Mit antikapitalistischem Hintergrund

22. September 2017. Nachdem bereits seit mehr als einer Woche ein Aufruf in den sozialen Medien kursiert, in dem eine Gruppe namens "Staub zu Glitzer" eine kunst-aktivistische Besetzung der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ankündigt, hat der Tagesspiegel nachrecherchiert und Folgendes gefunden: "Im Protokoll einer außerordentlichen AStA-Sitzung der Berliner Beuth Hochschule für Technik vom 19. Juni dieses Jahres wird unter dem Tagesordnungspunkt 3 eine Anfrage der 'Aktion Staub zu Glitzer' aufgeführt. Zwei Aktivisten stellten damals im Namen eines Kollektivs aus Künstlern, Autoren und Studierenden den Plan vor, die Volksbühne und den Rosa-Luxemburg-Platz zu besetzen." Im Zuge der Besetzung sollten laut Protokoll "sechs bis sieben Bühnen in den Gängen aufgebaut und bespielt werden". Der Anwesenheitsliste zufolge hätten Hendrik Sodenkamp und Alexa Brunner die Pläne als Sprecher*innen von "Staub zu Glitzer" vorgestellt.

"Sodenkamp war einst Assistent des langjährigen Chefdramaturgen Carl Hegemann an der Volksbühne", so der Tagesspiegel weiter. "Später wurde er zum Gesicht der 2014 in Berlin gegründeten Gruppe 'Haus Bartleby – Zentrum für Karriereverweigerung', einer politischen Gruppierung, die sich mittels Vorträgen, Performances und Publikationen gegen den 'kapitalistischen Wachstums- und Karrierefetisch' engagiert" – sowie Koordinator des "Kapitalismustribunal", das 2015 in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt, Brut Theater Wien und dem Club of Rome dazu aufforderte auf Grundlage "des eigenen Erlebens der ökonomischen Wirklichkeit" Akteure des Kapitalismus auf seiner Internetseite öffentlich anzuprangern.

(sd)

 
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