"Fehlende positive Rückkehrprognose"

21. März 2019. Mithilfe einer Umfrage will das Deutsche Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI) die Gründe ermitteln, mit denen ausländischen Künstler*innen in der jüngeren Vergangenheit die Einreise nach Deutschland verwehrt worden ist.

Künstler*innen aus Afrika besonders betroffen

Die Beispiele für eine Praxis, bei der besonders jüngeren Künstler*innen aus Afrika keine Visa für den Schengen Raum erteilt wurden, sind zahlreich. Entsprechende Anträge würden zunehmend unter Verweis auf die "fehlende positive Rückkehrprognose" abgelehnt, schreibt das ITI – ungeachtet dessen, ob es "vertragliche Abmachungen gibt, künstlerische Begegnung oder Austausch aus öffentlichen Mitteln gefördert werden oder nicht". Institutionen, die Reise- und Aufenthaltskosten übernehmen und die Künstler*innen den Visabehörden in Einladungsschreiben ausführlich vorstellen, könnten immer weniger darauf bauen, dass die eingeladenen Künstler*innen auch tatsächlich und rechtzeitig die Reise nach Europa antreten dürfen.

Die Umfrage

Eine sytematische statistische Erfassung der Ablehnungsgründe bei Visaanträgen gäbe es bisher nicht, so das ITI. Eine deutschlandweite Umfrage soll nun Aufschluss geben, in welchem Ausmaß der Austausch mit Künstler*innen von Visa-Restriktionen für den Schengenraum betroffen ist. Unter https://survey.iti-germany.de/index.php/756296, können Theater, Produktionshäuser, Institutionen, Festivals und Theatergruppen sich an der Umfrage beteiligen.
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(ITI / jnm)

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