Samstag, 01. November 2014

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P

Begriff Definition
P14

P14, 1993 gegründet, ist der Jugendtheaterclub der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, unter der Leitung von Sebastian Mauksch zwischen 2001 und 2007 eine der großen Schauspieler-Nachwuchsschmieden des deutschen Theaters. Viele der Jugendlichen wechselten aus dem Laienensemble an Schauspielschulen, oder spielten gleich Rollen in Filmen oder an großen Theatern wie Maria Kwiatkowsky oder Lilith Stangenberg.

Weihnachten 2009 fanden sich Ehemalige im Berliner Ballhaus Ost (wo manche Ex-P14er inzwischen ihre künstlerische Heimat haben) zu einem Krippenspiel zusammen – eine Gelegenheit, auch noch einmal die P14-Geschichte im letzten Jahrzehnt zu streifen. Im März 2010 nahm P14 mit der Fassbinder-Diven-Revue Bitte gehen Sie mir aus dem Licht am Off-Festival "100° Berlin" teil.

PACT Zollverein Essen

In der Waschkaue der Essener Zeche Zollverein haben einst bis zu 3.000 Kohlebergarbeiter geduscht. Die Wände sind immer noch gefliest und Seifenstückchen liegen in den Seifenschalen, aber längst sind Tanz- und Theatermacher eingezogen. PACT Zollverein fördert Künstler, die zwischen den Sparten arbeiten und will Wandel weiter mitvorantreiben. Esther Boldt porträtiert das Haus, das in den vergangenen Jahren Strahlkraft übers Ruhrgebiet hinaus entwickelt hat.

Palmetshofer, Ewald

Ewald Palmetshofer, 1978 in Mönchdorf im Mühlviertel/Oberösterreich geboren, ist Dramatiker.

Nach einem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Germanistik, Theologie, Philosophie, Psychologie und Pädagogik in Wien debütierte er 2005 mit seinem Stück "sauschneidn. ein mütterspiel", das den Retzhofer Literaturpreis für junges Drama gewann. In der Saison 2007/08 wurde Palmetshofer Hausautor am Schauspielhaus Wien, wo er weiterhin auch als Gastdramaturg arbeitet. 2007 entstand am Schauspielhaus "hamlet ist tot. keine schwerkraft", das in der Regie von Felicitas Brucker zur Theaterbiennale des Staatstheaters Wiesbaden "Neue Stücke aus Europa 08" sowie zu den Mülheimer Theatertagen 2008 eingeladen wurde. Anlässlich dieser Nominierung für den Mülheimer Dramatikerpreis porträtierte Andreas Klaeui Stück und Autor für die Festivalseite nachtkritik-stuecke08.de. Der Künstler ist ebendort auch in Bild und Ton zu erleben. Im selben Jahr wurde Palmetshofer in der Kritikerumfrage von Theater heute zum Nachwuchsautor 2008 gewählt und erhielt den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI.

Charakteristisch ist die elliptische Poesie der Palmetshofer'schen Dialoge, die sich mit postrukturalistisch geschulten Figurenmonologen verbindet. Die so entstehende Diskurshaftigkeit und Theoriebetontheit der Stücke ist auf nachtkritik.de bereits zum Gegenstand eingehender Forums-Debatten geworden.

Mit "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete", ebenfalls in der Regie von Felicitas Brucker am Schauspielhaus Wien uraufgeführt, erhielt Palmetshofer 2010 seine zweite Einladung zu den Mülheimer Theatertagen. Im Januar 2010 beteiligte er sich am Wiener Schauspielhaus am Themenabend Gesegnet sei mein Leib. Kunst als Egokirche.

Nachtkritiken zu Stücken von Ewald Palmetshofer:

hamlet ist tot. keine schwerkraft am Schauspielhaus Wien (11/2007)

Das Ende kommt schon noch im Rahmen der Deutschlandsaga an der Berliner Schaubühne (3/2008)

wohnen. unter glas am Schauspielhaus Graz (3/2008)

wohnen. unter glas am Volkstheater München (4/2008)

hamlet ist tot. keine schwerkraft am Luzerner Theater (9/2008)

hamlet ist tot. keine schwerkraft am Nationaltheater Mannheim (1/2009)

helden am Mülheimer Theater an der Ruhr  (3/2009)

faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete am Schauspielhaus Wien (4/2009)

wohnen. unter glas in der Box des Deutschen Theaters Berlin (5/2009)

faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete am Nationaltheater Mannheim (11/2009)

herzwurst. immer alles eine tochter am Schauspielhaus Wien (1/2010)

tier, man wird doch bitte unterschicht (UA) am Staatsschauspiel Dresden (9/2010)

hamlet ist tot. keine schwerkraft in der Box des Deutschen Theaters Berlin (12/2010)

faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete am Schauspielhaus Graz (4/2011)

Körpergewicht. 17% am Schauspielhaus Wien (10/2011)

räuber.schuldengenital am Burgtheater Wien (12/2012)

räuber.schuldengenital am Residenztheater München (5/2013)

Pataki, Jarg

Jarg Pataki, geboren 1962 in der Schweiz, ist Regisseur für Oper und Schauspiel.

Ab 1986 studierte er Chorleitung am Konservatorium Basel/Genf, von 1991 bis 1995 Schauspiel an der Ecole Supérieure d'Art Dramatique Genève und von 1995 bis 1997 Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Pataki hat sich auch einen Namen durch seine Arbeit mit lebensgroßen Puppen gemacht.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jarg Pataki:

Fremdwerden I –III am Theater Freiburg (3/2008)

Fragmente einer Sprache der Liebe am Züricher Theater am Neumarkt (6/2008)

Ein Volksfeind am Hamburger Schauspielhaus (11/2008)

Der Sturm am Theater Freiburg (2/2009)

Die Dreigroschenoper am Hamburger Schauspielhaus (4/2010)

Das Himbeerreich am Theater Freiburg (12/2013)

Pensotti, Mariano

Mariano Pensotti, geboren 1973 in Buenos Aires/Argentinien, ist Theaterregisseur.

Er studierte in Buenos Aires Szenisches Schreiben bei Daniel Veronese und Alejandro Tantanian sowie Regie bei Ruben Szuchmacher. Seit Anfang der 1990er Jahre im Theater aktiv, arbeitete Pensotti in den letzten Jahren wiederholt im deutschsprachigen Raum.

Pensotti pflegt in seinen Inszenierungen eine nonlineare Erzählweise. Er verwendet kinematographische Elemente und montiert Stücke aus einer Vielzahl fragmentierter Geschichten. In jüngster Zeit beschäftigt sich der Künstler auch mit ortsspezifischen Performances im öffentlichen Raum und war mit einer urbanen Intervention 2010 am internationalen Projekt Parallele Städte von Stefan Kaegi/Lola Arias beteiligt. In ihrem Theaterbrief aus Argentinien stellt Anne Phillips-Krug den Künstler für nachtkritik.de vor.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Mariano Pensotti:

kollege von niemand beim steirischen herbst (10/2008)

Enzyklopädie des ungelebten Lebens beim steirischen herbst 2010 (10/2010).

Perceval, Luk

Luk Perceval, geboren 1957 in Lommel/Belgien, ist Regisseur.

Nach dem Schauspielstudium war er von 1980 bis 1985 an der KNS in Antwerpen engagiert und gründete 1984 gemeinsam mit Guy Joosten die "Blauwe Maandag Compagnie". 1997 fusionierte die freie Gruppe mit dem Ensemble der Koninklije Nederlandese Schouwburg zu "Het Toneelhuis", dessen künstlerische Leitung Perceval übernahm.

1997 realisierte Perceval gemeinsam mit Tom Lanoye in Gent das Projekt "Ten Oorlog", eine Bearbeitung der Shakespeare'schen Königsdramen um die Rosenkriege, deren Aufführung mehr als 10 Stunden dauerte. Unter dem Titel "SCHLACHTEN!" brachte Perceval diese Arbeit 1999 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg heraus und feierte damit seinen Durchbruch in Deutschland.

Er wurde mit dieser Produktion zum Berliner Theatertreffen eingeladen und erhielt dort den 3sat-Innovationspreis. Aus der Umfrage des Fachmagzin Theater heute ging sie als Inszenierung des Jahres 2000 hervor. 2002 erhielt Perceval seine zweite Theatertreffeneinladung für "Traum im Herbst" von Jon Fosse, an den Münchner Kammerspielen inszeniert. 2010 wird er mit Falladas "Kleiner Mann, was nun?", ebenfalls aus München, zum dritten Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Von 2005 bis 2009 war Perceval Hausregisseur an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. 2008 übernahm er die Leitung für den Studiengang Regie und Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg.

Seit der Saison 2009/2010 ist Perceval leitender Regisseur am Thalia Theater Hamburg.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Luk Perceval:

Molière. Eine Passion Koproduktion der Berliner Schaubühne und der Salzburger Festspiele (7/2007)

Penthesilea an der Berliner Schaubühne (2/2008)

Troilus und Cressida Koproduktion der Münchner Kammerspiele und der Wiener Festwochen (5/2008)

Anatol an der Berliner Schaubühne (11/2008)

Nach der Probe am Schauspiel Hannover (1/2009)

Kleiner Mann, was nun? an den Münchner Kammerspielen (4/2009)

2beornot2be am Thalia Theater Hamburg (9/2009)

The Truth about THE KENNEDYS am Thalia Theater Hamburg (9/2009)

Kinder der Sonne am Thalia Theater Hamburg (3/2010)

Große Freiheit Nr. 7 am Thalia Theater Hamburg (4/2010)

Hamlet am Thalia Theater Hamburg (9/2010)

"My Darkest Star" live in concert: Draußen vor der Tür am Thalia Theater Hamburg (4/2011)

Der Kirschgarten am Thalia Theater Hamburg (3/2012)

Herzzentrum I-IV am Thalia Theater Hamburg (szenische Einrichtung, 8/2012)

Jeder stirbt für sich allein am Thalia Theater Hamburg (10/2012)

Die Brüder Karamasow am Thalia Theater Hamburg (4/2013)

Der nackte Wahnsinn am Thalia Theater Hamburg (10/2013)

Schande an den Münchner Kammerspielen (12/2013)

Perrig, Elias

Elias Perrig, 1965 in Hamburg geboren, ist ein Schweizer Regisseur.

Perrig studierte Molekularbiologie in Basel, ehe er sich für eine Theaterlaufbahn entschied. Er arbeitete u.a. am Theater Lübeck, am Staatstheater Kassel, am Theater am Neumarkt Zürich, am Schauspielhaus Zürich, am Staatstheater Hannover und am Grillo Theater Essen. Von 1999 bis 2005 war er Hausregisseur am Staatstheater Stuttgart. Von 2006 bis 2012 war Elias Perrig Schauspieldirektor am Theater Basel.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Elias Perrig:

Liebe und Geld am Theater Basel (3/2008)

Wer hat's erfunden am Theater Bern (5/2008)

Eine Familie am Theater Basel (11/2009)

Sennentuntschi am Berner Theater (12/2009)

DNA am Theater Basel (03/2010)

Waisen am Theater Basel (10/2010)

Drei Schwestern am Theater Basel (5/2011)

Die Götter weinen am Theater Basel (9/2011)

Das weite Land am Theater Basel (2/2012)

Triptychon eines seltsamen Gefühls am Theater Basel (6/2012)

Wie es euch gefällt am Theater Heidelberg (12/2012)

Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen am Volkstheater Wien (2/2013)

Peschel, Milan

Milan Peschel, 1968 in Ost-Berlin geboren, ist als Theater- und Filmschauspieler sowie als Theaterregisseur aktiv.

Ausgebildet an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", gehörte Peschel in den Jahren 1997 bis 2008 zum Ensemble der Berliner Volksbühne, wo er sich mit seiner fiebrigen, erschöpfungsbereiten Spielweise zu einem der markanten Köpfe im Theater von Frank Castorf entwickelte (siehe dazu auch den Blog über die berühmten Volksbühnen-Abgänger). Peschels Schauspielkunst wurde im Jahr 2007 anlässlich einer Nachtkritik zu Castorfs Adaption von Emil und die Detektive unter den nachtkritik-Kommentatoren ausgiebig diskutiert.

Als Regisseur arbeitet Peschel regelmäßig an Deutschlands einzigem Staatstheater für Kinder und Jugendliche, dem Theater an der Parkaue.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und mit Milan Peschel:

Nord bei den Wiener Festwochen und an der Berliner Volksbühne (6/2007)

Emil und die Detektive in der Berliner Volksbühne (12/2007)

Anna Karenina bei den Ruhrfestspielen und am Berliner Maxim Gorki Theater (5/2008)

Das doppelte Lottchen am Theater an der Parkaue Berlin (Regie) (7/2008)

Rummelplatz am Berliner Maxim Gorki Theater (1/2009)

Die Glasmenagerie am Berliner Maxim Gorki Theater (Regie) (3/2010)

Nach Moskau! Nach Moskau! eine internationale Ko-Produktion an der Berliner Volksbühne (5/2010)

Das Gespenst von Canterville am Theater an der Parkaue Berlin (Regie) (2/2011)

Sein oder Nichtsein am Maxim Gorki Theater Berlin (Regie) (4/2011)

Aus dem bürgerlichen Heldenleben am Staatstheater Hannover (Regie) (1/2012)

Der kleine Bruder am Maxim Gorki Theater Berlin (Regie) (4/2012)

Alles Gold was glänzt (UA, Regie) am Theater Heidelberg (11/2012)

Juno und der Pfau im Deutschen Theater Berlin (1/2013)

Gladow-Bande am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2013)

PeterLicht

PeterLicht, im letzten Drittel des 20. Jahrhunders geboren, wie er selbst wissen lässt, ist ein Musiker, Autor und machmal auch Regisseur aus Köln.

Zunächst gab es nur seine Stimme, erst später einen Namen dazu: PeterLicht (ohne Leerzeichen!). Anfangs erschienen seine Lieder unter dem Namen Meinrad Jungblut. Ein Gesicht dazu gab es sehr lange nicht. Erst als PeterLicht auf der Leipziger Buchmesse 2006 sein Buch "Wir werden siegen. Buch vom Ende des Kapitalismus" vorstellte, trat er öffentlich auf.

Noch 2007 bei seinem Auftritt im Rahmen des Klagenfurter Literaturwettbewerbs durfte seine Lesung nur von hinten gefilmt werden. Ebendort erhielt er für seinen Text "Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends" den 3sat-Preis und den Klagenfurter Publikumspreis. 2009 war PeterLicht Kurator des "Festivals vom unsichtbaren Menschen" an den Münchner Kammerspielen. Der von ihm selbst inszenierte Abend Räume Räumen basierte auf seinen Liedern und dem Klagenfurter Preistext. Im Mai 2009 gab er ein Konzert auf dem Stücke-Fest der Mülheimer Theatertage.

Nachtkritiken zu Stücken von, mit und ohne PeterLicht:

Räume Räumen in den Münchner Kammerspielen (1/2009)

Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends im Theater Basel (9/2009)

Der Geizige. Ein Familiengemälde nach Molière am Maxim Gorki Theater Berlin (2/2010)

Der Geizige. Ein Familiengemälde nach Molière am Theater Bielefeld (11/2010)

Der Geizige. Ein Familiengemälde nach Molière am Schauspielhaus Wien (2/2012)

Lieder vom Ende des Kapitalismus, Auftritt beim Sommerfestival auf Kampnagel Hamburg (8/2012)

Das Sausen der Welt am Schauspiel Köln (2/2013)

Links:

http://peterlicht.de

Petras, Armin

Armin Petras, geboren 1964 im sauerländischen Meschede ist Regisseur, Theaterleiter und Autor, letzteres meist unter dem Pseudonym Fritz Kater. Seit der Spielzeit 2013/14 ist er Indendant des Schauspiel Stuttgart.

1969 mit seinen Eltern in die DDR übergesiedelt, studierte Petras Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", war Oberspielleiter am Theater Nordhausen, Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel, Hausregisseur am Schauspiel Frankfurt und Kurator der Spielstätte schmidtstrasse12 in Frankfurt am Main. Von 2006 bis 2013 war Petras Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters.

Nachtkritik-Texte und -meldungen zu Armin Petras:

Armin Petras bleibt bis 2016 am Maxim Gorki Theater (12/2008)

Armin Petras wird 2013 Schauspielchef in Stuttgart (10/2011)

Nachtkritiken zu Inszenierungen und Stücken von Armin Petras:

Horns Ende Schauspiel Leipzig (3/2006)

Der Schimmelreiter am Schauspiel Köln (6/2007)

Heaven (zu tristan) am Schauspiel Frankfurt (9/2007, eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen '08 – hier gehts zum Stückdossier auf der nachtkritik.de-Seite zum Festival)

Gertrud am Schauspiel Frankfurt (12/2007, eingeladen zum Theatertreffen '08)

Mefisto forever am Berliner Maxim Gorki Theater (2/2008)

Als wir träumten am Schauspiel Leipzig (4/2008)

Zwei arme Polnisch sprechende Rumänen bei den Wiener Festwochen (6/2008)

Brand am Hamburger Thalia Theater (9/2008)

Ödipus auf Cuba im Maxim Gorki Theater Berlin (11/2008)

Rummelplatz im Maxim Gorki Theater Berlin

Opening Night am Schauspiel Frankfurt (3/2009)

Rose – oder Liebe ist nicht genug am Hamburger Thalia Theater (4/2009)

Zornig geboren bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen (6/2009)

Die Korrektur beim Korrekturen-Spektakel im Maxim Gorki Theater Berlin (7/2009)

Abschlussfeier im Anhaltisches Theater Dessau (10/2009)

Der Kaufmann von Venedig am Maxim Gorki Theater Berlin (10/2009)

Der Besuch der alten Dame am Staatsschauspiel Dresden (12/2009)

Der Krieg an den Kammerspielen München (3/2010)

Herakles-Trilogie am Theater Basel (4/2010, Autor)

we are blood am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2010, Text & Regie)

Ein Mond für die Beladenen am Schauspielhaus Bochum (6/2010)

Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten am Staatstheater Stuttgart (7/2010, Regie)

Die Blechtrommel bei der Ruhrtriennale/am Maxim Gorki Theater (9/2010, Autor bzw. Bearbeiter von Günter Grass' Roman)

Die Hermannsschlacht an den Münchner Kammerspielen (10/2010)

Die Früchte des Zorns am Maxim Gorki Theater Berlin (12/2010)

Das Erdbeben in Chili am Staatsschauspiel Dresden (2/2011)

Droge Faust am Leipziger Centraltheater (3/2011)

Die Wohlgesinnten am Maxim Gorki Theater Berlin (9/2011)

John Gabriel Borkman an den Münchner Kammerspielen (2/2012)

Einar Schleef. Die Tagebücher am Maxim Gorki Theater, auch als Tänzer (2/2012)

zeit zu lieben zeit zu sterben am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2012, nur Autor)

We are camera/Jasonmaterial am Theater Augsburg (4/2012, nur Autor)

Bahnwärter Thiel am Maxim Gorki Theater Berlin (11/2012)

Demenz Depression und Revolution am Maxim Gorki Theater Berlin (1/2013)

Heaven (zu tristan) am Schauspiel Hannover (2/2013, nur Autor)

Leben des Galilei am Staatsschauspiel Dresden (3/2013)

Gladow-Bande am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2013)

Bauern sterben an den Münchner Kammerspielen (5/2013)

Der Hofmeister / Der Hals der Giraffe am Maxim Gorki Theater (6/2013)

Peymann, Claus

Claus Peymann, geboren am 7. Juni 1937 in Bremen, ist einer der renommiertesten deutschen Theaterregisseure und umstrittensten Intendanten deutschsprachiger Bühnen.

Peymann begann seine Regiearbeiten am Universitätstheater in Hamburg, war von 1966 bis 1969 Oberspielleiter des Frankfurter Theaters am Turm und ging zur Spielzeit 1970/1971 an die Berliner Schaubühne. Nachdem er sich mit Peter Stein und dessen basisdemokratischem System überwarf, arbeitete er von 1971 bis 1974 als freier Regisseur, bis er als Schauspieldirektor ans Schauspiel Stuttgart berufen wurde. Hier geriet er erstmals bundesweit in die Schlagzeilen, weil er Geld für die inhaftierte RAF-Terroristin Gudrun Ensslin sammelte, die einen Zahnersatz brauchte. Daraufhin setzte ihn der konservative Ministerpräsident Hans Filbinger unter Druck. Auch deshalb verließ Peymann Stuttgart nach fünf Jahren und wurde 1979, als Nachfolger von Peter Zadek, Intendant des Schauspielhauses Bochum.

1986 übernahm Peymann die Direktion des Burgtheaters in Wien. Hier förderte er moderne, österreich-kritische Theaterautoren wie Elfriede Jelinek, Peter Turrini und vor allem Thomas Bernhard. Die Folge waren heftige Auseinandersetzungen mit Teilen der Wiener Presse und der österreichischen Politik, die im Skandal um die Aufführung von Bernhards letztem Theaterstück "Heldenplatz" gipfelten. Zugleich holte Peymann namhafte Regisseure mit sehr unterschiedlichen Handschriften nach Wien, darunter Giorgio Strehler, Peter Zadek, Hans Neuenfels, Einar Schleef und George Tabori.

Nach dreizehn Jahren wechselte Peymann ans Berliner Ensemble, das er seit 1999 leitet. Kennzeichnend für seine Intendanz ist unter anderem ein andauernder, medienwirksamer Streit mit dem Dramatiker Rolf Hochhuth. Im Dezember 2009 ließ Peymann verlauten, dass er das Haus weiter leiten wolle. Zuletzt verlängerte er seine Intendanz bis 2016.

Peymann erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde wiederholt zum Theatertreffen eingeladen. Zu seinem 70. Geburtstag gratulierte ihm Tomo Mirko Pavlović auf nachtkritik.de, das Doku-Theater-Kollektiv Rimini Protokoll schenkte ihm eine Peymannbeschimpfung, außerdem erschien ein Lexikon Peymann von A - Z.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Claus Peymann:

Richard III. am Berliner Ensemble (2/2008)

Frühlings Erwachen am Berliner Ensemble (12/2008)

Trilogie der schönen Ferienzeit am Berliner Ensemble (12/2009)

Freedom and Democracy I hate you am Berliner Ensemble (9/2010)

Einfach kompliziert am Burgtheater/Berliner Ensemble (2/2011)

Dantons Tod am Berliner Ensemble (1/2012)

Kabale und Liebe am Berliner Ensemble (3/2013)

Plenzdorf, Ulrich

Mit seinem Buch "Die neuen Leiden des jungen W." ist Ulrich Plenzdorf berühmt geworden. In Ost- wie in West-Deutschland. In der DDR hat es nach dem Erscheinen 1972 eine heftige Debatte ausgelöst – und wurde dennoch zu einem der größten Bühnenerfolge. Am 9. August 2007 ist er 72-jährig gestorben. Ein Nachruf.

Pohle, Christiane

Christiane Pohle, 1968 geboren, ist Regisseurin.

Sie absolvierte zunächst eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Ihre erste Regiearbeit "Sitzen in Hamburg", 1999 auf Kampnagel frei nach Tschechows "Drei Schwestern" entstanden, wurde mit dem Impulse-Preis für Freies Theater und dem von der Akademie für Darstellende Künste und der Stadt Bensberg vergebenen Förderpreis für Regie 2001 ausgezeichnet.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Christiane Pohle:

Parzival an den Münchner Kammerspielen (6/2007)

Zones of my exclusions am Theater Basel (11/2007)

Zur schönen Aussicht an den Münchner Kammerspielen (4/2008) 

Freier Fall am Burgtheater Wien (5/2008)

Bulbus an den Münchner Kammerspielen (1/2009)

Die Marx-Saga am Thalia Theater Hamburg (10/2009)

Jeff Koons an den Münchner Kammerspielen (1/2011)

Die drei Schwestern am Thalia Theater Hamburg (4/2011)

Von morgens bis mitternachts am Centraltheater Leipzig (2/2012).

Polen

Polen. Seit seiner Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten aus Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

Theaterbriefe aus Polen:

Dirk Pilz: Tendenzen des polnischen Theaters (10/2007)

Roman Pawłowski: Politisches Theater im Polen der Kaczyński-Zwillinge (2/2008)

Szymon Wróblewski: Warum das polnische Theater jetzt auch Dramaturgen braucht (6/2008)

Anna R. Burzyńska: Wie sich die Provinz Aufmerksamkeit zu schaffen erhofft (9/2008)

Magda Piekarska: In Jelenia Góra tobt ein Kampf um das neue Theater (2/2009)

Wojtek Klemm: Theater und Staatstrauer, eine kommentierte Zusammenstellung von Stimmen nach dem Absturz der Regierungsmaschine bei Smolensk (4/2010)

Thomas Irmer: Ein Bericht vom Showcase im Rahmen des 30./31. Warschauer Theatertreffens (4/2011).

Anna R. Burzyńska: Jan Klata, Intendant des Krakauer Stary Teatr, wird vom ultrakonservativen Lager unter Druck gesetzt

Auf nachtkritik-Spieltriebe3 (2009) gibt es einen Bericht über die Theaterlandschaft Polen.

Nachtkritiken zu polnischen Theaterproduktionen:

Krakau-Berlin-XPRS vom Maxim Gorki Theater Berlin und dem Stary Teatr Krakau (6/2011)

Jackson Pollesch am Teatr Rozmaitości in Warschau (9/2011).

Links:
www.poltheatreinst.com
www.at.edu.pl

www.warszawskie.org


Siehe auch: Jan Klata, Wojetk Klemm, Małgorzata Sikorska-Miszczuk, Michal Walczak.

Politik im Freien Theater
Pollesch, René

René Pollesch, geboren 1962 in Friedberg/Hessen, ist Autor und Regisseur (ausschließlich in eigener Sache).

Pollesch studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, bevor er sich mit Inszenierungen eigener Texte einen Namen machte. In der Spielzeit 1999/2000 war Pollesch Hausautor am Luzerner Theater (hier entstand seine legendäre "Heidi Hoh"-Serie). Seit 2001 gestaltet er das Programm des Praters der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Außerdem realisierte Pollesch seine eigenen Texte u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Staatstheater Stuttgart, dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, am Wiener Burgtheater und in Zürich am Schauspielhaus. Für seine Dramen, die – mit Ausnahme der Prater-SAGA 2004/05 – einem strikten Nachspielverbot unterliegen, gewann er 2001 (World Wide Web-Slums) und 2006 (Cappuccetto Rosso) den Mülheimer Dramatikerpreis.

Anlässlich seiner Einladung zu den Mülheimer Theatertagen 2008 mit "Liebe ist kälter als das Kapital" äußert sich Pollesch auf nachtkritik-stuecke08.de in Bild und Ton und wird in einem ausführlichen Dossier zu Autor und Werk vorgestellt.  

Nachtkritiken zu Inszenierungen von René Pollesch:

L'affaire Martin! Occupe-toi de Sophie! Par la fenetre, Caroline! Le marriage de Spengler. Christine est en avance in der Berliner Volksbühne (10/2006)

Liebe ist kälter als das Kapital am Staatstheater Stuttgart (9/2007, eine Arbeit, die zu den Mülheimer Theatertagen 2008 eingeladen war. Auf der nachtkritik.de-Seite zum Festival findet sich ein umfangreiches Dossier zu Stück und Autor)

Diktatorengattinnen I in der Berliner Volksbühne (10/2007)

Hallo Hotel Nachtportier! in der Berliner Volksbühne (12/2007)

Darwin-Win & Martin Loser-Drag-King & Hygiene auf Tauris in der Berliner Volksbühne (4/2008)

Tal der fliegenden Messer (Ruhrtrilogie I) im Ringlokschuppen in Mülheim/Ruhr (6/2008)

Fantasma am Burgtheater Wien (12/2008, eine Arbeit, die zu den Mülheimer Theatertagen 2009 eingeladen war und dort den Publikumspreis gewann. Auf der nachtkritik.de-Seite zum Festival findet sich ein umfangreiches Dossier zu Stück und Autor. Und Martin Wuttke spricht in Bild und Ton über die Geburt von "Fantasma" aus dem Geiste der "Nackten Kanone 2 1/2")

Du hast mir die Pfanne versaut, du Spiegelei des Terrors! in der Berliner Volksbühne (1/2009)

Ein Chor irrt sich gewaltig im Prater der Berliner Volksbühne (4/2009)

Cinecittà aperta (Ruhrtrilogie II) im Ringlokschuppen Mülheim/Ruhr (6/2009 – einen Textauszug können Sie hier lesen)

Calvinismus Klein im Zürcher Schauspielhaus (12/2009)

Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang! in der Berliner Volksbühne (1/2010)

Mädchen in Uniform am Schauspielhaus Hamburg (2/2010)

Cinecittà aperta auf Gastspielreise in Istanbul (5/2010)

Peking Opel am Burgtheater Wien (5/2010)

Der perfekte Tag (Ruhrtrilogie III) in Mülheim an der Ruhr

Drei Western am Staatstheater Stuttgart (09/2010)

Sozialistische Schauspieler sind schwerer von der Idee eines Regisseurs zu überzeugen am Schauspiel Frankfurt (10/2010)

XY Beat an den Münchner Kammerspielen (11/2010)

Schmeiß dein Ego weg! in der Berliner Volksbühne (1/2011)

Fahrende Frauen am Schauspielhaus Zürich (5/2011)

Die Kunst war viel populärer als ihr noch keine Künstler wart! an der Berliner Volksbühne (6/2011)

Jackson Pollesch am Teatr Rozmaitości Warschau (9/2011)

Die Liebe zum Nochniedagewesenen am Akademietheater Wien (12/2011)

Kill your Darlings! Streets of Berladelphia an der Berliner Volksbühne (1/2012)

Wir sind schon gut genug! am Schauspiel Frankfurt (3/2012)

Neues vom Dauerzustand am Schauspielhaus Hamburg (9/2012)

Don Juan an der Berliner Volksbühne (9/2012)

Macht es für Euch! am Schauspielhaus Zürich (12/2012)

KapiTal der Puppen am Staatsschauspiel Dresden (2/2013)

Die Revolver der Überschüsse am Staatstheater Stuttgart (4/2013)

Der General an der Berliner Volksbühne (5/2013)

Glanz und Elend der Kurtisanen an der Berliner Volksbühne (9/2013)

Cavalcade or Being a holy Motor am Burgtheater Wien (9/2013)

Gasoline Bill an den Münchner Kammerspielen (11/2013)

Link:
pollesch.posterous.com

Prebble, Lucy

Lucy Prebble, geboren 1981 in Surrey/England, ist Fernseh- und Theaterautorin.

Nach einem Englisch-Studium an der Universität Sheffield schrieb sie 2004 ihr erstes abendfüllendes Stück "The Sugar Syndrom" und entwarf die TV-Serie "Secret Diary of a Call Girl" (für ITV 2). Mit ihrem epischen Revuestück über den Fall des New-Economy-Energieriesen "Enron", das am Londoner Royal Court, im West End und am New Yorker Broadway aufgeführt wurde, schuf sie eines der auch im deutschsprachigen Raum viel beachteten Stücke zur Finanzkrise.

Nachtkritiken zu Stücken von Lucy Prebble:

Enron am Staatstheater Nürnberg (10/2010)

Enron am Potsdamer Hans-Otto-Theater (10/2010).

Preuss, Philipp

Philipp Preuss, 1974 in Bregenz / Österreich geboren, ist Regisseur und Autor.

Nach einem Regie- und Schauspiel-Studium am Mozarteum Salzburg sowie einem Theaterwissenschafts- und Philosophie-Studium in Wien arbeitet Preuss seit 2001 als freier Regisseur. 2005 wurde er mit seiner Inszenierung von Georg Büchners "Dantons Tod" am Schauspiel Frankfurt zum Festival Radikal Jung nach München eingeladen. Da sich etliche seiner Projekte zwischen bildender und darstellender Kunst bewegen, nahm er an mehreren Ausstellungen teil.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Philipp Preuss:

Ein Teil der Gans am Deutschen Theater Berlin (10/2007)

Persona am Deutschen Theater Berlin (10/2007)

Karl Stuart am Theater Dortmund (5/2009)

Nekrassow am Theater Dortmund (11/2009)

Alice im Wunderland am Schauspiel Frankfurt (6/2010)

Die Kontrakte des Kaufmanns am Schauspiel Frankfurt (2/2011)

Roberto Zucco am Schauspiel Frankfurt (4/2012)

Kein Licht / Prometheus am Schlosstheater Moers (1/2013)

Schafinsel am Pfalztheater Kaiserslautern (3/2013)

Priebe, Maik

Maik Priebe, 1977 in Schwerin geboren, ist Regisseur.

Priebe schloss sein Regiestudium an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" 2008 mit "Sallinger" von Bernard Marie Koltès am bat-Studiotheater ab. Mit dieser Inszenierung wurde er zur "Woche junger Schauspieler" der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Bensheim eingeladen und mit dem Bensheimer Theaterpreis 2008 ausgezeichnet. 2009 erhielt Priebe den an Nachwuchskünstler vergebenen Kurt-Hübner-Regiepreis für seine Kasseler Inszenierung von John Osbornes "Blick zurück im Zorn".

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Maik Priebe:

Unschuld von Dea Loher am Theater Ingolstadt (10/2009)

Der goldene Drache von Roland Schimmelpfennig am Staatstheater Kassel (6/2010)

Kaspar Häuser Meer von Felicia Zeller am Deutschen Nationaltheater Weimar (9/2010)

Pride am Staatstheater Nürnberg (2/2011)

Auf der Greifswalder Straße am Theaterlabor Bremen (8/2013)

Odysseus! am Staatstheater Nürnberg (12/2013)

Prime Time Theater

Das Prime Time Theater in Berlin-Wedding ist ein sehr anderes Vorstadttheater. Wenn Sie wissen wollen, wie der Alltag im Clash der Kiez-Zivilisationen rund um die ehemalige Schering-Zentrale sich gestaltet, sind Sie hier recht am Ort. Aber obacht, die Eintrittskarten sind rare Ware. Ein Bericht von Esther Slevogt.

Pucher, Stefan

Stefan Pucher, geboren 1965 in Gießen, ist Regisseur.

Pucher studierte von 1988 bis 1994 Theaterwissenschaft und Amerikanistik in Frankfurt. Ab 1995 inszenierte er am Theater am Turm (TAT) in Frankfurt unter der Intendanz von Tom Stromberg. Bekannt machte Pucher 1997 ein Aufritt auf der X. documenta in Kassel, wo er eine gemeinsam mit der Performancegruppe Gob Squad erarbeitete Performance zeigte, die für Gob Squad ebenfalls der Durchbruch war: In "15 minutes to comply" jagte in einem Video-Loop ein Hund in einer unterirdischen Straßenbahnhaltestelle über eine Wand, während Performer live auf dem Bahnsteig einen seltsamen Warte-Tanz aufführten, bis die Straßenbahn kam, in der sie verschwanden.

Von 1998 bis 1999 entstanden Inszenierungen an der Berliner Volksbühne bei Frank Castorf und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg unter der Intendanz von Frank Baumbauer. Zwischen 2000 und 2004 war Pucher Hausregisseur am Schauspielhaus Zürich während der Intendanz von Christoph Marthaler. Seit 2004 inszeniert er in Berlin, München und Basel. Als Regisseur läßt Pucher sich von Tom Stromberg managen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Stefan Pucher:

Der Sturm an den Münchner Kammerspielen (11/2007)

Der Kaufmann von Venedig am Zürcher Schauspielhaus (2/2008)

M - Eine Stadt sucht einen Mörder am Maxim Gorki Theater Berlin (6/2008)

Die Perser am Zürcher Schauspielhaus (10/2008)

Maß für Maß an den Münchner Kammerspielen (1/2009)

Struwwelpeter am Burgtheater Wien (9/2009)

Platonow an den Münchner Kammerspielen (9/2009)

Antonius und Cleopatra am Wiener Burgtheater (12/2009)

Andersen. Trip zwischen den Welten am Hamburger Thalia Theater (3/2010)

Tod eines Handlungsreisenden am Zürcher Schauspielhaus (9/2010)

Rausch am Wiener Akademietheater (1/2011)

Mjunik Disco an den Münchner Kammerspielen (4/2011)

Tape in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin (06/2011)

Endspiel am Zürcher Schauspielhaus (9/2011).

Quijote. Trip zwischen Welten am Thalia Theater Hamburg (1/2012)

Satansbraten an den Münchner Kammerspielen (3/2012)

Ariodante am Theater Basel (5/2012)

Faust. Erster Teil am Schauspiel Frankfurt (9/2012)

Ein Sommernachtstraum am Thalia Theater Hamburg (11/2012)

Die Katze auf dem heißen Blechdach am Zürcher Schauspielhaus (2/2013)

Hedda Gabler bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen / Deutsches Theater Berlin (5/2013)

Woyzeck am Zürcher Schauspielhaus (9/2013)

Elektra am Deutschen Theater Berlin (11/2013)

Pullen, Annette

Annette Pullen, geboren 1974 in Gelsenkirchen, ist Regisseurin.

Nach dem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft, Germanistik und Anglistik in Gießen arbeitete sie von 2000 bis 2003 als Regieassistentin u.a. bei Michael Thalheimer, Stephan Kimmig und Leander Haußmann am Hamburger Thalia Theater.
Danach inszenierte sie als freie Regisseurin unter anderem am Thalia Theater, am Schauspielhaus Bochum, dem Schauspiel Hannover, in Essen, Stuttgart, Magdeburg , Heidelberg und Kiel.
2007 wurde ihr der Dr.-Otto-Kasten-Preis, der Förderpreis der Deutschen Intendanten für Nachwuchskünstler, verliehen.
Seit der Spielzeit 2011/2012 ist Annette Pullen leitende Regisseurin unter Intendant Ralf Waldschmidt am Theater Osnabrück.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Annette Pullen:

Iphigenie auf Tauris am Theater Magdburg (3/2008)

Fremdes Haus am Staatstheater Stuttgart (9/2008)

Kein Schiff wird kommen am Staatstheater Stuttgart (2/2010)

Die Frau vom Meer am Theater Kiel (5/2010)

Einige Nachrichten an das All am Nationaltheater Weimar (2/2011)

Car Wash am Staatstheater Stuttgart (5/2011)

Eine Stille für Frau Schirakesch am Theater Osnabrück (9/2011)

Die Ratten am Theater Osnabrück (10/2012)

Ich wünsch mir eins (UA) am Theater Osnabrück (12/2012)

Die Mittagsfrau am Theater Osnabrück (5/2013)

Puppentheater

Auch mit dem Spezial-Genre Puppentheater sind Nachtkritiker schon verschiedentlich in Berührung gekommen, zum Beispiel beim Gastspiel des Theaters Sologon, der berühmtesten Puppentheatergruppe aus Mali, in Mülheim (7/2009).

Hierzulande hat sich vor allem die Berliner Trashpuppenspieltruppe von Das Helmi Ruhm erworben. Beim renommierten Off-Festival Impulse 2007 ging der erstmals vergebene Dietmar. N. Schmidt-Preis für eine herausragende künstlerische Einzelleistung an Leon, den knautschigen Hauptdarsteller aus ihrer Puppentheaterversion von "Leon der Profi". Beim Impulse-Festival 2009 wurde, außerhalb des offiziellen Wettbewerbs, ihr Aufklärungsstück Let's talk about sex gezeigt. Mit ihrem Stück "Faust auf Faust" tourten die Helmianer wiederum im Sommer 2008 zunächst durch Brasilien und traten im Herbst dann damit in Frankfurt auf. Im November 2010 beteiligten sie sich an einer Freiburger Inszenierung von Katrin Henschel: Käthchen mein Mädchen.

Einen Namen gemacht hat sich in Theaterkreisen auch die Puppenkünstlerin Suse Wächter, die nach ihren legendären "Helden des 20. Jahrhunderts" im April 2010 an der Neuköllner Oper die Puppen-Gala Helden der Oper herausbrachte. Suse Wächter arbeitet oft mit dem Regisseur Tom Kühnel zusammen, etwa im März 2008 für das Stück Go West – eine Familie wandert aus von Saša Stanišic, das die beiden in Graz zur Uraufführung brachten. Für Christian Weises Falk-Richter-Inszenierung Wenn es Nacht wird. Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs im März 2010 am Berliner Ballhaus Ost kreiierte Wächter die Masken, Franziska Müller-Hartmann und Lilian Matzke Puppen und Marionetten. Im November 2010 führte sie am Schauspiel Köln ihre eigene Inszenierung Agrippina- die Kaiserin aus Köln auf.

Im Volksbühnen-Prater ließ die Regisseurin Claudia Bauer bei Virgin Queen für Sandra Hüller als Elisabeth I. die Puppen tanzen (06/2009). Und die französische Truppe Royal de Luxe hat für die Berliner Festspiele mit einem mehrtätigen Riesenpuppenspektakel die Gastspielsaison spielzeiteuropa 2009/10 eröffnet.

Py, Olivier

Olivier Py, 1965 in Grasse geboren, französischer Autor, Schauspieler, Regisseur und Intendant/Festivalleiter

Olivier Py ist seit 2007 Intendant des Odéon-Theatre de l'Europe in Paris und ab 2014 Direktor des Festival d'Avignon. In den Nuller Jahren entwickelte er sich vom Schauspiel- zum fast ausschließlichen Opernregisseur; seine Inszenierung von Meyerbeers "Les Huguenots" am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel wurde von der Zeitschrift "Opernwelt" 2011 zur "Inszenierung des Jahres" gewählt.

Olivier Py auf nachtkritik.de:

Presseschau vom 18. April 2011 – die FAZ schreibt über den Fall Olivier Py und die französische Kulturpolitik

Meldung: Olivier Py wird Leiter des Festival d'Avignon

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Olivier Py:

Die Sonne (UA) an der Volksbühne Berlin (11/2011)

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