Die Lampen leuchten, der Tag ist aus
// Würstchenparade

von Sascha Ehlert

Berlin, 29. April 2018. Die prägenden und einprägsamsten Momente dieses Theaterabends? Der Anfang und das Ende. Was Stephan Kimmig und ein kompaktes Schauspiel-Ensemble dazwischen darboten, um Elfriede Jelineks deftige 80 Seiten umfassendes Stück zur Lage der Welt nach Trump in ein gut verdauliches Menü zu packen, war leider ein etwas zäher Brei. Dabei schafft es der Abend zwar das schrille Assoziationsgewitter der Vorlage auf die Bühne zu hieven, allerdings – nur mit Abstrichen.

Küchen-Show

Am Anfang steht zunächst einmal eine Küche. Die den Abend über statisch und unverändert bleibende Bühne von Katja Haß sieht so aus als wäre ein Ikea-Musterküchen-Designer auf dem Zeichencomputer ausgerutscht: die Küchenschränke ragen zwei, drei Meter Richtung Schnürboden hinauf, was inhaltlich aber nichts zur Sache tut.

Weit wichtiger: die Küche funktioniert tatsächlich, was Holger Stockhaus gleich zu Beginn vorführt, wenn er den Herd anschmeißt. Gebrutzelt werden: Kleine labberige Wiener Würstchen, selbstverständlich eine Anspielung auf die patriarchatskritische Komponente von Jelineks Text.

Am koenigsweg 3 hoch 280 arno declair uDie Crew in Katja Hass' Küche: Linn Reusse, Anja Schneider, Holger Stockhaus, Marcel Kohler, Božidar Kocevski  © Arno DeclairWenig später riecht's im Saal nach Gebratenem – und im Nachhinein denkt man sich: schade, dass Stephan Kimmig nicht den ganzen Abend als Live-Kochshow konzipiert hat. Ein Fest für alle Sinne hätte das werden können.

Stattdessen kommen zwar weiter Lebensmittel zum Einsatz, zum Beispiel Gurken, um nochmal zu verdeutlichen, dass es heute Abend um die Penis-Besitzer geht, die die Geschicke der Welt leiten, oder Senf, der den Schauspielerinnen ins Gesicht gespritzt wird. Aber gekocht wird nicht mehr. Schade.

Losgelöst

Nachdem Falk Richter und Stefan Pucher bereits ausgiebig thematisiert haben, dass Elfriede Jelinek in "Am Königsweg" explizit die Präsident-Werdung von Donald Trump verdaut, versucht Stephan Kimmig nun offenbar das Stück ein wenig vom amerikanischen Präsidenten zu emanzipieren und etwas vom Zeitgeist losgelöster zu erzählen.

Eigentlich ein guter Einfall, immerhin läuft die Donald-Daily Soap immer noch so hochtourig, dass man ihr als Stadttheater-Macher kaum den Rang ablaufen kann. Dennoch geht diese Strategie nur bedingt auf, weil Kimmig parallel dazu auch ein wenig die persönlichen Bezüge abhanden kommen, mit der Jelinek in ihrem Text süffisant das Leid der alt werden Dichterin beklagt.

Nummernrevue

Übrig bleibt so ein wortreicher Reigen von Szenen, in denen die fünf Schauspieler*innen durch wechselnde Rollen hüpfen, was vom Premierenpublikum mit zahlreichen Lachern honoriert wird. Außerdem gibt's Szenenapplaus, besonders in jenen Momenten, in denen Holger Stockhaus als König mit seinen Würstchen alberne Zaubertricks veranstaltet.

Das ist zwar kurzweilig, allerdings merkt man dann auch, dass es Kimmig nicht wirklich gelungen ist, den Text zu einem konstanten Strom umzubauen, vielmehr gerät der Abend so zur Nummernrevue, mit mancherlei guten und allerlei schlechten Einfällen. Eine Sogwirkung entwickelt die Unternehmung vermutlich auch deshalb nicht, weil die klamaukigen und die inhaltlich tiefer schürfenden Momente einander gelegentlich eher im Weg stehen, als dass sie sich gegenseitig ergänzten.

Miss Piggy-Doppel und Ameise nachhaus

Was leider letztlich auch fehlt ist ein echter Spannungsbogen. Zwar spielen sich vor allem Linn Reusse und Anja Schneider zusehends in einen Rausch, wenn sie als Miss Piggy-Doppelpack auf der Bühne herum keifen dürfen – was mehr überzeugt als die ein bisschen doofen Proll-Chicks mit Nike Airmax, die sie zu Beginn performen. Doch mit zunehmender Spieldauer nimmt auch die Ermüdung zu, bis dann das Ende recht unverhofft über einen hereinbricht.

Schon zuvor konnte man feststellen, dass die vielseitig eingesetzte Musik zwischen Bach und HipHop-Beats (wobei eine Rap-Einlage von Bozidar Kocevski durchaus Fremdscham-Charakter hat – Rap und Theater: mittlerweile gern kombiniert, aber selten gut) eine der Stärken des in dieser Hinsicht atmosphärisch durchaus gelungenen Abends ist. Aber der beste Beweis dafür sind die letzten Minuten, in denen das Ensemble das Abendlied von Hanns Dieter Hüsch anstimmt und man gar nicht anders kann, als ein wenig beseelt und befriedet den Theatersaal zu verlassen. Ob das so im Sinne von Elfriede Jelinek ist, das sei dahingestellt.

 

Am Königsweg
von Elfriede Jelinek
Regie: Stephan Kimmig, Bühne: Katja Haß, Kostüme: Anja Rabes, Musik: Michael Verhovec, Dramaturgie: Ulrich Beck.
Mit: Bozidar Kocevski, Marcel Kohler, Linn Reusse, Anja Schneider, Holger Stockhaus.
Dauer: 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

www.deutschestheater.de 

 

Kritikenrundschau

Christine Wahl schreibt im Berliner Tagesspiegel (online 29.4.2018, 15:59 Uhr): Stephan Kimmig steuere gleich zu Beginn in eine "fatale Sackgasse". Holger Stockhaus witzele sich durch ein "paar ganz besonders armselige Zaubertricks", verbrate diverse Lebensmitteln, weil "Bühnenbildnerin Katja Haß aus ansonsten nicht durchgängig plausiblen Gründen eine Einbauküche aufs Szenario gezimmert" habe. Mehr "bieder abgehangene Stammtischwitzchen" folgten, die gegen die "Kalauer-Expertin" Jelinek indes peinlich abschmierten. Anja Schneider werde "Wurstbrei" von Gesicht und Dekolleté geleckt, danach werde es "entspannter", bleibe allerdings "beliebig". Das können man alles machen, müsse man aber nicht.

"Diese Inszenierung weiß schon die Antworten noch bevor sie die Frage kennt", klagt Dirk Pilz in der Berliner Zeitung (30.4.2018). Kimmig biete "Show, Slapstick und Spielereien – allerdings von einem dunkel-trüben Geist durchdrungen: Für Kimmig ist alles, was irgend Politik oder Kunst genannt zu werden verdient, längst zum bloßen Business geworden. Wo Jelinek noch einen Funken Hoffnung in die Wirklichkeitsdurchdringungskraft der Literatur setzt, hat Kimmig scheinbar alles Hoffen aufgegeben. Ist das noch Pessimismus oder schon Populismus?"

Barbara Behrendt in der taz (30.4.2018) vermittelt sich ein Eindruck, "als wolle der 59-jährige Kimmig auf Teufel komm raus die Mätzchen einer gerade angesagten jungen Regiegeneration kopieren – dabei sind doch die zynische Coolness und der Kindergeburtstagshumor eines Christopher Rüping oder Martin Laberenz überhaupt nicht sein Ding". Jelineks zwischen "Breaking News, Melania-Gossip, Neoliberalismuskritik und Befremden über den Rechtspopulismus" mäandernder Text werde durch Kimmigs "Verkleinerung auf Wohnzimmergröße" nicht schärfer gestellt, sondern "schlicht banaler".

Jelineks Stück in einer verschlankten "Version für den vergnügungssüchtigen Hauptstädter" hat Tilman Krause von der Welt (30.4.2018) im DT gesehen. Jelineks falsche Botschaft, dass der "Superkapitalismus" den "Rechtspopulismus hervorbringe", müsse nach Ansicht des Kritikers nicht "unablässig ex cathedra verkündet" werden. "Und dafür sorgt Stephan Kimmig vom Anfang bis zum Ende seiner abwechslungsreichen, rasant vorüberziehenden Debattenrevue."

Dieser Abend ist für Kimmig "ein ziemlicher Bruch mit seiner sonstigen Inszenierungspraxis", berichtet Ute Büsing im Inforadio des rbb (29.4.2018). "Dass der gelingt, liegt am virtuos aufspielenden Ensemble um die gedoppelten Schweinchenfrauen Anja Schneider und Linn Reusse und vor allem auch an Holger Stockhaus", so die Kritikerin. Trump und Konsorten würden an diesem Abend "einfach lustvoll an die Wand gespielt".

"Der Erkenntnisgewinn solcher routiniert abgewickelten Fleißübungen im Fach Trash und Fleischbeschau geht gegen null", poltert Peter Laudenbach in der Süddeutschen Zeitung (11.5.2018). "Wenn das Theater Trump-Wählern, Pegida-Sachsen und anderen Identitäts-Problemfällen nichts als einen analysefreien Cocktail aus Spießerparodie und Effekt-Späßchen entgegenzusetzen hat, dann hat es seinen politischen Anspruch aufgegeben und gegen müdes Schenkelklatschen eingetauscht."

mehr nachtkritiken

Kommentare

Kommentare  
#1 Am Königsweg, Berlin: mühsamKonrad Kögler 2018-04-29 09:58
Minutenlang muss das Publikum den Slapstick über sich ergehen lassen, bevor Stockhaus endlich die ersten Jelinek-Sätze spricht. Auch die Nobelpreisträgerin ist immer gerne für Wortspiele und Kalauer zu haben. Derart altbackene Zoten, wie sie Stockhaus unter den Originaltext mischt, hat sie aber nicht verdient.

Von diesem Tiefpunkt erholt sich die Inszenierung nur mühsam. All zu viel Jelinek wird auch in den nächsten zwei Stunden nicht gespielt: Kimmig hat ihren Text, der eines ihrer vielschichtigsten und interessanten Werke seit längerer Zeit ist, mit groben Strichen von über 90 auf knapp 20 Seiten gekürzt.

Die verbliebenen Jelinek-Passagen hängen zu oft in der Luft. Angereichert mit weiteren Gags und Improvisationen, die allerdings zum Glück meist etwas lustiger sind als der quälende Auftakt, schleppt sich der Abend dahin.

Komplette Kritik: daskulturblog.com/2018/04/29/am-koenigsweg-am-deutschen-theater-stephan-kimmig-reichert-eine-jelinek-light-version-mit-abgestandenen-zoten-an/
#2 Am Königsweg, Berlin: ... findet nicht stattSascha Krieger 2018-04-29 11:30
(...)So findet die spannendste Ebene des Textes, die Auseinandersetzung der „Autorin“ mit sich selbst, gar nicht statt, und auch die „Trump“-Ebene ist so weit reduziert, dass wenig mehr bleibt als eine Nummernrevue nicht selten weitgehend für sich stehender Wortspiele. So weit, dass selbst die angesichts der Textlänge lächerlichen weniger als zwei stunden Spielzeit noch viel zu lang wirken. Das Ensemble, bestehend aus Stockhaus, Anja Schneider und Linn Reusse als konsumgeile Tussi-YouTube-Blondinen (Achtung: das sich asozial an sich selbst aufgeilende Wohlstandsprekariat), Marcel Kohler mit Trump-Perücke und Dutzenden Brillen auf der Stirn (Leitmotiv Blindheit!) und „König“ (=Trump) Božidar Kocevski im güldenen Onesie mit ebensolchem Lorbeerkranz (auch der Wasserhahn erstrahlt übrigens in Gold), ist mehr mit Slapstickeinlagen (es gibt eine kollektive Ausrutschroutine am Jahrmarktniveau!) und überdeutlichen Illustrationen (Kohler darf einmal militaristisch nazistisch im Stechschritt marschieren, Stockhaus deutet eine Hitler-Imitation an) beschäftigt als damit, mit dem Text irgendetwas anzufangen. Später treten Kermit der Frosch und Miss Piggy (zweifach) auf. Das ist im Text angelegt, darauf, die Frage zu beantworten, warum, kommt Kimmig nicht.

Überhaupt erscheint ihm der Text eher lästig. Also gibt es viel Musik, die letzten Minuten wird gesungen, unter anderem ein Lied vom Morgen, in das man heute nicht mehr reisen könne. Warum? Weil es wie Miss Piggy und Kermit in der Muppet Show vorgekommen sei, sagt Kimmig im Programmheftinterview. So einfach kann Theater sein, wenn man sich nicht darum schert, was das Material, mit dem man spielt eigentlich intendiert, wenn man existenzielle Selbst- und Gesellschaftsbefragung mit Satire und diese mit slapsticksatter Unterhaltung verwechselt. Da ist es dann viel spannender, die Ähnlichkeit eines Wischmops mit Donald Trumps Frisur herauszustellen, als sich damit befassen zu müssen, was die von Jelinek diagnostizierte Blindheit der vermeintlichen Mehrheitsgesellschaft bedeutet und welche Auswirkungen sie haben mag auf unsere Gegenwaurt und Zukunft, unsere Realität und die Möglichkeit neuer Wirklichkeiten. Am Ende singen die fünf Darsteller*innen Hanns Dieter Hüschs hübsches (wenn auch für diesen Rezensenten durch Franz Rogowskis Interpretation in In den Gängen schwer beschädigtes) „Abendlied“: „Die Lampen leuchten, der Tag ist aus.“ An diesem Abend waren sie nie an.

Komplette Rezension: stagescreen.wordpress.com/2018/04/29/elfriede-jelinek-verzweifelt-gesucht/
#3 Am Königsweg, Berlin: Es war ganz anders!Matthias Geier 2018-04-30 00:15
Mit Verlaub, einige Richtigstellungen:

„Was Stephan Kimmig und ein kompaktes Schauspiel-Ensemble dazwischen darboten, (...) war leider ein etwas zäher Brei.“
Stimmt nicht. Der Abend ist sehr kurzweilig und gar nicht zäh.

„Aber gekocht wird nicht mehr.“
Stimmt nicht. Auch nach den Würstchen wird noch und immer wieder weitergebruzzelt.

„vier Schauspieler*innen“
Stimmt nicht. Es sind 5.

„Außerdem gibt's Szenenapplaus, besonders in jenen Momenten, in denen Holger Stockhaus als König mit seinen Würstchen alberne Zaubertricks veranstaltet.“
Dass die Zaubertricks eine inhaltliche Einführung ins Thema sind und deshalb gar nicht mehr albern und auch weit mehr als nur „kurzweilig“ ist am Rezensenten dann auch vorbeigegangen.

„Das ist zwar kurzweilig, allerdings merkt man dann auch, dass es Kimmig nicht wirklich gelungen ist, den Text zu einem konstanten Strom umzubauen, vielmehr gerät der Abend so zur Nummernrevue, mit mancherlei guten und allerlei schlechten Einfällen.“
Stimmt nicht. Der Text fließt und steht konstant im Vordergrund, der Abend ist rhythmisch und unterhaltsam, mit sehr vielen guten Einfällen.

„Eine Sogwirkung entwickelt die Unternehmung vermutlich auch deshalb nicht, weil die klamaukigen und die inhaltlich tiefer schürfenden Momente einander gelegentlich eher im Weg stehen, als dass sie sich gegenseitig ergänzten.“
Stimmt einfach nicht. Die Inszenierung entwickelt eine starke Sogwirkung, Klamauk und tiefere Momente ergänzen sich wunderbar.

„Doch mit zunehmender Spieldauer nimmt auch die Ermüdung zu, bis dann das Ende recht unverhofft über einen hereinbricht.“
Stimmt nicht. Von Ermüdung war weder etwas bei den Spielenden noch bei den Zuschauern zu merken. Im Gegenteil.

„wobei eine Rap-Einlage von Bozidar Kocevski durchaus Fremdscham-Charakter hat“
Wie man sowas behaupten kann, obwohl der Rap starken Szenenapplaus bekam, ist mir ein Rätsel!

Selten eine so auf allen Ebenen falsche Kritik gelesen. Und eine, die so weit von all den Stimmen, die ich auf der Premierenparty eingefangen habe, auseinandergeht. Selten habe ich so oft Szenenapplaus erlebt.
Der Abend ist von vorn bis hinten stimmig, unterhaltsam und bringt den Jelinek-Text, der kaum lesbar ist, näher, erfrischt ihn und entfernt sich von der anstrengenden Überintellektualisierung, wie sie Jelinek-Texten am Theater so oft wiederfährt. Die Schauspieler*innen sind durch die Reihe weg überragend. Die fast zwei Stunden vergehen wie im Flug. Wunderbarer Abend! Hingehen, ansehen!
#4 Am Königsweg, Berlin: kurzweilig + klugFrida G. 2018-04-30 07:34
Auch ich habe einen Abend erlebt, der vom großartigen Spiel der Schauspieler*innen gelebt hat. Für mich war das weder blöder Slaptstick noch banaler Klaumauk. Das Spiel hat dem Stoff und den Texten gut getan - meiner Meinung nach war der Witz bzw die Komik immer angebunden, an das was Frau Jelinek thematisiert. Ein kurzweiliger, kluger und bravourös gespielter Abend.
#5 Am Königsweg, Berlin: endlich anderer Umgang mit JelinekGeorg 2018-04-30 10:01
Was ist bloss in die Hauptstadt Kritiker gefahren? Da wird endlich einmal ein anderer Umgang mit Jelinek gesucht und gefunden! Weit ab von der üblichen wilden Bebilderung sprachlicher Monstrositäten,
es werden keine Text Blätter auf den Boden geworfen, es werden keine Textberge in überforderte Zuschauerhirne gekippt ( diese Form der Überforderung gilt ja als gaaanz grosser Kunstgenuss, da ist man sich einig)und
es wird neben den Jelinekschen Kalauern sogar tatsächlich komisch: aber pustekuchen!
Nein, nein, das ist FALSCH, VERKEHRT und ungeachtet eines sich sehr amüsierenden Publikums 'objektiv' UNLUSTIG und PLATT!!!
Woher die Sicherheit solcher 'Empfindungen'?
#6 Am Königsweg, Berlin: ungelungendstSuse 2018-04-30 10:03
@ #3: Und Sie glauben wirklich, dass Sie auf der Premierenparty unter Fans und Freunden der Produktion einen Einblick gewinnen können, ob das eine gelungene Inszenierung war?? Zum Glück ist der Kritiker da nicht hingegangen und hat sich einlullen lassen.

Ich fand das mit Abstand den ungelungendsten, oberflächlichsten Kimmig-Abend, den ich je gesehen habe. Geradezu erschreckend, über welche doofen Witze das Publikum noch bereit ist, Szenenapplaus zu geben.
#7 Am Königsweg, Berlin: Konsens positivMatthias Geier 2018-04-30 11:21
@ #6: Ja, das glaube ich. Glauben Sie denn, dass Geschmack derart korrumpierbar ist? Die letzte Premiere, die ich am DT gesehen habe, ist beim Publikum durchgefallen - und das war deutlich wahrnehmbar. Man ist ja fähig, zwischen den Zeilen zu lesen und verhaltene Reaktionen zu entziffern. Wobei sie auch nicht immer verhalten sein müssen, sondern durchaus auch Verärgerung offen ausgedrückt wird, ja, auch von "Fans und Freunden". Ich habe es tatsächlich erst ein einziges Mal erlebt, dass ein Premierenpublikum stark gespalten war. Ansonsten ist ein Konsens auszumachen. Und der war an diesem Abend sehr positiv.

Kommentar schreiben