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archiv » Theater Nestroyhof Hamakom (4)
Theater Nestroyhof Hamakom

Auf der Motto-Party mit Donna Haraway

von Andrea Heinz

Wien, 8. Oktober 2019.

Der Klimawandel treibt ja gerade viele Menschen um und auf die Straße. Am Theater ist man dagegen mal wieder so mit sich selber beschäftigt, dass man für eine Auseinandersetzung mit dem Thema meistens keine Zeit und wahrscheinlich auch keine Nerven hat. Insofern ist es höchst erfreulich, dass am Theater Nestroyhof Hamakom mit Philipp Weiss’ "Der letzte Mensch" nicht nur ein Stück zur Zukunft des Menschen angesichts der Klimakatastrophe zur Uraufführung gebracht wurde, sondern im Oktober auch ein umfassendes Begleitprogramm geplant ist.


Theater Nestroyhof Hamakom

Der Tod ist ein DJ

von Martin Thomas Pesl

Wien, 5. März 2019. Wenn wir sterben, dann kommen wir nicht in den Himmel. Wir kommen in die Disco. Das heißt aber nicht, dass das Leben danach eine einzige Party ist. Auf der Tanzfläche begegnen uns nämlich unsere verstorbenen Familienmitglieder, jeweils in dem Alter, in dem sie starben. Und dann gibt es natürlich erst mal einiges zu besprechen, so René Kalisky.


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Auf der Seite der Macht

von Martin Thomas Pesl

Wien, 9. Mai 2017. "Skandalisieren, verraten muss man die Welt, sonst verliert sie sich doch in ewiger Wiederholung", sagt die Frau in ihrem letzten Monolog, und es klingt wie die längst im Raum stehende Rechtfertigung für alles, was hier geschieht. Auch dafür, dass dieses Stück überhaupt aufgeführt wird. "Orgie" entwirft in bildhaften, sexuell expliziten Sätzen eine Normwelt und gibt sie stolz der Schändung preis. Trotz des zeitlosen Themas wurde Pier Paolo Pasolinis Tragödie oft als undramatisches "Hörspiel" abgetan. Dass es im Gegenteil mit einer erschreckend plastischen Handlung aufwartet, beweist Ingrid Lang nun am Wiener Hamakom-Theater.


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Licht und Dunkelstein

von Gabriela Hift

Wien, 1. März 2016.

1: Nie würde ich in die Gaskammer marschiert sein. Nicht so wie jene damals. Mit einer Kugel, baffbaff. Erst die SS, dann wir.
2: Ja, so hätten wir es damals alle tun sollen. Nicht wie die Lämmer zur Schlachtbank.

So kämpferisch geht das Stück "Dunkelstein" von Robert Schindel los, mit der Frage, die in den Jahrzehnten nach dem Krieg zu vielen unversöhnlichen Zerwürfnissen geführt hat: Hätten die Juden sich wehren müssen?


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