Tempo, Witz, Online

12. Oktober 2015. Der Michael-Althen-Preis für Kritik geht in diesem Jahr an Rupprecht Podszun für seinen Text "Bitte nix mixen!" auf nachtkritik.de.

Rupprecht Podszun2 uJuraprof und Nachtkritiker: Rupprecht PodszunDas meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (12.10.2015), die den Preis in Erinnerung an ihren 2011 verstorbenen Filmkritiker Michael Althen ausgeschrieben hat. Podszun, Juraprofessor in Bayreuth, berichtet in seinem Text vom Urheberrechtsprozess am Münchner Landgericht um Frank Castorfs Inszenierung von Bertolt Brechts Drama "Baal" zwischen dem Suhrkamp Verlag und dem Münchner Residenztheater.

Die Jury, der Schauspielerin Claudia Michelsen, Schriftsteller Daniel Kehlmann und die Filmregisseure Dominik Graf und Tom Tykwer angehören, lobt "Tempo, Witz und Anschaulichkeit dieses Textes", so die FAZ. Vor Podszun erhielten Sarah Khan (2012), Willi Winkler (2013) und Hans Hütt (2014) den mit 5.000 Euro dotieren Michael-Althen-Preis. Die diesjährige Preisverleihung findet am Donnerstag, den 15. Oktober 2015, im Deutschen Theater in Berlin statt.

(FAZ / chr)

Hier der Althen-Preis-Siegertext aus dem Februar 2015 in ganzer Pracht.

Im Mai 2015 schrieb Rupprecht Podszun einen größeren Aufsatz zum Urheberrecht im Theater für nachtkritik.de: Die Schutzspirale – Nach Baal: Dürfen Regisseure remixen? Urheberrecht und Regietheater sind Kinder derselben Zeit, aber sie können nicht miteinander – eine kleine Theatergeschichte der jüngeren Urheberrechtsdebatte

Alles zum Urheberrechtsstreit um Castorfs "Baal"-Inszenierung.

 

 
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