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archiv » Theater der Jungen Welt Leipzig (4)
Theater der Jungen Welt Leipzig

Warum ich mir als Kind das Turbo-Festival gewünscht hätte

von Andrea Schöne

Leipzig, 11. Juni 2021. Als Erstakademikerin und Mensch mit Behinderung spielte Theater in meiner Kindheit und Jugend keine große Rolle im Leben, weil meine Lebenswelten nicht verkörpert wurden. Das Turbo-Festival hätte das sicher geändert. Tatsächlich könnte man mich jetzt fragen: Warum schaust du dir überhaupt ein Theater- und Tanzfestival an, wenn dich das sonst eigentlich kaum interessiert?


Theater der Jungen Welt Leipzig

Etwas ist faul am Status Quo

von Georg Kasch

Leipzig / Online, 5. Februar 2021. Kategorien, Einordnungen, Schubladen? Helfen kaum weiter, wenn es um Menschen geht. Und doch labeln wir alle, jeden Tag: unterscheiden zwischen Mann und Frau, groß und klein, hässlich und schön. Nach eigener Erfahrung, Prägung, Bauchgefühl. Und dann passiert es, dass wir zum Beispiel Menschen mit Behinderung entweder als unzulänglich entwerten oder als Helden mystifizieren. Weil sie im Rollstuhl sitzen. Weil ihr Körper nicht der Norm entspricht. Und weil sie "trotzdem" ihr Leben leben.


Theater der Jungen Welt Leipzig

Erdbeertortenbaum voraus

von Elena Philipp

Leipzig/online, 1. Februar 2021. Klöße, Klöße, nichts als Klöße. Beim gemeinsamen Abendessen aller gullivingischen Einwohner*innen gibt's ausschließlich rund Gekochtes. Seit jeher. War doch der Gründer der Ansiedlung, Lemuel Gulliver, ein Kloßgourmet. Doch mit der Ankunft eines Schwungs Neugullivinger*innen wird die Tradition gleich über Bord gekippt – und in der Vollversammlung dieser "Vollversammlungsdemokratie" über ein ergänzendes Gericht abgestimmt: Wassermelone? Bratwurst? Eis?


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Game over

von Christian Rakow

Leipzig, 4. März 2016. Den Groll zuerst, Lob folgt noch: Es ist unsäglich, wie sich die Dramaturgien derzeit mit dem Begriff "Game" aufmunitionieren, als ginge es zum Hornberger Schießen. Das Junge DT Berlin mixte unlängst den Schulbuchklassiker Herr der Fliegen von William Golding mit dem Aufbauspiel "Minecraft" (Regie: Robert Lehniger), und wurde dafür prompt zu Microsoft Berlin eingeladen, um sich für seinen Pionier-Spirit in Sachen Game Theater feiern zu lassen.


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