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Nestroy-Preise 2018 in Wien verliehen

Vierzehn Trophäen

Wien, 18. November 2018. Am Samstagabend wurden im Theater an der Wien zum 19. Mal die Nestroy-Preise für die  besten Leistungen der vergangenen Theatersaison in Österreich vergeben, sowie die beste Aufführung im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.

Preisträger sind in diesem Jahr:

Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum
Die Perser von Aischylos in Bearbeitung von Durs Grünbein
Regie: Ulrich Rasche, Salzburger Festspiele in Koproduktion mit dem Schauspiel Frankfurt
Premiere am 18. August 2018

Beste Schauspielerin
Caroline Peters in Hotel Strindberg nach August Strindberg
Regie: Simon Stone, Akademietheater in Koproduktion mit Theater Basel
Premiere am 26. Januar 2018

Bester Schauspieler
Peter Simonischek als Afzal in "The Who and the What" von Ayad Akhtar, österreichische Erstaufführung, Akademietheater Wien
Premiere 27. Mai 2018

Beste Darstellung einer Nebenrolle
Dörte Lyssewski als Annemarie Krause in "Vor Sonnenaufgang" von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann, österreichische Erstaufführung
Akademietheater Wien
Premiere 17. Dezember 2017

Beste Regie
Dušan David Pařizek mit "Vor Sonnenaufgang" von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann, österreichische Erstaufführung
Akademietheater Wien
Premiere 17. Dezember 2017

Bester Nachwuchs weiblich
Lara Sienczak als Sophie Scholl in "Die Weiße Rose" von Petra Wüllenweber
Regie: Petra Wüllenweber
Theater der Jugend Wien
Premiere 11. Januar 2018

Bester Nachwuchs männlich
Peter Fasching in Die Zehn Gebote nach den Filmen von Krzysztof Kieślowski, Bühnenbearbeitung von Stephan Kimmig und Roland Koberg
Regie: Stephan Kimmig
Volkstheater Wien
Premiere 15. Dezember 2017

Beste Ausstattung
Alice Babidge für Hotel Strindberg von Simon Stone nach August Strindberg
Regie: Simon Stone
Akademietheater in Koproduktion mit Theater Basel
Premiere am 26. Januar 2018

Spezialpreis
"Die Kinder der Toten" nach Elfriede Jelinek,
Regie: Nature Theater of Oklahoma (Kelly Copper & Pavol Liska), steirischer herbst 2017

Beste Off-Produktion
Muttersprache Mameloschn von Sasha Marianna Salzmann
Inszenierung: Sara Ostertag
Makemake Produktionen, in Koproduktion mit dem Kosmos Theater
Premiere 5. Dezember 2017

Beste Bundesländer Aufführung
Iwanow von Anton Tschechow,
Inszenierung: Mateja Koležnik
Stadttheater Klagenfurt in Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen
Premiere 3. Mai 2018

Bestes Stück - Autorenpreis

Ferdinand Schmalz für "jedermann (stirbt)"
Uraufführung Burgtheater Wien

Lebenswerk
Peter Handke

Publikumspreis
Nikolaus Habjan

 

trophaeeMit dem NESTROY-Preis werden seit dem Jahr 2000 herausragende Leistungen der österreichischen Bühnen ausgezeichnet. Dazu gehören auch Eigenproduktionen der Frühjahrs- und Sommer-Festivals (Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, Bregenzer Festspiele).

Der Preis für die "Beste Aufführung" wird überregional vergeben, "um zu dokumentieren, dass sich das österreichische und speziell das Wiener Theater als Teil der deutschsprachigen Theaterwelt versteht", wie es offiziell heißt

Die achtköpfige Jury wird jährlich vom Wiener Kulturstadtrat bestellt, in diesem Jahr: Karin Cerny (Profil), Wolfgang Huber-Lang (apa), Peter Jarolin (Kurier), Eva Maria Klinger (freie Journalistin), Wolfgang Kralicek (Theater heute / Süddeutsche Zeitung), Petra Paterno (Wiener Zeitung), Ronald Pohl (Der Standard), Lothar Schreiner (Bühne).

(nestroypreis.at / sik)

 

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Kommentare

Kommentare  
#1 Nestroy-Preise 2018: unsäglich peinlichPOST 2018-11-20 21:26
Man glaubt es kaum und schämt sich fremd : da finden in solch aufwühlenden Zeiten Theaterpreis-Veranstaltungen statt und Wien schafft es nicht annähernd , irgendetwas beizusteuern . Eine unsägliche und peinliche "Me too"-Gesangseinlage sei nur als "Höhepunkt" erwähnt. Unglaublich.
#2 Nestroy-Preise 2018: erstaunlichGeorg 2018-11-20 22:54
Ja, peinlich war's!
Da wird als ERSTER Preis der für die beste Schauspielerin vergeben, gleich zu Beginn, im Vorbeigehen und dann nach einer gefühlten Ewigkeit (und viele Bepreister-Männer später), der König der Schauspieler! Der König der "Darstellertiere", die Krönung der Schöpfung. Der Löwe!
Dazwischen eine unsägliche Me too Gesangseinlage, launige Herrenwitze und eine homöopathische Dosis Politik oder Kritik.
Erstaunlich.
#3 Nestroy-Preise 2018: Problem?Nepumuk 2018-11-21 09:20
Tatsächlich war der me-too Beitrag problematisch. Dennoch, in 14 Kategorien haben sechs Frauen gewonnen. Den Spezialpreis teilen sich eine Frau und ein Mann. Wo liegt das Problem?

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