Rom ruft die Spitze

25. Oktober 2017. Die Regisseurinnen Susanne Kennedy (geboren 1977 in Friedrichshafen) und Yael Ronen (geboren 1976 in Jerusalem) befinden sich unter den diesjährigen Preisträgerinnen des von der EU-Kommission verliehenen "Europe Prize Theatrical Realities", mit dem genreübergreifend kreative und innovative theatrale Unternehmungen ausgezeichnet werden. Das geht aus einer Presseinformation des Premio Europa per il Teatro hervor.

Die Regisseurinnen teilen sich den Innovationspreis mit dem slowenischen Regisseur Jernei Lorenci, dem italienischen Choreographen Alessandro Sciarroni, dem russischen Regisseur Kirill Serebrennikov und dem estnischen Theater NO99. Ein Sonderpreis geht an den griechischen Künstler und Theatermacher Dimitris Papaioannou. Der "Europe Prize Theatrical Realities" ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert (Stand 2016).

Der Hauptpreis, der mit 60.000 Euro dotierte "Europe Theatre Prize", geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die Film- und Theaterschauspieler*innen Isabelle Huppert und Jeremy Irons. Erst zum zweiten Mal nach Michel Piccoli 2001 werden Schauspielkünstler mit dem Preis geehrt. Zusätzlich werden in diesem Jahr zwei weitere Preise vergeben: an den nigerianischen Schriftsteller und Nobelpreisträger des Jahres 1986 Wole Soyinka und an den Leiter des Nationaltheaters Tunis Fadhel Jaibi.

Die Preisverleihungen finden im Rahmen einer mehrtägigen Veranstaltung vom 12. bis 17. Dezember 2017 in Rom statt. Zu den Trägern des seit 1987 in unregelmäßigen Abständen verliehenen Europäischen Theaterpreises zählen Ariane Mnouchkine, Peter Brook, Heiner Müller, Robert Wilson, Pina Bausch, Harold Pinter und Peter Stein.

(Premio Europa per il Teatro / chr)

 
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