"Theater-Überdenker"

31. August 2018. Der Boy-Gobert-Preis für den schauspielerischen Nachwuchs an Hamburger Bühnen geht in diesem Jahr an Paul Behren. Das teilt die Körber Stiftung mit, die den mit 10.000 Euro dotierten Preis seit 1981 jährlich vergibt.

Paul Behren wurde 1991 in Tübingen geboren, studierte Schauspiel in Essen, war 2015/16 am Münchner Volkstheater engagiert und ist seit der Spielzeit 2016/2017 Ensemblemitglied des Deutschen Schauspielhauses. Behren sei "ein spielender Theater-Überdenker, der an die weltverändernde Kraft des Theaters glaubt und zugleich seinen Figuren skeptisch über die Schulter schaut. Der sich einfühlt und dann ein Stück wegdenkt – oder mitdenkt und Nähe und Distanz gleichzeitig schafft", zitiert die Pressemitteilung aus der Begründung der Jury unter dem Vorsitz des Schauspielers Burghart Klaußner.

PaulBehren 560 Erich GoldmannPaul Behren in "Reichshof" © Erich Goldmann

Behren ist am Deutschen Schauspielhaus aktuell in den Inszenierungen "Der haarige Affe" (Regie: Frank Castorf), "Der zerbrochne Krug" (Regie: Michael Thalheimer) und "Junk" (Ayad Akhtar-UA, Regie: Jan Philipp Gloger) zu sehen. Der Preis wird ihm am 9. Dezember 2018 in einer Matinee im Thalia Theater überreicht. Er erinnert an den Theaterschauspieler und langjährigen Intendanten des Thalia Theaters Boy Gobert (1925-1986). Die Preisträger*innen der letzten Jahre sind Bastian Reiber, Gala Othero Winter und Steffen Siegmund.

(Körber Stiftung / sd)

 

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