Zuwenig für zuwenige

14. Januar 2019. In der Berliner Zeitung berichtet Petra Kohse über ein vom Kultursenat beauftragtes Gutachten zur Neuvergabe der städtischen Konzeptförderung für die Freie Szene der Journalist*innen Ute Büsing und Frank Schmidt und der Theaterwissenschaftlerin Sandra Umathum – das zum Ergebnis kommt, dass die derzeitigen Förderstrukturen sowie die Künstler*innen selbst prekäre Strukturen aufrecht erhalten und trotzdem nicht genug Geld für alle da ist, die in Berlin arbeiten.

Für die Jahre 2020-23 seien 25 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 19,4 Millionen Euro eingegangen. "Die Tatsache, dass im vorangegangenen Zeitraum in 26 Anträgen insgesamt 10 Millionen Euro angefragt wurden zeigt, dass die einzelnen Gruppen sich um eine 'deutlich verbesserte finanzielle Ausstattung' bemühen."

Gleichwohl hätten Einzelgespräche mit den Antragsstellern ergeben, dass die Wirtschaftspläne "auch diesmal auf einer durch und durch prekären Struktur fußten: 'Viel zu geringe Gagen für mehrwöchige Probenzeiten oder die Vorstellungen sind die Regel (...). Dass künstlerische Leiter*innen im Abenddienst die Eintrittskarten kontrollieren oder gar die Toiletten putzen (...) ist eine Realität und für die Sachverständigen ein Zustand, dem Einhalt geboten werden muss.'"

Obwohl die Kulturverwaltung ihre Zuwendung deutlich erhöht, "konnten selbst von den prekären Wirtschaftsplänen nicht alle voll berücksichtigt werden".

(sd)

 

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