Die Grenzen der Kunstfreiheit testen

Videointerview von Julika Bickel

15. Juni 2017. Oliver Frljić, geboren 1976 in Bosnien-Herzegowina, hat sich mit provozierenden politischen Theaterabenden den Ruf erworben, einer der eigenwilligsten zeitgenössischen Theaterregisseure zu sein.

Frljić arbeitet in zahlreichen Ländern, war von September 2014 bis Ende Juni 2016 Intendant des Kroatischen Nationaltheaters in Rijeka. Im deutschsprachigen Raum sah man seine Arbeiten zuletzt am Schauspielhaus Graz, am Residenztheater München und am Dresdner Staatsschauspiel. Für seine Produktion "Fluch/Klątwa" am Teatr Powszechny in Warschau sind Frljić und sein polnisches Ensemble aus rechtsnationalen und katholischen Kreisen heftig angefeindet worden (nachtkritik.de berichtete im Theaterbrief aus Polen im März 2017).

Für die nachtkritik.de-Serie "Künstlerpositionen" traf sich Julika Bickel mit Frljić in Berlin. Frljić spricht über seine Idee von Theater, seine unterschiedlichen Arbeitskontexte in Kroatien, Polen und Deutschland und lächelt milde über den kleinbürgerlichen Geschmack, auf den seine Arbeit oft stoße.

 

 

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Mehr zu Oliver Frljić: Im Interview mit nachtkritik.de sprach Frljić 2016 über die schwierige Situation für Theatermacher unter der rechtspopulistischen Regierung in Kroatien.

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