Zurück an die Kammerspiele

München, 20. September 2018. Barbara Mundel soll nach Informationen der Süddeutschen Zeitung Nachfolgerin von Matthias Lilienthal in der Intendanz der Münchner Kammerspiele werden. Kulturreferent Hans-Georg Küppers habe Mundel auf einer Sitzung des Kulturausschusses des Münchner Stadtrats am heutigen Donnerstag vorgeschlagen, berichtet Egbert Tholl in der SZ. Mundel war von 2006 bis 2017 Intendantin des Theaters Freiburg. Diesen Sommer arbeitete sie als Dramaturgin bei der Ruhrtriennale.

Mundel BarbaraBarbara Mundel © Maurice KorbelMundel, geboren 1959 in Hildesheim, studierte Neuere deutsche Literatur, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in München, Berlin und Frankfurt am Main. Zwischen 1988 und 1993 arbeitete sie als Dramaturgin und Regisseurin am Theater Basel. 1995 bis 1999 war sie im Leitungsteam der Berliner Volksbühne unter Frank Castorf tätig, ehe sie von 1999 bis 2004 Direktorin des Luzerner Theaters war. Bevor sie ans Freiburger Dreispartenhaus wechselte, arbeitete sie als Chefdramaturgin von Frank Baumbauer an den Münchner Kammerspielen. Sollte Mundels Ernennung bestätigt werden, wäre sie die erste Intendantin des 1911 gegründeten städtischen Theaters in München.

(sueddeutsche.de / chr)

Update, 24. Oktober 2018. Laut Informationen des Bayerischen Rundfunks wurde die Berufung Barbara Mundels zur Intendantin der Münchner Kammerspiele ab der Saison 2020/2021 vom Münchner Stadtrat bestätigt.

Barbara Mundel in Wort und Bild sehen Sie in der Videodokumentation der Konferenz "Theater und Netz. Vol 2" 2014, Panel Influence of the Crowd – Zum Strukturwandel des Theaters in der Netzgesellschaft.

Zum umstrittenen Nichtverlängerung von Matthias Lilienthal an den Müncher Kammerspielen lesen Sie die Meldung zur Nichtverlängerung, den Bericht über die Auseinandersetzung im Münchner Kulturausschuss sowie den Protestbrief der mit Lilienthal assoziierten Künstler*innen.

 

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