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Begriff Definition
Zadek, Peter

Peter Zadek, geboren am 19. Mai 1926 in Berlin-Wilmersdorf, gestorben am 30. Juli 2009 in Hamburg, war einer der bedeutendsten Theaterregisseur im West-Deutschland der sechziger bis neunziger Jahre.

Zu seinem 81. Geburtstag widmete die Akademie der Künste in Berlin ihm 2007 eine Ausstellung, die Wolfgang Behrens gesehen hat. 2008 erhielt er den Österreichischen Theaterpreis Nestroy für sein Lebenswerk. Im April 2007 wurde ihm der Europäische Theaterpreis nicht verliehen, weil er zur Preisverleihung in Thessaloniki nicht erscheinen konnte. Im Oktober 2009 richtete das Hamburger Schauspielhaus eine Abschiedsmatinee für seinen ehemaligen Intendanten aus.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Peter Zadek:

Nackt am St.-Pauli-Theater Hamburg (04/2008)

Major Barbara am Züricher Schauspielhaus (02/2009).

Zaimoglu, Feridun

Feridun Zaimoglu, geboren am 4. Dezember 1964 in Bolu/Türkei, ist ein deutscher Schriftsteller, Theaterautor und Journalist. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seitdem auch lebt. Für seine Romane wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, 2015 ist er Mainzer Stadtschreiber. Zusammen mit seinem Co-Autor Günter Senkel schreibt er auch Theaterstücke und bearbeitete bisher zahlreiche klassische Theaterstoffe, die teils auch in die Schusslinie gerieten wie seine Hamlet-Adaption in der Regie von Luk Perceval im September 2010.

nachtkritiken zu Texten von Zaimoglu/Senkel:

Molière. Eine Passion bei den Salzburger Festspielen (7/2007)

Schwarze Jungfrauen am Schauspiel Hannover (3/2010)

Hamlet am Thalia Theater Hamburg (Bearbeitung, 9/2010)

Discount Diaspora an der Neuköllner Oper Berlin (3/2011)

Julius Cäsar (UA) am Theater Kiel (4/2011)

Alpensegen an den Münchner Kammerspielen (4/2011)

Bildergeschichten I: Liebe, diesseits, jenseits (UA) am Theater Kiel (11/2011)

Moses bei den Oberammergauer Festspielen (7/2013)

Siegfried am Volkstheater München (3/2015)

Die zehn Gebote am Theater Kiel (4/2016)

Antigone am Schauspielhaus Zürich (Bearbeitung, 9/2016)

 

Zandwijk, Alice

Alize Zandwijk, 1961 in Hellendoorn/Niederlande geboren, ist Regisseurin.

Zandwijk studierte Regie an der Theaterakademie in Kampen und begann ihre Karriere mit kleinen Theatergruppen in der Off-Szene. Später arbeitete sie für die Toneelgroep Amsterdam und Stella Den Haag. 1998 bildete sie gemeinsam mit Guy Cassiers die künstlerische Leitung des Rotterdamer RO Theater, seit 2006 ist sie an selber Stelle Künsterlische Direktorin.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Alize Zandwijk:

Happiness Hamburg (9/2008)

Der Kirschgarten in Bremen (12/2013)

Joseph und seine Brüder am Deutschen Theater Berlin (4/2012)

Das Leben auf der Praça Roosevelt in Bremen (9/2012)

Gaunerstück am Deutschen Theater Berlin (1/2015)

Golden Heart am Theater Bremen (1/2017)

Die Wildente am Schauspielhaus Zürich (3/2017)

Zeh, Juli

Juli Zeh, geboren 1974 in Bonn, ist Schriftstellerin.

Juli Zeh ist studierte Juristin, absolvierte aber auch ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie debütierte 2001 mit dem Roman "Adler und Engel" und gewann seither zahlreiche Literaturpreise. Ihr erstes Theaterstück Corpus Delicti wurde 2007 von Anja Gronau in Essen uraufgeführt und 2008 mit dem Jürgen Bansemer & Ute Nyssen-Dramatikerpreis ausgezeichnet. 2009 wurde Zeh der Carl-Amery-Preis verliehen. Bettina Bruiniers Uraufführung einer Theateradaption ihres Romans "Schilf" wurde 2008 zum Festival Radikal jung eingeladen und gewann den Publikumspreis des Festivals. 2014 erhielt sie den Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur.

Nachtkritiken zu Stücken von Juli Zeh:

Corpus Delicti am Schauspiel Essen (09/2007)

Corpus Delictit am Theater Freiburg (09/2008)

Spieltrieb am Schauspielhaus Köln (04/2009)

Der Kaktus am Münchner Volkstheater (11/2009)

203 am Düsseldorfer Schauspielhaus (4/2011)

Yellow Line (gemeinssam mit Charlotte Roos) am Staatstheater Braunschweig (6/2012)

Nullzeit am Theater Bonn (3/2014)

Corpus Delicti am Schauspiel Hannover (3/2014)

Zeller, Felicia

Felicia Zeller, 1970 in Stuttgart geboren, ist Dramatikerin, Prosaautorin und Medienkünstlerin.

Zeller ist Absolventin der Filmakademie Baden-Württemberg. Für ihre Theaterstücke, die sie seit 1990 schreibt, erhielt sie zahlreiche Preise, zuletzt im Jahr 2009 den Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg für "Einsam Lehnen am Bekannten". Mit "Kaspar Häuser Meer" wurde sie 2008 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen und erhielt dort den Publikumspreis. Auf der Mülheim-Seite nachtkritik-stuecke08.de findet sich aus Anlass dieser Wettbewerbsteilnahme ein umfangreiches Zeller-Dossier sowie ein Auftritt der Autorin in Bild und Ton. 2011 erhielt Zeller für "Gespräche mit Astronauten" ihre zweite Mülheim-Einladung. 2013 erhielt Felicia Zeller den Hermann-Sudermann-Preis, den die Hermann Sudermann Gesellschaft in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin alle zwei Jahre vergibt. 

Nachtkritiken zu Texten von Felicia Zeller:

Kaspar Häuser Meer (UA) am Theater Freiburg (1/2008)

Kaspar Häuser Meer an den Münchner Kammerspielen (10/2008)

Kaspar Häuser Meer am Staatstheater Saarbrücken (3/2009)

Ich Tasche am Theater Wuppertal (1/2010)

Der große Blöff/Entfernte Kusinen am Staatstheater Saarbrücken (5/2010)

Kaspar Häuser Meer am Deutschen Nationaltheater Weimar (9/2010)

Gespräche mit Astronauten (UA) am Nationaltheater Mannheim (9/2010)

Einsam lehnen am Bekannten am Heimathafen Neukölln (6/2011)

Kaspar Häuser Meer am Landestheater Schleswig-Holstein (9/2011)

X Freunde (UA) am Schauspiel Frankfurt (10/2012)

Die Welt von hinten wie von vorne am Nationaltheater Mannheim (10/2013)

X-Freunde am Theater Rampe Stuttgart (3/2014)

Wunsch und Wunder (UA) am Staatstheater Saarbrücken (1/2015)
nominiert für den Mülheimer Dramatikerpreis 2015

Einsam lehnen am Bekannten am Theater Konstanz (6/2015)

Zweite allgemeine Verunsicherung (UA) am Schauspiel Frankfurt (2/2016)

Ich, dein großer, analoger Bruder, sein verfickter Kater und du am Staatstheater Saarland (11/2016)

10 Gebote (8. Gebot) am Deutschen Theater Berlin (1/2017)


Link:

www.s-line.de/homepages/zellereff

Zentrum für politische Schönheit

Das Zentrum für politische Schönheit ist eine in Berlin ansässige Künstlergruppe unter der Leitung des Politikwissenschaftlers Philipp Ruch. Sie schreiben sich "aggressiven Humanismus" auf die Fahnen; mit ihren öffentlichkeitswirksamen Aktionen setzen sie auf den Multiplikations-Effekt herkömmlicher und sozialer Medien, um auf Themen wie die abschottende Flüchtlingspolitik der EU und Deutschland aufmerksam zu machen. Finanziert werden diese Aktionen größtenteils durch privates Engagement und Crowdfunding.

Beiträge über das Zentrum für politische Schönheit auf nachtkritik.de:

Porträt: Das Zentrum für politische Schönheit macht Theater im öffentlichen Raum und fordert Politiker dazu auf, sich als Künstler zu verstehen (7/2014)

Presseschau: Unterschiedliche Reaktionen auf Mauerkreuz-Klau des Zentrums für politische Schönheit (11/2014)

Liveblog: Für die Aktion "Erster Europäischer Mauerfall" vom Zentrum für politische Schönheit fahren zwei Busse von Berlin an die europäische Außengrenze, um dort die Grenzanlagen abzureißen (11/2014)

Meldung: Berliner Innensenator Henkel greift Gorki Theater wegen Mauerkreuzklau an (11/2014)

Meldung: Mauerkreuzklau: Gorki Theater wehrt sich gegen Vorwürfe des Berliner Innensenators (11/2014)

Kritik: Erster Europäischer Mauerfall – Das Zentrum für Politische Schönheit fährt an die Außengrenze der Europäischen Union, um Grenzzäune aufzuschneiden (11/2014)

Meldung: Rat für die Künste verteidigt Zentrum für Politische Schönheit (11/2014)

Meldung: ZPS-Aktion Europäischer Mauerfall – CDU-Politiker unter Druck (12/2014)

Kolumne von Dirk Pilz: Das Zentrum für politische Schönheit bringt "die Toten" nach Berlin (6/2015)

Presseschau: Die Medien diskutieren die Aktion "Die Toten kommen" des Zentrums für politische Schönheit (6/2015)

Kritik: Die Toten kommen – Das Zentrum für politische Schönheit bringt Leichen toter Flüchtlinge vom Mittelmeer nach Berlin, die erste Beerdigung in Gatow (6/2015)

Kritik: Die Toten kommen – Im zweiten Teil der ZPS-Aktion ziehen tausende Demonstranten vor den Reichstag und unterwerfen die Sache eigenen Interessen (6/2015)

Presseschau: Eine Seite drei über Philipp Ruch vom Zentrum für politische Schönheit in der Süddeutschen Zeitung (7/2015)

Presseschau: Philipp Ruch erklärt in der tageszeitung das "gesellschaftliche Schauspiel" des Zentrums für politische Schönheit (8/2015)

Buchkritik: Wenn nicht wir, wer dann? - Philipp Ruch pflegt mit seinem politischen Manifest das Genre der Erweckungsliteratur (12/2015)

Kritik: Schweiz entköppeln – Philipp Ruch und sein Zentrum für politische Schönheit spazierten am Zürichsee zum Zwecke der Entnazifizierung der Schweizer Medien (3/2016)

Link:

www.politicalbeauty.de

Zuschauer

Der Zuschauer, das unbekannte Wesen. Unbekannt? Tomo Mirko Pavlovic hat ihn in der Serie "Das Parkett ist ihre Bühne" erforscht. Er fand den Frühaufsteher, den Angreifer, den Bronchialneurotiker und den Hochkulturpromi.

Auch Dirk Pilz staunt mitunter über den theatergehenden Artgenossen, ob er nun wienerisch schmäht oder Hamburgische Theaterliebe an den Tag legt.