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Rostocker Intendant Steffen Piontek fristlos gekündigt

Hinfällig

6. August 2008. Wie die Ostseezeitung mit Bezug auf dpa meldet, hat der Rostocker Oberbürgermeister Roland Mehling dem Intendanten des Volkstheaters Steffen Piontek fristlos gekündigt. Hintergrund sind Vorwürfe, Piontek habe Verträge mit leitenden Mitarbeitern des Rostocker Volkstheaters, darunter auch seine Ehefrau, die Dramaturgin Juliane Piontek, noch verlängert, als mit der Stadt bereits Einigkeit über eine vorzeitige Aufhebung seines eigenen Vertrages als Generalintendant bestanden habe. Piontek hatte seinen Vertrag als Generalintendant aufgrund der geplanten Etatkürzung und einer damit verbundenen Streichung von zwei Sparten seines Theaters vorzeitig beenden wollen.

Damit wäre unter anderem auch eine Abfindung für Piontek hinfällig, die sich nach Informationen verschiedener Medien auf € 300.000 belaufen soll. Piontek selbst hat Medienberichten zufolge die Vorwürfe bestritten und Widerstand angekündigt. Er habe mit Künstlern aus dem Leitungsbereich im Mai/Juni Gespräche geführt, wie es ab 2009 weitergehen solle. Ein Aufhebungsvertrag seines bis 2012 laufenden Vertrags habe zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Diskussion gestanden. Die Mitarbeiterverträge seien vorbereitet und von ihm auch unterzeichnet worden. Nach Auftreten der neuen Vertragssituation habe der Verwaltungschef des Theaters Klaus-Dieter Hagen diese Verträge dann jedoch nicht unterschrieben.

(sle)

 

 

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