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Begriff Definition
Impulse

Das Theaterfestival Impulse versammelt alle zwei Jahre in NRW wichtige Off-Produktionen und gilt als Theatertreffen der Freien Szene.

Mitinitiiert wurde das Festival Impulse 1990 u.a. von Dietmar N. Schmidt, dem damaligen Leiter des NRW-Kultursekretariats, neben den Städten Veranstalter des Festivals. Künstlerisch geleitet wurde es von 2007 bis 2011 von Matthias von Hartz und Tom Stromberg, seitdem von Florian Malzacher, der zunächst weitreichende Neuerungen ankündigte; Ende November 2012 wurde dann bekannt, dass die Finanzierung für das Festival 2013 noch nicht steht. Nach dem Rückzug der Kunststiftung NRW aus der Förderung stand das Festival Anfang 2014 kurzeitig vor dem Aus. 100 Künstler*innen protestierten dagegen in einem Offenen Brief. Die Entwarnung kam erst im Januar 2015.

Nachtkritiken und weitere Beitreäge zu vergangenen Impulse Festivals:

Räuber Hotzenplotz von Showcase Beat Le Mot, das den Impulse-Preis des Goethe-Instituts erhielt (3/2007)

Relevanz-Show von She She Pop (11/2007)

Fight Club – realtekken von God's Entertainment (11/2007)

While We Were Holding It Together von Ivana Müller, das auch mit dem Preis für die beste Off-Theater-Produktion ausgezeichnet wurde. (11/2007)

Abschlussdiskussion des Festivals 2007 (12/2007)

Meldung über die eingeladenen Produktionen zum Impulse Festival (9/2009

Impulstext der Impulse-Macher Matthias von Hartz und Tom Stromberg (11/2009)

Beitrag über den Status der Freien Szene als Castingformat für die Stadttheater von Samuel Schwarz (11/2009)

Blogsplitter vom Festival (11/2009)

Festivalbericht zur Halbzeit (12/2009)

Bericht über die Preisträger 2009 (12/2009)

Meldung über das Programm der 2011-Edition (3/2011)

Impulse-Macher Matthias von Hartz über die Wiedergeburt des Stadttheaters aus dem Geist der freien Szene (6/2011)

Bericht über den ersten Marathon der 2011-Edition (6/2011)

Meldung: Aus für das NRW-Festival Impulse? (02/2014)

Kommentar: Kommentar zum drohenden Aus für das große Freie-Szene-Festival "Impulse" (2/2014)

Meldung: 100 Kulturschaffende fordern in einem offenen Brief den Erhalt der Impulse Theater Biennale (3/2014)

Meldung: Impulse Festival 2015 findet statt (1/2015)

Meldung: Festival Impulse für 2016 gesichert (4/2015)

Presseschau: Florian Malzacher über das Festival Impulse, Stadttheater-Freie-Szene-Unterschiede und Bernd Stegemanns Thesen zur Frage der Repräsentation (10.06.2015)

Festivalübersicht: Impulse 2015 (6/2015)

Presseschau: Das Deutschlandradio findet beim Impulse-Festival Argumente gegen Bernd Stegemann (6/2015)

Bericht: Impulse Theater Festival 2015 - Das Festival der Freien Theaterszene offerierte ein labyrinthisches Studium Universale für verspielte Erwachsene (6/2015)


Link:

www.festivalimpulse.de

Inklusionstheater

Inklusionstheater meint Theater mit geistig behinderterten Schauspielern ebenso wie Projekte, bei denen Schauspieler mit und ohne Behinderungen zusammen arbeiten. Einen Überblick zum Stand im Inklusionstheater und darüber, wie Schauspieler mit Behinderungen die großen Off-Bühnen erobern, gab Georg Kasch im November 2012. 2016 berichtete er im Nachfolgetext Inklusionstheater II von den umwälzenden Entwicklungen, die sich seitdem beobachten lassen.

Als der Schlingensief-Schauspieler Achim von Paczensky im Jahr 2012 starb, würdigte Wolfgang Behrens seine grandiosen Auftritte in "Chance 2000" oder "Rosa Luxemburg". Bereits 2007 stellte Alexander Schnackenburg das inklusive Blaumeier-Atelier in Bremen vor.

Dschingis Khan, das 2012 von der freien Gruppe Monster Truck mit Schauspielern des Berliner Theater Thikwa am FFT Düsseldorf inszeniert wurde, löste auf nachtkritik.de eine heftige Kommentardiskussion aus. Matthias Weigel befragte die Macher von Monster Truck im Videointerview. Wolfgang Behrens besprach das Gastspiel der Inszenierung beim Heidelberger Stückemarkt 2013.

Jérôme Bels Disabled Theater, das er mit Schauspielern des Zürcher Theater Hora erarbeitete und 2012 beim Festival d'Avignon herausbrachte, wurde zum Theatertreffen 2013 eingeladen (der TT-Shorty dazu) und sorgte dort ebenfalls für kontroverse Diskussionen. Im Rahmen des Theatertreffen-Symposiums "Behinderte auf der Bühne - Künstler oder Exponate?" beschreibt der Theaterwissenschaftler Benjamin Wihstutz in einem Impulsreferat die emanzipatorische Qualität des Abends.

Nachtkritiken zu Inszenierungen, in denen Inklusion eine wichtige Rolle spielt:

Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna an der Deutschen Oper Berlin (4/2008)

Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir auf der Ruhrtriennale in Duisburg (9/2008), auch: Bericht von der Eröffnung des Berliner Theatertreffens 2009, zu der es auch einen Redaktionsblog gibt (5/2009)

Der Zwischenstand der Dinge am Maxim Gorki Theater Berlin (11/2008)

Via Intolleranza II in der Koninklijke Vlaamse Schouwburg in Brüssel (5/2010)

Food Court beim No Limits Festival (11/2011)

Weiberrevue XL am Theater RambaZamba / No Limits Festival (11/2011)

Ganesh Versus the Third Reich bei den Wiener Festwochen (5/2012)

Disabled Theater beim Festival d'Avignon (7/2012), auch: Shorty zum Gastspiel beim Theatertreffen 2013 (5/2013)

Dschingis Khan. Eine musikalische Völkerschau am FFT Düsseldorf, auch: Videointerview mit Monster Truck

Stallerhof am Deutschen Theater Berlin (2/2013)

Parzivalpark auf Kampnagel (10/2013)

Regie von Monster Truck in den Sophiensaelen Berlin (4/2014)

Mars Attacks! in der Roten Fabrik Zürich (5/2014)

Madame Bovary am Staatstheater Darmstadt (10/2014)

Schwestern an den Berliner Sophiensaelen  (11/2014)

Prinz Friedrich von Homburg am Staatstheater Darmstadt (12/2014)

Ein Bericht für eine Akademie / In der Strafkolonie am Staatstheater Darmstadt (4/2015)

Display! Sortiert euch! am Theater Rampe Stuttgart (7/2015)

De Utvalgte (Die Auserwählten) beim No Limits Festival (11/2015)

Onkel Wanja am Staatstheater Darmstadt (2/2016)

Der gute Mensch von Downtown am Theater RambaZamba (2/2016)

Die beste aller möglichen Welten am Staatstheater Darmstadt (3/2016)

 

Mehr zum Thema:

Inklusionstheater – Wie Schauspieler mit Behinderungen die großen Off-Bühnen erobern von Georg Kasch (11/2012)

Presseschau vom 29. April 2013: Anke Dürr im kulturSpiegel über "Disabled Theater" und andere Produktionen mit behinderten Schauspielern

Presseschau vom 22. Mai 2013: Matthias Dell hat auf freitag.de massive Einwände gegen Jérôme Bels Inszenierung "Disabled Theater"

Presseschau vom 23. Mai 2013: Die SZ über Theater mit Schauspielern mit Behinderung

Presseschau vom 25. September 2014: Die SZ über das Staatstheater Darmstadt, das mit Jana Zöll und Samuel Koch zwei Schauspieler im Rollstuhl engagiert hat

Presseschau vom 23. Juni 2015: Im Darmstädter Echo hält Intendant Karsten Wiegand am Kurs des Theaters fest

Inklusionstheater II – Mehr zum Status Quo des Theaters im Umgang mit Behinderung auf der Bühne, vier Jahre nach "Disabled Theater" von Georg Kasch (4/2016)

Meldung vom 27. Mai 2016: Schweizer Grand Prix Theater 2016 für Theater Hora

 

Internationales Ibsen Festival Oslo

Das Internationale Ibsen Festival wurde 1990 vom Norwegischen Nationaltheater in Oslo ins Leben gerufen und zeigt jährlich im August herausragende Ibsen-Inszenierungen aus aller Welt. Darüber hinaus vergibt das Festival zu jeder Edition Regieaufträge an international renommierte Ibsen-Regisseure.

Die 20. Ausgabe des Festivals wurde 2010 von Sebastian Hartmann mit einer Ibsenmaschine eröffnet. Laurent Chétouane inszenierte Nora oder Ein Puppenheim.

Link:

www.nationaltheatret.no

Internet und Theater

Internet und Theater – Das Theater versteht sich schon immer als Ort der Reflexion über Politik und Gesellschaft. Wie sieht es damit im digitalen Zeitalter aus? Ist der Cyberspace auch als Ort für Theater nutzbar? Sind die partizipativen Formen, wie sie das Netz ausgebildet hat, überhaupt noch kompatibel mit der Institution Theater? Welche Konsequenzen hat der radikale Strukturwandel der Öffentlichkeit für das Genre Kritik? Fest steht: die digitalen Medien bilden nicht nur neue Kulturtechniken aus. Sie verändern auch die alten.

In einer gemeinsamen Konferenz ging nachtkritik.de gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung und in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung am 8./9. Mai 2013 in Berlin unter der Überschrift "Theater und Netz" der Frage nach, wie das Theater und die Kritik durch das Internet verändert werden. Hier das komplette Konferenz-Programm.
Die zweite Ausgabe des Festivals fand am 3./4. Mai 2014 in der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Die Vorträge wurden größtenteils in Videodokumentationen festgehalten. Hier die gesammelten Tweets und das Festival-Presseecho in der Presserundschau.
Die dritte Ausgabe der Konferenz fand am 2. und 3. Mai 2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Hier die Videodokumentation.und hier die Texte zu den Schwerpunkten der Konferenz "Theater und Netz. Vol. 3".

Vom 9. bis 13. Dezember 2013 fand in Kooperation von Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Bochum, Deutsches Theater Berlin, Schauspiel Hannover und Residenztheater München und mit freundlicher Unterstützung von nachtkritik.de unter dem Hashtag #TTW13 die erste Twitter-Theater-Woche Deutschlands statt.

Texte zum Thema Internet und Theater auf nachtkritik.de:

Report über Theater im Internet aus der Frühzeit des Netzes von Esther Slevogt (12/2001)

Flamings und Chats als Maskenspiel von Andreas Horbelt (4/2008)

Von der Geschichte der Nachtkritik und der Theaterkritik im Internet von Petra Kohse (1/2009)

Theaterkritik im Netz vor dem Hintergrund einer sich verändernden Öffentlichkeit am Beispiel von nachtkritik.de von Nikolaus Merck (3/2011)

Zur Krise der Theaterkritik und zur Kritik in Zeiten des Web 2.0 von Tobi Müller (8/2011)

Fünf Jahre nachtkritik.de – eine kleine Zwischenbilanz von Dirk Pilz (5/2012)

Das Barcamp Theater und Internet am Thalia Theater Hamburg von Esther Slevogt (11/2012)

Computerspiele und Theater – Wie die neue Medienkunst die Bühnenwirklichkeit verändert von Christian Rakow (11/2012)

Wie das Modell Crowdfunding im Theater ankommt (2/2013) von Esther Slevogt

– Buchkritik: Ulf Otto - Internetauftritte. Eine Theatergeschichte der Neuen Medien von Christian Rakow (4/2013)

Die Dauerpräsenz des Publikums im Internetzeitalter und seine Folgen für das Künstlerbild von Ina Roß (4/2013)

Über Theaterblogs, ihre Schwierigkeiten und ihre Chancen von Georg Kasch (5/2013)

Thesen zur Konferenz "Theater und Netz" – ein Bullshit-Bingo, umkleidet von dreißig Thesen von Christoph Kappes (5/2013)

Das Cyberleiber Festival am Schauspiel Dortmund von Sascha Westphal (6/2013)

– Buchkritik: Meike Wagner – Theater und Öffentlichkeit im Vormärz von Esther Slevogt (9/2013)

Playing Democracy: Ein Vortrag über das neue Game-Theater und seine politische Relevanz bei der Konferenz rePLAYCE the:City in Zürich von Christian Rakow (11/2013)

– Crowdfunding – In Frankfurt setzt die Aventis Foundation auf ein neues Fördermodell von Esther Boldt (11/2013)

Twitter und Theater – Wie die Sozialen Medien im Theater funktionieren (könnten) von Anne Peter (4/2014)

– Presseschau: Die Süddeutsche Zeitung über den Einsatz von Social Media in Münchner Kultureinrichtungen (5/2014)

– Presseschau: Die Wirtschaftswoche gegen Social Media in in Oper, Theater & Konzert (5/2014)

Der Theaterverleger Bernd Schmidt denkt über das Streaming von Theateraufführungen nach (9/2014)

– Blog: Refugium vom Theater Ulm im Livestream (9/2014)

– Presseschau: Theaterkritiker Andreas Tobler in der Baseler Zeitung über Livestreaming im Theater (10/2014)

– Blog: Livestreams, die Tim Renner fordert, gibts zum Beispiel am Theater Ulm. Ein Testbericht (10/2014)

– Presseschau: Joachim Lottmann und Gerhard Stadelmaier finden Theater-Livestreaming unsinnig (10/2014)

– Presseschau: Bühnenvereins-Direktor Rolf Bolwin spricht sich für Livestreaming aus (11/2014)

– Dossier zum Livestreaming von Theater (12/2014)

– Diskussion "Schauspiel im Livestream – Fluch oder Segen?" der Heinrich Böll Stiftung Berlin (12/2014)

– Magazinrundschau Dezember 2014: Wie zeitgenössisch ist Shakespeare, wie konservativ ist Livestreaming, und was will man eigentlich in Mainz? (12/2014)

– Vortrag von Esther Slevogt: Über die Situation des Feuilletons, des Theaters und der Theaterkritik unter den Bedingungen des digitalen Epochenwechsels (12/2014)

– Presseschau: Der Tagesspiegel über Theater und Netz (1/2015)

– Nachtkritik: Information wants to be free - Marcus Lobbes versucht sich mit einem Text von Lucas Svensson in Göttingen an Netzthemen (3/2015)

– Presseschau: Die Süddeutsche Zeitung lobt das Theater Dortmund und seine digitale Agenda (3/2015)

– Nachtkritik: This is for everyone – Thomas Freyer und Ulrike Hatzer machen in Braunschweig besorgtes Theater über die Netzgesellschaft (4/2015)

– Nachtkritik: Supernerds – Angela Richters Whistleblower-Inszenierung zum transmedialen WDR-Überwachungs-Großprojekt (5/2015)

– Nachtkritik: To like or not to like – Die Gruppe Interrobang nutzt ihre Residenz am Schauspiel Leipzig für ein Big-Data-Spiel (6/2015)

– Presseschau: Die Süddeutsche Zeitung spricht mit den Kultur-Digitalisierern Tim Renner und Dieter Gorny (6/2015)

– Magazinrundschau Juni 2015: Die Theaterzeitschriften räsonieren über digitale Welten, die Volksbühnen-Zukunft und über zweckfreie Kunst (6/2015)

– Presseschau: Die Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz (7/2015)

– Blog: Neun Tage mit dem Livestream "Complete Works" von Forced Entertainment nach William Shakespeare beim Berliner Festival "Foreign Affairs" (7/2015)

– Debatte: Nishant Shah looks beyond the Spectacle Imperative of the Social Web (9/2015)

– Presseschau: Berlins SPD-Kulturpolitiker Tim Renner und Thorsten Schäfer-Gümbel legen im Tagesspiegel ihr Mission Statement vor (10/2015)

– Meldung: Google launcht "Performing Arts"-Projekt (12/2015)

– Presseschau: Tim Renner im Magazin Das Netz über das Digitale und den Kulturbetrieb (12/2015)

– Porträt: Der Regisseur und Videokünstler Manuel Braun inszeniert "Romeo und Julia" auf Tumblr als assoziativen Bilderreigen (2/2016)


Siehe auch: Kommentare

Irak

Irak. Seit Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten in Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

Die Autorin und Regisseurin Awatif Naeem und ihr Mann, der Schauspieler und Regisseur Aziz Khayoun, leiten in Bagdad das Mohtaraf-Theater, trotz der gefährlichen Bedingungen, die dort herrschen. Dorothea Marcus berichtet vom Gastspiel "Baghdadi Circle of Passion" nach Brechts "Kaukasischem Kreidekreis" im August 2008 in Mülheim an der Ruhr.

Meldungen, Berichte und Nachtkritiken im Zusammenhang mit dem Irak:

Meldung: Das irakische Bildungsministerium verbietet Theater- und Musikstudium (1/2011)

Irakische Geister bei den Theaterformen Hannover (6/2011).

Iran

Iran. Seit Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten in Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

Es ist zwar einiges anders im iranischen Theater, aber eine Verherrlichung des islamischen Gottesstaats findet dort nicht statt, wie die Theaterbriefe aus dem Iran nahelegen. Dass der Grat zwischen Kunst und Politik ein schmaler ist, zumindest in den Augen des Westens, zeigte 2008 ein Gastspiel des Berliner Ensembles mit Brechts "Mutter Courage" beim Iranischen Fadjr-Theaterfestival, das Claus Peymann gegen Angriffe in Schutz nahm. Aus diesem Anlass diskutierte der iranerfahrene Dramatiker Claudius Lünstedt die Frage, ob Theater aus demokratischen Staaten in Diktaturen gastieren dürfen.

Theaterbriefe aus dem Iran:

Hotdogs und Hamlet – Eindrücke vom Fadjr-Festival 2005 in Teheran (3/2005)

Regimekritik und Fußballfans – Eindrücke vom Fadjr-Festival 2006 in Teheran (2/2006)

Die Gesellschaft frisst sich selbst – das Theater an der Ruhr in Mülheim zeigte drei Tage lang iranisches Theater (11/2007)

Zwischen Mahnern und Mullahs – Zum Gastspiel des Berliner Ensembles im Iran (2/2008)

Die Morgenröte hinter dem Smog – Bericht vom 32. Fadjr-Festival (1/2014)

Nachtkritiken zu (Co-)Produktionen aus dem Iran:

Quartet: A Journey To North Bei den Wiener Festwochen (5/2008)

Simurghs letzte Feder am Theater Freiburg (2/2010)

Wo warst Du am 8. Januar? bei den Theaterformen Hannover (7/2011)

Sâl Sâniye von Nashmineh Nourouzi, Regie: Hamid Pourazari, beim Zürcher Theater Spektakel (8/2014)

Hearing von Amir Reza Koohestani beim Zürcher Theaterspektakel (8/2015)

 

Italien

Italien. Seit Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten aus Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

Im Frühsommer 2011 besetzten Künstler und Aktivisten das altwehrürdige Theatro Valle in Rom. Eva Löbau, eine deutsche Schauspielerin, die Augenzeugin dieser Aktion geworden war, schrieb die ersten beiden Theaterbriefe aus Italien. Im Herbst 2011 dauerte die Besetzung noch immer an. Obwohl sich zahlreiche Prominente mit den Besetzern solidarisiert hatten, war noch nicht abzusehen, ob die Forderung nach einer neuen Kulturpolitik in Italien politisch durchgesetzt werden könnte.

Theaterbriefe und andere Berichte aus Italien:

Theaterbrief 1: Der Widerstand wächst – Seit Mitte Juni halten Künstler in Rom das Teatro Valle besetzt, um es vor dem Verkauf zu retten, der vielen italienischen Theatern droht, von Eva Löbau (6/2011)

Theaterbrief 2: Ökologisches Prinzip gesucht – Das Teatro Valle formuliert eine Art Verfassung, von Eva Löbau (7/2011)

Theaterbrief 3: Den Pfeil auf die Sterne richten – ein Abend im besetzten Teatro Valle in Rom, von Marcus Hladek (9/2011)

Presseschau: Die taz besucht das besetzte Teatro Valle in Rom (9/2014)

Meldung: Teatro Valle in Rom vor der Räumung? (7/2014)

Theaterbrief 4: Seit drei Jahren ist das Teatro Valle in Rom besetzt, jetzt steht die Räumung kurz bevor, italienische Fassung hier  (8/2014)

Postskript zum Theaterbrief 4, englische Fassung hier (8/2014)

Communiqué des Teatro Valle zum ersten Treffen mit dem Kulturassessorat der Stadt Rom (8/2014), englische Fassung hier (8/2014)

Meldung: Teatro Valle in Rom an die Stadt übergeben (8/2014)

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen aus Italien:

Studio su Medea von Antonio Latella beim Italienischen Theaterherbst 2007 in Berlin (11/2007)

Excelsior. Ballett in zwei Teilen, Fassung für Marionettentheater, Compagnia Marionettistica Carlo Colla & Figli beim Theater der Welt 2008 in Halle (6/2008)

X(ics)/ Grausame Erzählungen der Jugend [x.03 Dritte Bewegung] vom Ensemble Motus beim Theater der Welt 2008 in Halle (6/2008)

Purgatorio von Romeo Castellucci beim Festival d'Avignon (7/2008)

Gomorra, Gastspiel des Teatro Stabile Napoi in der Berliner Volksbühne (11/2008)

I demoni von Peter Stein und dem Teatro Stabile di Innovazione Milano (6/2010)

Storia contemporanea dell'Africa. Vol. III von Romeo Castellucci bei der euro-scene 2010 in Leipzig (11/2010)

La menzogna von Pippo Delbono bei der euro-scene 2010 in Leipzig (11/2010)

Alexis. Una tragedia greca vom Ensemble Motus beim Zürcher Theater Spektakel 2011 (8/2011).

Italienischer Theaterherbst

Der Italienische Theaterherbst war ein Festival, das von 2005 bis 2010 alljährlich in Berlin stattfand und dann Kürzungen im Budget des italienischen Kulturministeriums zum Opfer fiel. Wichtige Produktionen der italienischen Teatri Stabili und Freier Gruppen wurden vom Italienischen Theaterverband ETI und dem Italienischen Kulturinstitut Berlin präsentiert.

Nachtkritiken:

Studio su Medea vom Teatro Stabile dell'Umbria (11/ 2007)

Gomorra vom Mercadante Teatro Stabile (11/2008)

Siehe auch: Antonio Latella, Italien