Beruhigende Stabilität

Köln, 25. August 2016. In einer Pressemitteilung gab der deutsche Bühnenverein heute die Veröffentlichung seiner 50. Theaterstatistik bekannt. Diese erfasst seit 1965 die Zahlen der deutschen Theater und Orchester. Dem Bühnenverein sei es dabei wichtig ,"dass im Gegensatz zu anderen öffentlichen oder öffentlich geförderten Institutionen in Deutschland der Bereich der darstellenden Kunst jährlich seine Wirtschaftsdaten offenlegt, sogar unter Einbeziehung vieler Daten der nicht öffentlich finanzierten Privattheater."

In seinem Fazit schreibt der Bühnenverein: "Die Zahlen der Theaterstatistik 2014/2015 zeigen eine beruhigende Stabilität: Die Besucherzahlen der öffentlich getragenen Theater – also Staats- und Stadttheater sowie Landesbühnen – sind einschließlich der Gastspiele mit rund 21 Millionen Zuschauern stabil geblieben." In die Privattheater gingen in dieser Zeit elf Millionen Menschen (ein Anstieg um etwa drei Millionen Zuschauer, was daher kommt, dass dort in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Zahlen eines großen Musical-Unternehmens berücksichtigt wurden).

In den öffentlich getragenen Theatern und Orchestern gab es 67.437 Vorstellungen, dies sei zwar ein leichter "Rückgang von 0,4 Prozent (im Vorjahr 67.695), dem stehen aber um 1,6 Prozent gestiegene Eigeneinnahmen in Höhe von ca. 535 Millionen Euro (im Vorjahr rund 530 Millionen Euro) gegenüber."

Die Zahl der fest angestellten Theatermitarbeiter sei wiederum wieder leicht gestiegen, von 39.235 auf 39.399. Außerdem stieg auch die Anzahl der nicht ständig beschäftigten Mitarbeiter, von von 25.228 auf 27.238. "Dies ist vermutlich auch auf die Erhöhung der öffentlichen Zuschüsse von rund 2,37 Milliarden Euro auf nunmehr gut 2,43 Milliarden Euro zurückzuführen, eine Erhöhung um ca. 2,7 Prozent."

Die Personalausgaben an den Häusern stiegen um 3,5 Prozent. Rolf Bolwin, Direktor des Deutschen Bühnenvereins, hierzu: "Damit hat sich das Thema Mindestgage für darstellende Künstler aber keinesfalls erledigt. Es wird die Tarifpartner in nächster Zeit weiter beschäftigen mit dem Ziel, zu einem für die Schauspieler, Sänger, Tänzer und andere künstlerische Mitarbeiter zufriedenstellenden Ergebnis zu gelangen."

(sae)

 
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