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archiv » HochX (2)
HochX

Keiner will mehr gönnen können

von Anna Landefeld

München, 21. November 2019. Da steht ein Mensch der Gegenwart. So wie ihn der Alltag schuf mit Schnäuzer, Haarkranz, Pullover, Hose, Schuh' und einem Anliegen: Er will gehört werden. In der neuen Inszenierung seines Sohnes wollte er, Erkin Akal, nur mitspielen, wenn er auch eine Sprechrolle bekommt. Viel Menschliches liegt in diesem Scherz und damit Ernst. So ist der rhetorische Weg vom Sprechen und Gehörfinden auch nicht weit zur Gerechtigkeit, zur Gleichheit, zur Freiheit und auch zur Liebe. "Ich brenne", sagt er, schlägt sich mit der geballten Faust auf die Mitte seiner Brust. "Genau hier."


HochX

Strafarbeit für zwei Engel

von Sabine Leucht

München, 15. Februar 2018. Wer kennt Oradour-sur-Glane? Hand aufs Herz! 1944, die Alliierten waren gerade in der Normandie gelandet ... ? Dass die Deutsch-Amerikanerin Karen Breece auch mit ihrer neuen Arbeit ein finsteres Kapitel aufschlagen würde, war zu erwarten. Sie lebt in Dachau, hat dort 2012 ein KZ-Häftlingsstück uraufgeführt, zwei Jahre später das ehemalige SS-Gelände bespielt und sich als "Nestbeschmutzerin" beschimpfen lassen.


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