der Finsternis am Deutschen Theater Berlin (9/2009)

Prinz Friedrich von Homburg am Deutschen Theater Berlin (9/2009)

Diebe am Deutschen Theater Berlin (1/2010, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2010)

Der Diener zweier Herren am Schauspiel Frankfurt (3/2010)

Ein Sommernachtstraum am Deutschen Theater Berlin (9/2010)

Alles nur der Liebe wegen an den Münchner Kammerspielen (12/2010)

Stella am Schauspiel Frankfurt (1/2011)

Judith am Deutschen Theater Berlin (3/2011)

Winterreise am Deutschen Theater Berlin (9/2011)

Das Käthchen von Heilbronn am Deutschen Theater Berlin (12/2011)

Am Schwarzen See am Deutschen Theater Berlin (10/2012)

Franziska an den Münchner Kammerspielen (12/2012)

Die Fliegen am Staatsschauspiel Dresden (2/2013)

Sklaven am Deutschen Theater Berlin (3/2013)

Die Möwe am Schauspiel Frankfurt (5/2013)

Aus der Zeit fallen am Deutschen Theater Berlin (12/2013)

Kroesinger, Hans-Werner

Hans-Werner Kroesinger, geboren 1962 in Bonn, ist Regisseur.

Er studierte von 1983 bis 1988 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen. 1989/90 war Kroesinger künstlerischer Mitarbeiter bei Heiner Müllers "Hamlet/ Hamletmaschine" am Deutschen Theater Berlin. 1997 war seine Arbeit "Don't look now" auf der documenta X in Kassel im Rahmen der "Theaterskizzen" zu sehen. Er ist einer der wesentlichen Vertreter des dokumentarischen Theaters im deutschsprachigen Raum. Vergangene Arbeiten beschäftigten sich mit Themen wie dem Eichmann-Prozeß, dem Deutschen Herbst, dem Militäreinsatz im Kosovo oder der Geschichte des Kolonialismus in Afrika.

Nachtkritiken gibt es zu folgenden Kroesinger-Arbeiten:

Beirut Report am Hebbel am Ufer Berlin (11/2007)

Vermauern am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2009)

CAPITAL politics am Hebbel am Ufer Berlin (1/2011)

Blackwater am Hebbel am Ufer Berlin (11/2010)

Unternehmen Hunger am Schauspiel Hannover (3/2011)

The World Is Not Fair, Pavillon auf der großen Weltausstellung des HAU Berlin (6/2012)

FRONTex SECURITY am Hebbel am Ufer Berlin (12/2013)

Kroetz, Franz Xaver

Franz Xaver Kroetz, geboren 1946 in München, Autor, Regisseur und Schauspieler.

Franz Xaver Kroetz studierte Schauspiel in München und Wien. Zu schreiben hat er, so erinnert er sich auf seiner Webseite, schon als Kind begonnen. Seine Theaterstücke sind bevölkert von Menschen, die im sozialen Elend leben und daran häufig scheitern. 1969 wurde sein Stück "Heimarbeit" an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt, was ihn als Dramatiker bekannt machte. 1976 erhielt er den Mülheimer Dramatikerpreis für "Das Nest", dessen Hauptperson, ein LKW-Fahrer, sich selbst und seinen Auftraggeber anzeigt, nachdem er auf dessen Geheiß Giftmüll in einen See entsorgt hat.

Kroetz betätigte sich nicht nur als Autor politisch, sondern kandidierte bei den Bundestagswahlen 1972 und 1976 für die Deutsche Kommunistische Partei.

Bekanntheit über die Theaterwelt hinaus erreichte er ab 1986 als Schauspieler in der Rolle des Klatschreporters Baby Schimmerlos, Hauptfigur von Helmut Dietls legendärer Fernsehserie "Kir Royal".

Nachtkritiken zu Stücken von Franz Xaver Kroetz:

Wunschkonzert am Schauspiel Köln (12/2008, eingeladen zum Theatertreffen 2009)

Stallerhof im Kasino des Wiener Burgtheaters (12/2010)

Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind (UA) am Bayerischen Staatsschauspiel München (3/2012)

Wunschkonzert an den Münchner Kammerspielen (6/2012)

Stallerhof am Staatsschauspiel Stuttgart (10/2012)

Wunschkonzert am Theater Bremen (1/2013)

Stallerhof am Deutschen Theater Berlin (2/2013)

Links:

Webseite von Franz Xaver Kroetz

Krupa, Thomas

Thomas Krupa, in Bonn geboren, ist Regisseur für Schauspiel und Musiktheater. Seit 1996 unterrichtet er außerdem an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Er gehört derzeit zur künstlerischen Leitung des Theaters Freiburg.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Thomas Krupa:

Inferno am Staatstheater Karlsruhe (1/2008)

Mein Bruder Tom (UA) am Landestheater Tübingen (12/2008)

Die Bakchen am Staatstheater Karlsruhe (11/2009)

FAUST - Forscher, Ökonom, Kolonist, seine ganze Geschichte am Staatstheater Karlsruhe (2/2010)

Als wir Menschen waren - Ein theatrales Zukunftslaboratorium am Theater Freiburg 10/2010

25 Sad Songs (mit Ari Benjamin Meyers) am Schauspiel Essen (1/2011)

Verbrechen und Strafe am Theater Freiburg (12/2011)

Die Ästhetik des Widerstands am Schauspiel Essen (5/2012)

Daniel Stein am Theater Freiburg (5/2013)

Link:

www.krupa.de

Kruse, Jürgen

Jürgen Kruse, geboren am 8. Februar 1959 in Hamburg und wohnhaft in Berlin, ist Theaterregisseur.

Nach seinem Realschulabschluss arbeitete er von 1978 bis 1982 als Regieassistent von Peter Stein an der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer. Nach Jahren als freier Regisseur wurde er von Friedrich Schirmer 1989 als Oberspielleiter ans Theater Freiburg berufen. 1993 wechselte er als Hausregisseur ans Schauspiel Frankfurt zu Peter Eschberg. Von 1995 bis 2000 war er als Oberspielleiter im Leitungsteam des Schauspielhauses Bochum unter Intendant Leander Haußmann. Seit 2000 arbeitet Kruse wieder als freier Regisseur.

Berühmt ist Kruse für opulent ausgestattete und dabei hochgradig zeichenhaft verdichtete Klassikerinterpretationen, die er ausgiebig mit Rockmusik aus seiner umfangreichen Privatsammlung musikalisiert. Es sind oft persönliche, düstere, in Traumbildern schwelgende Werke, die dem Theatermacher den Ruf eines stilprägenden Regiekünstlers eingebracht haben. Mit seiner Frankfurter Inszenierung von Ibsens "Hedda Gabler" war Kruse 1994 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jürgen Kruse:

Beat Generation am Schauspiel Köln (12/2007)

Don Juan oder der steinerne Gast (like a rolling stone) am Centraltheater Leipzig (10/2008)

Auf der großen Straße/Tod des Empedokles am Theater Oberhausen (1/2009)

Die Geburtstagsfeier am Schauspiel Köln (6/2009)

Das Leben ein Traum am Schauspiel Köln (6/2010)

Jedermann am Centraltheater Leipzig (10/2010)

Easy Rider am Centraltheater Leipzig (3/2011)

Draußen vor der Tür am Schauspiel Frankfurt (9/2013)

Kühnel, Tom

Tom Kühnel, geboren 1971 in Cottbus, ist Regisseur.

Von 1992 bis 1996 studierte er Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst 'Ernst Busch'. Währenddessen schloss er sich u.a. mit Robert Schuster und der Puppentheatermacherin Suse Wächter zusammen. Wächter war auch bei Kühnels erstem Projekt mit Jürgen Kuttner "Helden des 20. Jahrhunderts" (2005) mit von der Partie. Mit Robert Schuster wurde er 1994 für "Weihnachten bei Iwanows" von Aleksandr Vvendskijs (am Maxim Gorki Theater Berlin) mit dem Berliner Friedrich-Luft-Preis ausgezeichnet. Im Jahr darauf erhielten sie für ihre Inszenierung von Bertolt Brechts "Maßnahme" (am bat Studiotheater Berlin) den Max-Reinhardt-Preis.

Ab 1998 arbeitete das Regieteam Kühnel/Schuster zusammen mit dem virtuellen Autor Soeren Voima an Klassikerbearbeitungen und eigenen Stücken. Von 1999 bis 2002 übernahmen beide im Verbund mit Bernd Stegemann die künstlerische Leitung des Theaters am Turm (TAT) in Frankfurt. Seit 2000 arbeitet Kühnel auch solo, unter anderem an der Berliner Schaubühne, am Theater Basel, am Deutschen Theater Berlin, an der Volksbühne Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Graz und am Schauspiel Köln. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er Hausregisseur am Schauspiel Hannover. 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Tom Kühnel:

Fordlandia zusammen mit Jürgen Kuttner am Schauspiel Köln (10/2007)

Go West – eine Familie wandert aus am Schauspielhaus Graz (3/2008)

Alkestis am Schauspiel Hannover (4/2010)

Die Sorgen und die Macht zusammen mit Jürgen Kuttner am Deutschen Theater Berlin (9/2010)

Bauern, Bonzen, Bomben am Schauspiel Hannover (2/2011)

Capitalista, Baby! zusammen mit Jürgen Kuttner am Deutschen Theater Berlin (11/2011)

Demokratie zusammen mit Jürgen Kuttner am Deutschen Theater Berlin (9/2012)

Lola Montez am Residenztheater München (1/2013)

Die französische Revolution. Born to Die am Schauspiel Hannover (5/2013)

Agonie zusammen mit Jürgen Kuttner am Deutschen Theater Berlin (9/2013)

Kukulies, Ronald

Ronald Kukulies, geboren 1971 in Düsseldorf, ist Schauspieler.

Er entwickelte sich nach einer ersten Station an der Berliner Schaubühne von Thomas Ostermeier in seinem Engagement am Berliner Maxim Gorki Theater bei Armin Petraszu einem Darsteller sogenannter echter Männer: zu einem Pragmatiker, der im Maschinenraum des Lebens die Brocken für die feinen Herrschaften auf dem Oberdeck zusammenhält. Ein Porträt von Nikolaus Merck.

Nachtkritiken zu Inszenierungen mit Ronald Kukulies:

Horns Ende am Schauspiel Leipzig (3/2006, Koproduktion mit dem Schauspiel Frankfurt und dem Berliner Maxim Gorki Theater)

Leiden des jungen Werther am Berliner Maxim Gorki Theater (Besprechung vom Gastspiel beim Theatertreffen im Mai 2007)

Kabale und Liebe am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2007)

Heaven (zu tristan) am Schauspiel Frankfurt (9/2007, Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin)

Miss Sara Sampson am Berliner Maxim Gorki Theater (11/2007)

Einer flog über das Kuckucksnest am Berliner Maxim Gorki Theater (1/2008)

Anna Karenina am Berliner Maxim Gorki Theater (5/2008)

Der Zauberberg am Berliner Maxim Gorki Theater (9/2009)

Antigonae/Hyperion am Maxim Gorki Theater Berlin (12/2008)

Korrekturen – ein Spektakel zur deutschen Nachkriegsgeschichte am Maxim Gorki Theater Berlin (2/2009)

Leonce und Lena am Kölner Schauspielhaus (3/2009, Koproduktion mit dem Berliner Maxim Gorki Theater)

Der Kaufmann von Venedig am Berliner Maxim Gorki Theater (10/2009)

Zurück zur Natur. Ein Konzert für Städtebewohner am Berliner Maxim Gorki Theater (1/2010)

Die Glasmenagerie am Berliner Maxim Gorki Theater (3/2010)

Die Blechtrommel bei der Ruhrtriennale, in Koproduktion mit dem Berliner Maxim Gorki Theater (9/2010)

Madame Bovary am Berliner Maxim Gorki Theater (2/2011)

Sein oder Nichtsein am Berliner Maxim Gorki Theater (4/2011)

Die Familie Schroffenstein am Berliner Maxim Gorki Theater (11/2011)

Der kleine Bruder am Berliner Maxim Gorki Theater (4/2012)

Ein Volksfeind am Berliner Maxim Gorki Theater (9/2012)

Die Gladow-Bande am Berliner Maxim Gorki Theater (3/2013)

Kušej, Martin

Martin Kušej, geboren 1961 in Kärnten, ist Theater- und Opern-Regisseur.

Nach einem Regiestudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz und Assistenzen in Salzburg und Ljubljana entstanden ab 1987 erste eigene Inszenierungen, u.a. am Burgtheater Wien, dem Bayerischen Staatsschauspiel, am Theater Klagenfurt, am Deutschen Schauspielhaus und am Thalia Theater in Hamburg sowie an der Volksbühne Berlin.

Eine enge Zusammenarbeit verband Kušej mit dem Staatstheater Stuttgart während der Intendanz Klaus Zehelein (Oper) und Friedrich Schirmer (Schauspiel). 2005 und 2006 leitete Kušej den Bereich Schauspiel der Salzburger Festspiele. Seit der Spielzeit 2011/12 ist er als Nachfolger von Dieter Dorn Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels alias Residenztheaters in München.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Martin Kušej:

Woyzeck am Bayerischen Staatsschauspiel München (6/2007)

Der Weibsteufel am Akademietheater Wien (9/2008)

Baumeister Solness am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (9/2009)

Das Interview am Theater Neumarkt Zürich (11/2009)

Peggy Picket sieht das Gesicht Gottes am Deutschen Theater Berlin (11/2010)

Das weite Land am Residenztheater München (10/2011)

Die bitteren Tränen der Petra von Kant am Residenztheater München (3/2012)

Hedda Gabler am Residenztheater München (10/2012)

Die Anarchistin am Residenztheater München (12/2012)

In Agonie bei den Wiener Festwochen/Residenztheater München (5/2013)

Kushner, Tony

Tony Kushner, 1956 in New York City geboren, ist Dramatiker, Drehbuchautor, Übersetzer und Regisseur.

Kushner wuchs im US-Bundestaat Lousiana auf und kehrte Mitte der 1970er Jahre zum Studium in seine Geburtsstadt zurück. Den Durchbruch als Dramatiker erlebte er 1991 mit seinem Welterfolg "Angels in America", einer Mischung aus Zeitrevue, Schwulenemanzipationsdrama und Totentanz. 1993 erhielt er dafür u.a. den Pulitzerpreis. Immer wieder streitet er offensiv und emphatisch für die Rechte von Minderheiten. Er übersetzte Brecht ins Amerikanische und schrieb Drehbücher für Steven Spielberg, darunter das Script für den Spielfilm über das Massaker an der israelischen Olympiamannschaft "München" und für Spielbergs Biopic "Lincoln", das Kushner gerade eine Oscar-Nominierung einbrachte.

Nachtkritiken zu Stücken von Tony Kushner:

- Homebody / Kabul am Staatsschauspiel Dresden (4/2008)

- Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen zu Kapitalismus und Sozialismus mit Schlüssel zu Heiligen Schrift (DEA) am Nationaltheater Mannheim (1/2012)

- Tiny Kushner am Nationaltheater Mannheim (6/2012)

- Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen zu Kapitalismus und Sozialismus mit Schlüssel zu Heiligen Schrift am Wiener Volkstheater (2/2013)

Kuttner, Jürgen

Jürgen Kuttner, geboren 1958 in Ost-Berlin, ist Moderator, Theatermacher und Videoschnipselvorführer.

Er studierte Kulturwissenschaften an der Humboldt Universität Berlin, promovierte und war bis zur Wende Mitglied beim Verband Bildender Künstler der DDR. 1990 beteiligte er sich an der Gründung der Ostausgabe der tageszeitung, für die er bis 1992 tätig war. Als Rundfunk- und Fernsehmoderator wurde er durch Sendungen wie "Null Uhr Kuttner", "Kuttner zweimal klingeln", die Nightline auf YOU FM und die "Sprechfunk"-Sendung auf Radio Fritz bekannt. Gemeinsam mit seiner Tochter Sarah Kuttner moderierte er die Sendung "Kuttner und Kuttner" auf radioeins. Kuttners Karriere bei den öffentlich-rechtlichen Sendern erfuhr 1995 eine Unterbrechung, als der Moderator seine IM Tätigkeit beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR in den Jahren 1977 bis 1983 bekannte.

Im Theater erlangte Kuttner durch seine Videoschnipselvorträge "Von Mainz bis an die Memel" an der Berliner Volksbühne Kult-Status. 2005 arbeitete er für "Helden des 20. Jahrhunderts" zum ersten Mal mit dem Regisseur Tom Kühnel zusammen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und/oder mit Jürgen Kuttner:

Fordlandia zusammen mit Tom Kühnel am Schauspiel Köln (10/2007)

Die Nibelungen am Staatstheater Stuttgart, R: Christian Weise (6/2010)

Die Sorgen und die Macht, zusammen mit Tom Kühnel am Deutschen Theater Berlin (9/2010)

Capitalista, Baby! zusammen mit Tom Kühnel am Deutschen Theater Berlin (11/2011)

Demokratie zusammen mit Tom Kühnel am Deutschen Theater (9/2012)

Lola Montez am Residenztheater München (1/2013)

Agonie zusammen mit Tom Kühnel am Deutschen Theater Berlin (9/2013)

Links:

www.kuttner.de

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