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Kulturkampf

21. Juni 2017. Die Kollegin Regine Müller hat für die Tageszeitung Die Welt (20.6.2017) den neuen Bühnenvereins-Chef Marc Grandmontagne gesprochen, hier einige Auszüge:

Grandmontagne besteht darauf, dass das Wort "Subvention" bei der Theaterfinanzierung "total falsch" sei, es handele sich um "Förderung": "Es gibt einen Kulturförderauftrag im Grundgesetz, und daran halte ich fest."

Die Rolle der Kommunen

Weil die Kommunen "der eigentliche Akteur" seien in der Theaterfinanzierung, aber finanziell "nicht handlungsfähig", wie Grandmontagne sagt, müssten "die finanziellen Spielräume der Kommunen" erweitert werden. Dass die dauernd entstehenden Frustrationen nicht "Kräfte wie die AfD" nährten. Auch die Bundeskulturpolitik dürfe nicht länger über den Dingen schweben und Gelder und Preise ausgießen, sie müsse sich "mit den darunter liegenden Ebenen" verzahnen.

Wenn der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel laut darüber nachdenke, das Schauspielhaus zu verkaufen, zeige dies, dass der "kulturelle Konsens vor Ort" der "steten Neubegründung" bedürfe.

Die kulturpolitische Rolle der AfD

Aus einzelnen Kommunen höre der Bühnenverein bereits "von Einwänden gegen die Spielpläne". Der Kulturkampf sei schon Realität. "Für die AfD und die identitäre Bewegung ist Kultur etwas Kollektives mit einem strengen Innen-Außen-Dualismus. Das, was drinnen ist, ist gut, und das, was draußen ist, ist schlecht."

(jnm)