Ulrich Khuon – Thalia Theater Hamburg, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Natürlich gab es im Theater des letzten Jahres wieder viel Beeindruckendes und Schönes zu erleben, ich möchte aber gern davon berichten, was mich am meisten bewegt hat. Es war Andreas Kriegenburgs Tanz für seinen Freund und Musiker Laurent. Laurent Simonetti, der mit seiner traurig verträumten Musik viele unserer Aufführungen an den Theatern in Hannover und Hamburg zum Schweben gebracht hat. Laurent, der zu uns gehörte und dennoch weiter entfernt von uns war als wir glaubten, setzte seinem Leben ein Ende am 6. April, mitten in der Arbeit am Theater. Wenige Tage danach kamen auf der Bühne der Münchner Kammerspiele viele seiner Freunde, Schauspieler, Musiker, Dramaturgen, Regisseure und seine Familie zusammen, um an ihn zu erinnern, sich von ihm zu erzählen, zu musizieren, ihn und seine Musik zu hören.

Armin Petras – Maxim Gorki Theater Berlin, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

sie fragen mich nach meinem beeindruckendsten theaterereignis im jahr 2008. unter all den ansprechenden, berührenden und anregenden theatererlebnissen fällt ein stück heraus, Der Zwischenstand der Dinge, ein projekt von: christoph schlingensief. krankheit, tod, sprechen über die eigene krankheit, eine sprache finden für körperliche leiden.

Tobias Wellemeyer – Theater Magdeburg, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Andreas Kriegenburg: Das letzte Feuer, Thalia Theater Hamburg

In Andreas Kriegenburgs kongenialer szenischer Installation zu Dea Lohers "Das letzte Feuer" drehen reale Wohnräume, Menschenbehausungen eines Stadtviertels um eine leere, lediglich mechanische Mitte. Der endlos gegen eine solche Zeit- und Daseinsmetapher anlaufende Schauspielerchor verdichtet gedankenmusikalisch kunstvoll und mit tief erschütternder Glaubwürdigkeit die heillosen, nach der eigenen Verantwortung forschenden Selbstberichte der schicksalhaft verbundenen Figuren zu einem Sehnsuchtsrauschen ihrer zerfallenden Gemeinschaft – der Suche nach einem Code, nach einer Formel des Zusammenhalts, nach einem Kern und Sinn des Lebens.

Andreas Beck – Schauspielhaus Wien, Künstlerischer Leiter

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Meine Lieblingstheaterabende 2008… nun, da wäre vor allem Krzysztof Warlikowskis Inszenierung von Angels in America von Tony Kushner, beide Teile, ein Abend. Sechs, sieben Stunden lang Theater, wie im Traum vergangen, die schöne, fremde Sprache kein Thema mehr, sondern eingetaucht in diese kluge, nachhallende Inszenierung. Und so zeigt sich, dass der engagierte, persönliche Zugriff Warlikowskis aus diesem ehemals viel gespielten Zeitstück einen modernen Klassiker unserer Tage macht – abseits polnischer Wirklichkeit. Nicht mehr akut oder aktuell wirkt Kushners Drama, sondern zeitlos. Für mich eine Wiederentdeckung, und was selten genug einem Film widerfährt, nämlich, plötzlich, als "Klassiker", als "Evergreen" betitelt zu werden, wurde hier zur Beschreibung des Stücks: "Angels in America" ist modern, jenseits des Tagesgeschäfts.

Christian Stückl – Münchner Volkstheater, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Welch schwierige Frage, die einem die nachtkritik-Redaktion da stellt. Für mich als Intendant – der selbst Regie führt – ist es oft bedauerlich, dass ich viel zu wenig in die anderen Münchner Häuser, geschweige denn in eine andere Stadt, in ein anderes Theater komme. Viel zu oft überlässt man das "Theaterschauen" seinen Dramaturgen. Bedauerlich und manchmal auch ein wenig ignorant. Aber eigentlich sind es ja nicht wirklich die herausragenden Inszenierungen wie Kriegenburgs "Prozess" (sehr beeindruckend) an den Münchner Kammerspielen, die einen am Theater halten, sondern es ist die eigene Arbeit, der eigene Prozess, dieses immer wieder von vorne beginnen, diese Ungewissheit, ob einem eine Inszenierung gelingt oder ob sie in die Hose geht.

Elisabeth Schweeger – Schauspiel Frankfurt, Intendantin

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Jeder Abend im Theater ist ein Erlebnis, ob er irritiert, einen traurig oder fröhlich stimmt, zum Nachdenken anregt oder tröstet. Er entführt uns in andere Welten und wir blicken danach mit anderen Augen auf uns und unsere Zeit. Was kann es Schöneres geben als diese so kreative, lebenswichtige und soziale Kompetenz fördernde "Zeitverschwendung".
 
Lesen Sie weiter, was Christian Stückl (Münchner Volkstheater) 2008 besonders beeindruckte.
 

Kay Wuschek – Theater an der Parkaue, Junges Staatstheater Berlin, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Voller Vitalität und Leidenschaft versuche ich dafür zu sorgen, dass die herausragendsten, schönsten und beeindruckensten Theatererlebnisse sich am Theater an der Parkaue, Junges Staatstheater Berlin ereignen. Das war 2008 so und wird auch 2009 so sein. Jede Intendantin und jeder Intendant, der gleiches nicht von sich behauptet und mit dieser Grundhaltung sein Theater führt, ist, um mit Schiller zu sprechen: ein Hundsfott.

Holk Freytag 
– Staatsschauspiel Dresden, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Im Rahmen des israelischen Theaterkongresses IsraDrama 2008 habe ich eine Inszenierung der jungen israelischen Regisseurin und Autorin Yael Ronen gesehen. Unter dem Titel Nutcase schildert sie die Folgen der angespannten politischen Realität im Nahen Osten auf die psychische Entwicklung junger Menschen. Das Stück, das in wochenlanger Probenarbeit zusammen den Schauspielerinnen und Schaupielern entstanden ist, zeigt unter dem Brennglas genauester Beobachtung den psychischen Zustand eines ganzen Landes. Selten habe ich so eine vollkommene Identifikation der Schauspieler mit ihrer Rolle, mit ihrem Anliegen erlebt.

Markus Heinzelmann – Theaterhaus Jena, Künstlerischer Leiter

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Das Jahr 2008 geht zu Ende, und es gab in diesem Jahr natürlich viele beeindruckende und herausragende Erlebnisse. Alle zu beschreiben, wäre zu viel des Guten und man müsste sich dann auch mit den Enttäuschungen des Jahres auseinandersetzen, und das würde dann doch wirklich zuviel werden. Für mich ist Theater immer eine inhaltliche Auseinandersetzung und Arbeit in und mit einer bestimmten Gruppe von Menschen. Und so hat es mich beeindruckt, dass das Ensemble, die Regisseure, Bühnenbildner und alle Mitarbeiter des Theaterhauses zusammen in der ersten Spielzeithälfte erfolgreiche Positionen zu dem Thema "Second Life" gesucht und gefunden haben, beeindruckende Produktionen entstanden sind und dies in einer gemeinsamen Bearbeitung des Sturms als großes Sommerspektakel mit seinen ca. 200 Beteiligten seinen erfolgreichen Höhepunkt für alle Beteiligten und das Publikum gefunden hat. Es ist wirklich unglaublich, wie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln jedes Jahr im Sommer eine fast unmögliche Gemeinschaftsproduktion entsteht und mit welchem Feedback sie getragen wird.

Sewan Latchinian – Neue Bühne Senftenberg, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Neben vielem "Schönsten" am eigenen Haus, der Neuen Bühne Senftenberg, haben mich besonders drei Inszenierungen außer Haus begeistert.

Stephan Märki – Deutsches Nationaltheater & Staatskapelle Weimar – Staatstheater Thüringen, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Von den vielen Theaterabenden daheim und unterwegs bleiben mir nicht viele nachhaltig in Kopf und/oder Herz. Das mag mit einer déformation professionelle zusammenhängen oder mit den spezifischen Fragestellungen, unter denen ich meist Aufführungen besuche. Die Qualität einer Inszenierung oder die Güte der Darsteller jedenfalls sind nicht allein ausschlaggebend. Vielmehr sind es oft das Risiko einer Aufführung, gewisse Scham- und Rücksichtslosigkeiten gegenüber meinen Erwartungen oder Sehgewohnheiten, Zugriffe auf Themen oder Stoffe, die das Scheitern nicht scheuen, was mich fasziniert. Und hier kann ich eine Aufführung des vergehenden Jahres besonders hervorheben: Es ist Christoph Schlingensiefs ureigene "Missa da requiem", die er unter dem Titel Kirche der Angst während der letzten Ruhrtriennale in Duisburg gezeigt hat. Hier beglaubigt meiner Ansicht nach ein großer Romantiker die Einheit von Kunst und Leben in extremis und straft alle diejenigen lügen, die ihm immer windige Effekthascherei, medienwirksame Spektakel oder maßlose künstlerische Kraftmeierei vorgeworfen haben. Wohlgemerkt: Der Abend ist effekthaschend, medienwirksam und kraftmeiernd, aber wir erleben einen authentischen Künstler, für den Kunst nicht von Können, sondern von Nicht-anders-Können kommt. So sollte es sein!

Holger Schultze – Theater Osnabrück, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Einen tiefen Eindruck hinterließ bei mir der Besuch des Theaterabends Maria Stuart in der Regie von Stefan Kimmig am Hamburger Thalia Theater. Ich erlebte neben hervorragenden schauspielerischen Leistungen eine Inszenierung, in der es der Regie gelungen ist, mit Hilfe der Reduktion den Abend zu einer Diskussion über heutige politische Stimmungen zuzuspitzen.

Vor einigen Tagen hatte ich die Gelegenheit, in Köln das Stück Das goldene Vlies von Grillparzer zu sehen. Besonders hat mich die schauspielerische Leistung des Ensembles, insbesondere von Maria Schrader als Medea, fasziniert. Hier kamen auf höchstem Niveau Schauspiel, Inhalt und ästhetische Form zusammen.

Am eigenen Haus war für uns die deutsche Erstaufführung von Bertolt Brechts Die Judith von Shimoda ein besonderer Höhepunkt. Durch eine hervorragende Ensembleleistung ist es gelungen, den Nachweis zu erbringen, dass dieses Stück bühnentauglich ist und ganz aktuelle Geschichten erzählt, die gesellschaftskritisch hinterfragt werden und die brennende Aktualität des Stoffes zu Tage fördern. Wir sind in der Arbeit mit unseren ästhetischen Mitteln in Bezug zum Inhalt einen Weg gegangen, der die politische und gesellschaftliche Dimension des Stückes widerspiegelt.

Ich habe den Eindruck, dass sich Theater in letzter Zeit wieder verstärkt politischen Themen zuwendet und hierdurch eine große Relevanz erhält.

Lesen Sie weiter, was Elisabeth Schweeger (Schauspiel Frankfurt) 2008 besonders beeindruckte.

 

Roland May – Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Ich bin am Jahresende erschrocken, wie wenig ich dazu gekommen bin, an anderen Orten Theater zu sehen.

Sebastian Baumgartens Requiem an der Komischen Oper war spannend durch die Verflechtung der Ausdrucksmittel. Ein souveräner Umgang mit einem spannenden Material und spannenden Akteuren.

Frank Baumbauer – Münchner Kammerspiele, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Ich gestehe offen, dass ich einige Neuinszenierungen am eigenen Theater sehr bemerkenswert fand und finde, picke aber nur eine davon beispielhaft aus der guten Ernte 2008 heraus. Zuvor aber muss und will ich meinen Hut ziehen vor einem Erlebnis, das ich am Deutschen Theater in Berlin haben durfte: die Aufführung von Tschechows Onkel Wanja in der klugen und behutsamen Regie von Jürgen Gosch. Selten war ich so gebannt von dem subtilen Spiel, mit dem mich die Schauspieler, beinahe alle, mit geringsten und feinsten Mitteln das Theater und sein Publikum gänzlich vergessen machten und die Wünsche und Nöte dieser Tschechow-Menschen so unmittelbar spüren ließen.

Amélie Niermeyer – Düsseldorfer Schauspielhaus, Intendantin

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Das schönste Theatererlebnis des Jahres hatte ich vor wenigen Tagen in London am National Theatre: Ich habe War Horse nach dem Roman von Michael Morpurgo in einer Produktion von Marianne Elliott und Tom Morris gesehen. Es ist die Geschichte des Ersten Weltkriegs aus der Sicht eines Pferdes erzählt.

Christoph Nix – Theater Konstanz, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Ich möchte zu Martin Nimz Inszenierung Im Morgengrauen ist es noch still schreiben, es war an meinem Haus, ich komme nicht viel weg, aber es gehört zu den Arbeiten, die ich sehr mag und die mich schmerzen.

Thomas Bockelmann – Staatstheater Kassel, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Ein erster Höhepunkt im vergangenen Jahr war für mich, Hildegard Schmahl als Prospero in Shakespeares Sturm. Viel über die dunklen Seiten des Lebens wissend, spielte sie ihn mit größter, warmer Lebensklugheit und einer bestechend souveränen, sparsamen und präzisen Körpersprache. Für mich besonders berührend war der Moment, in dem sie sinngemäß ins Publikum sagte: "Sie haben auch nicht immer alles richtig gemacht im Leben, oder?"

Uwe Eric Laufenberg – Hans-Otto-Theater Potsdam, Intendant

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Auswärts: Waves, eine Inszenierung von Katie Mitchell im National Theatre London – basierend auf dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf. Die bewegende, psychologisch präzise und mit aberwitzigen Details erzählte Geschichte einer ganzen Generation. Kreativ genutzte Video-Technik, wie man sie noch nicht gesehen hat!

Matthias Lilienthal – Hebbel am Ufer Berlin, Künstlerischer Leiter

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Meine drei Lieblingsinszenierungen der letzten Saison kommen aus Tokyo, Rio de Janeiro und Berlin. Bruno Beltrão hat mit seinem Stück H3 einen merkwürdig kraftvollen HipHop hingelegt. Die körperliche Präsenz und Kraft seiner Tänzer erzählt sehr präzise von der Gewalt in der brasilianischen Gesellschaft, ohne es je anzusprechen. Dieses Rewind der Bewegungen hatte etwas Verstörendes. Seine bisher schönste Arbeit!

Thomas Ostermeier – Schaubühne Berlin, Künstlerischer Leiter

Welches war Ihr herausragendstes, schönstes, beeindruckendstes Theatererlebnis im Jahr 2008, am eigenen Haus oder an anderen Häusern? Und warum?

Das Beeindruckendste aus meinem eigenen Theater in diesem Jahr für mich war, als wir diesen Sommer mit Hamlet in Avignon waren. Es ist sowieso immer beeindruckend, im Papstpalast unter freiem Himmel vor zweitausendzweihundert Menschen zu spielen. Aber dann hatten wir für die französischen Zuschauer den Carla-Bruni-Song "L'Amour" eingebaut, den Judith Rosmair (in der Rolle der Gertrud) als Liebeslied für Claudius sang. Judith Rosmair begann das Lied zu singen, und als die Franzosen es erkannten, ging ein ungläubiges Wispern durch die Reihen, und am Ende gab es Szenenapplaus. Das hat mich sehr beeindruckt, denn das hatte ich nicht erwartet, dass dieses Lied in diesem Kontext so direkt zu ihnen spricht. Das gibt es ja kaum in Frankreich, dieses unmittelbare Reagieren von Theater auf aktuelle Vorgänge.