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archiv » Lichthof Theater Hamburg (4)
Lichthof Theater Hamburg

Alles Verbrecher!?

von Falk Schreiber

Hamburg, 3. Juni 2021. Passgenauer kann man eine Premiere nicht ansetzen. "Jetzt zittern die Gier-Banker" titelt die eher links ausgerichtete Boulevardzeitung Hamburger Morgenpost am Donnerstagmorgen, und am Donnerstagabend kommen ebenjene zitternden "Gier-Banker" im Hamburger Off-Theater Lichthof auf die Bühne. Beziehungsweise: Auf die Bühne kommen in Helge Schmidts "Tax for free – Scholz und Tschentscher geben einen aus, und Michael Kohlhaas wundert sich" die, die sich fragen, was die Gier der Banker für unsere Gesellschaft bedeutet. Der Volkswirt Gerhard Schick etwa, Mitinitiator des Vereins Bürgerbewegung Finanzwende, glaubt, dass der Cum-Ex-Skandal am Grundvertrauen in die Demokratie nage.


Lichthof Theater Hamburg

Abschied ohne Ende

von Falk Schreiber

Hamburg, 25. Oktober 2019. "Hört zu!", singt der Schatten. "Das ist die Geschichte über einen Künstler, der alt wird." Der alte Künstler hat es nicht leicht, die Umgebung lästert, sie gibt Ratschläge, sie wird übergriffig, und, wer weiß, vielleicht war das mit der großen Kunst von vornherein ein Missverständnis? "Freunde und Familie allesamt sagen: 'Such dir doch 'nen Job!'" Ach je.


Lichthof Theater Hamburg

O Theater! Abstraktionsort! Pfui! Pfui!

von Falk Schreiber

Hamburg, 10. Januar 2019. Diese Bühne ist ein repressives System. Lea Burkhalter hat die Performer zwischen riesige Schaumstoffmatten gequetscht, unmenschlich, erdrückend. Ein repressives System, das sich allerdings verhältnismäßig leicht ins Wanken bringen lässt – Julia Franz Richter muss nur einen Fuß aus der Enge zwischen den Matten strecken, ein, zwei Schritte gehen, den Kopf gegen die Wand lehnen, und schon versetzt sie das Bühnenbild in Schwingung. Und mit etwas mehr Druck bringt sie es zum Einsturz. War gar nicht so schwer, nein?


Lichthof Theater Hamburg

Der ganz große Coup

von Katrin Ullmann

Hamburg, 25. Oktober 2018. Es wirkt wie die Geschichte einer Verführung. Einer hat sich zum falschen Zeitpunkt dem falschen Menschen zugewandt. Ein Pakt mit dem Teufel, ein faustischer womöglich. Aber nein, "Cum-Ex Papers" ist keine Goethe'sche Dichtung. Und Benjamin Frey, jener erste Kronzeuge im Fall um den Finanzbetrug, ist kein Faust. Seine Geschichte ist skrupellose Realität, Teil des größten Steuerraubs in Europa, verursacht durch die trickreichen Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte.


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