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Landestheater Schwaben Memmingen

Der Zweck des Lebens

von Steffen Becker

Memmingen, 8. Oktober 2016. Wagen wir ein Gedankenexperiment: Wer von uns würde aus seinem Leben ausbrechen? Vielleicht nach einem Schicksalsschlag oder als Folge eines katastrophalen Umfelds. Aber solange alles in halbwegs normalen Bahnen abläuft, nimmt die Mehrheit Ungerechtigkeiten hin und versucht sich einzurichten. Der Roman "Alles, was wir geben mussten" stellt die Frage an eine Gruppe Menschen, deren Bestimmung es ist, ihre Organe zu spenden. Es sind Klone, deren Leben nur funktionalen Wert hat. Das Buch von Kazuo Ishiguro macht aus dem Stoff keinen Bio-Tech-Thriller, sondern eine philosophische Betrachtung über Sinnsuche.


Landestheater Schwaben Memmingen

Eine Geschichte der Angst

von Willibald Spatz

Memmingen, 10. Oktober 2014. Einen Skandal wie einst zur Uraufführung 1995 kann man mit Sarah Kanes "Zerbombt" nicht mehr auslösen. Und Schocken muss man auch keinen mehr damit. Dafür gibt es inzwischen derberes Material. Aber man kann immer noch gut von der Einsamkeit des Menschen erzählen und von dessen Sehnsucht nach Berührung. Diese Themen stecken zwischen den kalkulierten Tabubrüchen und Scheußlichkeiten, die in dem Stück vordergründig aneinander gereiht werden.


Landestheater Schwaben Memmingen

Am Ende kommen alle lebend raus

von Willibald Spatz

Memmingen, 20. Juni 2014. Es geht darum, dass dem Theater die Wirklichkeit nicht abhanden kommt, dass es nicht die Relevanz verliert. Deswegen muss es manchmal raus in die Realität und ein Stück von ihr auf die Bühne bringen. Das beweist, dass es sich einmischen will, dass es keineswegs in einem Elfenbeinturm vor sich hinproduziert. Im Landestheater Schwaben gibt es seit Jahren Projekte mit Laien, die sich und ihr besonderes Leben vorführen dürfen. Es gab schon Jugendliche, die auf der Suche nach einer Lehrstelle waren, und Patienten der Psychiatrie, Strafgefangene und Depressive.


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